Landurlaub
B. Morell
2002
Serie: TOS
Code: R
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Summe: Landurlaub in Jims Heimat
Disclaimer: Star
Trek gehört mir nicht, also auch nicht Jim oder Spock. Sie sind nur
ausgeliehen. Wer jünger als 18 ist, sollte nicht weiterlesen.
"Liebe wird aus Mut gemacht." (Nena)
Als sein Captain und Bondmate zum dritten Mal innerhalb von fünf Minuten
demonstrativ seufzte und unruhig in seinem Sitz herumrutschte, konnte Spock ihn
nicht länger ignorieren. Mit einem amüsierten – doch gut verborgenen - Lächeln
schaltete er den Taschencomputer ab und verstaute ihn sorgfältig in der
Reisetasche zu seinen Füßen. "Was ist los, Jim?" Seine ruhige Stimme
klang sehr laut in der Stille der Kabine des Hochgeschwindigkeitszuges.
Der Angesprochene setzte seine beste Unschuldsmiene auf. "Was
sollte denn los sein?" Etwas nicht sofort benennbares vibrierte in seinen
Worten.
Mit dieser Antwort ließ sich der Vulkanier nicht abspeisen. Stumm
streckte er ihm die Hand entgegen, Zeige- und Mittelfinger abgespreizt. Eine
Bitte, ein Angebot - doch keine Forderung. "Du bist so unruhig."
Mit einem leisen Seufzen und mehr als ein wenig Dankbarkeit für Spocks
unerschütterliche Ruhe, erwiderte Jim Kirk die Geste und spürte, wie sofort ein
Teil seiner Anspannung von ihm wich. "In Ordnung, ich bin nervös."
Dieses Geständnis kam etwas zögernd über seine Lippen und bestätigte nur
Spocks Annahme, als er ihre Finger ineinander verflocht.
"Warum? Du hast deine Mutter doch bereits über mich... über unsere
Beziehung informiert."
Jim lächelte über vorsichtige Formulierung und drückte die Finger seines
Vulkaniers einen Moment lang sanft. "Ich habe ihr geschrieben, dass ich
dich liebe und für immer mit dir zusammenbleiben werde", berichtigte er.
"Aber es war doch einfacher, es ihr zu schreiben, als ihr jetzt persönlich
gegenüber zu treten."
Spock spürte, wie die alte Unsicherheit in den Vordergrund drängen
wollte und kämpfte dagegen an. Er wusste, dass Jim ihn liebte. Doch die geringe
Akzeptanz, die die meisten Menschen einer Beziehung wie der ihren nach wie vor
entgegenbrachten, machte ihn noch immer unsicher. "Vielleicht wäre es
wirklich besser, du würdest allein mit ihr sprechen. Sie wird es sicher
begrüßen - es ist mehr als vier Jahre her, dass du sie zum letzten Mal besucht
hast", schlug er zögernd vor. "Ich nehme den nächste Zug zurück und
könnte dann vielleicht morgen oder in ein paar Tagen nachkommen."
Doch Jim schüttelte entschieden den Kopf. "Kommt nicht in Frage.
Wir haben nur diese beiden Wochen ganz für uns allein und ich will keine Minute
davon ohne dich verbringen", stellte er klar.
Die Andeutung eines Lächelns huschte über die Lippen des Vulkaniers und
ließ sich in seinen Augen nieder. "Ich bin immer bei dir, Jim", sagte
er leise und sah seinem Menschen direkt in die Augen. "Aber..."
Ein sanfter Kuss verschloss ihm den Mund und verhinderte, was er noch
sagen wollte. "Keine 'aber'. Und du weißt sehr gut, wie ich das gemeint
habe", flüsterte Jim, als er auf seinen Sitzplatz zurückkehrte. Zur
Sicherheit sandte er noch eine recht detaillierte Vorstellung, was er alles für
diesen Urlaub geplant hatte, über ihr Band.
Das Lächeln in Spocks Augen vertiefte sich, bevor er in stiller
Zustimmung den Kopf senkte.
Da der Zug in diesem Moment seinen Bestimmungsort erreichte, wurde
sowieso jede weitere Diskussion überflüssig. Sie waren da.
(*)(*)(*)(*)
Ein strahlender Sommertag empfing sie. Der Bahnsteig lag verlassen in
der mittägliche Hitze vor ihnen, als sie ausstiegen. Da sie weder genau gewusst
hatten, wann sie ankommen würden - noch auf welche Weise - hatte Jim mit seiner
Mutter vereinbart, dass sie sich ein Taxi nehmen würden, anstelle sich von ihr
abholen zu lassen. Während der Fahrt sprachen sie nicht viel.
Jim war damit beschäftigt, aus dem Fenster nach Vertrautem Ausschau zu
halten.
Und Spock damit, sein Bondmate zu beobachten, fasziniert von den
wechselnden Empfindungen, die sich offen auf seinem Gesicht widerspiegelten. Er
wusste plötzlich, dass es richtig gewesen war, dem Urlaub bei Jims Mutter
zuzustimmen. Seinen Zweifeln, seiner
Unsicherheit zum Trotz. Es bedeutete Jim sehr viel und das war alles,
was zählte.
Das Air-Taxi landete vor dem Elternhaus seines Bondmates.
Kaum waren sie ausgestiegen, wurde auch schon die Tür geöffnet und eine
Frau kam rasch auf sie zu. Ihre Verwandtschaft mit Jim stand außer Frage.
Mehr als ein ersticktes "Hi, Mom", brachte der – sonst nicht
gerade auf den Mund gefallene - Captain der Enterprise nicht heraus, als er
sich in einer stürmischen Umarmung seiner Mutter wiederfand.
"Jim! Endlich bist du da", sagte Winona Kirk leise und drückte
ihren Sohn fest an sich. Ihr Blick glitt jedoch über seine Schulter zu dem
hochgewachsenen Mann, der stumm und reglos neben dem Taxi stand. Sie wusste,
wer er war - wusste, welche Rolle er im Leben ihres Sohnes spielte. Jim liebte
ihn. Aber für die Dauer eines Herzschlages wusste sie nicht, wie sie
reagieren sollte. Unschlüssig wich sie ein wenig zurück, um Jims Gesicht
zu betrachten. Was sie fand, ließ sie einen Moment lang den Atem anhalten. Es
schien eine Ewigkeit herzusein, dass sie ihn so gelöst, so... glücklich, ja
einfach nur glücklich, gesehen hatte. Er schien förmlich von innen zu glühen,
mit einer Intensität, die alle Zweifel in ihr auslöschte. Mit einem Lächeln
nickte sie in Spocks Richtung. Sie wusste jetzt, dass sie ihn ohne Bedenken
Willkommen heißen konnte. "Willst du mich nicht vorstellen?"
Jim nickte, seine Augen waren ernst, als er sich halb in Richtung Taxi
wandte.
Spock hatte inzwischen ihre Habseligkeiten ausgeladen und stand nun
etwas verloren wirkend neben den Gepäckstücken. Er schenkte seinem Bondmate ein
ermunterndes Lächeln. Na los, sie beißt nicht. "Mom, das ist Spock. Mein
Bondmate - mein Lebensgefährte", setzte er laut hinzu.
Spock kam etwas zögernd näher. "Guten Tag, Mrs. Kirk", meinte
er zurückhaltend.
Jims Mutter schüttelte lächelnd den Kopf. "Ich denke, diese Förmlichkeit
können wir uns wirklich sparen. Mein Name ist Winona", erwiderte sie
ruhig. "Herzlich willkommen in der Familie Kirk, Spock. Und bitte - sag'
du zu mir."
Mit ihren herzlichen Worten eroberte sie den Vulkanier im Sturm. Er sah
die Wärme in ihren Augen, die Jims so sehr glichen. Eine Woge von Erleichterung
glitt durch ihn und es war momentan egal, ob dieses Empfinden in ihm entsprang
oder ob sie von Jim stammte. Sein Blick flog unwillkürlich zu seinem Bondmate
und er sah dessen Lächeln, in dem auch ein wenig Stolz zum Ausdruck kam. Und
einen Moment später fand sich Spock in einer flüchtigen Umarmung wieder.
Eine Sekunde später war Winona mit einer gemurmelten Entschuldigung
wieder zurückgetreten. Ihre Augen schimmerten verdächtig feucht. "Na los
jetzt, rein' mit euch beiden", meinte sie lachend. "Oder sollen wir
den ganzen Tag vor der Tür verbringen?" Sie verschwand im Haus, bevor sich
noch einer der beiden verdutzten Männer gerührt hatte.
"Deine Mutter ist... überwältigend", kommentierte Spock einen
Moment später leise, als sie ihr Gepäck zusammen sammelten.
"Was dachtest du denn, woher ich meinen berüchtigten Charme
habe?", flachste Jim zurück. Er hielt inne und sah Spock an und sein Blick
war ernst. "Ich sagte dir doch, sie wird dich mögen."
(*)(*)(*)(*)
Sie aßen zusammen.
Jim und Spock zogen sich danach in Jims altes Zimmer zurück, um sich
frisch zu machen und auszupacken. Was in Spocks Fall nicht sonderlich lange
dauerte. Er vertrieb sich die Zeit damit, seiner Neugier nachzugeben und sich
im Zimmer umzusehen.
Während des Essens hatten sie hauptsächlich über das gesprochen, was
seit Jims letztem Besuch auf der Erde geschehen war. Eine Art von
stillschweigender Vereinbarung, für persönliche Gespräche einen späteren
Zeitpunkt zu wählen, schien zwischen ihnen zu
herrschen.
"Was hältst du davon, wenn ich dir jetzt noch ein wenig die
Umgebung zeige? Es ist erst früher Nachmittag", brach Jims Stimme in seine
Überlegungen. "Oder bist du mit der Besichtigung meines Zimmers noch nicht
fertig?" Mit diesen Worten trat Jim hinter ihn
und legte die Arme um seine Schultern. Mit einem zufriedenen Seufzen
schmiegte er sich an den Rücken des Vulkaniers. "Was gibt es hier
eigentlich so unglaublich interessantes zu entdecken?"
Spock drehte sich in seiner Umarmung um und sah ihn an. "Ich
versuche herauszufinden, wie du als Kind warst", erwiderte er leise.
"Und wie war ich? Genügt dir denn nicht mehr, was ich jetzt
bin?", fragte Jim liebevoll und zog ihn näher zu sich. Er gab seinem
Bondmate keine Zeit, zu antworten und verschloss ihm den Mund.
"Wolltest du mir nicht noch etwas von der Umgebung zeigen?",
meinte Spock, als sie sich einige Zeit später voneinander lösten.
Nach einem letzten Kuss auf die Stirn nickte Jim und ließ ihn los.
"Du hast recht. Gehen wir."
(*)(*)(*)(*)
Jim lehnte sich zufrieden zurück und beobachtet, wie einfach die
Unterhaltung zwischen seiner Mutter und Spock dahin glitt. Da beide
Wissenschaftler waren, musste er sich zumindest keine Sorgen darum machen, dass
sie keine gemeinsam Gesprächsgrundlage fanden. Im Gegenteil! Schließlich wurde
es ihm zuviel. Bis auf ein paar höfliche Fragen, mit denen Spock versucht
hatte, ihn in ihre Diskussion einzubinden, wurde er schlicht ignoriert. Und das
hatte sofort ein Ende zu finden!
Ein ausgiebiges, geräuschvolles Gähnen und ein noch deutlicher - wenn
auch stummer - Hinweis über ihr Band, lenkte Spocks Aufmerksamkeit auf sein
schmollendes Bondmate zurück.
"Ich bin müde", verteidigte sich Jim unschuldig, schenkte
seiner Mutter ein entschuldigendes Lächeln und erhob sich. Sich von Winona mit
einem Kuss auf die Wange verabschiedend, griff er nach Spocks Hand und zerrte
ihn förmlich nach oben.
"Ich dachte schon, ihr hättet mich ganz vergessen", schmollte
er, als er sich kurze Zeit später auf sein Bett war. "Wie gedenkst du, das
wieder gut zu machen?
Spock glitt neben ihm unter das Laken und fand sich in einer
besitzergreifenden Umarmung wieder. "Deine Mutter ist eine ungewöhnliche
Frau, Jim", erwiderte der Vulkanier trocken, ohne den Köder zu schlucken.
"Und eine beeindruckende Wissenschaftlerin." Er beobachtete Jims
selbstzufriedene Miene und holte zum vernichtenden Schlag aus. "Schade,
dass du sowenig mit ihr gemein hast..." Ein sanftes Lächeln krümmte seine
Mundwinkel, als Jim sich in gespielter Empörung auf ihn warf. Das Gerangel war nur von kurzer Dauer und
einmal mehr fand sich Spock auf dem Rücken liegend, von einem kühlen,
menschlichen Körper fest in das Bett gedrückt. Er sah in die glitzernden Augen
seines Captains, ließ sein silbernes Lachen, die Hitze seiner Erregung, wie
eine Sturmflut über sich hinwegspülen, ihn mitreißen.
"Wenn das so ist, werde ich wohl gut auf dich aufpassen
müssen...", flüsterte Jim und beugte sich tiefer zu ihm herab. Sein Mund
erstickte jede mögliche Antwort... und auch jeden Gedanken daran.
(*)(*)(*)(*)
Der nächste Morgen bot sich förmlich für einen Ausflug in die Stadt an.
Jim plante, herauszufinden welche seiner alten Freunde sich gegenwärtig in
Riverside aufhielten und ihnen einen Besuch abzustatten.
Was sich etwas später als doch keine so gute Idee herausstellte.
(*)(*)(*)(*)
"Jim Kirk? Jim!"
Eine vage bekannt klingende Stimme riss ihm aus seinem leisen Gespräch
mit Spock, als sie nach einem ausgiebigen Lunch ihre Besichtigungstour
fortsetzten.
Unwillig über die Unterbrechung, drehte Jim sich in die Richtung des
Rufers um. Nun, beziehungsweise in die Richtung der Ruferin. Eine ausgesprochen
attraktive Frau kam rasch auf sie zu. Spock drehte sich einen Moment später um
und sah überrascht, dass sie Kirk begeistert um den Hals fiel.
"Ich hörte schon, dass du ein paar Tage auf der Erde bist. Aber das
wir uns hier über den Weg laufen..."
"Hallo Ayline." Jims Begrüßung fiel wesentlich weniger
enthusiastisch aus, fast kühl. "Darf ich vorstellen...", wandte er
sich an Spock. "...das ist Ayline Montoya, eine Bekannte von früher -
Ayline, das ist Spock. Mein Erster Offizier und mein..."
"Es ist schon so lange her, dass wir uns zum letzten Mal gesehen
haben, Jim", unterbrach sie. Sie hatte Spock flüchtig mit einem Blick
gestreift und ihn dann als uninteressant abgetan. "Du hast dich wirklich
nicht sehr verändert. Vielleicht sollten wir wieder einmal etwas zusammen
unternehmen." Ihre Fingerspitzen glitten suggestiv über seine Brust, ihr
Blick sprach eine noch deutlichere Sprache. "Vielleicht heute
Abend..."
In diesem Moment stellte Jim zwei Dinge gleichzeitig fest: Spock
versteifte sich an seiner Seite – er spürte, wie sich der Vulkanier
unwillkürlich etwas von ihm zurückzog. Und das zweite: Ayline stand eindeutig
viel zu nahe - und ihre Berührung war ihm schlicht nur unangenehm. Er
unterbrach sie, indem er nach ihrer Hand griff und sie bestimmt einen Schritt
von sich schob. "Es gibt da etwas, was ich klarstellen möchte,
Ayline", sagte er ruhig, als sie ihn fragend ansah. "Ich bin nicht
mehr frei."
Einen Moment wirkte sie enttäuscht, doch dann lächelte sie. "Du
bist verheiratet - oder so etwas?"
"Richtig, so etwas", erwiderte Jim, unwillkürlich amüsiert.
Eben hatte sein Herz noch wie verrückt geschlagen, doch jetzt fühlte er sich
plötzlich sehr ruhig. Er sah Spock an, sah seinen gesenkten Kopf, sein Gesicht
- das nichts verriet. Und es war ganz einfach. Es war nichts, dessen er sich
schämen musste. Und er verhinderte nicht, dass sich eine leise Spur Stolz in
seine nächsten Worte schlich. "Wie ich eben sagen wollte..." Er hob
den Kopf - und legte den Arm um die Schultern des Vulkaniers, um ihn instinktiv
enger an sich zu ziehen. "...das ist Spock – mein Lebensgefährte."
Sein Lächeln wuchs, als Spock scheu die Hand hob und ihre Finger ineinander
verflocht. Es war richtig, sollte es die ganze Welt wissen.
Ayline wich einen Schritt von ihnen zurück. Sie blickte flüchtig auf die
Hand, die er berührt hatte, als erwarte sie Schmutz daran zu sehen. "Ein
Mann? Du bist mit einem Mann - mit ihm - zusammen?" Ihre Lippen verzerrten
sich, als würden die Worte einen schlechten Geschmack in ihrem Mund
hinterlassen. Dann drehte sie sich auf dem Absatz um und marschierte davon.
(*)(*)(*)(*)
Als sie außer Sicht geriet, atmete Jim erleichtert auf. Ohne etwas zu
sagen, ohne seinen Griff zu lockern, führte er Spock in eine Seitengasse, wo
sie allein und unbeobachtet waren. Er spürte, dass die Begegnung mit seiner...
alten Flamme... den Vulkanier mehr durcheinandergebracht hatte, als er zugeben
wollte.
"Bist du dir wirklich absolut sicher, dass das eben klug
war?", meinte Spock leise, das erste was er überhaupt seit Aylines
Auftauchen sagte.
"Was ist mit dir?", frage Jim sanft. "Wir haben uns doch
nie versteckt."
Doch Spock löste sich von ihm, hielt den Blick auf den Boden gesenkt.
Seine Haltung verriet Jim mehr als alle Worte, dass sein Vulkanier jetzt allein
sein wollte. Liebevoll legte er die Hand unter Spocks Kinn, hob seinen Kopf,
bis er ihn ansah. "Hey, ist wirklich alles in Ordnung?", fragte er
sanft.
Ein Nicken. Dann nistete sich dieses spezielle fast-Lächeln in den
Mundwinkeln des Vulkaniers ein und er überbrückte die Distanz, die sie
voneinander trennte. "Ich gehe zurück, du kannst deine Freunde auch ohne
mich besuchen." Er las den Protest in Jims Augen und beugte sich vor, um
ihn scheu zu küssen. "Ich bin in Ordnung. Es gibt nur etwas, über das ich
nachdenken möchte."
Jim seufzte und strich mit den Fingerspitzen die Form der schmalen
Lippen nach. "Gut. Dann bis heute abend", meinte er leise. Kirk blieb
an Ort und Stelle stehen und sah seinem Bondmate nach, bis Spock außer Sicht
geraten war.
(*)(*)(*)(*)
Als Kirk nach Hause kam, stieß er beinahe mit seiner Mutter zusammen.
"Warum hast du es denn so eilig, Jim?", begrüßte sie ihn lächelnd.
"Erzähl' ich dir später - vielleicht", erwiderte Jim und
drückte sie kurz an sich. "Ist Spock oben?"
Winona schüttelte den Kopf. "Nein, er war den ganzen Nachmittag im
Garten. Ihr müsst euch übrigens heute selbst ums Abendessen kümmern, ich bin
nicht da."
Nachdem sich Kirk von seiner Mutter verabschiedet hatte, machte er sich
auf den Weg in den Garten.
(*)(*)(*)(*)
Spock saß unter einem der uralten Obstbäume im Gras, den Rücken an
seinen Stamm gelehnt. Als Jim zu ihm trat, streckte er ihm die Hand entgegen
und zog ihn neben sich auf den Boden.
"Hattest du einen schönen Tag?", fragte er, als Jim sich faul
an ihn lehnte.
"Mmmmh. Fast", murmelte der und legte den Kopf an die Schulter
des Vulkaniers.
"Nur fast?"
"Ich habe dich vermisst."
Es blieb eine Zeitlang still. Vielleicht ein wenig zu lange, denn Jim
rührte sich unruhig und griff nach Spocks Hand. "Alles in Ordnung? Du bist
heute schrecklich still", fragte er leise und hauchte einen sanften Kuss
auf die Handfläche seines Bondmates.
"Ich habe nur nachgedacht. Jim, manchmal habe ich Angst."
Kirk richtete sich auf die Knie auf, um ihn anzusehen.
"Angst?", wiederholte er leise. "Wovor?"
Spock entzog ihm unbehaglich seine Hand, doch Jim folgte der Bewegung
und legte beide Hände auf die dünnen Schultern seines Vulkaniers. Statt einer
Antwort öffnete Spock jedoch ihr Band und ließ ihn das Chaos in seinen Gedanken
sehen.
Das Zusammentreffen mit Ayline. Jim lächelte, als er einen instinktiven
Anflug von Eifersucht in Spock wahrnahm. Doch das war wohl kaum der Hauptgrund.
Sein Bondmate wusste sehr wohl, dass er keinen Grund hatte... Der Gedanke
verebbte im Nichts, als er weiterforschte und endlich verstand. "Du bist
noch immer so unsicher", meinte er leise, als sie sich voneinander
trennten.
Verlegen wollte Spock den Kopf zur Seite wenden, doch das ließ er nicht
zu. Seine Hand an der Wange des Vulkaniers stoppte die Bewegung im Ansatz.
"Hey, das war kein Vorwurf. Ich verstehe nur nicht, wieso mir das die
letzten Monate entgangen ist?" Er hatte auch gesehen, dass Spock nicht
erst seit heute damit kämpfte.
Spock fing dankbar seine Hand ein, verflocht ihre Finger ineinander. Er
sah jedoch auf den Boden. "Weil... es war alles so einfach, so
unkompliziert. Auf dem Schiff. Auf Vulkan. Ich hatte damit gerechnet, dass mein
Vater unsere Verbindung ablehnen würde."
Er brach ab und Jim dachte daran, wie überrascht sie beide gewesen
waren, als Sarek ihn - für seine Begriffe geradezu freudig - in den Clan
aufgenommen und ihre Bindung in die Wege geleitet hatte. Er war ihnen eine
große Hilfe gewesen, vor allem, als Kritik an Spocks Wahl aufkam. Sein Ruf...
es interessierte zunächst niemanden, dass er sein Leben geändert hatte, als er
erkannte, dass er den Vulkanier liebte. Und zwar mit allem was dazugehörte.
Seine Gedanken kehrten in die Gegenwart
zurück. Er öffnete den Mund, überlegte es sich dann aber anders und beschloss,
abzuwarten. Wenn Spock bereit war, mit ihm zu sprechen, würde er mit ihm sprechen.
Sehr lange musste er nicht warten.
"Jeder schien uns zu akzeptieren. Es sogar zu erwarten, wie McCoy
behauptete." Jim nickte, blieb aber weiter stumm. "Niemand störte
sich besonders daran. Aber hier..."
Aylines Reaktion. Er musste es nicht aussprechen, Kirk wusste es auch
so. "Du hast noch immer Angst, dass ich es irgendwann bereuen könnte, an
dich gebunden zu sein. Nicht, weil ich dich nicht mehr oder nicht mehr genug
lieben würde, sondern wegen dem, was andere von
uns denken", meinte Jim eine Weile später leise. "Nicht
wahr?"
"Wir werden nicht immer auf dem Schiff leben, nicht immer unter
Menschen, die uns so akzeptieren, wie wir sind.", gab Spock leise zu
bedenken.
"Hey, notfalls können wir immer noch auf Vulkan leben. Dort hat
niemand ein Problem damit."
"Jim! Ich meine das ernst."
"Ich auch", entgegnete Kirk und umschloss mit beiden Händen
sanft das Gesicht seines Bondmates.
"Ich weiß nicht, ob ich mich jemals an die neugierigen oder sogar
verächtlichen Blicke gewöhnen kann. An die plötzlich Stille und dann das
Getuschel, als du mich heute im Restaurant geküsst hast. Du lachst, warum?“
„Weißt du, ich erwartete das, als wir auf dem Weg nach Vulkan waren – du
erklärtest mir aber, dass eine Bindung zwischen zwei Männern durchaus nichts
ungewöhnliches ist und das Geschlecht sowieso nur eine zweitrangige Rolle
spielt. Dann stellten wir McCoy nach unserer Rückkehr vor vollendete Tatsachen
und er murmelte nur etwas von „Wurde auch langsam Zeit“ und gratulierte uns.
Ich verbrachte schlaflose Nächte, mir auszumalen, wie meine Mutter reagieren
würde – und sie nimmt dich mit offenen Armen in Empfang. Selbst das
Oberkommando hatte nichts einzuwenden.“
„Jim, ich meine das ernst“, entgegnete Spock.
„T’hy’la. Ich liebe dich und ich bin stolz darauf, mit dir gebunden zu
sein. Blicke, Worte, die Meinung anderer kann uns gestohlen bleiben. Wenn sie
es nicht akzeptieren können, ist es ihre eigene Schuld.“
Spock senkte den Kopf. Jims Worte hatten getroffen. Einen Moment später
fand er sich in einer leidenschaftlichen Umarmung wieder.
„Ich weiß, dass das alles nicht so einfach für dich ist.“
Der Vulkanier sah auf. Die Wärme des Bandes umhüllte ihn wie Jims Arme
mit Geborgenheit und Sicherheit.
„So lange wir zusammen sind, bedeutet das alles nichts.“
Lange saßen sie noch im Garten, lauschten still den langsam ersterbenden
Geräuschen des Abends. Geborgen und gehalten von gegenseitigem Vertrauen und
ihrer Liebe zueinander.
(*)(*)(*)(*)
Schließlich kehrten sie ins Haus zurück. Sie aßen in einträchtigem
Schweigen, doch keiner schien den rechten Appetit zu haben. Zuviel
unausgesprochenes hing zwischen ihnen, machte sie beide nachdenklich.
Jim hob den Kopf von seinem Teller und betrachtete Spock. Irgendwo in
ihm quoll Ärger auf – über die Vorurteile der Menschen, auf ihre Anmaßung, sie
zu verurteilen, weil sie nicht in ihre eingeengten, altmodischen Vorstellungen
passten. Mit einem Seufzen schob er den Teller weg. Den Ärger zur Seite
schiebend, stand er auf. „Ich gehe nach oben. Nach der Hitze heute Nachmittag
kann mir die Dusche sicher nicht schaden.“ Er verharrte an der Tür, als Spock
nur
nickte. „Kommst du mit?“, fragte er leise, ein ganz bestimmtes Lächeln
auf den Lippen.
„Ich komme nach, Jim. Sobald ich abgeräumt habe.“
Kirks Lächeln vertiefte sich. „Gut“, meinte er, als er durch die Tür
verschwand. „Aber lass’ mich nicht zu lange warten.“
(*)(*)(*)(*)
Das musste er dann auch nicht. Er stand gedankenverloren am Fenster und
lauschte auf die
leisen Geräusche des beginnenden Abends, als er Spock hinter sich
spürte. Zwei Arme schlangen sich um seinen Schultern und die Hitze eines
vulkanischen Körpers umfing ihn. Weiche Lippen spielten entlang seines Nackens,
soweit es der Kragen der Baderobe erlaubte.
Zwei Hände glitten über seine Brust, dann tiefer, lösten den Gürtel um
seine Taille. Als sie zu seinen Schultern zurückkehrten, wandte Jim sich um.
Seine Finger schlossen sich um Spocks Gesicht, als er sich vorbeugte, um
die schmalen Lippen in Besitz zu nehmen. „Du bist doch hoffentlich nicht
müde?“, fragte er. Er kannte die Antwort, noch bevor Spock den Kopf schüttelte.
„Gut.“ Die Robe glitt über seine Schultern
und unbeachtet auf den Boden. Er spürte Spocks Hände auf seinem Rücken,
seinem Gesäß, scharfe Zähne an seinem Hals, während er das Hemd des Vulkaniers
aufknöpfte. Ein Schauer rann durch die schmale Gestalt, als das Kleidungsstück
unweit der Robe landete.
„Ist dir kalt?“, flocht Jim zwischen zwei Küssen ein. „Soll ich das
Fenster schließen?“
Die sinkende Sonne warf ihre Strahlen durch das offene Fenster, ließ die
dunklere Haut des Vulkaniers wie Bronze schimmern.
Langsam ging Jim einen Schritt zurück und sank in die Hocke. „Ich finde,
du hast entschieden zuviel an“, murmelte er und änderte das sofort. Der Rest
von Spocks Kleidung gesellte sich zu ihrer übrigen Gardarobe.
In einer einzigen, geschmeidigen Bewegung kam er wieder auf die Beine
und ließ sich rückwärts auf das Bett fallen, Spock mit sich ziehend.
Der Vulkanier landete halb auf ihm und schmiegte das Gesicht an seinen
Hals. Eine Zeitlang verharrten sie so, die Nähe des anderen genießend. Dann
streckte sich Spock neben ihm aus, auf einen Ellbogen gestützt, den anderen Arm
quer über seine Brust gelegt. Über Jim gebeugt, begann er mit den Fingerspitzen
Kreise auf der glatten Haut des Menschen zu ziehen.
Lächeln legte Jim die Hand in den Nacken seines Bondmates und beugte
seinen Kopf zu sich herab, bis sich ihre Lippen fanden. Er liebte diesen ganz
bestimmten Ausdruck in den Augen seines Vulkaniers. Ein Schillern in den
dunklen Augen, das noch immer heißes Blut in seine Wangen trieb. Nun eigentlich
nicht nur dorthin...
Spock zog sich langsam aus dem Kuss, der Umarmung zurück und blickte auf
sein Bondmate nieder. Er las das „Warum?“ in Jims Augen. „Wir haben heute
soviel Zeit, T’hy’la“, erwiderte er leise. „Eine ganze Nacht...“ Er beugte sich
wieder über ihn, hauchte einen Kuss auf seinen Hals, direkt auf die pochende
Ader dort.
Jims Hände glitten in sein Haar. „Nein“, flüsterte er.
Spock hob den Kopf, sah ihn fragend an.
„Ein ganzes Leben lang“, flüsterte Jim.
„Ich nehme an, du hast bereits bestimmte Vorstellungen davon?“, fragte
Spock trocken und wandte seine Aufmerksamkeit wieder den harten Brustwarzen
seines Bondmates zu.
„Für unser Leben?“, erkundigte sich Jim atemlos, als ein heißer Mund die
sanft neckenden Finger ersetzte.
Spock ließ sich nicht ablenken. „Eigentlich dachte ich mehr an heute
Nacht...“, flüsterte er, seine Zungenspitze zog brennende Kreise auf feuchter,
kühler Haut, direkt über dem Herzen des Menschen. Das vibrierende Hämmern von
Jims Puls gegen seine Lippen schien sich durch seinen ganzen Körper zu ziehen
und er spürte es wieder – in ihm öffnete sich etwas ohne sein bewusstes Zutun
und all die Orte, von denen er gedacht hatte, dass sie kalt und leer bleiben
würden, füllten sich mit der Liebe und Wärme, die er von seinem Bondmate
erfuhr. Es war jedes Mal wieder qualvoll schön und er wusste, würde er eines
Tages diese Liebe verlieren, würde er sterben...
Jims Finger schlossen sich um sein Gesicht, die Fingerkuppen über den
Verschmelzungspunkten gespreizt. Und wie immer, wenn Jim die Initiative
übernahm und
das geistige Band öffnete, setzte auch diesmal für einige Augenblick
sein Herz aus.
Natürlich habe ich das, ich will dich heute Nacht spüren, drifteten Jims
Gedanken zu ihm. Seine Hände lösten sich von seinem Gesicht, um in Spocks Haar
zu gleiten, ihn nach vorn und in einen erneuten Kuss zu ziehen.
Zeit wurde zu etwas dickflüssigem, trägen, zitternd wie ein Tautropfen
an einer Blattspitze. Sie verloren sich in ihren Empfindungen, Leidenschaft wob
einen Schleier um sie, der sie um Rest der Welt trennte. Sie trieben,
verglühten in einem Meer aus Feuer, das in ihnen brannte.
Jim drehte sich auf die Seite, sein ganzer Körper schien im Rhythmus
seines Herzschlages zu pochen, er zitterte vor Erregung. Heiße Hände glitten
seine Wirbelsäule entlang und er stöhnte auf. Selbst die leichteste Berührung
brannte auf seiner Haut. Er spürte die Hitze, die Spocks Körper abstrahlte,
dicht an seinem – dann nicht mehr. Mit einem Seufzen rollte er sich auf den Bauch
und hob den Kopf.
Spock kehrte mit der Creme ins Bett zurück.
Nach einem langen Kuss drehte Jim sich wieder auf die Seite. Und verlor
sich in der Glut, die die kundigen Hände auf seinem Körper erzeugten. Finger,
die ihn vorbereiteten...
Das Band vertiefte, verschmolz ihren Empfindungen, bis sie aufhörten,
zwei zu sein und eins wurden.
(*)(*)(*)(*)
Sie lagen schweigend im Nachglühen ihrer Leidenschaft. Die Geräusche der
Nacht drangen durch das offene Fenster, besänftigend.
Spock bewegte sich als erster, wollte sich aus dem Körper seines
Bondmates zurückziehen.
„Nicht”, murmelte Jim. „Bleib’ so.“
Er schlief bereits, als sich die Arme des Vulkaniers um ihn schlossen.
„T’hy’la“, flüsterte er. „Ich liebe dich.“ Er folgte Jim in tiefen, traumlosen
Schlaf.
(*)(*)(*)(*)
„Du bist schon wach?“ Jim stürmte in die Küche und gab seiner Mutter
einen Kuss auf die Wange.
Winona Kirk lächelte und nahm einen zweiten Becher aus dem Schrank. „Ist
alles in Ordnung?“, fragte sie, als sie sich zu ihm umwandte, ihm den heißen
Kaffee reichend. Sie musterte ihren Sohn, der sich – wie als Junge – auf die
Fensterbank geschwungen hatte.
Jim sah sie fragend an. „Wie kommst du darauf?“
Winona zuckte andeutungsweise mit den Schultern. „Es ist nur...“ Sie
hielt flüchtig inne. „Sieh’ mal, ich will mich nicht in euere Angelegenheiten
einmischen. Aber Spock wirkte gestern Nachmittag so... traurig. Hattet ihr
Streit?“
Kirk stellte den Becher zur Seite, stand auf und nahm seiner Mutter die
Tasse aus der Hand, um ihn auf dem Tisch abzustellen. Wortlos umarmte er sie
und hauchte einen Kuss auf ihre Stirn. „Danke“, sagte er leise, wich dann
zurück, um sie anzusehen.
„Wofür denn?“
„Dafür dass du ihn – uns – so einfach akzeptiert hast. Dafür, dass du
dich um ihn sorgst – ihn magst. Das bedeutet mir sehr viel.“
„Dummkopf“, meinte Winona lächelnd und erwiderte seine Umarmung. „Wie
sollte ich ihn nicht mögen, wenn du ihn so sehr liebst.“
Jim löste sich sanft von ihr und setzte sich wieder auf die Fensterbank,
seinen Becher aufnehmend. „Wir sind gestern Mittag Ayline begegnet. Ayline
Montoya.“ Und dann quoll die hässliche Szene mit ihr förmlich aus ihm heraus.
„Ich verstehe“, meinte Winona, als er endete. Sie erkannte den Namen
eines der Mädchen wieder, mit denen Jim früher auszugehen pflegte, wann immer
er in Riverside war. „Übrigens ist sie dir nicht zufällig über den Weg
gelaufen. Ist dir klar, welchen Wirbel du hier ausgelöst hast? Es ist
inzwischen eines *der* Gesprächsthemen, dass du wieder hier bist.“
„Wirbel? Ich?“, fragte Jim verblüfft. Er sah sie an, soweit hatte er
nicht gedacht. Unbehangen stieg in ihm auf. „Stört dich das?“, fragte er. „Ich
meine, in ein paar Tagen sind Spock und ich wieder weg. Aber du...“ Unsicher
stoppte er.
„Jim, meine größte Sorge war immer, dass du niemand zu finden schienst,
mit dem du glücklich sein kannst. Und jetzt hast du diese Person gefunden –
glaubst du denn wirklich, es würde mich da stören, dass Spock ein Mann ist? Und
Riverside mag in vieler Hinsicht nicht so sein, wie du es inzwischen gewöhnt
bist, aber sie werden mich nicht schneiden, nur weil mein Sohn einen Mann
liebt.“ Sie lächelte und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Und jetzt mach’,
dass du zu deinem Spock kommst. Ihr habt schließlich Urlaub.“
Mit einem Grinsen nickte Jim und küsste sie zurück. „Danke“, sagte er
noch einmal, dann verschwand er aus der Küche.
Seufzend sah Winona ihrem Sohn nach. Lächelnd.
(*)(*)(*)(*)
„Bist du wach?“, fragte Jim, als er neben Spock ins Bett glitt. „Ich
habe eine Menge Pläne für heute – und sie beginnen alle damit, dass du mich
jetzt sofort küsst...“
Ende
When the night has come...
And the land is dark...
And the moon is the only light we'll see...
I won't be afraid.
Just as long, as you stand by me.
Ben E. King