Titel: Der Arbeitsunfall

Autor: Lady Charena
Fandom: Bewegte Männer

Paarung: Waltraud, Norbert, Margarethe

Rating: Humor, gen

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe/Hintergrund: Waltraud hatte einen kleinen... Arbeitsunfall. Ausgerechnet mit Norberts Mutter.

 

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„Aber was soll ich denn noch sagen?“, jammerte Waltraud und rang die Hände, die in farbbespritzten Plastikhandschuhen steckten. „Ich verstehe wirklich nicht, wie das passieren konnte.“ Sie lief fast gegen die Tür des Rosenberg, die ihr Margarethe vor der Nase zugeknallt hatte.

 

„Norbert!“ Schluchzend warf sich Margarethe in die Arme ihres Sohnes, der sich so unsanft aus einem äußerst interessanten Gespräch mit einem äußerst interessierten Gast gerissen sah. „Halte mir diese... diese unmögliche Person vom Hals!“

 

Überrascht blickte Norbert zuerst auf seine weinende Mutter, deren Kopf mit einem Handtuch umwickelt war – dann auf Waltraud, die mit Leidensmiene und dramatischer Gestik auf sie zu rauschte. „Mama, was ist denn passiert?“

 

Margarethe schluchzte auf. „Frag doch diese... diese Person.“ Sie verdrehte die Augen. „Mir ist gar nicht gut, Norbert-Liebling.“

 

Norbert stützte seine Mutter hastig und verfrachtete sie auf den nächstbesten Stuhl. „Könnte mir jetzt endlich mal jemand erklären, was hier los ist?“, fragte er säuerlich. Aus den Augenwinkeln sah er, wie sein Gesprächspartner einen Geldschein auf den Tresen legte und das Rosenberg verließ. Verdammt, da ging eine weitere Chance auf ein erfülltes Liebesleben den Bach runter. „Waltraud?“

 

Waltraud zuckte mit den Schultern und pulte die Handschuhe ab. „Ich bin wirklich fassungslos“, seufzte sie und wedelte sich Luft zu. „Ich weiß absolut nicht, wie das passieren konnte.“

 

„Was denn?“, fragte Norbert, während er Margarethes Hand tätschelte.

 

Doro eilte mit einem Glas Wasser herbei. „Geht es Ihnen nicht gut, Frau Brommer?“

 

Margarethe gab ein abgrundtiefes Seufzen von sich. „Es ist so schrecklich, Kinder, ich weiß gar nicht, wie ich’s in Worte fassen könnte.“

 

„Sagt mir jetzt zum Kuckuck endlich mal jemand, um was es hier geht?“ Norbert platzte bald der Kragen.

 

Waltraud gab ein geziertes Schniefen von sich. „Es war doch wirklich keine Absicht“, jammerte sie und schnüffelte und kramte in ihren Hosentaschen nach einem Taschentuch. Natürlich fand sie nichts, aber glücklicherweise kam Doro mit einer Serviette an. Sie wollte die Fortsetzung des Dramas auf keinen Fall verpassen. Waltraud putzte sich geräuschvoll die Nase. „Ich habe doch seit letzter Woche diesen süßen, jungen Azubi im Salon. Unschuldige siebzehn, und seine Mutter ist Brasilianerin. Und er ist ja so begabt. Dabei würde ich ihm gerne Nachhilfestunden geben...“ Waltraud seufzte. Als sie Norberts schmerzlichen Gesichtsausdruck sah, fuhr sie rasch fort. „Na auf jeden Fall habe ich ihn gebeten, die Blondierung für deine Mutter anzurühren, während ich eine Tönung für einen anderen Kunden zusammenstellte. Dabei haben wir uns wohl ein wenig verplaudert. Und irgendwie...“ Sie zuckte mit den Schultern. „Irgendwie gab’s ne kleine Verwechslung.“

 

„Eine Verwechslung?“, wiederholte Norbert, den eine böse Vorahnung heimsuchte. „Waltraud, rede endlich.“

 

Margarethe klammerte sich an den Arm ihres Sohnes. „Es ist entsetzlich, Norbert. Sieh’ dir das nur an!“, jammerte sie und zog das Handtuch von ihrem Kopf.

 

Norberts Augen weiteten sich. Das Haar seiner Mutter war knallpink! „Oh Gott“, war alles, was er herausbrachte.

 

Margarethe brach wieder in Tränen aus und vergrub ihr Gesicht in den Händen.

 

Waltraud zuckte mit den Schultern und studierte ihre Fingernägel. „Ich kann nichts dafür“, murmelte sie trotzig und schniefte.

 

„Irgendwie ist es doch ganz... peppig, Mama“, meinte Norbert hilflos. „Macht dich um Jahre jünger...“

 

Ende