Titel: Lügenpoker

Autor: Lady Charena
Kategorie: Crossover

Pairung: Greg House, B.F. Pierce, mit kurzem Auftritt von Wilson am Anfang

Rating: gen

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Schlaflosigkeit findet die seltsamsten Bett-... oder Spielgefährten

Meme Crossover-Challenge – gewünscht von T’Len

 

Anmerkung: Ich habe keine Ahnung, wie man Lügenpoker spielt – und im Internet finden sich da mehrere Versionen. Ich hab den Begriff nur mal in einer Folge von „Hart aber herzlich“ gehört und dachte mir, dass dieses Spiel was für House wäre...

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

„Nichts wird gebissen oder angeleckt – aber genug von Wilson, spielen wir Poker.“ Greg House schob die Zigarre in den anderen Mundwinkel. Er griff über den Tisch nach den Pretzels, die Wilsons Einsatz darstellten und setzte zwei davon. Der Rest verschwand in seinem Mund.

 

Wilson stand auf. „Ich gehe schlafen“, meinte er und gähnte. „Außerdem hast du soeben mein gesamtes Vermögen aufgegessen. Ich bin pleite.“

 

„Jetzt sei’ kein Spielverderber!“, protestierte House. „Wir haben doch gerade erst angefangen. Du mit deinen Eichhörnchengenen versteckst doch sicher noch was hinter dieser hässlichen Krawatte.“

 

Wilson schüttelte den Kopf. „Ich habe das Lamm zur Opferung geführt, ich werde es nicht auch noch dafür schmücken.“ Er nickte dem anderen Spieler zu. „Gute Nacht, Dr. Pierce.“ Dann verschwand er, ohne House’ Schmollen weiter zu beachten.

 

„Geht das zwischen euch beiden immer so zu?“, fragte Pierce amüsiert. „Erinnert mich an Zuhause.“

 

House lehnte sich zurück. „Yep. Wir sind wie ein altes Ehepaar. Nur ohne den Routinesex.“ Er mischte müßig die Karten. „Wie wäre es mit einem Spiel, Dr. Pierce?“

 

„Nennen Sie mich Hawkeye. Dr. Pierce habe ich in der Reinigung abgegeben.“ Er leerte sein Glas und winkte dem Kellner, ihm ein neues zu bringen. „Einem Spielchen bin ich nie abgeneigt. Aber Poker zu Zweit, Dr. House?“

 

„Nennen Sie mich House. Lügenpoker.“ House musterte ihn. „Zigarre?“, meinte er dann und griff in die Brusttasche, um dem anderen Arzt eine zu reichen. „Fangen wir mit zwei Karten an.“

 

Hawkeye nahm die Zigarre und klemmte sie zwischen die Zähne. Immerhin war das Rauchen hier verboten. Er hob die Karten auf und musterte sie. „Spielt man das nicht eigentlich mit Würfeln? Ein Paar“, sagte er.

 

House leerte sein Glas, um gleich zu ziehen. „Ich spiele es nur mit Karten.“ Er warf eine Handvoll Pretzels in die Mitte des Tisches. „Damen-Paar.“

 

* * *

 

Etliche Gläser später...

 

Grauer Rauch bildete eine Wolke über den beiden Männern, das Rauchverbot war längst vergessen. Das Spiel endete ohne Sieger oder Verlierer, denn den Einsatz hatten sie aufgegessen.

 

Hawkeye gähnte. „Wie spät ist es? Ich bin müde.“

 

„Ich schlafe nie“, erwiderte House abwesend. Inzwischen war er dazu übergegangen, aus den Karten ein Kartenhaus zu bauen, welches jedoch über die erste Etage nicht hinauskam.

 

„Meine Großmutter hat gegen Schlaflosigkeit immer heiße Milch mit Butter empfohlen.“

 

Das Kartenhaus fiel in sich zusammen. Mit einer eher untypischen Geduld sammelte House die Karten wieder auf und begann von vorne. „So wild bin ich nun auch nicht aufs Schlafen“, murmelte er. „Meine Großmutter hatte auch ein Rezept. Drei Beruhigungstabletten in ein Glas Whiskey und auf einmal austrinken. Man kann zwar immer noch nicht schlafen, aber man macht sich nichts mehr draus.“

 

„Es gab noch überhaupt keine Beruhigungstabletten als Ihre Großmutter lebte“, widersprach Hawkeye, der dem Gedankengang nur noch so weit folgen konnte.

 

House sah ihn über sein Bauwerk hinweg an. „Kannten Sie meine Großmutter?“

 

Hawkeye zog die Stirn in nachdenkliche Falten. „Nicht das ich wüsste.“

 

„Na also.“ Zufrieden widmete sich House wieder dem Kartenhaus.

 

Kaum fünf Minuten später schliefen sie beide. House mit dem Kopf auf seinen Karten. Hawkeye zusammengesackt und gegen die Stuhllehne gesunken, den Mund offen.

 

Ende