Ich weiß, das erfüllt nicht den Sinn einer Challenge, sich die Pairings selbst auszusuchen, aber plötzlich kommt hier ein Bunny nach dem anderen an und quasselt mir die Ohren ab...

Titel: Geteiltes Leid
Autor: Lady Charena
Kategorie: Crossover
Fandom: The Closer / Remmington Steele
Pairung: Brenda Leigh Johnson, Laura Holt
Rating: gen
Archiv: ja

Summe: Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid
Meme Crossover-Challenge – gewünscht von mir selbst

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.





„Sie sollten hier auf keinen Fall den Kaffee trinken“, meinte die Frau neben ihr. „Das Zeug brennt einem Löcher in die Magenwand.“

„Oh, danke. Ich glaube, ich bin ohnehin schon nervös genug.“ Brenda griff nach ihrer Tasche, die von der Schulter zu rutschen drohte.

„Sind Sie auch zum ersten Mal hier? Ich bin furchtbar aufgeregt.“ Die junge Frau mit den hellbraunen Haaren warf einen Blick über die Schulter. „Wow. Das sind ja richtig viele Teilnehmer.“

„Woher wissen Sie denn das mit dem Kaffee, wenn Sie zum ersten Mal hier sind?“

Die andere Frau sah sie verwundert an. Dann lachte sie. „Oh, natürlich. Meine Schwester war schon einmal hier. Tja, liegt wohl in der Familie.“

„Entschuldigen Sie, ich wollte nicht so... Ich bin bei der Polizei, müssen Sie wissen. Ich bin Verhörspezialistin. Und irgendwie kann ich das offenbar nicht abschütteln.“ Brenda schob ihre Brille zurecht und streckte die Hand aus. „Brenda Leigh Johnson.“

„Laura Holt. Remmington Steele Detektivagentur”, entgegnete die andere Frau.

Sie sahen sich einen Moment verblüfft an, dann lachten sie.

Brenda nahm sich eine Mineralwasserflasche. „Denken Sie, die kontrollieren die Handtasche? Ich meine, ob man was mitgebracht hat?“, fragte sie leise.

Laura schien sich nicht recht zwischen einem knallroten - aber zuckerfreien - Softdrink oder Orangensaft entscheiden zu können. Schließlich füllte sie einen Becher mit etwas, das nach Tee aussah. Selbstverständlich gab es keinen Zucker dazu. „Das glaube ich nicht“, erwiderte sie auf Brendas Frage. „Immerhin sind wir alle hier, weil wir wissen, dass wir ein Problem haben, nicht wahr? Und außerdem ist das ganze ja freiwillig.“ Sie presste unwillkürlich ihre Handtasche ein wenig enger an ihren Körper.

„Oh, haben Sie auch immer einen Notvorrat dabei?“, fragte Brenda mit Verschwörermiene.

Laura seufzte. „Ich sollte es nicht tun, aber...“ Sie zuckte mit den Schultern. „Wenn ich im Stress bin, kenne ich einfach keine Grenzen mehr.“

„Wem sagen Sie das.“ Brenda seufzte ebenfalls. „Suchen wir uns einen Platz? Am liebsten wäre mir einer ganz hinten. Überhaupt bin ich nur hier, weil ich es meinem Freund versprochen habe. Er würde meine Stimmungsschwankungen nicht mehr aushalten. Ich verzichte seit genau drei Wochen darauf, ohne die geringste Anerkennung dafür zu erhalten.“

„Wem sagen Sie das. Mein... Boss... und Partner... ist kein bisschen verständnisvoller. Und bei meiner Schwester – ihr Ehemann warf ihr vor, die Familie zu zerstören und die Kinder zu vernachlässigen. Am Ende ging sie in die Garage, wenn sie ihre Dosis brauchte. Eine Bekannte aus dem Diätclub nahm sie schließlich mit hierher. Bei ihr hat es funktioniert. Sie rührte nicht einmal mehr das zuckerfreie Zeug an.“ Laura sah sich um. „Wie wäre es da drüben?“

Die beiden stellten ihre Getränke zurück auf den Tisch und nahmen Platz, ein wenig abseits. Nach und nach füllten sich die Stuhlreihen vor ihnen.

Brenda knetete ihre Handtasche. „Ich würde jetzt gerne...“ Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, nahm die Brille ab, blinzelte wie eine müde Eule und setzte sie dann wieder auf.

„Ich weiß.“ Laura schlug die Beine anders übereinander. „Letzte Nacht... habe ich davon geträumt. Von einer ganzen Badewanne voll. Und ich habe mich genüsslich darin versinken lassen.“

Brenda schnappte neben ihr nach Atem und fächelte sich mit einem hastig hervorgekramten Taschentuch Luft zu. „Mein Gott.“

„Oh ja.“ Laura seufzte. „Eine ganze Badewanne voll warmer, flüssiger Schokolade. Nach dem Aufwachen fühlte ich mich fünf Pfund schwerer. Unsere Sekretärin Mildred hat mir dann die Adresse von den anonymen Schokoholikern herausgesucht. Und hier bin ich.“

Brenda warf einen Blick auf die Menschen um sie herum, auf die düsteren und angespannten Mienen und beugte sich zu Laura hinüber. „Was halten Sie davon, wenn wir von hier verschwinden, Laura? Ich kenne eine Bäckerei... dort gibt es Schokoladentorte mit drei Schichten und einem Überzug aus purer Schokolade. Alleine schon vom Geruch nimmt man zu, aber sie ist jeden Bissen wert.“

Laura zögerten einen Moment, dann nickte sie und stand auf. „Worauf warten wir noch?“


Ende