Titel: Die Tiefe deines Herzens

Autor: Lady Charena

 

Serie: Star Trek TOS - in der Zeit zwischen ST1 und ST2

Codes: POV, K/S + eine vorerst ungenannte Person

Rating: PG, slash, FS

Archive: Ja

 

 

Summe: Eine Unterhaltung im Garten der Vulkanischen Botschaft wird belauscht. Die Identität des Lauschers enthüllt sich am Ende der Story. Obwohl es vermutlich vorher schon nicht schwer fällt, dahinter zu kommen, um wen es sich handelt :)

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern.

Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Songtext gehört Bon Jovi "Always"

 

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Das englische Original "The deep chambers of your heart" ist nachzulesen unter http://tostwins.slashcity.net

 

 

 

Die Tiefe deines Herzens

(Romeo's bleeding...)

 

Es ist mir nicht möglich zu meditieren und so beschließe ich, nach draußen zu gehen. Vielleicht wird mich ein Spaziergang durch die symmetrisch angelegten Gärten der vulkanischen Botschaft soweit beruhigen, dass ich zumindest für einige Stunden Schlaf finden kann.

 

Die Stille im Garten und die Kühle der Nachtluft wirken gleichermaßen besänftigend auf meine aufgewühlten Gedanken. Heute Abend muss ich mir selbst eingestehen, dass ich wirklich nicht fähig bin, meine Gefühle ordentlich zu kontrollieren. Es erfüllt mich nicht mehr mit Scham - denn du hast mich gelehrt, mich so zu akzeptieren – dennoch muss ich gegen ein irritierendes Gefühl des Versagens ankämpfen, einer Angst, dich trotz allem zu enttäuschen.

 

Du. Du bist der Anlass meiner unruhigen Gedanken. Etwas stimmt nicht mit dir - seit wir vor zwei Tagen einen Ausflug nach Rom gemacht haben, wirkst du anders. Abwesend. Gestern Abend hast du mit mir gesprochen - so lange, wie seit meiner Kindheit nicht mehr – und dennoch war nichts von dir in deinen Worten. Sie blieben leer und bedeutungslos. Zwei- oder dreimal sah ich, wie sich deine Hände ruhelos wie ängstliche Geschöpfe bewegten. Das einzige äußerliche

Anzeichen, an dem ich erkennen konnte, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und ich frage mich... ob du wohl bemerkt hast, dass ich es sehen konnte?

 

Seit dem ersten Moment, seit dem ersten Aufeinandertreffen, war da dieses Vertrauen zwischen uns, fast instinktiv - und seitdem wusste ich immer, was du fühlst. Durch die mentale Verbindung, die du mir geschenkt hast, kann ich deine Zuneigung zu mir spüren, aber "die Tiefe deines Herzens" (ich habe diesen Satz in einem Buch über irdische Poesie gelesen, doch erst jetzt erschließt sich mir seine Bedeutung) bleibt mir verschlossen. Ich bin kein Kind mehr, Spock,

und ich bin nicht blind. Warum sprichst du nicht mit mir?

 

Du hast mich vor mehr als einer Stunde verlassen, um dich in deine Räume im Südflügel des Gästehauses der Botschaft zurückzuziehen, wo du während deines Aufenthaltes auf der Erde wohnen wirst. Ich habe mich entschieden, einige Zeit in der vulkanischen Botschaft zu bleiben, weil es so viel gibt, dass ich nur hier lernen kann. Und ich liebe die Stille, die Ruhe dieses Ortes, der mir ein Gefühl absoluter Sicherheit vermittelt. Doch es ist mir nicht wirklich verständlich, warum du hier wohnst - auch wenn du mir gesagt hast, es wäre meinetwillen, um mir bei den Vorbereitungen auf meine Examen zu helfen. Natürlich würde kein Vulkanier sein Missfallen über deinen Aufenthalt zum Ausdruck bringen - sollte einer von ihnen so etwas empfinden - doch wurdest du auch nicht "mit offenen Armen" empfangen, wie es die Menschen so gerne nennen. Trotz allem bleibst du hier. Manchmal erscheint es mir fast, als würdest du eine Art Versteck suchen...

 

Doch steinerne Wände sind nicht ausreichend um uns zu trennen und so fühle ich deine Unruhe. Ich frage mich... ich frage mich wirklich, ob dies alles etwas mit unserem zufälligen Zusammentreffen mit Admiral Kirk in Rom zu tun hat...

 

* * // * *

 

Heute ist Rom keine Stadt, in der man lebt - es ist ein riesiges Museum. Vor mehr als 150 Jahren zerstörte ein furchtbares Erdbeben große Teile der Altstadt und historische Gebäude wie das Colloseum. Ein sehr realistisch wirkendes 3-D-Hologramm zeigt nun, wo es einst gestanden hatte und wie es aussah. Als wir dort ankamen, war der Ort

mit Touristen übervölkert und wir beschlossen, zunächst ein neueröffnetes Museum zu besuchen. Dort gab es eine Holo-Ausstellung der noch existierenden - oder über die Jahrhunderte verlorengegangenen - Gemälde der großen italienischen Künstler wie Michelangelo oder DaVinci. (Natürlich konnte man die Originale nicht betrachten, sie waren zu wertvoll, um der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.)

 

Als dein Schüler wusste ich, wie umfassend dein Wissen ist - vielleicht besser, als sonst jemand - aber du hast selbst mich mit all den Details überrascht, auf die du mich aufmerksam machtest.

 

Für einen Moment verloren wir uns aus den Augen. Ich betrachtete ein Bild, das ich vor Jahren einmal in einem Buch entdeckt hatte, als mich ein merkwürdiges Gefühl der Verwirrung befiel... nein, Ärger... und Freude... sie folgten so rasch aufeinander, dass ich sie kaum auseinanderhalten konnte. Doch es waren nicht meine Empfindungen und ich begann nach dir zu suchen.

 

Du befandest dich am anderen Ende des Raumes, in der Nähe des Eingangs, dein Rücken mir zugewandt blicktest du zu den geöffneten Türen des Museums. Dort, wie eingehüllt in das hellere Tageslicht, stand Admiral James Kirk.

 

Ich habe von dir viel über ihn erfahren, über seine Triumphe und seine Niederlagen. Du hast mir von euerer Freundschaft erzählt und von den Jahren, die du unter diesem außergewöhnlichen Menschen auf der Enterprise dientest. Ich dachte von ihm immer als eine sehr eindrucksvolle Persönlichkeit und durfte ihn auf der Starfleet Akademie sogar persönlich kennen lernen, was meine Meinung über ihn nur bestätigte. Zu meiner Verwunderung wusste er, wer ich bin und in welcher Beziehung ich zu dir stehe.

 

Admiral Kirk betrat den Raum und er sah dich wohl nicht sofort, denn er war offensichtlich in eine Unterhaltung mit einer Frau vertieft, die ihn begleitete. Erst als er fast unmittelbar vor dir stand, sah er auf. Ich war zu weit entfernt, um verstehen zu können, was er sagte, als er sich an seine Begleiterin wandte - doch sie verließ ihn mit wenigen Worten und einem Nicken - noch hörte ich die Begrüßung, die er an dich richtete. Doch ich spürte ein Aufblitzen von Schmerz

in dir, als deine Kontrolle für einen Moment wankte. Instinktiv streckte ich mich mental nach dir - und du stießt mich von dir! Für einen Moment fühlte ich mich verletzt und zurückgewiesen – trotzdem trat ich zu dir und dem Admiral.

 

Es war, als würdest du mich nicht bemerken, doch die Augen des Admirals richtete sich auf mich - und ich sah Ärger in ihnen aufblitzen. Ärger, der mir galt. Trotzdem begrüßte er mich mit kühler Höflichkeit, stellte mir einige rhetorische Fragen, erkundigte sich, wie mir Rom und die italienische Kultur gefiele. Ich antwortete so kurz wie möglich, den ganz offenbar war er an meinen Antworten nicht interessiert, da seine Augen wieder und wieder zu dir glitten, selbst

während er mit mir sprach.

 

Als sich eine kurze Pause in unserer Unterhaltung auftat, ergriffst du die Gelegenheit. "Würdest du uns bitte für einen Moment alleine lassen? Ich möchte mit dem Admiral sprechen."

 

Nein! Es war ein wilder, kindlicher Ausbruch an Angst und Trotz, der mich beinahe dazu brachte, laut auszurufen und wie damals als Kind wütend mit dem Fuß aufzustampfen. Doch so rasch dieses Aufbegehren erschienen war, verschwand es auch wieder, als ich mich meiner Ausbildung erinnerte und die Kontrolle über mich zurückgewann. "Natürlich, wenn das dein Wunsch ist." Ich verabschiedete mich vom Admiral und ließ dich mit ihm alleine. Da ich nicht im Museum bleiben wollte, verließ ich das Gebäude, um dort auf dich zu warten.

 

* * // * *

 

Ich kann mich jetzt noch genau daran erinnern, dass ich mir große Sorgen um dich machte, als ich dich mit ihm alleine ließ. Es gibt keine logische Begründung für diesen Eindruck, aber ich weiß, dass ich mich auf meine Intuition noch immer verlassen kann. Doch warum mache ich mir Sorgen? Der Admiral ist ein Freund, den du seit vielen Jahren kennst und schätzt, es gibt nichts von ihm zu befürchten. Ich lasse mich auf einer steinernen Bank nieder, die dicht an der Mauer

steht, welche die Botschaft umgibt. Während ich versuche, meine Gefühle zu verstehen, streifen meine Finger ruhelos über die raue Oberfläche des verwitternden Gesteins.

 

Ich muss wirklich sehr tief in meinen Gedanken versunken gewesen sein, da mir nicht sofort auffiel, dass ich mich nicht mehr alleine im Garten befinde. Du kommst rasch auf mich zu. Doch noch bevor du mich erreichst oder ich mich bemerkbar machen kann, bleibst du plötzlich stehen und wendest dich einem der schmalen Eingangstore zu,

die in regelmäßigen Abständen in die Mauer eingebaut sind. Das weiche Licht einer Lampe über dem Eingang wirft Schatten über dein Gesicht. Und ich verstehe plötzlich, dass nicht ich es bin, die du hier suchst, nicht wahr, Spock?

 

Keine Minute später wird meine Frage beantwortet, als sich die Tür öffnet und jemand den Garten betritt. Ich... für einen Moment traue ich meinen Augen nicht, obwohl eine Stimme in mir flüstert, dass ich nicht überrascht sein sollte. Es ist Admiral Kirk.

 

"Muss ich wirklich fragen, wieso du weißt, dass ich es bin?", fragt er. "Um diese Zeit? Hier?"

 

Einen Moment lang bist du völlig regungslos, dann antwortest du: "Ich wusste es immer."

 

Der Admiral lächelt. "Ja, ich erinnere mich. Spock..."

 

"Ich weiß jedoch nicht, warum du hier bist - an diesem Ort, um diese Zeit."

 

"So... das weißt du nicht...", erwidert der Admiral. "Ich glaube, du lügst, Spock."

 

Es ist jetzt zu spät, als dass ich noch gehen kann, ohne ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Und wenn ich ehrlich sein soll... ich möchte nicht gehen. Ich warte auf deine Antwort, doch du bleibst still.

 

"Warum bist du in Rom vor mir weggelaufen, Spock, warum?"

 

"Ich bin nicht... vor dir ‚weggelaufen'. Es gab nicht mehr zu sagen und... wie du sehr wohl weißt, war ich nicht alleine."

 

"Was stimmt nicht, Spock? Ich habe mich so gefreut, als ich hörte, dass du auf der Erde bist. Eigentlich dachte ich, du würdest mich besuchen kommen. Statt dessen gehst du mir aus dem Weg - in der Akademie oder wo auch immer wir uns zufällig treffen."

 

Eine kurze Stille schließt sich an seine Worte an. Und ich fürchte schon, meine Anwesenheit ist entdeckt, da mein Herz so laut schlägt, dass es durch den Garten hallen muss.

 

"Du hast niemals auf meine Briefe geantwortet, auf keine der Nachrichten, die ich dir nach deiner Rückkehr zum Vulkan geschickt habe. Du hast mir niemals erklärt, was ich getan habe, um eine solche Strafe zu verdienen."

 

"Du hast nichts getan, nichts als..."

 

"Nichts als...?", beharrt der Admiral. "Nichts als dich zu lieben?"

 

Die Schatten verbergen dein Gesicht und so kann ich den Schmerz nicht sehen, von dem ich weiß, dass er da ist - nur deine Stimme verrät dich.

 

"Ja."

 

"Du hast mir nie erklärt, warum es so ein Verbrechen ist, sich in einen Vulkanier zu verlieben." Bitterkeit färbt die Worte des Admirals.

 

"Es betrifft nicht irgendeinen Vulkanier", erwiderst du. "Es betrifft nur mich."

 

"Warum, Spock? Warum?" Jetzt ist auch in der Stimme des Admirals deutlich Schmerz zu hören.

 

"Weil ich dich nicht liebe."

 

"Das glaube ich dir nicht, Spock. Wir waren fast fünf Jahre lang zusammen. Willst du mir sagen, dass du mit mir geschlafen hast, weil du es als deine Pflicht aufgefasst hast? Oder vielleicht sogar aus Mitleid mit einem verliebten Trottel?"

 

"Nein."

 

"Dann sag mir endlich, was passiert ist. Habe ich dich verletzt, ohne es zu bemerken? Habe ich zu viel von dir verlangt? Spock, noch immer..."

 

"Bitte sprich nicht weiter! Sprich nicht darüber, mich zu lieben, Jim. Du weißt nichts von Liebe."

 

Wieder bleibt es lange still. Und ich sende ein Gebet an die alten Götter, dass keiner der beiden mich jetzt bemerkt.

 

"Du meinst... nichts davon, einen Vulkanier zu lieben? Oder nichts davon, dich zu lieben?"

 

"Du erwartest zu viel von mir, Jim. Ich kann nicht geben, was du willst."

 

"Verdammt, Spock, was weißt du schon, was ich von dir will!"

 

Ärger bricht aus dem Admiral wie eine Flut.

 

"Ich will dich. An meiner Seite. Keine vorübergehende Affäre. Ich will zusammen mit dir ein Schiff kommandieren, nicht hinter einem Schreibtisch versauern. Und ich will dich mit allem lieben, was ich bin."

 

"Aber du willst mich nicht in deinem Geist."

 

"Das ist es?" Erstaunen... dann Verstehen schwingt in der Stimme des Admirals mit. "Das ist es."

 

"Ja."

 

"Aber wir haben bestimmt tausendmal darüber diskutiert, Spock. Eine vulkanische, mentale Bindung ist unmöglich. Du weißt ganz genau, wie Starfleet darüber denkt. Ich muss ganz alleine und immer über meinen Geist bestimmen..."

 

"Ich würde niemals das Band benutzen, um deine Entscheidungen zu beeinflussen."

 

"Ja. Ja, ich weiß das, Spock. Aber die Bestimmungen über mentale Bindungen existieren und sie lassen keinen Raum für Ausnahmen."

 

"Es gibt Ausnahmen für Vulkanier."

 

"Aber ich bin kein Vulkanier, Spock. Und um ganz genau zu sein – du bist auch kein ganzer Vulkanier." Der Admiral hält einen Moment inne, um seine Stimme zu kontrollieren, die unwillkürlich lauter gewordenwar. "Hör mir zu, Spock. Wir haben wieder und wieder darüber  gesprochen und am Ende hast du zugestimmt, dass unsere Beziehung auf die von Menschen beschränkt bleiben muss. Warum hast du deine Meinung geändert?"

 

"Ich habe mich verändert."

 

"Warum bist du nach dem Ende der Fünfjahresmission nach Vulkan geflohen? Ohne ein Wort zu mir? Ich habe dich das seit deiner Rückkehr nie gefragt."

 

"Ich musste es tun."

 

"Das ist keine Antwort, die ich akzeptieren werde, Spock!"

 

"Ich konnte den Schmerz nicht länger ertragen."

 

"Schmerz? Spock..."

 

"Ja, ich habe den Beschränkungen in unserer Beziehung zugestimmt. Doch es war kindlich, zu glauben, dass es dabei bleiben könne. Ich bin jetzt kein Kind mehr, Jim. Ich ging nach Gol, um erwachsen zu werden. Und sogar, wenn dort versagt habe..."

 

"Ein Kind, Spock?", unterbricht ihn der Admiral. "Du bist drei Jahre älter als ich."

 

"In menschlichen Jahren und aus menschlicher Sicht - aber nicht in meiner emotionalen und mentalen Entwicklung als Vulkanier."

 

Sarkasmus färbt die Stimme des Admirals. "Dann habe ich in unserer Beziehung also ein Kind missbraucht?"

 

"Nein, natürlich nicht. Es war mein freier Wille."

 

"Und jetzt bist du zu erwachsen, um zu lieben, Spock? Bin ich dir jetzt zu... zu unterlegen?"

 

"Nein, Jim. Ich werde dich immer als meinen Freund schätzen. Aber ich kann niemals wieder dein Geliebter sein."

 

"Weil ich mich nicht binden will."

 

"Weil es uns die Umstände nicht erlauben."

 

"Also sagst du, wenn wir uns binden könnten, würdest du mich wieder lieben?" Da ist ein Aufschimmern von Hoffnung in der Stimme des Admirals.

 

Aber du antwortest nicht darauf. "Es ist am besten, wenn du jetzt gehst, Jim."

 

"Ich will zuerst eine Antwort von dir. Wenn wir uns binden könnten, würdest du mich dann lieben?"

 

"Ich... weiß es nicht."

 

"Spock, du musst das wissen!"

 

"Das kann ich nicht, bevor nicht..."

 

"Bevor nicht was?", beharrt der Admiral. "Bevor du es versuchst hast? Ich dachte einmal, du würdest mich lieben."

 

"Das habe ich, Jim. Aber es war mit der Liebe eines Kindes."

 

Ich sehe, wie Kirk den Kopf schüttelt. "Ich denke, du hast recht. Ich gehe besser. Diese... Diskussion führt doch zu nichts." Er wendet sich ab.

 

"Jim."

 

Er hält inne und wartet.

 

"Es tut mir leid."

 

Ohne sich umzudrehen, antwortet der Admiral. "Mir auch. Es ist noch nicht vorbei, Spock. Wir werden uns wiedersehen." Dann geht er.

 

Beschämt Zeuge dieses Gesprächs geworden zu sein, warte ich darauf, dass du ebenfalls gehst, damit ich den Garten unbemerkt verlassen kann.

 

Doch nach einigen Minuten wendest du dich plötzlich in meine Richtung. "Savikkam - Kind, komm zu mir."

 

Also gehe ich zu dir. "Du hast es gewusst? Ich wollte nicht lauschen..."

 

"Ich habe deine Gegenwart gespürt, als ich den Garten betrat. Jetzt kennst du meine Geheimnisse. Möchtest du noch immer ein Vulkanier sein, Savikkam?"

 

Ich erinnere mich daran, dass du mir diese Frage schon einmal gestellt hast - als ich zehn Jahre alt war. "Ich möchte so sein wie du." Ich kann dir keine andere Antwort geben als damals. Ich habe noch immer keine andere.

 

"Tu das nicht, Saavik. Niemals."

 

Deine Stimme ist ruhig, fast zärtlich, aber ich spüre die Anspannung unter deiner kontrollierten Ruhe.

 

Mein Herz weint für dich. Ich möchte schreien und wüten, wie ich es als Kind getan habe... doch auch ich bin kein Kind mehr. Und so berühre ich nur deine Hand, und hoffe, du wirst annehmen, was auch immer ich dir an Trost bieten kann.

 

 

Ende

 

 

"Always" - Bon Jovi:

 

This Romeo is bleeding, but you can't see his blood

It's nothing but some feelings, that this old dog kicked up

It's been raining since you left, now I'm drowning in the flood

You see I've always been a fighter, but without you I give up

Now I can't sing a love song like the way it's meant to be

Well I guess I'm not that good anymore, well baby that's just me...

 

I'll be there 'till the stars don't shine

'Till the heavens burst and the words don't rhyme

And I know when I die, you'll be on my mind

And I'll love you always