An Emmett Carol

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Queer as Folk (USA), Season 2

Charaktere: Emmett/m, Brian, Michael, Justin, Ted, Ben, Debbie

Kategorie: NC-17, m/m-slash

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Summe: Emmettt bekommt in der Weihnachtsnacht Besuch vom Weihnachtsmann.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

Emmett stöhnte, während er den Vibrator an seinem Schwanz entlang gleiten ließ. Er streifte seine Eier und glitt dann weiter in die Spalte hinein. Emmett drückte das Gerät gegen sein Loch.

 

Verdammt, er war so geil und hatte es so nötig. Vielleicht hätte er doch den sexy Typen, der ihn im Babylon, wo er mit seinen Freunden auf der Weihnachtsparty gewesen war, angemacht hatte, mit nach Hause nehmen sollen. Aber er fühlte sich noch immer nicht bereit für einen anderen Mann, nicht mal für eine Nacht. Er vermisste seinen Georg so sehr. Gerade jetzt zu Weihnachten. Aber er war auch so verdammt geil.

 

Emmett bemühte sich, die Gedanken an seinen toten Freund zu verdrängen und sich aufs naheliegendste und drängendste Problem zu konzentrieren.

 

Er drückte den Vibrator fester gegen seine Öffnung.

 

///

 

„Meinst du nicht, ein echter Schwanz wäre viel besser?“ Eine Hand schlug die seine weg und der Vibrator flog zur Seite.

 

Emmett zuckte zusammen, als er die tiefe, raue Stimme hinter sich hörte. Doch seltsamerweise verspürte er keine Angst und irgendwie klang sie vertraut und beruhigend. „Wer bist du? Wie bist du herein gekommen?“, fragte er.

 

„Ist das nicht offensichtlich? Schließlich haben wir Weihnachten“, kam es - leicht belustigt klingend - zurück.

 

Emmett wollte sich umdrehen, den Fremden ansehen. Doch der befahl: „Nicht umdrehen.“ Ein Arm kam in sein Blickfeld, legte sich um seine Brust, hielt ihn zärtlich fest und er bemerkte, dass der Fremde ganz offensichtlich einen roten Mantel trug.

 

Emmett schnappte nach Luft. „Du bist der Weihnachtsmann?“, fragte er ungläubig.

 

Ein kehliges Lachen antwortete ihm. „Der Osterhase bestimmt nicht.“

 

„Aber dich gibt es doch gar nicht“, sagte Emmett. Es war seltsam. Obwohl sich ein fremder Mann in seinem Schlafzimmer befand, er sich nicht erklären konnte, wie der überhaupt herein gekommen war - er war sich ziemlich sicher, die Tür hinter sich abgeschlossen zu haben und das Fenster war auch zu - verspürte er nicht die geringste Furcht.

 

Statt dessen kicherte er. „Was haben mir die Jungs im Babylon denn da in den Drink gemischt?“ Er erinnerte sich, wie er eine zeitlang geglaubt hatte, sein Online-Alter-Ego zu sehen. Vielleicht bildete er sich ja jetzt ein, den Weihnachtsmann zu hören. Real konnte das Ganze gerade ja wohl kaum sein.

 

„Fühlt sich das an, als wäre es nicht real?“ Der andere schien seine Gedanken zu erraten.

 

Ein harter Schwanz presste sich gegen Emmetts Hintern. Er stöhnte auf. „Sehr real“, sagte er heißer.

 

Er hörte, Zellophan reißen. Etwas, dass sich wie ein Bart anfühlte kitzelte über seinen Rücken, als der andere sich über ihn beugte. „Warst du denn auch ein böser Junge und verdienst die Rute?“, flüsterte er in Emmetts Ohr.

 

„Ich war ganz böse“, erwiderte Emmett. Auf einmal schien er kein Problem mehr damit zu haben, wieder mit einem Mann zusammen zu sein. Falls er das nicht eh nur träumte.

 

„Sehr gut.“ Der Weihnachtsmann lachte auf. „Dann sollst du sie auch haben.“

 

Er presste in ihn. „Pfeif auf die Wichser, Emmett.“

 

///

 

„Du hast mit dem Weihnachtsmann gefickt?“ Michael konnte nicht mehr an sich halten und rief laut aus, was ihm gerade durch den Sinn ging.

 

Die Freunde hatten sich am Weihnachtsmorgen im Diner getroffen, wo Emmett natürlich seine Erlebnisse der letzten Nacht zum Besten gab. „Ich schwöre euch“, hatte er gerade seine überschwängliche Erzählung beendet. „Wenn mir heute morgen nicht der Hintern hoch zehn weh getan hätte, ich hätte geglaubt, ich habe das alles nur geträumt. Aber der Kerl konnte rammeln, sag ich euch. Einfach wow.“

 

„Ich würde eher sagen, er hat mit einem Fremden gefickt, der sich für den Weihnachtsmann ausgab“, warf Brian mit sarkastischer Stimme ein.

 

„Da steigt ein fremder Typ in dein Zimmer und du lässt dich einfach von ihm bumsen? Wenn er dich nun ermordet und ausgeraubt hätte“, meinte der immer vorsichtige Ted.

 

„Der Weihnachtsmann raubt keinen aus und morden tut er erst recht nicht“, sagte Emmett im Brustton der Überzeugung. Die anderen lachten.

 

„Du glaubst also noch an den Weihnachtsmann?“, meinte Justin.

 

„Und an den Osterhasen mit den dicken Eiern auch“, ergänzte Brian grinsend.

 

„Wisst ihr, was wirklich komisch war, er sagte den Spruch, den George“, Emmett schniefte theatralisch beim Gedanken an seinen toten Freund. „So mochte. Pfeif auf die Wichser. Woher sollte ein Fremder den kennen? Ich meine, jemand ohne außergewöhnliche Fähigkeiten wie der Weihnachtsmann.“

 

„Den kennt doch jeder“, meinte Brian. „Du sagst ihn doch laufend.“

 

„Aber alle Türen und Fenster waren zu“, verteidigte sich Emmett. „Wer außer dem Weihnachtsmann hätte herein kommen sollen?“

 

„Nen cleverer Einbrecher“, schlug Brian vor.

 

„Ich wusste gar nicht, dass der Weihnachtsmann schwul ist“, bemerkte Justin.

 

„Na hast du schon mal was von Mrs. Santa gehört?“, grinste Brian. „Er fickt seine Rentiere und Elfen. Deshalb hat Rudolph doch so eine rote Nase, weil er ihn immer in die Nasenlöcher bumst.“

 

Michaels Mutter Debbie, die auch an diesem Tag ihre Schicht im Diner arbeitete, kam an den Tisch und brachte ihnen ihr Frühstück. „Denkt ihr schon wieder nur an das eine“, sagte sie. Doch ihre Stimme klang eher belustigt denn tadelnd. Sie knuffte Michael zärtlich in die Wange, bevor sie wieder weg ging.

 

„Vielleicht war es jemand, der als Weihnachtsmann arbeitet und sich in der Tür geirrt hat“, überlegte Ted.

 

„Und statt die lieben Kleinen der Nachbarschaft zu bescheren, hat er sich mal lieber selbst beschert und den erstbesten Arsch durchgevögelt, der ihm vor die Rute kam.“ Brian war noch immer sarkastisch.

 

„Vielleicht hat er sich ja gar nicht in der Tür geirrt“, meinte Michaels Freund Ben. „Und jemand wollte dir ein ganz besonderes Geschenk machen, Emmett.“

 

Emmett schlug sich demonstrativ mit der Hand vor den Mund. „Dass ich daran noch nicht gedacht habe. Habt ihr etwa?“ Er sah seine Freunde der Reihe nach an.

 

Die anderen schüttelten ihre Köpfe. „Ich bestimmt nicht“, meinte Ted. „Kann ich mir nicht leisten. Das Weihnachtsgeschäft läuft nicht wie erhofft. Offensichtlich tun’s die Kerle lieber miteinander als vor dem Computer.“

 

„Warum soll ich dir was schenken? Ich hätte den Typen höchstens für mich gebucht, wenn er so gut ist, wie du sagst“, erwiderte Brian.

 

Auch Michael, Ben und Justin verneinten.

 

„Vielleicht waren es ja Lindsay und Melanie?“, überlegte Justin.

 

„Vielleicht war es ja wirklich der Weihnachtsmann“, meinte Michael.

 

Die anderen sahen ihn ungläubig an. Er zuckte mit den Schultern. „Na was denn. Es gibt doch keinen Beweis, dass es ihn nicht gibt. Oder?“

 

„Also ich“, entschied Emmett kategorisch. „Ich glaube von jetzt an wieder an den Weihnachtsmann.“

 

Ende