Titel: Die Legende
vom Lichtgefährten
Kapitel 2 von 9
Serie: Star Trek TOS
Paarung: K/S, S/m, K/m
First Time
Rating: NC17, ein
bisschen
Dies ist eine homoerotische Liebesgeschichte. Wer unter 18
ist oder homoerotische Erzählungen nicht mag, sollte bitte nicht weiterlesen.
Zusammenfassung: Eine alte vulkanische Legende erwacht zum
Leben und ein emotionaler vulkanischer Dichter hilft Kirk und Spock sich zu
finden.
Feedback: Ja.
Hier oder liliane_romano@yahoo.de
Archiv: Ja
Beta: T'Sihek. Nach
ihren Hinweisen – vielen Dank dafür! – habe ich nach der Erstveröffentlichung
das eine oder andere nochmal korrigiert.
Disclaimer: Das Star Trek Universum gehört mir nicht und ich
verdiene damit kein Geld. Ich spiele nur ein bisschen mit den sexy Jungs und
den netten Mädels die dort wohnen. Ich schreibe nur zum Spaß und will keine
Rechte verletzen.
Die Legende vom Lichtgefährten
Kapitel 2/9
„Persönliches Logbuch des Captains.
Mr. Chekov hat mich vor einer halben Stunde abgelöst und
wird die Ermittlungen auf Tribas leiten. Spock, Pille und die anderen aus
unserer Schicht habe ich schlafen geschickt; wobei ich das Schlafen schicken
bei meinem Ersten Offizier fast als Befehl formulieren musste. Spock vergisst
ganz gern, dass auch Vulkanier nach vierundzwanzig Stunden Arbeit in rauchenden
Trümmern und schmutzigen Wassermassen Ruhe brauchen.
Fähnrich Lara Pinos hat meinen unermüdlichen Vulkanier
abgelöst und Dr. M`Benga hat den Platz von Pille eingenommen. Die Hälfte der
Kolonisten auf Tribas, etwa 700 Menschen und Vulkanier waren bei der
verhängnisvollen Kettenreaktion so schwer verletzt worden, dass sie für einige
Tage in den Lazaretten behandelt werden müssen.
Die am schlimmsten Verletzten werden an Bord der Enterprise
versorgt.
Mr. Simis, der Leiter des explodierten Forschungslabors, ist
der einzige, der die Katastrophe nicht überlebt hat. Ironischerweise starb er
nicht bei der Explosion sondern bei der Flutwelle. Offensichtlich hatte er die
Nacht am Strand verbracht und wurde dort am frühen Morgen von der Flutwelle
überrascht.
Sein Partner, der Dichter Selenos, der in jener Nacht auf
der anderen Seite des Kontinents sein 12-Jahres-Werk vollendete, hat erst bei
dem mentalen Schock, den er durch Simis Tod erlitt, von den Ereignissen
erfahren. Er blieb unverletzt, physisch unverletzt, besser gesagt. In
Wirklichkeit ist er wohl von den Bewohnern Tribas` derjenige, den es am
schlimmsten getroffen hat.“
Jim Kirks Blick fiel auf den Bericht seines Wissenschaftsoffiziers. Exakt wie
immer hatte dieser die Ereignisse beschrieben, sogar eine detaillierte
Abhandlung über die Entstehung von Flutwellen beigelegt.
'Wie aufmerksam von ihm, auch an mich
Naturwissenschafts-Trottel zu denken', dachte Jim sarkastisch, entschuldigte
sich aber sofort in Gedanken bei Spock. 'Er denkt immer an die menschliche
Unvollkommenheit.'
Dennoch ließen sich die Ereignisse auf Tribas in wenigen
Worten zusammenfassen - sogar Admiral Komack hatte das gekonnt, als er die
Enterprise vor noch nicht mal sechsunddreißig Stunden auf diese Rettungsmission
geschickt hatte:
"Die Explosion eines Forschungslabors hat zu einer
Druckwelle geführt. Diese pflanzte sich bis zu den Felsen an einer weiter
entfernten Stelle des Binnensees fort, ließ sie ins Wasser stürzen und kurz
darauf eine Flutwelle auslösen."
Jim nahm an, dass Komack sich bald wieder melden würde um
die Verlängerung ihrer Mission auf Tribas 1 anzuordnen. Hier gab es Arbeit für
mindestens drei Wochen - selbst wenn alle Crewmitglieder der Enterprise mit
anpackten. Die Ruinen beseitigen, das Gelände vor weiteren Überraschungen aus
der Umwelt sichern und den Kolonisten zu neuen Unterkünften zu verhelfen. Da
die Bewohner von den Ereignissen ziemlich mitgenommen waren, mussten die Leute
von der Enterprise vermutlich den größten Teil der Arbeit erledigen.
Jim trat unter die Ultraschalldusche und ließ sich von den
Wellen den Dreck des Tages entfernen und die verspannten Muskeln lockern.
Er beschloss die Dusche noch eine Weile zu genießen. Als
sich sein Körper mehr und mehr entspannte, drang die Erinnerung an Selenos
wieder in seine Gedanken. Jener Vulkanier hatte seine Liebe zu seinem Partner
offen gezeigt. Jim war erstaunt
darüber, dass er als Vulkanier so tief empfinden konnte und seine Gefühle ohne
Scham zeigte.
Jim ließ die Augen geschlossen und stellte sich vor, wie es
wäre von jemandem so intensiv geliebt zu werden, wie es bei dem vulkanischen
Dichter sicher der Fall war.
'Simis muss ein Glückspilz gewesen sein. Soviel Liebe mit
einem so attraktiven und einfühlsamen Mann erleben zu dürfen...'
Kirks Magen verkrampfte sich, als die Erinnerung an Spock in
ihm hochkam.
'Er hat mich zurückgewiesen. Hat einfach nein gesagt. Ohne
mich zu Wort kommen zu lassen...
+++...Spock und Jim lieferten sich einen Trainingskampf
während eines Landurlaubes, mitten in der unberührten Natur eines Planeten.
Spocks Gesicht war dunkel vom Kampf und seine Augen lächelten als er Jim zum
wiederholten Mal auf das weiche Gras schickte.
'Ich liebe dich, mein Freund, weißt du das? Empfindest du
vielleicht ebenso für mich?' Hatte Jim gedacht und beschlossen, alles auf eine
Karte zu setzen.
Als sie sich beim nächsten Kampf gegenüber gestanden hatten,
dicht an dicht, hatte der Mensch den Rücken des Vulkaniers umfasst, dessen Kopf
mit den Händen berührt und mit seinen Lippen sanft die des Freundes gestreift.
Doch als er dabei war die Zärtlichkeit zu intensivieren, seinem schon solange
still geliebten Freund mehr von seinen Gefühlen zu zeigen, hatte dieser ihn von
sich geschoben, nicht brüsk, aber fest, hatte Jim festgehalten, eine ganze
Armeslänge entfernt und nur ein Wort gesagt.
Nein.
Das Nein was Jim am schlimmsten getroffen hatte von allen
Neins, die er sich jemals in seinem Leben hatte gefallen lassen müssen. Von den
dienstlichen Neins, den privaten Neins, den intimen Neins.
Nein.
"Spock, ich wollte, ich meine...ich habe das nicht
getan weil ich nichts besseres zu tun hatte...ich wollte dir sagen..."
Spock hatte ihn nicht ausreden lassen, hatte ihm noch mal
sein Nein ins Gesicht gesagt, den Druck seiner Hände um Jims Oberarme erhöht,
schmerzhaft erhöht.
"Schau mir in die Augen Jim, schau mich an! Ich weiß,
was du willst, Jim. Du willst es schon so lange, ich bin ja nicht blind. Aber
ich sage dir ganz klar, ich will es nicht. Ich bin dein Freund und nicht mehr
und ich will, dass wir beide nie mehr über das hier reden. Ist das klar für
dich?"
Jim hatte gezittert, wegen Spocks schmerzhaftem Griff an
seinen Armen und seinen noch schmerzhafteren Worten.
"Ist das klar für dich?"
"Ich bin ja nicht taub."
Spock hatte Jim abrupt losgelassen, war einige Schritte
zurückgetreten und gesagt, er werde sich hochbeamen lassen.
"Bitte mich zurückziehen zu dürfen, Captain",
waren seine Worte noch gewesen und Jim hatte genickt, unfähig zu Sprechen wegen
des Kloßes in seinem Hals... +++
Seit wenigen Minuten lag Jim im Bett und die Müdigkeit
begann ihn zu übermannen. Als er fast nichts mehr wahr nahm, wurde er unsanft
hochgeschreckt. Der Kommunikator an der Wand neben seinem Bett hatte das
vollbracht und Jim hieb ebenso unsanft mit der Faust darauf.
"M'Benga hier, Sir. Tut mir leid Sie zu stören, aber es
ist etwas eingetreten, was unsere Mission, nun wie soll ich sagen, verändern
dürfte. Ich bitte Sie auf den Planeten zu beamen und Spock und McCoy gleich
mitzubringen."
°°°
"Ich weiß, Pille, ich habe euch ins Bett geschickt, doch wenn du hörst,
was M'Benga zu sagen hat - und das gilt auch für Sie, Spock, wirst du
verstehen, dass es keine Zeit zu verlieren gibt."
Sie beamten nach unten und wurden von Selenos und seiner
Schwester T`Adrana empfangen, bei ihnen auch ein älterer Mensch, den T`Adrana
als ihren Ehemann vorstellte.
"Es ist unmöglich, Captain, doch M`Benga irrt sich
sicher nicht", begrüßte ihn Selenos. "Bitte kommen Sie."
°
M`Benga deutete auf den unter einem Stasisschirm liegenden
toten Körper von Simis.
"Er starb nicht in den Fluten, das haben meine
Untersuchungen ergeben. Ich habe sie zweimal überprüft. Er starb nicht in den
Fluten und auch nicht in zu dem Zeitpunkt, den Mister Selenos angegeben hat.
Sie wissen ja, als er den Bruch des Bandes, das ihn mit Simis verband,
zusammenbrechen ließ.
Er starb, weil die Venen in seinen Beinen und Füssen
plötzlich geborsten sind. Höchstens drei Minuten nachdem das begonnen hatte,
war er tot. Das muss etwa zu der Zeit gewesen sein, als das Labor explodiert
ist,
also zwei Stunden vor der Flutwelle und dem Bruch des Bandes
zwischen den beiden Partnern."
Er wandte sich an McCoy. "Bitte wiederholen Sie die
Untersuchung, Doktor, damit wir sicher sein können."
Dann drehte er sich Spock und Kirk.
"Es gibt keine Krankheit im vulkanischen Körper, die
das so plötzlich verursachen könnte. Der Einfluss kann nur von außen kommen.
Verstehen Sie, Captain? Das Forschungslabor explodiert, zur gleichen Zeit
stirbt Simis und erst als viel später die Flut hereinbricht, spürt Selenos
seinen Tod. Wäre Selenos diese zweieinhalb Stunden ohne die mentale Hilfe
seiner Schwester in der Einsamkeit gewesen, hätte er nicht überlebt. Seine
Angabe über Simis` Todeszeitpunkt entspricht also der Wahrheit. Und doch sagen
meine Untersuchungen, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen."
"Sie haben recht, Doktor", sagte Spock mit leiser
Stimme.
"Unmöglich, völlig unmöglich.", flüsterte Selenos,
dem inzwischen das Blut aus dem Gesicht gewichen war.
"Doktor, Sie hatten recht", sagte Spock. "Das
verändert unsere Mission beträchtlich. Offensichtlich hat ein noch unbekannter
Einfluss Mr. Simis getötet, mit einer noch unbekannten mentalen Macht."
Weiter: Teil 3