Titel: French Shoes Lie

Autor: Lady Charena
Kategorie: Crossover

Fandom: House MD / SK Kölsch

Pairung: James Wilson, Falk von Schermbeck

Rating: gen

Archiv: ja

Summe: Schuhkauf ist Vertrauenssache.

Meme Crossover-Challenge – gewünscht von T’Len

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

House: Your lips say no. Your shoes say yes.

Wilson: Well, they’re French. You can’t trust a word they say.

 

 

 

„Also von dem Paar würde ich abraten.“

 

Falk sah überrascht auf, als ihm ungefragt ein guter Ratschlag erteilt wurde. Ein Mann, etwas jünger als er, mit hellbraunen Haaren und... offenbar einem ausgesprochen guten Geschmack, wenn man sich seinen Anzug so ansah. Entweder das, oder eine Ehefrau, die für ihn shoppte. Er hatte zwar nicht vorgehabt, die Schuhe zu kaufen, aber fragte trotzdem: „Wieso nicht? Die sehen doch gut aus.“

 

„Sie sind billige Kopien.“ Der andere Mann wies auf einen losen Faden. „Hier, die Nähte und die Verarbeitung überhaupt, sehr schlechte Qualität.“

 

Falk nickte lächelnd. „Sie kennen sich ja richtig gut aus.“ Er stellte die Schuhe zurück und richtete sich auf, um dem anderen die Hand hinzustrecken. „Falk von Schermbeck. Und wenn ich Ihnen auch einen guten Rat geben darf, kaufen Sie in diesem Geschäft nichts.“

 

„James Wilson“, entgegnete der andere und erwiderte das Lächeln. „Ich schließe daraus, dass Sie nicht hier arbeiten.“

 

„Nennen wir es so – ich bin durchaus beruflich unterwegs, aber ich verkaufe keine Schuhe.“ Sie verließen gemeinsam das Geschäft. Falk musterte den neben ihm gehenden Mann. „Ich bin bei der Polizei.“ Verwundert bemerkte er, dass Wilson sofort etwas weniger begeistert wirkte. Aber das kam ab und zu schon vor, dass sein Beruf für Befremden sorgte. „Wir observieren den Laden schon seit einer Weile. Gefälschte, französische Schuhe sind noch das Harmloseste, was hier verkauft wird.“

 

Wilson bemerkte die Zurückhaltung in der Stimme des anderen Mannes. „Oh, entschuldigen Sie, ich wollte nicht...“ Er seufzte. „Das ist nichts persönliches. Ein Freund und ich... wir hatten vor einiger Zeit Ärger mit einem Polizisten und das weckte eben unangenehme Erinnerungen.“

 

Falk nickte. „Schon okay. Das passiert mir nicht zum ersten Mal.“ Er fuhr sich durch die Haare. „Was haben Sie gemacht? Mit Ihrem Freund die Bank ausgeräumt, in der Sie arbeiten?“

 

Wilson sah ihn einen Moment verblüfft an. „Bank? Sie denken, ich wäre Banker?“, fragte er dann.

 

„Ich würde sagen, der Anzug und die Krawatte schreien geradezu ‚Management’. Brooker?“

 

Der andere Mann lachte und seine braunen Augen blitzten auf. „Das Krawatten ebenfalls lügen ist mir neu. Ich bin Arzt“, erwiderte er amüsiert. „Wow. Banker. Ich wünschte. Dann könnte ich vielleicht besser mit Geld umgehen.“

 

„Zu viele Anzüge?“, fragte Falk grinsend.

 

Wilson seufzte. „Zu viele Ex-Frauen. Drei, um genau zu sein. Und ein Freund, der sich Geld borgt, es mir mit den seltsamsten Wetten abnimmt oder einfach stiehlt.“

 

„Klingt nach einer interessanten Freundschaft.“ Falk musterte ihn. Drei Ex-Frauen?

 

„Das ist eine nette Umschreibung. Die meisten nennen es eine Geisteskrankheit.“ Wilson sah sich um. „Da wir gerade von ihm sprechen, ich wollte ihm eine Krawatte mitbringen.“

 

„Hat er ebenfalls so einen guten Geschmack?“

 

Wilson lachte. „Nein, das kann man so nicht sagen. Er hasst Krawatten. Und genau deshalb bekommt er auch eine von mir.“

 

Falk lächelte. „Na dann. Wie wäre es, wenn wir einen Kaffee trinken gehen und dann zeige ich Ihnen, wo es die schönsten Krawatten von ganz Köln gibt.“

 

Ende