Ein Lichtlein brennt

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Voyager

Charaktere: Harry Kim/Tom Paris

Kategorie: PG-15

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Man sollte nicht mit dem Feuer spielen..

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Fähnrich Kim, melden Sie sich umgehend in meiner Kabine!“ Harry lächelte, als Tom Paris' Stimme aus seinem Interkom erschallte. Was hatte Tom nun wieder vor?

 

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„Sie sind spät dran, Fähnrich“, tadelte Tom ihn, als er einige Minuten später in seiner Tür stand.

 

„Ich war nur noch rasch unter der Dusche“, erklärte Harry.

 

Tom zog ihn in seine Arme. „Hm, du riechst gut“, meinte er und küsste Harry.

 

„Ich hab ein paar meiner Replikatorrationen für ein neues Duschgel verwendet und heute eine echte Wasserdusche genommen“, gestand Harry. Eigentlich war es Verschwendung die Rationen statt für Nahrung für solchen Luxus zu verwenden. Aber er wollte für Tom gut riechen und schmecken, wenn sie schon einmal einen freien Abend – und hoffentlich die Nacht – miteinander verbringen konnten. Dafür nahm er auch in Kauf, die nächsten Tage von Neelix' undefinierbarer Kost leben zu müssen.

 

„Ich war auch verschwenderisch“, gestand Tom und zog ihn weiter in die Kabine herein, so dass die Tür hinten ihnen zuglitt. Auf dem Tisch stand etwas Grünes, das entfernt an Tannenzweige erinnerte. Darin brannten einige Kerzen.

 

„Auf der Erde wäre heute der dritte Advent“, sagte Tom. „Als Kind liebte ich diese Zeit. Meine Oma machte Bratäpfel und Waffeln. Mein Opa erzählte uns Geschichten.“

 

Er dämmte das Licht, so dass die Kerzen besser zur Geltung kamen.

 

„Offenes Feuer ist aber verboten“, mahnte Harry.

 

„Na und“, erwiderte Tom. „Es merkt doch keiner.“

 

„Aber wenn der Computer Alarm schlägt“, gab Harry zu bedenken.

 

„Wegen den paar Kerzen“, erwiderte Tom. „Die entwickeln ja nicht mal Rauch.“

 

Er küsste Harry erneut, dann ging er zum Replikator und entnahm ihm zwei Becher mit einer dampfenden Flüssigkeit. „Glühwein“, erklärte er. Er gab Harry einen der Becher und bedeutete ihm, doch auf dem Sofa Platz zu nehmen. Tom stellte seinen Becher auf dem Tisch ab und holte noch einen Teller mit Bratäpfeln. „Ich hoffe, die schmecken“, sagte er. „Ich musste erst den Replikator umprogrammieren, damit er überhaupt wusste, was ich wollte.“

 

Dann setzte er sich neben Harry und legte zärtlich seinen Arm um den Freund. Er küsste ihn sanft auf die Wange. „Lass uns versuchen, uns ein bisschen wie zu Hause zu fühlen und Advent feiern.“

 

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Je zwei Glühweine und einige Bratäpfel später waren ihre Zärtlichkeiten in wilde Leidenschaft übergegangen. Ihre Hände schienen überall auf dem Körper des jeweils anderen zu sein, ihre Zungen fanden sich zum Dauerduell.

 

„Liebe mich, hier und jetzt“, bat Harry und zog Tom mit sich während er sich zurück aufs Sofa sinken ließ.

 

Tom richtete sich nach weiteren heißen Küssen wieder auf, zog Harry sein Shirt über den Kopf, streifte ihm dann Schuhe und Hose ab. Bevor er Harry auch die Unterhose auszog, drückte er erst einen Kuss auf die sich deutlich darunter abzeichnende Wölbung. Harry stöhnte und vergrub seine Hände in Toms Haar.

 

Tom legte sich wieder auf Harry. Während er sich langsam vom Mund über den Hals zum Bauch herab küsste, kickte er seine eigenen Schuhe von seinen Füssen. Dass er dabei seinen improvisierten Adventskranz vom Tisch schubste merkte er nicht.

 

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Minuten später, auch Tom war mittlerweile völlig nackt, brach plötzlich das Chaos über sie herein. Die Kerzen hatten auf dem Fußboden schließlich das Grün in Brand gesetzt. Was wiederum Feueralarm auslöste und die Sprinkleranlage in Gang setzte.

 

Gerade als sie tropfnass vom Sofa sprangen, um irgendwie den heulenden Alarm abzuschalten, flog die Tür auf und Chakotay, Tuvok und zwei Sicherheitsleute stürmten herein.

 

Als Chakotay seine beiden Untergebenen nackt und nass vor sich stehen sah, während auf dem Fußboden Grünzeug und Kerzen in einer großen Pfütze schwammen, erfasste er die Situation sofort. Ein Grinsen unterdrückend schickte er die anderen fort. Der Alarm hatte mittlerweile aufgehört, das Wasser das Feuer längst gelöscht.

 

„Sie haben also eine kleine, private Weihnachtsfeier veranstaltet“, sagte Chakotay und deutete auf die kümmerlichen Reste ihrs Adventskranzes.

 

„Es war alles meine Idee, Fähnrich Kim trägt keine Schuld“, sagte Tom hastig.

 

„Wir sind beide verantwortlich“, wehrte Harry den Versuch seines Freundes ab, die Schuld allein auf sich zu nehmen. Wenn sie schon bestraft wurden, weil sie mit einem unerlaubten Feuer Chaos angerichtet hatten, dann sollte es sie beide treffen.

 

„Ich schlage vor, Sie beide trocknen sich erst einmal ab und ziehen sich an“, sagte Chakotay. „Und da Sie offensichtlich Weihnachten so lieben, werden Sie die Weihnachtsfeier fürs ganze Schiff organisieren. Mit allem, was dazu gehört.“

 

„Natürlich außerhalb ihrer Dienstzeit“, setzte er hinzu. „Strafe muss schließlich sein. Und verschwenden Sie keine zusätzlichen Ressourcen.“

 

Er schnappte sich den letzten Bratapfel, dann ließ er die zwei reichlichst betröppelt dreinschauenden Männer allein.


Ende