Titel:                      Zarte Bande

Autor:                    Lady Charena

Serie:                      TOS

Paarung:                m/m, K/S

Code:                     PG, HUMOR

 

Feedback: LadyCharena@aol.com

 

 

Summe: Dem Tode entronnen <g> - Fortsetzung zu „Gummibärchen

Widmung: T’Len

 

Erscheint euch das Leben manchmal trist und grau? Dann husch, husch die rosa Brille aufgesetzt und die verrückten Hühner bei ihren Ausflügen ins unendliche Tuppertrek-Universum begleitet, das unsere schrecklich nette K/S-Familie beherbergt. Wir schrecken vor nichts zurück. Sei‘ es nun unsere Lieblinge mit den beiden hinreißendsten Kinder - diesseits von Alpha Centauri – zu bescheren oder die kleinen Katastrophen des Alltags in aller Ausführlichkeit zu beleuchten.

 

Erschienen in: Shaik – das etwas sehr andere K/S-Zine 2

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir daraus borgte. Die Story ist mein und reine Fanfiction - ich beabsichtige also weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen. Wer sich an homosexuellen Beziehungen - gleich welcher Art - stören könnte, sieht sich bitte anderswo nach passenderer Unterhaltung um.

 

 

Zarte Bande

* * * * * * * * * * * * * *

Lady Charena, Juli 2001

 

 

 

Es war dunkel. Und überall wirbelten riesige Staubflocken herum. Mühsam setzte er sich auf. Ihm tat nach dem Sturz alles weh. Und er musste kräftig niesen.

 

„Gesundheit“, kam es aus einer dunklen Ecke.

 

Er drehte sich um. Waren hier etwa noch mehr von ihnen? Hatten noch mehr von ihnen das entsetzliche Massaker überlebt?

 

Und tatsächlich löste sich dort aus den Schatten eine Gestalt, kam langsam auf ihn zu.

 

 

...Er war Orange. Von einem herrlichen, tiefen Orange, das an einen Sonnenuntergang im Sommer erinnerte. Ihm fehlte ein Ohr – doch das tat seiner Attraktivität keinen Abbruch – und er trug seine Wunde mit stolz erhobenem Kopf. Ein geschlagener Krieger vielleicht, doch kein besiegter...

 

 

Er spürte, wie er bis in die Ohren rot wurde – glücklicherweise verhinderte seine grüne Haut, dass dies sichtbar wurde. „Ähem... H-hallo“, stotterte er verlegen. „Ich... ich wusste nicht, dass hier... noch mehr sind.“

 

„Du bist der erste, den ich treffe“, erwiderte der andere düster. Und rieb sich geistesabwesend über die Stelle, an der sich einmal sein Ohr befunden hatte. Dann sah er auf. „Bist du auch verletzt?“

 

„N-nein, nur vom Sturz.“

 

Mit einem Seufzen setzte der andere sich nieder. „Das war die schlimmste Nacht meines ganzen Lebens“, meinte er.

 

Er ließ sich stumm neben ihm nieder, legte schüchtern einen Arm um seine Schulter und fühlte den anderen erschauern.

 

„Ist dir kalt?“, fragte er.

 

Der andere sah ihn an, schüttelte den Kopf. „Ich bin sehr froh, hier jemanden gefunden zu haben“, erwiderte er seidenweich. „Du bist sehr hübsch, weißt du das? Es ist lange her, dass ich jemand in einem so herrlichen Grün gesehen habe.“

 

„Oh... ähem... danke.“

 

Eine Berührung an seiner Wange.

 

„Wirklich sehr hübsch“, flüsterte der andere. „Genau, was ich brauche, um diese grauenvolle Nacht zu vergessen. Ein wenig Gesellschaft, ein wenig Spaß...“

 

Ein Kuss auf seine Nase. Ein Zittern lief durch ihn und er fühlte sich plötzlich sehr schwach.

 

„Das brauchst du doch auch?“

 

Er ließ sich bereitwillig flach auf den Rücken drücken, spürte das Gewicht des anderen auf sich und...

 

 

...Und eine riesige Hand kam aus dem Nichts, ergriff die beiden engumschlungenen Gestalten und zog sie – begleitet von erfreutem mmmm - ans Tageslicht.

 

* * *

 

„Tommy, was hast du da wieder? Du weißt doch, du sollst hier nicht spielen.“ Kopfschüttelnd nahm Jim Kirk seinen kleinen Sohn hoch, der wieder mal unter ihr Bett gekrabbelt war. Zuviel lag hier herum, dass nicht für Kinderaugen geeignet war. Er öffnete das kleine Fäustchen – ungeachtet der Schnute, die Tommy zog. Glücklicherweise waren es nur zwei klebrige Gummibärchen von letzter Nacht...

 

Dann sah er sich die beiden näher an – und grinste. Das sah ja ganz so aus, als würden sie...

 

„Spock? Spock, komm’ mal schnell und sieh’ dir *das* an...“

 

Ende

 

Fortsetzung in              Der Genießer