Titel: The private life of Tony Murchison

Autor: Lady Charena
Fandom: A bit of Fry and Laurie S1-S3

Pairung: Control/Tony Murchison

Rating: PG [slash] Humor/Satire

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Was macht Tony außerhalb der Bürostunden? Taucht Control wohl auch in seinem Privatleben auf? Wird Kaffee getrunken werden? Fragen über Fragen. Die Story ist viel kürzer als diese Inhaltsangabe.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

Control nickte dem Kellner zu, der ihm zu einem freien Tisch führte. Eine Bekannte von Mrs. Control hatte dieses Etablissement empfohlen und Control nutzte einen Abend ohne anderweitige Verpflichtungen, es aufzusuchen. Bisher hatte er noch nicht feststellen können, was besagte Bekannte an diesem Ort so begeisterte.

 

Er nahm Platz und sah sich um. Es war offensichtlich kein Speiselokal, die kleinen Tischchen deuteten das an. Außerdem gab es eine Bühne, die den vorderen Teil des Raumes einnahm.

 

„Was wünschen Sie zu trinken, Sir?“

 

Diese Frage stürzte Control in heftiges Grübeln. Gegen einen Sherry vor dem Essen oder einen Port am Abend war natürlich nichts einzuwenden, aber wenn er sich hier sozusagen in der Öffentlichkeit befand... Ein höfliches Räuspern des Kellners zwang Control dazu, seine Überlegungen zu beenden.

 

„Wie wäre es mit einem Kaffee?“, kam eine Stimme aus dem Hintergrund.

 

Control nickte und erwiderte automatisch: „Vielen Dank, Tony.“ Dann stutzte er und drehte sich um. Tatsächlich stand nun statt des Kellners Tony Murchison hinter seiner Schulter. Erstaunt hob er eine Augenbraue. „Tony?“

 

„Guten Abend, Sir“, entgegnete Murchison.

 

Controls zweite Augenbraue hob sich ebenfalls. Tonys... Aufzug... unterschied sich einigermaßen von dem Anzug mit der korrekt gebundenen Krawatte, den er im Büro trug. Er konnte sich nur nicht recht entscheiden, ob ihn die eindeutig amerikanischen Jeans oder die silberfarbene Glitzerjacke mehr abstieß. Die leuchtendrote Fliege dagegen hatte durchaus etwas apart gewagtes. „Was tun Sie hier, Tony?“, fragte er streng.

 

„Ich arbeite, Sir.“ Automatisch stand Murchison aufrechter, die Arme auf den Rücken gelegt.

 

„Sie arbeiten?“, wiederholte Control verblüfft. Er überflog den Dienstplan in Gedanken. „Ich habe keine Genehmigung unterschrieben, dass Sie verdeckt ermitteln dürfen, Tony? Ist dies wieder einer von Stephens Ideen, für die er in seiner eigenen Abteilung niemand gefunden hat?“ Er sah sich um. „Gibt es hier feindliche Aktivitäten?“

 

„Oh nein, Sir. Nicht diese Art von Arbeit“, entgegnete Murchison fröhlich. „Es ist ein Nebenjob. Den ich mir natürlich von der Personalabteilung genehmigen lassen habe“, setzte er hinzu, als Controls Augenbrauen wieder Anstalten machten, sich zu heben.

 

„Darf ich fragen, was Sie hier machen, Tony? Kaffee servieren?“ Control erlaubte sich ein kleines Lächeln über seine geistreiche Bemerkung.

 

„Oh nein, Sir. Ich singe.“

 

Dieses Mal machten Controls Augenbrauen förmlich einen Satz Richtung Haaransatz. „Sie singen, Tony?“ Seine Stimme stieg ebenfalls um ein oder zwei Stufen. „Aber das ist...“

 

„Sir, ich“, begann sich Murchison zu verteidigen.

 

„...unbritisch.“ Control rückte an seiner Krawatte. Es war schwer zu sagen, ob aus Verlegenheit oder Entrüstung.

 

„Oh, Sir.“ Verlegen starrte Murchison einen Moment auf seine Schuhspitzen – und fand dann, dass es eigentlich am besten war, eine Taktik anzuwenden, die er aus dem Büro kannte. Das Thema zu wechseln. „Sie sind wohl zum ersten Mal hier, Sir?“

 

Auch Control schien dankbar über den Themenwechsel. „Ja.“ Er sah sich wieder um. „Und es wird wohl mein letzter Besuch sein. Es scheint mir reichlich langweilig.“

 

„Vielleicht hätte Mrs. Control Sie begleiten sollen, Sir.“

 

Control seufzte. “Mrs. Control weilt nicht unter uns.“

 

„Ah, Sir. Mein... mein tiefempfundenes Mitgefühl“, erwiderte Murchison betroffen. „Davon wusste ich nichts.“

 

„Ja, eine traurige Sache. Mrs. Control urlaubt zur Zeit mit ihrer Mutter in Bexhill-on-the-Sea.“ Control seufzte erneut und strich sich über die Haare. „Ich muss mich selbst versorgen und bedauerlicherweise muss ich eingestehen, dass ich darin nicht besonders begabt bin. Betrüblicherweise habe ich mich bei dem Versuch, mir ein Ei zum Abendessen zu kochen, verletzt.“ Er hielt die Hand hoch und zeigte Tony ein Pflaster um seinen Zeigefinger.

 

„Oh, Sir, wie unglücklich.“ Tony griff nach Controls Hand und hielt sie zwischen seinen, während er das Pflaster begutachtete. „Aber ein äußerst gelungener Verband, Sir.“

 

„Tony?“, fragte Control.

 

„Ja, Sir?“, entgegnete Murchison.

 

„Möchten Sie heute Nacht Mrs. Control sein?“

 

„Oh ja, Sir.“ Tony lächelte. „Darf ich noch eine Frage stellen, Sir?“

 

„Natürlich, Tony.“ Betreten zog Control die Hand zurück, als ihm einfiel, wo sie sich aufhielten. Ein solches Verhalten in der Öffentlichkeit geziemte sich nun wirklich nicht für einen Mann von seinem Stand.

 

„Nehmen Sie lieber Tee oder Kaffee zum Frühstück?“

 

 

Ende

 

Autors note: (Quelle Wikipedia.org)

Control (Fry) and Tony Murchison (Laurie) are two excessively nice secret agents who first appear in series 1 of the show. Control is head of SIS, the British secret service. Tony Murchison is Subsection Chief of the East Germany and Related Satellites Desk, who brings Control his morning coffee. The characters seem reluctant to discuss issues of national security, and when they do the topic is covered with almost childish simplicity. Much of the humour in these sketches arises from the stilted, amateurish and inappropriate performance style. They parody the grim, oppressive Cold War television dramas.