The ultimate sacrifice

T’Len

2009

 

 

 

 

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Fandom: Torchwood

Charaktere: Jack/Ianto, Gwen, Rhys

Kategorie: PG

Hinweise: Nach Children of Earth, AR

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass Jack so einfach aufgibt und verschwindet. Ergo en alternatives Ende.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

Gwen Cooper hielt inne, die Hand auf dem Türgriff, während ihr Blick auf der zusammengesunkenen Gestalt hinter der Glastür ruhte. Sie hatten die Basis notdürftig aufgeräumt. Das heißt, sie selbst hatte es getan, mit Rhys und Andy und ein paar von Johnsons Leuten. Erstaunlich, wie kooperativ die Regierung auf einmal war. Trotzdem zweifelte Gwen, dass es je wieder ein neues Torchwood Cardiff geben würde. Nicht nach all dem, was geschehen war, was sie verloren hatten, was Jack verloren hatte.

 

Jack! Er hatte sich hier unten vergraben. In einem der tieferen Kellergewölbe, die immer noch intakt waren. Computer, Scanner und Iantos tiefgekühlte Leiche um sich. Der Raum war voller Kabel und Bildschirme und Ausdrucke. Sie hatten alles, was noch einigermaßen brauchbar war, hier her geschafft. Schließlich sollte die sensible, mitunter außerirdische, Technik nicht in falsche Hände fallen.

 

Gwen holte tief Luft und drückte die Klinke nach unten. Sie hasste, was sie nun sagen würde, aber sie wusste auch, es musste endlich gesagt werden. Sie schob es schon seit Tagen vor ich her. Jack saß neben der Behandlungsliege, auf der Iantos Körper ruhte, den Kopf in den Händen vergraben. Als er Gwen eintreten hörte, hob er seinen Kopf. Sein Blick zeigte den selben verzweifelten Ausdruck, den Gwen in den letzten Wochen hassen gelernt hatte. Verzweifelt, verloren und allein.

 

Sie legte Jack mitfühlend eine Hand auf die Schulter. „Du musst ihn endlich gehen lassen, Jack“, sagte sie leise. „Er verdient es, in Würde begraben zu werden. Seine Familie verdient es, einen Platz zu haben, an dem sie um ihn trauern kann. Wir verdienen es!“

 

Jack schüttelte den Kopf. „Ich kann ihn nicht gehen lassen, Gwen. Niemals. Nicht ihn auch noch.“

 

Er schüttelte ihre Hand ab und stand auf. Gwen sah, dass Kabel von Jacks Körper zu Iantos führten und von dort weiter zum Riftmanipulator. Der Wiederbelebungshandschuh lag auf dem Tisch neben Iantos Kopf. Sie verstand sofort, was all das bedeutete.

 

„Nein Jack!“ Sie griff nach seinem Arm. „Das darfst du nicht tun:“

 

Jack straffte sich. „Ich muss es tun“, sagte er und in seine Augen kehrte ein Hauch der alten Entschlossenheit zurück. „Ich muss es versuchen. Wenn nur eine kleine Chance besteht, dass er... „“

 

Gwen zog ihre Hand zurück. „Denkst du, dass es das ist, was er will?“

 

„Ich kann ihn nicht verlieren. Nicht ihn auch noch“, erwiderte Jack und sein Blick sagte ‚Ich habe zu viel verloren.’

 

„Aber wenn er wie Owen wird? Jack, wir können den Handschuh nicht richtig kontrollieren. Willst du ihm das wirklich antun?“

 

Jack schüttelte den Kopf. „Ich nutze den Handschuh nur als Katalysator. Ihn und den Riftmanipulator. Der Doctor glaubt, dass ich mit dem Rift verbunden bin, dass ich meine Energie daraus beziehe, dass es zumindest mit ein Grund für meine Unsterblichkeit ist. Da es genauso durch Raum und Zeit reicht wie die Tardis, die mich unsterblich amchte. Wenn es mir gelingt, meine Lebensenergie dadurch in Ianto zu übertragen...“

 

„Du könntest dabei sterben“, rief Gwen. „Wirklich sterben.“ Doch Jacks Blick sagte ihr, dass er diese Möglichkeit nicht fürchten würde. Im Gegenteil. Jack hatte zuviel Menschen sterben sehen, die ihm etwas bedeuteten, sein eigener Tod wäre nur eine Erlösung für ihn. Er würde sich nie verzeihen, hätte er nicht alles versucht, Ianto doch noch zurück zu bringen. Es wäre zumindest ein kleiner Sieg nach all den Niederlagen. Sollte er dabei sterben, es wäre es ihm allemal mehr als wert.

 

Gwen straffte ihre Schultern. „Was soll ich tun?“, sagte sie mit Entschlossenheit in der Stimme.

 

„Geh nach Hause“, erwiderte Jack.

 

Gwen öffnete den Mund, um heftig zu protestieren. Doch Jack unterbrach sie, bevor sie auch nur das erste Wort gesprochen hatte. „Du kannst hier nichts tun. Ich muss das allein machen. Wer weiß, wie das Rift reagiert.“ Er deutete um sich. „Wenn hier alles in die Luft fliegt – erneut – bist du womöglich in Gefahr. Geh nach Hause, geh zu Rhys und komme nie mehr zurück. Du musst jetzt an anderes denken.“ Sein Blick wanderte kurz zu ihrem Bauch, der sich mittlerweile leicht unter dem T-Shirt abzeichnete, und ein zaghaftes Lächeln huschte für einen kurzen Augenblick über seinen Mund, dann kullerte eine Träne seine Wange herab. „Werdet glücklich!“

 

Tränen strömten auch über Gwens Gesicht, als sie Jack umarmte. Dann wandte sie sich ab und ging zur Tür.

 

„Vergiss uns nicht“, sagte Jack leise.

 

///

 

Immer mehr Tränen rannen über sein Gesicht, als Jack sich Iantos leblosen Körper zuwandte. Zärtlich strich er über das blasse Gesicht, dann beugte er sich herab und küsste die fahlen Lippen. „Warum habe ich dir nie gesagt, wie sehr ich dich liebe?“, flüsterte er.

 

„Komm zu mir zurück.“ Jack richtete sich auf und griff zum Handschuh.

 

///

 

„Verdammt!“ Mit seiner freien Hand schüttelte er Iantos Körper. „Wach auf, wach endlich auf!“

 

Auf den Monitoren pulsierten rote Alarmzeichen, der Riftmanipulator pulsierte hektisch. Jack spürte wie seine Kräfte schwanden. Tränen rannen über seine Wangen, als er zu Boden sank und der Handschuh von ihm glitt.

 

„Es funktioniert nicht“, flüsterte er. „Es funktioniert nicht.“ Dann umfing Dunkelheit ihn.

 

///

 

„Ich kann das nicht.“ Gwen sprang vom Sofa auf und griff ihre Jacke von der Lehne.

 

„Was, Schatz?“, fragte Rhys und warf ihr einen besorgten Blick zu. Er wusste aus Erfahrung, wenn seine Frau diesen entschlossenen Blick zeigte, verhieß das nichts Gutes. Zumindest nicht für seine Nerven.

 

„Hier sitzen, während Jack wer weiß was passiert“, erwiderte Gwen. Sie hatte Rhys, der sich über ihre frühe Rückkehr gewundert hatte, erzählt, was Jack plante.

 

Rhys seufzte. „Das dachte ich mir.“ Er stand auf. „Ich hole den Wagen.“

 

///

 

Sie sah die leblose Gestalt sofort. Jack lag auf dem Boden, sein Körper verkrümmt. Gwen beugte sich herab und fühlte. Kein Puls. Sie schüttelte ihn. „Jack! Wach auf!“ Doch es kam keine Reaktion.

 

„Ich wusste es.“ Sie wischte sich eine Träne aus dem Gesicht.

 

„Gwen!“ Rhys war zu Ianto getreten.

 

„Was?“ Gwen kam an seine Seite.

 

„Ich glaube, er hat sich bewegt. Die Finger.“ Rhys deutete auf die Gestalt auf dem Tisch. „Schau!“ Tatsächlich bewegte sich die rechte Hand leicht.

 

Gwen berührte Iantos Arm. „Er ist warm“, sagte sie überrascht.

 

Plötzlich fuhr Ianto hoch, schnappte nach Luft. Rhys wich erschrocken einen Schritt zurück.

 

„Ianto!“, rief Gwen und umarmte ihn.

 

Ianto blinzelte und blickte sich dann überrascht um. „Wo bin... wie..:“ Er sah von Gwen zu Rhys.

 

„Du bist in der Basis, in dem, was davon noch übrig ist“, erklärte Gwen. „Woran erinnerst du dich?“, wollte sie anschließend wissen.

 

„Die Aliens, das Virus, ich...“ Ianto blickte sie überrascht an. „Ich bin gestorben“, flüsterte er.

 

„Jack hat dich zurück geholt“, erklärte Gwen. „Er hat dir seine Lebensenergie übertragen.“

 

Sie trat zur Seite, so dass Ianto den leblosen Körper auf dem Fußboden sehen konnte. Er sprang sofort vom Tisch. „Heißt das, dass ich jetzt auch unsterblich bin?“, fragte er.

 

„Oder dass er jetzt sterblich ist“, erwiderte Rhys und deutete auf Jack. Gwen warf ihm einen wütenden Blick zu. Manchmal hatte ihr holder Ehemann wirklich die Sensibilität eines Trampeltieres. So was musste man doch wirklich diplomatischer ausdrücken. Wie würde Ianto sich fühlen, wenn sein Leben mit Jacks erkauft war?

 

Ianto hatte sich derweil auf den Boden gekniet und Jacks Körper in seine Arme gezogen. „Jack“, flüsterte er. „Bitte Jack.“ Unter Tränen küsste er ihn. „Bleib bei mir.“

 

Plötzlich schlug Jack die Augen auf und lächelte. „Das war der beste Kuss meines Lebens.“

 

Ende