Alles für die Katz

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Rita Mae Browns Mrs. Murphy

Charaktere: Mrs. Murphy, Tucker, Pewter, Harry

Kategorie: G

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Summe: Mrs. Murphy und Tucker suchen das perfekte Weihnachtsgeschenk.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Wisst ihr schon, bald ist Weihnachten“, schnurrte Pewter zufrieden, als sie ihre Freunde Mrs. Murphy und Tucker auf dem Platz vor dem Postamt traf. „Dann gibt es wieder lauter Leckereien.“

 

„Wir sind ja nicht von gestern und du denkst auch nur an das eine“, tadelte Mrs. Murphy, gab der anderen Katze aber einen Nasenkuss zur Begrüßung.

 

„Die Menschen sind schon alle ganz komisch deswegen“, meinte Tucker. Die Hündin schüttelte sich als Geste des Nichtverstehens. „Harry überlegt auch schon seit Tagen, was sie deshalb noch alles erledigen muss. Kochen, backen, einen Baum besorgen, schmücken“, zählte sie auf.

 

„Und im Postamt kommen so viele Karten und Päckchen an, wie sonst nie“, meinte Mrs. Murphy.

 

„Ich krieg Weihnachten jedenfalls immer besondere Leckereien.“ Pewter leckte sich vor lauter Vorfreude die Schnauze.

 

„Wir auch“, erwiderte Tucker.

 

„Trotzdem finde ich es komisch, dass die Menschen wegen den paar Tagen vorher so einen Aufstand machen. Hinterher sind sie so geschafft, dass sie Weihnachten gar nicht mehr genießen können“, meinte Mrs. Murphy.

 

„Aber du magst Weihnachten auch“, erinnerte Tucker sie. „Du spielst doch so gern mit den bunten Kugeln am Baum.“

 

Mrs. Murphy ließ als Antwort nur ein leises Knurren hören. Es war ihr unangenehm, wenn Tucker vor Pewter eine ihrer geheimen Leidenschaften ausplauderte. Man hatte ja schließlich einen Ruf zu wahren. Und dass sie gern mal wie ein kleines Kätzchen spielte gehörte da nicht unbedingt dazu.

 

„Ich finde, wir sollten Harry auch etwas schenken“, sagte die Hündin, um vom Thema Baum wieder abzulenken, als Pewter interessiert die Ohren spitzte. „Wo sie uns doch immer etwas schenkt.“

 

„Aber was?“, überlegte die Tigerkatze Mrs. Murphy. „Unsere Vögel und Mäuse mag sie nicht.“

 

„Ich könnte euch in den Laden schmuggeln und ihr sucht euch etwas aus“, schlug Pewter vor und tat sich dabei ungeheuer wichtig.

 

„Das wäre gestohlen. Wir haben ja kein Geld. Das würde Harry nicht wollen“, antwortete Mrs. Murphy. Außerdem wollte sie auf keinem Fall Pewter zu Dank verpflichtet sein, weil die sie in Markets Laden schmuggelte. Es musste eine andere Möglichkeit geben, Harry etwas zu schenken.

 

Sie überlegte angestrengt. „Ich hab's“, rief sie dann und schlug aufgeregt mit dem Schwanz. „Wir schenken ihr, dass wir Weihnachten ganz brav sind, nichts anstellen und uns auch nicht streiten. Sie schimpft doch immer so, wenn wir die Plätzchen stibitzen oder am Baum rumturnen oder fangen spielen. Dann muss sie sich nicht aufregen und hat ein schönes Weihnachtsfest.“

 

Tucker wedelte zustimmend mit dem Schwanz.

 

///

 

„Ich weiß, dass Weihnachten ist.“ Mary Minor Harristeen, kurz genannt Harry, klang äußerst aufgeregt, als sie ihren Bald-Ex-Mann am Telefon anrief. „Aber Fair, ich bitte dich, ich brauche deine Hilfe. Dringend! Nein, ich vergehe nicht vor Sehnsucht nach dir“, setzte sie hastig hinzu, damit er gar nicht erst auf falsche Gedanken kam. „Es geht um Mrs. Murphy und Tucker. Schließlich bist du Tierarzt. Irgendwas stimmt mit ihnen nicht. Sie benehmen sich so komisch. Tucker hat noch kein einziges Plätzchen gemopst und Mrs. Murphy schaut den Baum nicht mal an, wo ich sie sonst kaum davon abhalten kann hineinzuspringen. Und jagen tun sie sich auch nicht mehr.“

 

Mrs. Murphy und Tucker sahen einander fragend an. Menschen! Ihnen konnte man es aber auch nie recht machen.

 

Ende