Nackte Tatsachen

T’Len

2009

 

 

 

Fandom: Torchwood

Charaktere: Jack/Ianto, Gwen, Owen, Tosh

Kategorie: NC-17, m/m-slash

Hinweise: Diese Story bezieht sich auf das Buch „Pack Animals“ von Peter Anghelides. Inhalt: In Cardiff tauchen immer mehr gefährliche Kreaturen von fremden Welten auf und sorgen für Tod, Zerstörung und Chaos. Wie es scheint, hängt dies mit einem neuen Spiel – MonstaQuest – zusammen. Ianto kommt mit Alientechnologie in Kontakt und ist daraufhin unsichtbar und - weil Tosh seine ebenfalls unsichtbar gewordene Kleidung untersucht – nackt im Hub. Eine Vorstellung, die Jack natürlich gefällt. Das Buch spielt während Staffel 2, nachdem Owen wiederauferstanden ist.

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Summe: Eigentlich stehen ja dringendere Probleme an, aber Ianto hat eigene Vorstellungen, seine Unsichtbarkeit zu seinem – und Jacks – Vorteil zu nutzen.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

„Okay, dann lasst uns schauen, was wir bisher haben.“ Jack nahm die MonstaQuest-Karten in die Hand. „Wiederholte Alienattacken, alle auf diesen Karten illustriert.“

 

Er stutzte kurz. Bildete er sich das nur ein oder hatte gerade tatsächlich jemand seine Oberschenkel berührt?

 

„Ein Weevil in der Kirche zur Heiligen Unschuld. Ein weiterer Weevil, der einen vollbesetzten Bus attackiert“, fuhr er fort.

 

Jack zuckte zusammen. Da waren definitiv Hände an seinem Bein, die nun versuchten, seine Schenkel auseinander zu schieben, um dass, was dazwischen war, besser erreichen zu können.

 

„Ianto“, zischte er leise in Richtung unter dem Tisch. Ein ebenso leises Lachen antwortete ihm. Er versuchte, den anderen Mann von sich zu schieben, doch wie machte man das mit jemanden, den man nicht sehen konnte? Aus Sorge, er könnte Ianto mit einer unbedachten Bewegung verletzen, zog er seine Hand zurück.

 

Toshiko hatte mittlerweile auf eine andere der überdimensionalen Spielkarten gedeutet, welche die Abbildung einer weiteren außerirdischen Kreatur zeigte, die sich an diesem Tag mit erschreckender Realität in Cardiff manifestiert hatte.

 

„Ein Kiroptan“, sagte er und fügte noch einige Erklärungen zu dieser Spezies hinzu. Seine Worte übertönten das Geräusch seines Reißverschlusses, als dieser geöffnet wurde.

 

Er hatte Ianto aus dem Konferenzraum geschickt, damit er sich etwas anzog. Zum einen wollte er nicht, dass er sich noch zu Tode fror, zum anderen fand er, die Kommunikation wäre weniger unbehaglich, wenn man zumindest anhand sichtbarer Bekleidung sagen konnte, wo Ianto sich befand, als wenn der Mann ganz unsichtbar war. Aber offensichtlich hatte Ianto andere Pläne gehabt.

 

„Das ist Insubordination, Ianto“, murmelte er.

 

Owen hatte den Namen aufgepickt. „Er ist noch nicht zurück, würde ich sagen“, erwiderte er und sah sich im Raum um.

 

Wenn du wüsstest, dachte Jack. Die Tür zum Konferenzraum stand offen. Niemand hätte also bemerken können, ob Ianto, nachdem er seinen Stuhl zurück geschoben hatte und zumindest scheinbar aufgestanden war, auch tatsächlich hindurch gegangen war oder nicht.

 

Jack kannte mittlerweile die Antwort und sie machte es ihm nicht gerade einfacher, sich auf die anstehende Besprechung mit seinem Team zu konzentrieren. Schon gar nicht angesichts der Hände, die an der Innenseite seiner Schenkel auf und abstrichen, um sich anschließend gegen die Beule dazwischen zu pressen. Jack hatte das Gefühl, sie lägen auf seiner nackten Haut, obwohl er natürlich eine Hose trug. Ganz im Gegensatz zu Ianto - eine Vorstellung, die seinem Zustand nicht gerade zuträglich war.

 

Nervös spielte er mit den Karten. „Aber spiegeln diese Karten nun die Realität wieder oder erschaffen sie sie?“, überlegte er. Sollte er versuchen, seinen Rollstuhl von Ianto fort zu bewegen? Aber das würde nur die Aufmerksamkeit der anderen wecken. Wie sollte er erklären, dass sein Hosenstall offen stand und sein halb-steifes Glied heraus hing?

 

Da spürte er, wie sich ein anderer Körper gegen den seinen presste. Seine Nackenhaare stellten sich auf, als eine Hand sanft darüber strich. Er spürte heißen Atem an seinem Ohr. „Du wolltest doch schon lange, dass wir es vor den anderen treiben“, wisperte Ianto. „Die Vorstellung, dass sie uns dabei erwischen könnten, turnt dich an.“

 

Jack schluckte. Ianto hatte nur allzu Recht. Auch wenn sie mit dem Sex üblicherweise warteten, bis sie allein im Hub waren, die Chance, dass Gwen, Tosh oder Owen zurück kamen, war immer gegeben. Er konnte nicht verhehlen, dass das Risiko der Entdeckung einen besonderem Reiz für ihn darstellte. Die Vorstellung, es nun buchstäblich vor den Augen und Ohren der anderen zu tun, war zu verlockend, als dass er ihr wirklich hätte widerstehen können. Das Blut schoss ihm erst in den Kopf, um dann schnurstracks in tiefere Körperregionen zu wandern. Jack versuchte den Knoten in seinem Hals herunter zu schlucken. Er spürte, wie Ianto wieder unter den Tisch glitt

 

Gwen erzählte irgendetwas von seltsamen Wettererscheinungen, die ebenfalls aufgetreten waren, vorzugsweise zusammen mit den Kreaturen. Doch Jacks Fokus lag ganz woanders. Seine Hosenträger ließen nicht zu, dass Ianto die Hose herunterzog, aber da er keine Unterwäsche trug und mittlerweile seine Beine so weit es der Rollstuhl erlaubte spreizte, hatte Ianto guten Zugang zu seinem längst voll erregten Glied.

 

Jack bemühte sich, einen aufmerksamen Gesichtsausdruck beizubehalten, während sein Team die Lage weiter analysierte. Toshiko sprach gerade über gesteigerte Riftaktivität, als die Hände, die ihn in den letzten Minuten zu voller Härte gestreichelt hatten, durch einen unsichtbaren Mund ersetzt wurden. Jack konnte nicht verhindern, dass er aufstöhnte, biss sich dann aber hastig auf die Zunge und schmeckte Blut.

 

Sein Team blickte ihn besorgt an. „Alles in Ordnung?“, fragte Gwen.

 

Er nickte. „Mein Bein“, krächzte er kaum verständlich und deutete wage in die Richtung seines linken Fußes, den der Brakkanee im Zoo fast abgebissen hatte und der nun erst langsam wieder verheilte. Allerdings spürte Jack in diesem Augenblick alles andere als Schmerzen. Er gestikulierte, seiner Stimme und vor allem seiner Fähigkeit zur ordentlichen Kommunikation nicht mehr trauend, seinem Team, es solle fortfahren.

 

Ianto, der zuvor mehrmals seinen Schaft auf- und abgeleckt hatte, hatte ihn mittlerweile in den Mund genommen. Jack räusperte sich. Er spürte, wie sich Schweißtropfen auf seiner Stirn bildeten und auch seinem Rücken herabrannen. Er krallte die Hände in die Armlehnen des Rollstuhles und biss sich aufs Innere seiner Wangen, um nicht erneut zu stöhnen.

 

Jack spürte Gwens besorgten Blick fragend auf sich und bemühte sich um ein beruhigendes Lächeln und ein stumm geformtes „Alles okay.“ Eines musste er Ianto lassen, er wusste wirklich, wie man einen guten Blow Job gab. Dies vor den Augen und Ohren seiner Mitarbeiter zu tun, war selbst für Jack eine neue Erfahrung. Er überlegte kurz, ob er sich wünschen sollte, Ianto bliebe unsichtbar, entschied sich dann aber rasch dagegen. Andere sexuelle Aktivitäten könnten sich in diesem Zustand als zu schwierig erweisen, entschied er.

 

„Soll ich dich untersuchen?“, bot Owen an.

 

Jack schüttelte heftig den Kopf. „Alles in Ordnung“, versicherte er. „Nur ein paar Heilungsschmerzen.“ Er hoffte, seine Stimme würde sich in den Ohren der anderen nicht so rau anhören, wie in seinen eigenen. „Macht weiter.“ Er wollte sich lieber nicht ausmalen, wie Owen, auf das Bildes, dass sich ihm unterm Tisch bieten würde, reagieren mochte.

 

Jack stellte sich vor, wie es für einen Außenstehenden aussehen musste. Sein Schwanz, steif aufgerichtet und tropfend mitten in der Luft. Allein die Vorstellung erregte ihn noch mehr. Er versuchte unter den Tisch zu spähen, konnte aber keinen geeigneten Winkel finden. Seine Hände tasteten nach Iantos Kopf, in der Hoffnung, ihn zu finden und ermutigen zu können, schneller zu machen. Er war sich nicht sicher, wie lange es ihm noch gelingen würde, eine einigermaßen gefasste Fassade für die anderen aufrecht zu erhalten.

 

Er spürte, wie etwas unter ihm kurz wegzuckte, offensichtlich hatte er Ianto an einer empfindlichen Stelle getroffen. Dann wurden seine Hände sanft aber bestimmt wieder auf den Rollstuhl gedrückt. Doch seine Botschaft schien angekommen zu sein, denn das Saugen verstärkte sich. Gleichzeitig strichen Iantos Hände zärtlich über das Innere seiner Oberschenkel.

 

Jack schloss kurz die Augen. Er wusste, es würde nicht mehr lange dauern, bis er kam. Da fiel ihm ein, was Owen gesagt hatte. Wenn Ianto etwas aß, würde der Verdauungsweg für alle sichtbar sein, da die Nahrung im Gegensatz zu ihm für sie wahrnehmbar war. Das hieße also, wenn Ianto seinen Samen schluckte, würden die anderen diesen sehen, sobald Ianto unter dem Konferenztisch hervor kam, scheinbar in der Luft schwebend, während er durch Iantos Verdauungstrakt wanderte.

 

Offensichtlich hatte sein Lover die selbe Idee gehabt. Jack spürte, wie eine Hand nach Jacks Hosentasche suchte. Hastig zog Jack das Taschentuch hervor und ließ es unter den Tisch fallen.

 

Dann hielt er es nicht mehr aus. Seine Hände krallten sich so fest, dass die Knöchel weiß hervor traten. Er schloss die Augen, nahm die Hände von der Lehne und presste vor den Mund, um sein Stöhnen zu unterdrücken als er kam.

 

Ianto hatte ihn gerade rechtzeitig aus seinem Mund gleiten lassen, fing nun Jacks Samen mit dem Taschentuch auf. Jack spürte die Hände, die ihn bis zum letzten Tropfen leer pumpten. „Gott, ist das gut“, murmelte er.

 

„Jack!“ Als er die Augen öffnete, sah er die besorgten Blicke seines Teams. Er räusperte sich, versuchte seinen fliegenden Atem und den hämmernden Puls unter Kontrolle zu bekommen und hoffte, dass seine Stimme ihn nicht ganz im Stich lassen würde. „Ich meine, eure Arbeit ist gut“, krächzte er.

 

Er spürte, wie sein erschlaffendes Glied vorsichtig wieder in seine Hose geschoben und der Reißverschluss geschlossen wurde. Dann landete das zusammengeknotete Taschentuch in seinem Schoß. Jack lächelte.

 

„Euer aller Arbeit ist hervorragend“, sagte er in Richtung des Tisches gewandt.


Ende