Die Wahrheit

T’Len

2008

 

 

 

Fandom: SK Kölsch

Charaktere: Jupp Schatz, Klaus Taube, Achim Pohl, Gino Bruni

Kategorie: PG, Humor

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Summe: Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht glauben.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Sag mal, bist du krank, Jupp? Dann solltest du besser nach Hause gehen und dich ins Bett legen, bevor du uns hier noch alle ansteckst.“ Achim Pohl musterte seinen Kollegen besorgt.

 

„Keine Bange, Achim, ich stecke dich schon nicht an. Ich bin nicht krank“, erwiderte Jupp Schatz und ließ sich in seinen Stuhl hinter dem Schreibtisch fallen.

 

„Und warum trägst du dann bei 30 Grad im Schatten einen Schal um den Hals?“, fragte Achim, der seinem Kollegen ins Büro gefolgt war. „Erzähl mir nicht, dass dir kalt ist.“

 

„Bestimmt will er nur einen Knutschfleck verdecken“, grinste Gino Bruni anzüglich.

 

Jupp lächelte Klaus Taube, der mittlerweile auch an seinem Schreibtisch Platz genommen hatte, vielsagend an. Dann zog er langsam den orangefarbenen Schal vom Hals. Sichtbar wurde tatsächlich ein nicht zu übersehender Knutschfleck.

 

„Na sag ich’s doch“, lachte Gino. „Wer war denn die heiße Braut?“

 

Klaus hielt sich die Hand vor den Mund. Jupps Augen funkelten verdächtig. „Wer sagt denn, dass es eine Braut war?“, fragte er unschuldig zurück.

 

„Na wer soll es denn sonst gewesen sein?“, wollte Achim wissen.

 

Klaus senkte den Blick und schien sich angelegentlich mit den Akten, die vor ihm auf den Tisch lagen, zu beschäftigen. Jupp lehnte sich lässig im Stuhl zurück, legte die Beine auf den Schreibtisch und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Och“, sagte er so beiläufig wie möglich, „Klaus konnte sich letzte Nacht nicht beherrschen und war ein bisschen wild.“

 

Von Taube waren seltsame, glucksende Geräusche zu hören. Achim starrte Jupp mit weit aufgerissen Augen an. „Klar, und meine Oma hatte was mit Elvis“, sagte Gino.

 

„Du musst es uns ja nicht verraten, wenn du nicht willst“, meinte Achim beleidigt und ging zur Tür. „Komm Gino, wir haben zu tun.“

 

„Du und Klaus, also ehrlich, wer würde denn das glauben?“, fügte er im Hinausgehen noch hinzu. „Den armen Klaus da mit reinzuziehen, wirklich unmöglich.“

 

Als die beiden gegangen waren, konnte Klaus nicht mehr an sich halten und lachte lauthals los.

 

Jupp nahm die Beine vom Tisch und blickte den Kollegen kopfschüttelnd hinterher. „Sag mal, warum glauben die Leute einem nie die Wahrheit?“, fragte er Taube.

 

Klaus lächelte. „Weil manche Wahrheiten, mein lieber Jupp, einfach zu unglaubwürdig klingen.“

 

Ende