Rendezvous

T’Len

2001

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Serie: TOS

Paarung: K/S

Code: PG-13

Feedback: an tlen11@freenet.de

Summe: Ein Tanz und seine Folgen

Fortsetzung zu Lady Charenas Storyanfang „Rendezvous

 

Erstveröffentlichung in der Amok Times Nr. 22, der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen.

 

Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe

 

 

 

Leise Musik drang aus dem Computer. Ein Rhythmus, der etwas Verführerisches, Magisches an sich hatte, der zu flüstern schien „komm’ zu mir.“ Offensichtlich spürte auch Jim es, denn er wippte mit seinen Füßen den Takt.

 

Einen plötzlichen Impuls – er hätte nicht zu sagen vermocht, woher er kam – stand Spock auf und streckte seine Hand aus. „Möchtest du tanzen?“ Kaum hörbar wurde die Frage geflüstert.

 

Und doch verstand Jim sofort. Ohne zu zögern griff er zu und ließ sich in die Mitte seiner Kabine ziehen. Nur ein winziger Teil seines Verstandes wunderte sich darüber, was gerade geschah.

 

Es schien so unglaublich und doch so selbstverständlich. Spock mit ihm durchs Zimmer tanzend, so weit es der begrenzte Raum zuließ. Er sich selbst in die Führung des Vulkaniers fügend, ohne Probleme mit der ungewohnten – passiven – Rolle. Ihre Körper aneinanderschmiegend – so als wären sie dafür bestimmt.

 

Auch der Vulkanier stellte seine Aktion nicht in Frage. Logisches Denken existierte nicht mehr, nur der Bann, den die Melodie wob. Ob ein unbekannter Komponist auf einem namenlosen Planeten oder jemand mit großem Ruf sie geschaffen hatte – er wusste es nicht. Er wusste nur, dass er nicht anders handeln konnte, dass er magisch angezogen wurde von ihrem Ruf.

 

Die Zeit schien still zu stehen, das Universum um sie herum die Luft anzuhalten. Sie schwebten wie schwerelos, ganz dem Zauber der Musik ergeben, ganz im Jetzt lebend, ohne Gedanken, ohne Fragen nach dem warum und wieso, ohne Sorgen über die Zukunft. Ein gelebter Traum.

 

Und dann endete die Musik abrupt.

 

Jim blinzelte, als er sich langsam aus ihrem Zauberbann – oder war es eher Spocks Bann? – befreite. Dunkle Augen blickten ihn forschend an. Er sah keine Reue, kein Bedauern in ihnen, keine Angst vor seiner Reaktion, nur Hoffnung.

 

Die Zeit, die sie so stumm dastanden – einander musternd -  schien sich zur Ewigkeit zu dehnen. Und doch sagten diese stummen Blicke mehr als tausend  Worte je vermögen würden.

 

Schließlich war es Jim, der die Stille brach. „Ich wusste gar nicht, dass du tanzen kannst.“

 

Spock lächelte – er lächelte tatsächlich, eines jener seltenen, so scheuen Lächeln, die Jim jedes mal das Herz erwärmten. „Es gibt noch mehr, was ich kann und wovon du keine Ahnung hast.“ Er trat nach vorn. „Zum Beispiel küssen.“

 

Fortsetzung?