In aller Heimlichkeit

 T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Kung Fu - TLC

Charaktere: Peter Caine/Kermit Griffin

Kategorie: PG-15

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Summe: Wer schleicht da durch die dunkle Nacht?

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

Ganz vorsichtig schlich er durch die Dunkelheit. Seine nackten Füße quietschten leicht auf den Fliesen. Er fluchte innerlich und hielt kurz inne. Dann ging er weiter. Er wünschte wirklich, er hätte die Fähigkeit, wie sein Vater scheinbar aus dem Nichts aufzutauchen und vor allem, sich vollkommen lautlos zu bewegen. Er hätte seine Lektionen doch besser lernen sollen. Aber jetzt war es zu spät, sich darüber zu ärgern.

 

Er stieß sich irgendwo an, biss sich anschließend auf die Zunge, um keinen Schmerzenslaut erklingen zu lassen. Er wünschte, er könnte Licht anmachen. Doch er wollte nicht riskieren, dadurch entdeckt zu werden. Langsam gewöhnten sich seine Augen etwas an die Dunkelheit. Vorsichtig tastete er sich weiter. Noch eine Ecke, dann war er am Ziel. Zum Glück kannte er sich hier mittlerweile ganz gut aus.

 

Er drehte den Schlüssel. Die Tür quietschte. Er hielt erschrocken die Luft an, lauschte angespannt in die Dunkelheit. Doch aus dem Nebenraum drang nur das ruhige, tiefe Atmen eines Schläfers. Aufatmend ließ er die angehaltene Luft entweichen. Vorsichtig öffnete er die Tür weiter.

 

Wie es genau passierte, vermochte er nicht zu sagen. Plötzlich schlang sich etwas um seinen Fuß. Er wurde vom Boden gerissen und in die Höhe geschnellt, ohne dass er etwas dagegen unternehmen konnte. Alles ging viel zu schnell. Gerade schaffte er es noch, sich mit den Händen abzufangen, damit nicht sein Kopf gegen den Schrank knallte.

 

Das Licht ging an und Kermit Griffin erschien in der Tür, eine Pistole in der Hand. „Wen haben wir denn da Hübsches eingefangen?“, sagte er.

 

„Kermit, ich bin's“, sagte Peter Caine hastig in der Angst, Kermit könne erst schießen und dann weiter fragen.

 

Kermit grinste. „Wusste ich es doch, dass du wieder versuchst, herauszufinden, was du zu Weihnachten bekommst.“

 

„Du hast eine Falle aufgestellt, damit ich nicht an die Geschenke komme?“, beschwerte sich Peter. Verdammt, Kermit kannte ihn wirklich viel zu gut. Er war nun mal schrecklich neugierig und ungeduldig, wenn es um Geschenke ging, besonders um die zu Weihnachten. Diesbezüglich wurde er wohl nie erwachsen. Er wusste, sein Vater hätte ihn dafür getadelt. Für ihn war Geduld mehr als nur eine Tugend, quasi eine Lebensphilosophie.

 

Aber irgendwie war Weihnachten für Peter immer ein ganz besonderes Fest gewesen. Vielleicht weil etliche der wenigen – und schönsten - Erinnerungen, die er noch an seine Mutter hatte, damit verbunden waren. Nach ihrem Tod, als er dann im Tempel lebte, hatten sie das christliche Fest natürlich nicht mehr zelebriert. Später im Waisenhaus war es vor allem mit vielen Gebeten und wenig Geschenken verbunden gewesen. Erst bei Paul und Annie hatte er dann wieder richtige Feiern gehabt und sich bei diesen Anlässen wie in einer wahren Familie gefühlt.

 

„Oh yeah.“ Kermit machte keine Anstalten, den nackten Peter aus seiner misslichen Lage kopfüber am Schrank zu befreien. Er selbst war auch nackt und wirkte erstaunlich wach, dafür, dass es mitten in der Nacht war.

 

Peter zappelte. „Willst du mich nicht endlich runter lassen?“

 

„Nö.“ Kermit legte seine Waffe zur Seite. „Du warst ein böser Junge, ich finde, du verdienst dafür die Rute.“

 

Die Hand, die an seinem nackten Körper herunter wanderte und sich um sein Glied schloss, machte deutlich, welche Rute er im Sinn hatte.

 

Peters Augen wurden groß. „Hier?“, fragte er. „So?“

 

Kermit trat näher. „Ich finde, dein Mund hat genau die richtige Position und schließlich hast du eine Strafe verdient.“

 

///

 

„Übrigens“, sagte Kermit, als sie später wieder gemeinsam im Bett lagen, Peter in seinen Armen. „Ich habe deine Geschenke dieses Jahr in einem besseren Versteck als dem Flurschrank versteckt.“

 

„Und“, fügte er grinsend hinzu. „Sie sind gut gesichert.“

 

Ende