NEW 2U: "Kirk's Versprechen" von GAMIN DAVIS, K&S; mild h/c

Hier die versprochene Geschichte von GAMIN DAVIS, von mir übersetzt. Eigentlich eine G Story, aber Gamin ist dafür bekannt, sehr vorsichtig mit ihren Ratings zu sein. Ich bitte zu beachten, dass ich aus Gründen der Authenzität versucht  habe, auf "Verschönerungen" in der Übersetzung zu verzichten, will heißen, ich habe es nicht (bzgl. Englisch-Deutsche Unterschiede) "besser lesbar" übersetzt. Gamin verwendet häufig Substantivierungen und Schachtelsätze, wenn sie eine Szene beschreibt. Außerdem liebt sie
Past Perfect und andere Formen, die das Ganze mitunter etwas "verdicken". Deshalb liest sich die Story natürlich auf Englisch besser, aber es reizte mich, ihren Stil ins Deutsche zu übertragen. Ich bin also gespannt, wie ihr die Geschichte findet. Ich habe ihr versprochen, euer Feedback an sie zu übersetzen und weiterzuleiten.


Title: Kirk's Promise             (hier findet ihr das Original)
Codes: K&S; mild h/c
Series: TOS
Rating: PG13 for adult themes
Summary: After "Amok Time", Kirk and Spock have a private talk, and Spock makes an unexpected request...
Disclaimer: For lo, the Deity Paramount doth own these characters; I do but frolic briefly with them in their playground.



Kirk´ s Versprechen

Eine Geschichte von GAMIN DAVIS (Übersetzung von paxstartrek)



"Captain' s Logbuch--Sternzeit 3372.10. Nach einem kurzen Zwischenstop auf Vulkan, begaben wir uns mit maximaler Geschwindigkeit nach Altair VI zu den Amtseinführungsfeierlichkeiten. Sie sind fast abgeschlossen und wir bereiten uns darauf vor, den Orbit zu verlassen.“

 
Als Kirk seinen Eintrag beendete, erschien McCoy an seiner Seite und beide tauschten wissende Blicke aus. Nach Spock´ s physisch und emotional schmerzhaften Achterbahnfahrt mit Pon farr und anschließender „Heiratszeremonie“;, die beinah Kirk´ s Leben gekostet hätte, war eine unausgesprochene Vereinbarung zwischen beiden entstanden, weder im Schiffslogbuch noch im Medizinischen Logbuch den Vorfall zu erwähnen. "Jim, hast du Spock gesehen, seit wir Vulkan verlassen haben?" fragte der Doktor plötzlich.

Kirk schüttelte den Kopf. Spock schien zur Normalität zurückgekehrt seit er Kirk lebend vorgefunden hatte; obwohl, ein paar Stunden später hatte er es sich aus unerfindlichen Gründen anders überlegt und darum gebeten, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, die  die Enterprise auf den Feierlichkeiten von Altair VI repräsentierte. Spock war seit dem auf eigenen Wunsch in sein Quartier eingeschlossen worden. Es war eine Bitte, die Kirk glücklich war zu erfüllen, da weder er noch Dr. McCoy wussten, wie lange ihr Vulkanischer Freund brauchen würde, um vollständig vom Pon farr zu genesen. Obwohl er unter McCoy´ s medizinischer Beobachtung stand, hatte Kirk, in dem Wissen, dass Spock einige Zeit für sich allein benötigte um die Dinge zu klären, nicht wieder nach ihm gesehen.

"Nun, ich habe ihn heute Morgen gesehen." bemerkte McCoy.

"Wie geht´ s ihm?" gab Kirk zurück, irgendwie ungeduldig.

"Physisch und mental ist er ziemlich fertig." antwortete der Arzt, doch seine Stimme wurde unsicher. "Viel mehr kann ich dir auch nicht sagen. Was mir jedoch Sorgen macht...er hat nach dir gefragt."

Kirk war alarmiert. "Hat er?"

"Ja."

Das war ungewöhnlich. Spock war weder dafür bekannt, Hilfe zu suchen geschweige denn, sie zu akzeptieren und Kirk begann sich ernsthaft Sorgen um seinen Freund zu machen.

McCoy schloss aus Kirk´ s Schweigen, was dieser wahrscheinlich dachte. "Schau, Jim-- er wird nicht mit mir sprechen. Aber augenscheinlich will er mit *dir* über etwas sprechen." sagte er zu Kirk. "Ich weiß, ihm muss eine Menge durch den Kopf gehen...und du hast dienstfrei in ein paar Minuten. Warum gehst du nicht und redest eine Weile mit ihm?"

"Werde ich, Bones--mach dir keine Sorgen." versicherte Kirk. Er schaute sich verstohlen auf der Brücke um als McCoy ging, aber niemand schien ihr Gespräch überhört zu haben. Er hatte sich schuldig gefühlt, dass er nicht fähig war, der Crew über den Abstecher nach Vulkan etwas zu sagen; alles was sie wussten war, dass es irgendetwas mit seine „Frau“; treffen zu tun hatte--dann war da die verspätete Botschaft vom Sternenflottenkommando in der T´Pau´s Bitte nach Umleitung zum Vulkan bestätigt wurde. Kirk beschloss, er würde mehr Zeit im Erholungsraum verbringen müssen, einfach um heraus zu finden welche Art von Gerüchten bezüglich dieses Vorfalls produziert worden waren. Abgesehen von der persönlichen Belustigung, so sagte er zu sich, musste er sicher gehen, dass von den verletzenden keine bis zu Spock gelangten. *****

Sobald seine Schicht vorüber war, verließ Kirk die Brücke und ging zu Spock´s Quartier. Spock, der an seinem Schreibtisch gesessen hatte, stand vorsichtig auf als Kirk herein trat.

"McCoy sagte, du wolltest mich sehen," sprach Kirk.

"Ja, Captain," entgegnete Spock leise, seine Hände hinter dem Körper verschränkend. "Ich wollte bis nach der Amtseinführung warten. Ich möchte mich nun für den Arrest zur Verfügung stellen."

Kirk verschlug es fast die Sprache. "Nach welcher Anklage?" bekam er schließlich heraus.

"Angriff eines ranghöheren Offiziers mit der Absicht, ihn zu töten," kam die fast- aber- nicht- ganz- unemotionale Antwort.

Kirk sah verwundert aus für eine Minute, konnte aber gerade so den Impuls los zu lachen unterdrücken als ihm etwas dämmerte. "Du meinst doch nicht--? Oh, Spock..du denkst doch nicht wirklich, dass ich dich für das, was auf Vulkan geschehen ist verantwortlich mache, oder?" fragte er.

Als Spock seine Augen senkte, fragte sich Kirk etwas verspätet, ob der Vulkanier sich schuldig fühlte, beinahe seinen Captain getötet zu haben. Seine, alles andere als unzerstörbare, Kontrolle zusammen nehmend, sprach Spock erneut: " Sie wollen keine Anklage erheben?"

"Natürlich nicht!" versicherte Kirk.

Spock entspannte sich merklich und setzte sich zurück an den Tisch..

Kirk stand da, abwartend. "Ist es das, warum du mich sehen wolltest?"

"Nein, Captain...bitte setzen Sie sich," antwortete Spock und holte einen Stuhl von irgendwo her. Kirk setzte sich. Spock zögerte eine kurz, bevor er fortfuhr, und als er sprach, war seine Stimme nicht mehr als ein Flüstern. "Ich bin...dankbar für deine Geduld mit mir und deine Rücksicht und Sensibilität während dieser Zeit. Das hatte ich nicht erwartet."

"Ich bin dein Freund, Spock," entgegnete Kirk als einfache Erklärung. "Ich werde immer alles tun, um dir zu helfen. Das weißt du."

Spock schaute langsam zu ihm auf, und Kirk sah in den dunklen Augen ein vages Zeichen von andauernder Qual. Was von den vielen möglichen Dingen sie verursachte, wollte Kirk lieber nicht raten. "Ja, Jim, Ich...weiß um deine Zuneigung zu mir," gab der Vulkanier zögerlich zu. "So unlogisch wie es erscheint, war es doch das, was mich veranlasste, dir vom Pon farr zu erzählen."

"Wolltest du wirklich lieber sterben als mir zu sagen, was vor sich geht?" fragte Kirk ernst.

Spock nickte zögerlich. "Es war kein angenehmer Gedanke, aber ich dachte, es wäre vielleicht nötig. Wie ich schon sagte, ich dachte nicht, du würdest--oder könntest es verstehen. Es ist für Nicht- Vulkanier schwer nachvollziehbar, und noch schwerer für Vulkanier darüber zu reden."

"Das dachte ich mir," bemerkte Kirk trocken.

"Ich habe versäumt, deine…Gefühle für mich mit in Betracht zu ziehen," fuhr Spock sanft fort, dann senkte er seine Augen wieder als Erinnerungen an die Zeremonie ihn überfluteten. Er konnte spüren, wie ihm gerade die Kontrolle ein wenig entglitt. "Ich danke dir außerdem, dass du mit hinunter gebeamt bist-- du und Dr. McCoy, ihr beide. Der Wahn hatte mich zu der Zeit schon beinah vollständig in der Hand, und ich dachte mir wäre eure--ich glaube der Begriff lautet „;moralische Unterstützung“-- verwehrt, weil ihr euch meiner schämt." Spock schloss plötzlich seine Augen um ein schreckliches mentales Bild zu bekämpfen. "Wenn es doch nur so gewesen wär`!"

Kirk sah mit wachsender Besorgnis wie sein Erster Offizier um die Kontrolle seiner Emotionen kämpfte. Er war unsicher, wie er reagieren sollte.

Fast wollte er etwas sagen, als Spock seinen Kopf hob und wieder in normalem Ton sprach:
 " Hätte ich gewusst, was T`Pring vorhat, hätte ich euch nicht gebeten mit hinunter zu kommen." Die Maske der Vulkanischen Ausgeglichenheit war wieder in Position, aber die Augen…kein noch so langes Training in emotionaler Kontrolle konnte sie daran hindern, Kirk etwas von der Einsamkeit und dem Schmerz darin zu vermitteln als Spock sich plötzlich an seine schwierige Kindheit auf Vulkan erinnerte. "Ich hatte niemals zuvor…einen Freund," sagte Spock formal, obwohl seine Stimme noch immer etwas unsicher war. "Als ich dachte ich hätte dich getötet..."

Kirk winkte ab, dann lächelte er ihm ermunternd zu. “Wie hat es sich angefühlt?" fragte er, Spock´s Antwort erwartend.

"'Angefühlt', Captain?" wiederholte Spock verwundert, während eine Augenbraue nach oben ging.

"Einen Freund zu haben," fuhr Kirk vorsichtig fort.

"Oh." Spock zögerte, dachte nach, dann senkte er seine Augen, wissend, dass, was immer er nicht sagte Kirk in ihnen sehen würde. Aber was konnte er sagen? Es gab einige Dinge über Menschen, die er nicht verstand, und das Konzept der Freundschaft war immer noch neu für ihn“ abgesehen davon, seine Vulkanische Erziehung würde ihm nicht erlauben zuzugeben, wie sehr er Jim´s Freundschaft und Unterstützung während dieser Zeit gebraucht hatte. Nein, er hatte bereits genug gesagt. Er schaute langsam zu Kirk auf.

Kirk sah in die Vulkanischen Augen und fand seine Antwort in der vorsichtigen Liebe, die hinter den dunklen Pupillen hervor schien. Worte waren nicht nötig; Spock wusste, er würde auch so verstehen. Kirk lächelte ihm bestätigend zu und Spock reagierte mit einem kurzen Nicken voll Akzeptanz, dankbar für die Ablenkung. "Spock, geht es dir gut?" fragte Kirk schließlich.

"Ich erhole mich langsam," antwortete Spock ausweichend.

"Wie lange, glaubst du, wird es dauern?"

"Ich weiß es nicht, Captain," gab Spock zu. "Wenn du dich erinnerst, das Pon farr war negiert worden von meiner mentalen Reaktion als ich dachte, ich hätte dich getötet, und das Band mit T´Pring hatte sich gelöst. Es gibt, nach meinem Wissen,  keinen Präzedenzfall dafür auf Vulkan, also gibt es keine Möglichkeit für mich zu wissen, wie lange die Genesung dauern wird."

Das brachte Kirk zum nachdenken, und er mochte die Richtung nicht, die seine Gedanken einschlugen. Er hasste es, die Frage laut zu stellen, aber es schien unausweichlich sie zu äußern. "Spock..." begann er unbehaglich, "...was wird beim nächsten Mal?"

Spock ließ den Kopf hängen und die Frage hing zwischen ihnen in der Luft für einige angespannte Minuten bevor er schließlich antwortete: "Auch das...weiß ich nicht. Es ist trotzdem gut, dass du es erwähnst."

"Oh?"

Spock schaute auf. “Ja," fuhr er leise fort. "Das war eines der Dinge, die ich mit dir bereden wollte. Wenn ich bis dahin nicht mit einer andern Frau gebunden bin, werde ich bei meinem nächsten Pon farr sterben...und deshalb, möchte ich dich gern um etwas bitten."

"Was ist es?" fragte Kirk besorgt, halb ängstlich, es herauszufinden.

Spock atmete tief; er kannte Kirk mittlerweile gut genug um zu wissen, wie er auf diese Bitte reagieren würde, aber es gab keine andere akzeptable Alternative. "Wenn die Zeit kommt...und ich nicht gebunden bin...möchte ich, dass du mich tötest," sagte er sachlich zu Kirk.

"*Was?*" Kirk war erschrocken.

Spock lehnte sich nach vorn. "Jim, ich werde wahnsinnig sein. Ich werde geistig nicht in der Lage sein, es selbst zu tun," erinnerte er Kirk eindringlich. "Ich wünsche mir, nicht in einem so irrationalen Zustand zu sterben."


"Spock, das kann ich nicht tun!" beharrte Kirk aufgeregt. "Es muss einen anderen Weg geben!"

"Das ist eine letzte Option. Bitte, Jim...versprich mir, dass du das für mich tun wirst, wenn die Umstände, die ich beschrieben habe, eintreffen."

"Nein!"

Spock setzte sich in seinen Stuhl zurück, schlug die Augen nieder, und schien sich vom Gespräch zurück zu ziehen. Kirk studierte ihn besorgt, als die Stille sich zwischen beiden ausbreitete. Schließlich schaute Spock wieder auf--und Kirk spürte, er konnte den flehenden Blick in den Augen des Vulkaniers nicht ignorieren.

So abstoßend wie der Gedanke, Spock zu töten, auch war, verstand Kirk, warum er diese Bitte geäußert hatte. Es war weit besser, für Spock selbst, durch die Hand eines Freundes zu sterben als dem Pon farr seinen freien Lauf zu lassen und im Wahnsinn zu sterben. Letztlich gab Kirk nach. "Okay, Spock--Ich verspreche es. Aber nur als letzten Ausweg. Hoffentlich ist das ein Versprechen, dass ich nie erfüllen muss."

Spock verstand, nickte und verstummte erneut als er zu seinem Captain sah. Jim würde niemals wissen, was dieses Versprechen ihm bedeutete. Oder doch? Er schien immer irgendwie die Gefühle seines Ersten Offiziers zu kennen, egal wie viel Zeit und Mühe der Vulkanier darauf verwendete, sie zu verleugnen.

Kirk lächelte über die stille Dankbarkeit die sich in den Augen des Freundes spiegelte. "In sieben Jahren kann eine Menge passieren," bemerkte er sanft. "Ich bin sicher, du wirst jemanden finden--oder jemand wird dich finden."

Spock blickte Kirk scharf an und fragte sich, was er mit „jemand findet ihn“ meinte--und ob er da an jemanden bestimmtes dachte--dann senkte er seine Augen schnell wieder.

„Und wenn wir gerade dabei sind," fügte Kirk plötzlich hinzu, wohl wissend was er Spock nach all dem noch sagen wollte. "Beim nächsten Mal, sei so „lieb“ und „erzähl“ mir davon, bevor du nur noch eine Woche lang zu leben hast!"

"Ja, Captain," erwiderte Spock zustimmend, wenn auch zögerlich, ohne dabei aufzusehen.

Kirk wartete, aber Spock blieb unbehaglich still. Kirk stand schließlich auf und sagte,
"Ist das alles?"

"Ich--" Spock verharrte, unsicher was er sagen sollte. Wie konnte er Kirk begreiflich machen, dass er jemanden zum reden brauchte ohne sich als Vulkanier zu kompromittieren? "-- Ich hatte gehofft, du würdest noch eine wenig länger bleiben," sagte er schließlich. "Ich...würde deine Gesellschaft dem Alleinsein vorziehen, jetzt gerade."

Kirk setzte sich wieder, sichtlich besorgt, dass etwas mit Spock nicht stimmte und bisher nicht zur Sprache gekommen war. Oder hatte er es übersehen? "Spock, was zum Teufel ist los mit dir?" sagte Kirk bestimmt. "Du schienst in Ordnung als wir Vulkan verließen."

"Ich war es...und bin es, Captain,"  entgegnete Spock stockend, schaute auf und versuchte, Kirk in die Augen zu schauen. "Aber ich scheine deine Nähe zu brauchen. Es ist unlogisch, aber--"

"Mach dir keine Sorgen um Logik,"  unterbrach Kirk ihn liebevoll und verstand langsam. "Ich denke, ich weiß was dich bedrückt--du fühlst dich immer noch schuldig dafür, was mir bei der Zeremonie geschehen ist. Klingt, als könntest du es nicht aus deinem Kopf bekommen."

Spock versuchte nicht einmal seine Erleichterung zu verbergen. Jim verstand. Kein weiterer Vorwand war nötig. "Das ist in der Tat das Problem. Ich habe seit unserer Rückkehr vom Vulkan nicht mehr geschlafen,"  informierte er Kirk.

Kirk bemerkte wie eine gewisse Anspannung die Muskeln des Vulkaniers verließen als er sprach, er lächelte ihm zu. "Alles okay, mein Freund...Ich kann so lange bleiben, wie du willst," versicherte er ihm sanft.

"Ich danke dir, Jim," erwiderte Spock leise, senkte seine Augen und starrte auf seine Hände, die nun verschränkt auf seinem Tisch lagen. Wenn etwas ihn plötzlich aufsehen ließ zu Kirk, sah er den Captain immer noch voll Zuneigung ihm zulächeln--und beinahe lächelte er zurück. Kirk streckte nun seine Hand nach ihm aus und nahm die Hände des Vulkaniers vorsichtig in seine; er war überrascht, als Spock, der seine Aufmerksamkeit auf Kirks Hände konzentrierte, diese begann fest zu halten.

Unvermittelt wurde Kirk Spock´s Geist gewahr, der versuchte, ihn zu erreichen; gleichzeitig nahm er auch das Bedürfnis des Vulkaniers nach Vergewisserung wahr-- dass sein menschlicher Freund noch immer am Leben war, *und* dass er Spock nicht dafür verantwortlich machte, was auf Vulkan geschehen war.

//Sei mit mir, Jim,// die vertraute Geistes-Stimme drängte vorsichtig. //Ich brauche das...sei eins mit mir. Lass mich deine Gedanken fühlen.
//

Nach der anfänglichen Überraschung über den mentalen Kontakt, widersetzte Kirk sich nicht. Er begann ebenso sich vorzutasten und umarmte Spock´s Gedanken: //Ich bin hier, Spock--Ich bin bei dir,// hörte er seinen eigenen Geist erwidern.

Plötzlich nahm er noch etwas anderes wahr--Angst vor Trennung, vor dem Verlassen werden--bedrückend und verzehrend, es drohte sie beide zu überfluten, und Kirk fragte sich für einen Moment von welchem Geist es kam. Doch nur kurz. Denn sowie der Gedanke entstand, erschien auch schon die Antwort: //Spock?//

Und wie vom Boden eines tiefen Abgrundes, antwortete Spock's Geist-Stimme schwach: //Ich kann dich nicht verlieren. Ich brauche deine Freundschaft...nein, nicht wieder allein. Jim...!//

Ja, unglaublich, es war Spock der sich vor dem selbst gewählten Gefängnis der Einsamkeit fürchtete, in dem er sich sein Leben lang befand. Er begriff nun, dass die Last gemildert werden konnte, solange Kirks Freundschaftsangebot stand. Kirk zog Spocks Geist näher zu sich. //Ich bin bei dir, Spock. Ich werde es immer sein...Ich verspreche es,// sagte seine Geist-Stimme fest zu Spock. //Ich bin hier. Sei mit mir.//

Und dann war Spock bei ihm, beruhigt durch Kirks momentan nötiges Versprechen; anscheinend galt das Angebot noch immer. Die Angst wich zurück, verschwand zwar nicht vollständig, aber war unter Kontrolle. //Ich bin hier...du bist bei mir...wir sind eins.//

//Ja, mein Freund. Wir sind eins.//

Die Verschmelzung dauerte fort als der Vulkanier und der Mensch still da saßen, ihre Hände vereint. Da war kein Schmerz, weder emotional noch mental-- nur die liebevolle Klarheit von Kirk´s Gedanken, die Spock erforschte, mit denen er sich verwob und sich darin verlor.

Als Spock die Verschmelzung ohne Probleme eine halbe Stunde später beendete, fühlten sich beide seltsam erfrischt. Als er Kirks Hände freigab, schaute Spock ihn unsicher an. "Ich...muss mich entschuldigen, Captain. Ich hatte kein Recht, die Verschmelzung zu etablieren ohne zuerst Ihre Einwilligung einzuholen."

Mit einer Handbewegung fegte Kirk die Sache hinfort. "Es spielt keine Rolle, Spock. Ich habe keinen Grund, meinen Geist vor dir zu verschließen. Außerdem scheint es dir geholfen zu haben," beobachtete er.

"Hat es," gab Spock zu. " Nichtsdestotrotz, ich--"

"Spock."

"Ja, Captain?"

"Blas es dir aus dem Ohr."

Spock's Augenbrauen kletterten bis zu seinem Haaransatz, sowohl wegen Kirks zugehörigem Grinsen als auch der Äußerung wegen an sich, aber er entschied, dass es nicht gut wäre, sich auf eine Lektion über die biologischen Funktionen und Unzulänglichkeiten des Innenohrs von Vulkaniern einzulassen.

Zufrieden, dass Spock nun wieder in Ordnung war, stand Kirk langsam auf und ging auf die Tür zu, immer noch grinsend. An der Tür blieb er stehen und schaute zurück auf seinen Ersten Offizier und sah Spock, der ihn anschaute. Die Augen des Vulkaniers sprühten voll versteckter Zuneigung.

//Wir sind eins// kam ungebeten von irgendwo her und schwebte in der Luft zwischen ihnen, und hielt an als sich Kirk schließlich umdrehte und den Raum verließ.

THE END