Zukunftsträume

T’Len

2012

 

 

 

Fandom: Karl May

Charaktere: Winnetou/Old Shatterhand

Kategorie: slash, NC-17

Hinweis: Inspiriert von Lady Charenas Prompt: Karl May, freie Charakterwahl: In der Zukunft wird alles anders sein

Feedback: an tlen11@freenet.de

Summe: Heimlichkeiten

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

Ein leises Rascheln, nur für die geübten Ohren eines Westmannes zu hören, durchschnitt die Stille der Nacht. Sekunden später wurde das Fell, das den Eingang zu dem Raum, den ich im Pueblo der Apachen bewohnte, zur Seite geschoben, eine dunkle Gestalt huschte hinein und bald darauf schmiegte sich Winnetou an mich. Ich wusste, dass es ihm jederzeit möglich gewesen wäre, vollkommen geräuschlos zu mir zu kommen. Dass er ein leises Geräusch verursachte, war seine Art mir seine Ankunft mitzuteilen.

 

Draußen in der Prärie, wenn wir oft wochenlang für uns allein waren, waren wir weniger diskret. Doch hier im Pueblo galt es vorsichtig zu sein. Wir konnten uns  nicht einfach gemeinsam zur Ruhe zurück ziehen.

 

"Scharlih mag sich beeilen und unsere Körper vereinen. Winnetou ist bereit für seinen Bruder", sagte der Apache leise, als ich nach dem Tiegel mit Talg griff, den wir immer für solche Gelegenheiten in unseren Schlafräumen bereit hielten. Da die ölige Masse auch zum behandeln diverser Wunden diente, war dies nicht weiter auffällig.

 

Die Vorstellung, dass er sich selbst an seiner intimsten Stelle berührte, um für mich bereit zu sein, erregte mich noch mehr, als ich es bereits vor Vorfreude auf unsere nächtliche Vereinigung war, seit ich mich vor etwa einer Stunde zurückgezogen hatte und sehnsüchtig darauf wartete, dass das Pueblo in seine nächtliche Starre fallen würde, nur einige Wachen draußen an der Peripherie und bei den Pferden. Ich verwendete etwas von dem Talg an mir selbst, drehte Winnetou auf die Seite, schmiegte mich an seinen Rücken - er trug nur einen Lendenschurz, würde ihn jemand auf seinen Weg zu mir entdecken, würde er sagen, er habe ein verdächtiges Geräusch gehört, ein wildes Tier oder einen Eindringling und sei deshalb noch einmal aufgestanden - und glitt in seinen Körper hinein.

 

Für Zärtlichkeit, für jenes Erkunden des anderen Körpers, dem ich mich stundenlang hingeben konnte, würde später Zeit sein, wenn wir die über den Tage aufgestauten Begierden unser Leidenschaft gestillt hatten.

 

Als Winnetou kurz bevor der Morgen graute nach einem Kuss in meinen Nacken – wir hatten uns, eng aneinandergeschmiegt schließlich doch für einige Zeit dem Schlafe hingeben - zurück in seine eigenes Quartier schlich, drehte ich mich auf die andere Seite und träumte davon, dass es eine Zukunft geben würde, in der sich eine Liebe wie die unsere nicht mehr verstecken brauchte.

 

Ende