Kapitel 3


Sein Weg führte direkt in die Stadt.


Ohne Probleme fand der die alte Dame, bei der Jim am Tag zuvor war. Vorsichtig schob er den schweren Vorhang beiseite und trat in das dunkle Zelt.

Seine Augen gewöhnten sich schnell an die Dunkelheit und er erblickte sofort die alte Frau, die ihn erwartend entgegen sah.


"Seien Sie gegrüßt", begrüßte sie ihn und deutete mit ihren runzligen Händen auf den Stuhl.

Vorsichtig trat Spock näher. Er musterte die Alte aus schmalen Augen. In sekundenschnelle evaluierte Spock in seinem Gehirn alle möglichen Gefahren, Fluchtwege und Abwehrstrategien und kam schließlich zu dem logischen Schluss, dass von der alten Frau keine augenscheinliche Gefahr ausgeht. Er setzte sich, wie ihm durch die Armbewegung geheißen und erwiderte den Gruß.

"Ich kann Ihnen versichern, dass ich vollkommen harmlos bin", kommentierte sie belustigt über seine unverholende Taxierung und fuhr fort: "Nun, da Ssie sich davon überzeugt haben, verrate ich Ihnen, dass ich Sie bereits erwartet habe. Und um Ihrer Frage zuvorzukommen - ich hatte in den letzten Tagen nur einen Kunden. Es war also zu erwarten, dass sein Kratan über kurz oder lang hier auftauchen wird."


Die Alte setzte sich ihm gegenüber in einen bequemen Sessel.

Spock kam ohne Umschweife zur Sache. "Was haben Sie mit Captain Kirk gemacht", wollte er wissen.


"Nun, wir haben uns unterhalten und er hat eine Tasse Tee getrunken", antwortete sie.

"Tee? Was für Tee?"

"Einen Kräutertee, den ich speziell für ihn zubereitet habe. Dieser Tee bewirkt, dass sein Geist sich öffnet. Nur so kann er die Frage finden, die ihn bewegt."

Die Alte erzählte Spock dasselbe, was sie auch Kirk erzählt hatte.

Spock hörte ruhig zu musste aber gestehen, dass er jetzt zwar etwas über die Philosophie und Religion der Einheimischen gelernt hatte, ihm dies aber nicht wirklich weiterhalf.
Es waren weitere Nachforschungen notwendig.

Er war sich ziemlich sicher, dass er nur hier die Antworten finden würde. "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie ihm eine Droge verabreicht, die sich sowohl auf seine Psyche, als auf seine physische Konstitution auswirkt. Haben Sie den Captain zuvor über die Auswirkungen aufgeklärt?"


"Natürlich! Es würde gegen die Gesetze unserer Gesellschaft verstoßen und gegen meine Berufsehre, würde ich meine Kunden nicht zuvor warnen. Ihr Captain hat sich aus freien Stücken entschieden, diese Reise anzutreten", antwortete sie mit einer Spur Empörung in ihrer Stimme.


"Ich verstehe!", erwiderte Spock "Ihnen ist jedoch bewusst, dass Captain Kirk nicht Ihrer Spezies angehört und diese Droge auf seinen Metabolismus andere Auswirkungen haben kann, als die Ihnen bekannten?"


"Es kamen schon viele Suchende zu mir - auch Menschen. Ich bin mir dessen durchaus bewusst. Die Wirkung ist bei Menschen jedoch nicht anders, als bei meiner Rasse."

Interessant, dachte Spock, ob auf diesem Planeten noch mehr Leute mit verstärktem Sexualtrieb herumliefen? Ich muss mehr über die Wirkung der Droge herausfinden und über ein mögliches Gegenmittel.


Die Alte musterte ihn, ließ ihn jedoch in Ruhe seinen Gedanken nachhängen. Sie spürte, dass er noch nicht zufrieden war und wartete geduldig.


"Wenn Ihnen die Wirkung bekannt ist, können Sie mir sicherlich sagen, ob es ein Gegenmittel gibt", wollte er schließlich wissen.


"Ich glaube ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Der Trunk wirkt bei allen gleich und doch verschieden. Was ich damit sagen möchte ist, dass jeder Betroffene andere Reisen erlebt, welche aber grundsätzlich nicht gefährlich sind. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Normalerweise verfliegt die Wirkung von alleine - nach ca. 72 Stunden."

Spock sah die Alte entsetzt an. Er rechnete blitzschnell nach, wie lange Jims Zustand noch anhalten würde. Er kam zu dem Ergebnis, dass er noch genau 62,23 Stunden ausharren müsste. Dies war eindeutig zu lang, zumal sich Jims Zustand immer weiter verschlechterte und in 59,52 Stunden die Enterprise eintreffen und sie abholen würde.


Spock würde es seinen Captain gerne ersparen, von Mitgliedern der Besatzung in diesem Zustand angetroffen zu werden. Es muss einen anderen Weg geben.

"Gibt es eine Möglichkeit den Vorgang zu beschleunigen?", fragte Spock "Der Captain befindet sich in einem Zustand, in welchen er für sich selbst und für andere eine Gefahr darstellt."


"Ja, es gibt eine Möglichkeit", antwortete die Alte.

"Und die wäre?", hackte Spock weiter. In seiner Stimme schwang nun ein Hauch von Ungeduld mit.
"Nun, wenn er seine Suche vorzeitig beendet, verschwindet auch die Wirkung."

Die Antwort trug nicht gerade dazu bei, Spocks Ungeduld zu besänftigen. Er fragte sich, ob er der Alten wirklich jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen sollte und musste innerlich doch schmunzeln, als er sich bewusst wurde, dass er in menschlichen Metaphern dachte.


Also gut, wenn es so sein soll, dann soll es halt so sein. Er holte tief Luft und überlegte seine nächste Frage. "Wie kann er seine Suche vorzeitig beenden?"


"Indem er seine Frage findet. Ich glaube aber nicht, dass Ihnen diese Antwort weiterhelfen wird. Wenn Sie mir etwas näher beschreiben würden, welche Auswirkungen der Tee auf das Verhalten Ihres Captains hat, kann ich Ihnen vielleicht eher weiterhelfen."

Spock graute bei dem Gedanken, ihr von Jims sexuellen Ambitionen zu erzählen. Nicht nur, dass er selber Ziel dieser Ambitionen ist, es würde auch Jim mehr als Unangenehm sein, wenn er eine Fremde einweihen würde. Er kam aber zu dem Schluss, dass ihm wohl nichts anderes übrig bleiben wird, als der Alten davon zu erzählen, wollte er Jim wirklich helfen.


"Captain Kirk leidet an einem verstärkten Sexualtrieb", begann Spock vorsichtig. Er sah die Alte nicht an, als er eine kurze Pause einlegte, ehe er fortfuhr. "Er ist hochgradig sexuell erregt. Es fing mit Anzüglichkeiten an und steigerte sich immer mehr, bis zu einem unkontrollierbaren Verlangen nach sexueller Befriedigung. Er ist nicht mehr Herr seiner Sinne, jegliche Kontrolle ist ihm verloren gegangen. Begleitet wird dies durch aggressives Verhalten. Die Momente, in denen er klar bei Verstand ist, werden immer kürzer und die Phasen der sexuellen Begierde immer länger. Erleidet darunter und hat auch physische Schmerzen, einhergehend mit Fieber."


Spock beendete seine Erläuterungen und sah die Alte abwartend an.

Es folgten einige Minuten des Schweigens. Die Alte saß bequem zurückgelehnt in ihrem alten Sessel und schien angestrengt zu überlegen. Spock wartete geduldig, wusste er doch, wie unangenehm es sein konnte, durch ungeduldige Nachfragen in seinen Gedankengängen unterbrochen zu werden. Dennoch drängte es ihn, schnell eine Antwort zu bekommen, die ihn befriedigt, wollte er doch so schnell wie möglich zu Jim zurückkehren.

Endlich hob die Alte den Kopf und schaute ihn an. "Ich nehme an, diese Art von sexuellen Verlangen ist für einen Menschen sehr ungewöhnlich, oder?", wollte sie wissen.

"In der Tat! Es ist nicht nur ungewöhnlich, es ist normalerweise vollkommen ausgeschlossen", bemerkte Spock.


"Ohne, dass Sie mich für zu neugierig halten, darf ich fragen, wem seine sexuelle Aufmerksamkeit gilt?"


Sie blickte Spock abwartend an. Natürlich bemerkte sie sein Zögern. Spock war sich im Klaren, dass sein Zögern eigentlich schon ihre Frage beantwortet hat. Also konnte er genauso gut mit der Wahrheit herausrücken.


"Mir", antwortete er schließlich knapp.

Sie nickte stumm, als hätte sie diese Antwort erwartet.


"Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Suchende ein Verhalten an den Tag legt, welches er von jemand anderen angenommen hat oder dass er etwas am eigenen Leibe erlebt, was jemand erlebt hat, der ihm nahe steht. Sie stehen ihm zweifellos sehr nahe. Seine Verführungsversuche sind auf Ihre Person fixiert. Es ist unwahrscheinlich, dass er sich gegenüber anderen genauso verhalten würde", erläuterte sie eine mögliche Antwort auf Jims
ungewöhnliches Verhalten.


Spock schluckte hart und dachte über ihre Worte nach. Etwas erleben, was jemand anderes erlebt hat, der ihm nahe steht. Es gab nur zwei Person, die ihm einfielen: McCoy und  er selber. McCoy ist ein Mensch wie Jim auch und leidet nicht an einen "solchen" Sexualtrieb.

Also blieb nur er selber übrig, wie die Alte vermutet hatte.

Mit Horror dachte er an die Qualen des Pon Farr, den Verlust jeglicher Kontrolle über seinen Körper und Geist, das Kochen seines Blutes in seinen Adern, dieses ungebändigte Verlangen nach sexueller Befriedigung. Er schloss für einen Moment gequält sie Augen. Sollte es das sein, was Jim gerade erlebt? Eine Art Pon Farr? Niemanden würde er diese Erfahrung wünschen und erst recht nicht Jim. Wenn seine Vermutung nun richtig war, erwartete Jim
mehr als 60 Stunden Qualen, es sei denn, es gibt eine Möglichkeit dies zu beenden. Wenn nicht, würde er Jim durch diese 60 Stunden helfen, dies stand für Spock außer Frage.

Die Alte beobachtete Spock mit den geübten Augen einer Frau, die es gewohnt war, in die Seele anderer zu blicken. Sie störte Spock nicht bei seinen Überlegungen. Sie wartete geduldig, bis sie der Meinung war, dass Spock seinen Gedankengang beendet hatte, ehe sie die nächste Frage an ihn richtete.


"Wenn meine Beobachtung korrekt ist, haben Sie bereits eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, wie Ihr Captain jetzt?", stellte sie die rhetorische Frage an Spock.

"Allerdings! Das Verhalten ähnelt dem Paarungsverhalten meines Volkes."


"Und Sie haben dies bereits am eigenen Leibe erlebt, richtig?", bohrte sie weiter.

"Ja", antwortete Spock ohne weiteren Kommentar.

"Dann haben Sie auch die Antwort in der Hand, wie Sie Ihrem Captain helfen können. Ich kann nichts weiter für Sie tun. Offensichtlich erlebt Ihr Captain Ihr eigenes Paarungsverhalten. Warum das so ist, kann ich Ihnen nicht beantworten. Dies ist ein Teil seiner Reise, auf die ich keinen Einfluss habe. Ich wünsche Ihrem Captain, dass er das Ziel seiner Reise erreicht und die Frage findet, die ihn im Innersten berührt. Ihnen wünsche ich, in der Lage zu sein, James Kirk auf seiner Reise zu begleiten und ihm zur Seite zu stehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nur Sie dazu in der Lage sein werden. Sie sind sein Kratan, dass steht für mich außer Frage."


Sie lächelte Spock an und erhob sich aus ihrem Sessel. Die Unterhaltung schien damit für sie beendet zu sein.


Auch Spock erhob sich. Er sah der Alten nach, wie sie hinter einem dicken samtroten Vorhang verschwand ehe auch er sich umdrehte und den Rückweg in die Stadt antrat.

Er würde einige Dinge besorgen müssen, die ihm helfen würden, diese Zeit mit Jim durchzustehen. Zielstrebig suchte er das nächste Geschäft auf und deckte sich mit allem Nötigen ein. Eine halbe Stunde später stand er endlich vor der Hütte, die er mit Jim teilte.

Vorsichtig trat er ein, um Jim nicht zu erschrecken. In seinen Zustand wäre es durchaus möglich, dass er ihn nicht sofort erkennt und als Feind einstuft, was unwillkürlich eine aggressiven Angriff zur Folge hätte. So wäre es jedenfalls bei einem Vulkanier. Seine Sorge war jedoch unbegründet. Jim lag auf dem Bett und schlief. Spock war erleichtert, ihn schlafend vorzufinden. So hatte er Gelegenheit, in Ruhe allen notwendigen Vorbreitungen zu treffen. Er wollte vorbereitet sein, falls es notwendig  sein  würde, Jim von seinen Qualen zu befreien oder sie auch nur zu lindern. Er deponierte im Nachtkasten zwei Tuben  Glyzerincreme, etwas anderes konnte er in dem Laden nicht bekommen und begab sich danach in das angrenzende Bad, um zu duschen.

Als er wieder zurück in Schlafzimmer kam, war Jim wach und blickte ihn an. Seine Augen waren klar, was bedeutete, dass er bei Verstand war. "Spock, da sind Sie ja wieder. Ich habe Sie gar nicht kommen hören. Sie waren lange weg. Konnten Sie etwas herausfinden?"

Spock trat zu ihn an das Bett und setzte sich nur mit einem Bademantel bekleidet auf den Bettrand.


"Jim, wie fühlen Sie sich?" fragte er zuerst und ließ Jims Frage unbeantwortet.

Gewohnheitsmäßig sprach er Jim wieder mit dem formellen "Sie" an.


"Besser, Spock. Ich glaube ich hatte einen Anfall während Sie fort waren. Kann mich aber nicht so gut daran erinnern. Vielleicht habe ich ja Glück und es wird besser. Was haben sie herausgefunden?", wiederholte er schließlich noch mal seine vorherige Frage.

Spock berichtete von seinem Gespräch mit der Alten. Allerdings ließ er unerwähnt, dass Jim offensichtlich eine Art Pon Farr erlebte. Dies wollte er so lange wie möglich für sich behalten. Er wollte Jim mit diesem Wissen nicht zusätzlich belasten.

"60 Stunden, Spock?",  stöhnte Jim entsetzt. "Wissen Sie was alles in 60 Stunden passieren kann? Spock, Sie sind nicht sicher vor mir. Bitte, Sie dürfen es nicht zulassen, dass ich sie..."


"Jim", unterbrach Spock ihn und legte beruhigend seine Hand auf Jims Schulter. "Das haben wir doch schon einmal diskutiert. Vielleicht sollte ich Ihre Erinnerung etwas auffrischen. Nein, ich werde Sie nicht einsperren, Sie nicht fesseln und Sie nicht bewusstlos schlagen. Sie können mir nichts antun, denn ich bin sowieso stärker als Sie. Und ich werde alles zulassen, was mir hilfreich erscheint, Ihren momentanen Zustand zu lindern. Habe ich mich klar ausgedrückt?", fragte er schließlich.


Jim sah ihn aus großen Augen an und sagte nichts.

"Habe ich mich klar ausgedrückt", wiederholte Spock seine letzte Frage mit Nachdruck.

Jim senkte seinen Blick. Spock konnte sich gut vorstellen, was jetzt in Jim vorgehen musste.

"Ja, Spock", antwortete er schließlich leise.

"Dann ist es ja gut. Ich wiederhole mich nur ungern, dass sollten sie doch wissen."


"Ich weiß, aber ich mache mir Sorgen. Ich möchte auf keinen Fall, dass - dass, na ja, Sie wissen schon" stammelte Jim "ich - Sie sind doch meine bester Freund und...." Jim ließ den Satz unbeendet und blickte Spock unsicher an.

Spock sah Jim lange schweigend an. Er sah so verletzlich aus, wie er da saß und ihn aus großen haselnussbraunen Augen anstarrte mit einer blonde Haarsträhne in seinem Gesicht. Er konnte den Wunsch nicht wiederstehen, diese widerspenstige Haarsträhne zärtlich aus seinem Gesicht zu streichen. Die Innenseite seiner Hand verharrte schließlich an Jims Wange. Spock beugte sich näher zu Jim herunter. Fast schien es so, als wollte er ihn küssen.

Er tat es jedoch nicht. Stattdessen flüsterte Spock: "Eben, Jim, ich bin dein Freund und ich bin Vulkanier. Ich verstehe besser als jeder anderer, was du gerade durchmachst. Und glaube mir, wir werden das gemeinsam durchstehen. Du und ich."

Spock bemerkte durchaus wieder den Wechsel zu der persönlichen Anrede. Ich sollte mich mal entscheiden, ob ich Jim nun mit DU oder SIE anreden soll. Ich denke, zur Zeit ist das DU angebrachter.

Spock so nahe bei sich zu haben, entflammte sofort wieder Jims Verlangen. Er spürte das die auflodernde Hitze langsam von ihm  Besitz ergriff. "Spock". flüsterte Jim, "es ist wieder soweit. Ich glaube, du bist mir etwas zu nah gekommen."


"Wehr dich nicht dagegen, Jim. Lass es geschehen. Du verschlimmerst deinen Zustand nur, wenn du dich dagegen wehrst." 


Jim klammerte sich an Spock und zog ihn mit sich auf das Bett. Spock lag halb auf  Jim.

"Spock, ich habe Angst, dich zu verletzen", keuchte Jim, seinen Rest an Verstand zusammenkratzen.


Spock griff mit einer Hand zur Nachtkonsole, zog die Schublade auf und holte die Tube mit Glycerincreme heraus.


Mit einem belustigten Funkeln in den Augen hielt Spock ließ Spock die Tube vor Jims Augen auf und ab baumeln und bemerkte trocken: "daran habe ich auch schon gedacht und vorgesorgt."


"Oh..." war alles was Jim herausbrachte und wurde noch ein bisschen röter, als er sowieso schon war.


Belustigt über Jims erstaunten Gesichtsausdruck zog Spock eine Augenbraue in die Höhe, was Jim mit einem lustvollen Stöhnen quittierte. Er bewegte sich unruhig unter Spock und presste seine Hüften gegen ihn. Spock wusste, dass er den Kampf gegen seine Gefühle für Jim bereits letzte Nacht verloren hatte und es war ihm egal. Jetzt zählte nur Jim, sein Wohlergehen. Und obwohl er wusste, wie unangenehm es Jim war,  würde er jede Sekunde mit ihm genießen. Jim sollte es so angenehm wie möglich haben. Seine Schuldgefühle und Selbstzweifel waren wie weggeblasen. Sie hatten zur Zeit keinen Platz.

Über die Folgen würde er hinterher nachdenken.

Er sah Jim zärtlich in die Augen und senkte langsam seine Lippen auf Jims. Vorsichtig drang seine Zunge in Jims heiße Mundhöhe ein und erforschte neugierig das für ihn fast noch unbekannte Terrain. In der Nacht zuvor, draußen im Wald, war Jim derjenige gewesen, der die  Initiative ergriffen hat. Spock war zu überrumpelt gewesen, um dies wirklich genießen und in allen Einzelheiten wahrnehmen zu können. Dies würde er nun nachholen.

Hungrig erwiderte Jim den Kuss. Sein Verlangen wuchs stetig und er war schon jetzt nicht mehr Herr seiner Sinne. Nur kurz erwachte noch einmal sein Verstand und er dachte mit Entsetzen daran, was er Spock hier antat, war aber unfähig, seine Hände von seinen Ersten Offizier zu lassen.


Und dann siegte sein unbändiges Verlangen endgültig über seinen Körper und Geist.

Ungeduldig und mit aller Leidenschaft, die sein kochendes Blut in ihm hervorbrachte fiel er über Spock her. Und Spock ließ es geschehen.

Fortsetzung folgt

 

Teil 4