Vom Himmel hoch...

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: A-Team

Charaktere: Face/Murdock, Hannibal B.A.

Kategorie: NC-17, m/m-slash

Hinweise: Humor

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Vorsicht mit dem, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Hallo, Engelchen.“  Er strahlte die junge Frau in dem goldenen, fast durchsichtigen Gewand an. Sie war wunderhübsch, wirkte fast überirdisch. Galant verbeugte er sich zu einem Handkuss.

 

„Face“, sagte sie und ihre Stimme klang melodisch, fast wie ein Lied.

 

Er blickte sie erstaunt an. Woher kannte sie seinen Namen? Er war ihr noch nie zuvor begegnet, da war er sich sicher. Und er hatte sich ihr noch nicht vorgestellt.

 

Plötzlich bewegte sie leicht ihre Arme und auf ihrem Rücken breiteten sich golden-schimmernde Flügel aus. Er riss erstaunt die Augen auf. „Du bist wirklich ein Engel“, sagte er.

 

War er etwa gestorben und im Himmel? Er blickte sich um. Er schien auf etwas Weichem, Weißen zu stehen. Um sich herum sah er nur Sonnenschein und blauen Himmel.

 

„Ich bin gekommen, dir deinen Weihnachtswunsch zu erfüllen“, sagte sie mit ihrer Sing-Sang-Stimme. „Du sollst den besten Sex deines Lebens haben.“

 

„Mit dir?“, fragte er hoffnungsvoll.

 

„Aber nein“ erwiderte sie. „Ich würde deinen Ansprüchen doch gar nicht genügen.“

 

Sie klatschte in ihre Hände und plötzlich standen Hannibal und B.A. vor ihnen. Smith lächelte ihn an, Barracus fletschte die Zähne.

 

„Ich nehme mich ihm von vorn an, du von hinten“, sagte Hannibal. Er lachte. „Gemeinsam werden wir ihn schon befriedigen.“

 

„Ich wünsche dir ein schönes Fest“, sagte der Engel. Sie breitete ihre Flügel aus und erhob sich.

 

„Hey!“, schrie Face. „Warte! Du hast da was missverstanden.” Er schlug um sich, als B.A. ihn von hinten umschlang. „Ich wollte ein schönes, enges Loch zum Ficken.“

 

///

 

„Ein schönes, enges Loch zum Ficken“, murmelte er. „Ein schönes, enges Loch...“

 

„Hey Faceman.“ Murdocks Stimme drang in sein Bewusstsein.


Er schlug die Augen auf und blinzelte ihn an. „Man, du glaubst nicht, was ich gerade geträumt...“

Er hielt inne. Irgendetwas stimmte nicht, das spürte er genau. Murdock blickte ihn aus verschleierten Augen an. Wo waren sie? Face schaute sich um. Ein schäbiges Motelzimmer, wie er feststellte. Offensichtlich musste er das Bett mal wieder mit Murdock teilen.

Der schaute noch immer auf ihn herab. „Hey Facey“, sagte er jetzt. „Dein Murdock-Schatz hat ein schönes, enges Loch für dich.“

 

Er stieg zu ihm ins Bett, kniete sich über ihn.

 

„Murdock“, sagte Face nervös.

 

„Ich bin da für dich”, kam es zurück.

 

„Du... du hast da etwas missverstanden“, sagte Face nervös. Murdocks Lippen kamen immer näher. „Nein...“

 

///

 

Er setzte sich hastig auf.

 

„Er ist wach“, drang B.A.s Stimme an sein Ohr.

 

Face blickte sich um. Er war im Van, Murdock saß neben ihn und musterte in neugierig. „Bist du wieder okay?“, fragte er jetzt.

 

Face rieb sich den Kopf - oh man, der brummte ganz schön – und versuchte sich zu erinnern, was passiert war. Zudem kniepte er sich in den Arm, nur um sicher zu gehen, dass er nicht mehr träumte.

 

Hannibal drehte sich zu ihm um. „Du hattest eine leichte Gehirnerschütterung“, sagte er. „Woran erinnerst du dich?“

 

Face blinzelte. „Eine Frau... Anita, glaube ich, ich wollte... ihr Auto... sie sollte es uns borgen, nicht wahr?“

 

„Nur war die Dame etwas anderer Meinung.“  Murdock kicherte.

 

„Sie dachte, du wolltest sie ausrauben und hat dir einen mit ihrer Handtasche übergezogen.“

 

„In der sie offensichtlich Ziegelsteine transportiert“, meinte B.A. trocken. „Du lässt nach, Face.“

 

Face ließ ein wütendes Schnauben hören, rieb sich dann wieder den schmerzenden Kopf.

 

„Wir sind bald da“, sagte Hannibal. „Dann kannst du dich ausruhen.“

 

///

 

Das Motel, in dem sie abstiegen, wirkte schäbig und wenig besucht. Trotzdem hatte Hannibal darauf bestanden, dass Murdock und Face sich ein Zimmer teilten, für den Fall, dass Face Hilfe benötigte.  Der fragte sich allerdings, wer hier eigentlich auf wen aufpassen sollte. Denn wenn Hannibal wirklich so besorgt um seinen Zustand gewesen wäre, hätte er die Wache eher selbst übernommen als sie dem Piloten, der in der Regel genug mit sich selbst zu tun hatte, zu überlassen.


„Was machst du denn so lange da drin?“, rief er Richtung Toilette und trat an die Tür, durch die Murdock schon vor mindestens einer Viertelstunde verschwunden war.

 

„Ich packe dein Weihnachtsgeschenk ein“, rief dieser von drinnen zurück.

 

„Murdock, wir haben Juni“, sagte Face. „Bis Weihnachten sind noch Monate Zeit.“

 

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“, antwortete der Pilot. „Sagst du doch immer.“

 

Face verkniff es sich, ihn daran zu erinnern, dass er das im übertragenen Sinne meinte. Wenn Murdock partout jetzt an Weihnachten denken wollte, dann sollte er das doch tun. Er legte sich wieder aufs Bett.

 

Die Tür ging auf und heraus kam Murdock – über und über in rotes Schleifenband gewickelt. Face fragte sich unwillkürlich, wo er dass denn aufgetrieben hatte.

 

„Gefällt dir dein Geschenk?“, fragte der Pilot und in seinen Augen blitzte es hoffnungsvoll.

 

„Ich verstehe nicht“, antwortete Face und fühlte sich plötzlich schrecklich nervös.

 

„Du hast dir vorhin in deinem Traum doch ein schönes, enges Loch gewünscht – und mich“, antwortete Murdock. Er kletterte ins Bett.

 

Face schluckte und kniepte sich hastig in den Arm. „Ich träume immer noch“, murmelte er, schloss die Augen ganz fest, öffnete sie dann wieder.

 

Doch Murdock war noch immer da – und sein Mund kam immer näher.

 

Ende