Titel: Der Abstand zum Abgrund
Autor: Lady Charena (Mai/September 2016)
Fandom: Torchwood – Millennium Edition
Wörter: 2746
Charaktere: Ianto Jones, Jack Harkness, OC: Dr. Adam Hill, andere erwähnt
Pairing: Jack/Ianto
Rating: AU, ab12, slash
Beta: T’Len


Summe: Ianto hat seinen letzten Tod noch nicht völlig verkraftet. Jack und Adam Hill kümmern sich um ihn.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.




Torchwood: Millennium Edition – Teil 2: Always a Good Day to Die

Kapitel 2.29: Der Abstand zum Abgrund


Ich verstecke dich
Vor deinem schlimmsten Traum
Und wärme dich
Wenn du an dir erfrierst.
Und liebe dich
Wenn du dich wieder verlierst.
Rosenstolz, »Ich hab genauso Angst wie du«



Jack drehte sich auf den Rücken, verschränkte die Arme im Nacken. Über dem Bett hing ein Viereck grauer Himmel. Zumindest schien es so, da es drinnen dunkler als draußen war. Regentropfen zerplatzten auf dem Dachfenster über ihnen. Selbst nach mehr als einem Jahr auf der Erde fand es Jack noch immer faszinierend, dass es auf diesem Planeten so viel Wasser gab, dass es sogar vom Himmel fiel. Boeshane hatte über große Ozeane verfügt, aber die darin enthaltene Flüssigkeit mochte zwar wie Wasser aussehen, war jedoch vollkommen untrinkbar. Es gab nur wenige natürliche Quellen, der Rest des Wassers musste künstlich erzeugt werden.

Neben ihm schlief Ianto. Er konnte ihn atmen hören und ab und zu murmelte er undeutlich etwas vor sich hin. Unter der Decke presste Iantos Oberschenkel gegen seinen und er spürte einen Schauder durch den Körper des anderen Mannes rinnen. Ohne den Blick vom Regen – der nun dichter fiel, so dass nicht mehr länger einzelne Tropfen auszumachen waren – abzuwenden, streckte er den Arm aus und strich mit den Fingerspitzen über Iantos Rücken. Die leichte Berührung genügte und sein Liebhaber wurde wieder ruhig. Manchmal war es nicht so einfach, dann wenn die Albträume besonders schlimm waren.

Jack wusste nicht, was er sonst für ihn tun konnte.

Er kannte sich mit Albträumen aus. Dinge, die er während seiner Zeit bei der Agency erlebt hatte – soweit seine Erinnerungen daran nicht gelöscht wurden. Krieg und Tod, kaum erwachsen und lange bevor er diesen kleinen blauen Planeten zum ersten Mal betrat. Der Tag als sein kleiner Bruder verschwand und die Monster seinen Vater töteten. Albtraum-Stoff genug für mehr als ein Leben. Allerdings hatte er in der Agency auch gelernt, wie er damit umzugehen hatte. Mentale Barrieren zu errichten, um negative Erinnerungen in Schach zu halten. Sie manchmal auch zuzulassen, ohne das sie ihn kontrollierten.

Diese Schutzmechanismen fehlten dem jungen Waliser. Jack hatte versucht, Ianto etwas davon beizubringen, aber ohne Erfolg. Abgesehen davon, dass ihnen weder Geräte noch Medikamente wie in der Zukunft zur Verfügung standen, klärte Adam Hill sie schließlich auf, dass seine Tests zeigten, dass zwischen seinem 51sten Jahrhundert-Gehirn und Iantos 20stes Jahrhundert-Gehirn strukturelle Unterschiede bestanden. Worauf er sich aber laut des Arztes nichts einzubilden hätte, denn das bedeute keineswegs, dass er deshalb irgendjemandem hier intellektuell überlegen sei. Jack hatte so getan, als wäre er zutiefst beleidigt und hatte Ianto zum Lachen gebracht, indem er zumindest festgehalten haben wollte, dass er sexuell überlegen wäre.

Er wusste, dass Ianto seine Gefühle als Schwäche ansah, dass sich seine bereits vorhandene Unsicherheit dadurch verstärkte. Auch das war etwas, das Jack nicht ändern konnte. Nicht mit Worten. Alex hatte versprochen, die Eröffnung des Touristeninformationsbüros voranzutreiben, das Projekt war in den letzten Monaten ins Abseits geraten, weil vom Hauptquartier aus das Ganze als nicht so wichtig betrachtet wurde. Dabei hatte Ianto den Raum fast in Eigenregie renoviert und sich auf seine neue Rolle vorbereitet. Eine Aufgabe würde Ianto am besten helfen, war Adams Rat gewesen.

Ianto drehte sich unruhig um, rollte im Schlaf gegen ihn. Jack legte den Arm um ihn, zog ihn enger an sich, arrangierte Iantos Kopf gegen seine Schulter. Fast sofort entspannte sich der junge Waliser wieder. Jack presste einen Kuss gegen das schweißfeuchte Haar des anderen Mannes. Er hatte schon mit vielen das Bett geteilt, aber er konnte sich nicht erinnern, wann ihm jemand zuletzt solches Vertrauen entgegen brachte. Er war von vielen begehrt worden, aber wer hatte ihn gebraucht? Nicht so, wie Ianto ihn brauchte. Ihn, nicht sein gutes Aussehen oder seine Lust oder ein paar belanglose Schmeicheleien. Und das war in Jacks Augen keine Schwäche.


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Es war draußen dunkel geworden, das Fenster war als Umriss nur noch zu erahnen, doch er konnte den Regen noch immer hören. Das Wasser prasselte auf das Dach und verschwand mit einem hörbaren Gurgeln im Abfluss der Regenrinne.

Aber selbst das war nicht laut genug, um ein anderes Geräusch zu übertönen. Schritte. Und Jack wusste genau, wer auf dem Weg zu ihnen war. Etwas spät für einen Höflichkeitsbesuch. Aber Adam Hill schien sich Zeit zu lassen, also war es wohl nicht sehr eilig. Schließlich wurde leise an die Tür geklopft und Licht fiel durch den Spalt, als sie geöffnet wurde. Der Arzt blieb stehen und zwinkerte ein paar Mal, bis sich seine Augen an das Halbdunkel einigermaßen gewöhnt hatten. „Störe ich bei etwas?“, fragte er, die Stimme gedämpft.

Jack richtete sich ein Stück auf und knipste die Lampe an, die neben dem Bett auf einer leeren, umgekehrten Obstkiste stand. Ein Geschenk von Caden. „Leider nicht.“

Adam kam näher und musterte sie. „Dann sollte es dir ja nichts ausmachen, wenn ich dich bitte, etwas anzuziehen.“

Jack grinste. „Ist das ein Angebot für einen Dreier? Soll ich Ianto wecken?“

Hill lächelte und schüttelte den Kopf. „Nein, danke.“ Er rückte seine Brille zurecht. „Alex wollte wissen, ob du nach unten kommen kannst. Sie haben etwas eingesammelt und er hofft, du kannst vielleicht sagen, was es ist.“

Jack löste sich vorsichtig von Ianto, zog die Decke um ihn hoch. „Wenn Torchwood mich für meine Arbeit tatsächlich bezahlen würde, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt eine Gehaltserhöhung zu verlangen“, meinte er, als er das Bett verließ und nach seinen Schuhen angelte.

„Ich würde mit einer Hose anfangen“, schlug Adam trocken vor. Falls Jack darauf spekuliert hatte, dass er verlegen wegsehen würde, nur weil er wie ein nackter Pfau herumstolzierte, hatte er sich geirrt. Er schwieg, die Arme locker vor der Brust verschränkt, während Jack gemächlich Jeans und T-Shirt überstreifte und die Füße in Turnschuhe steckte.

Bevor er zur Tür trat, beugte sich Jack noch einmal über seinen schlafenden Partner und berührte Iantos bloße Schulter, die unter der Decke hervor sah. Dann wandte er sich an Adam. „Ist noch etwas?“

Der Arzt zögerte. „Alex wartet in dem Korridor vor dem Zellentrakt auf dich. Er will persönlich dabei sein, obwohl ich ihn nach Hause geschickt habe, damit er seinen Arm schont. Also wäre ich dir verbunden, wenn du das Ganze etwas abkürzen könntest.“ Er sah zum Bett. Falls Ianto von ihrer Unterhaltung aufgewacht war, ließ er sich das nicht anmerken. „Ich bleibe so lange bei ihm.“

„Hände über der Bettdecke, Doc.“

Adam Hill schnitt eine Grimasse, als Jack leise die Tür hinter sich zuzog. Um diese Uhrzeit bei den beiden aufzutauchen, forderte natürlich solche Bemerkungen heraus – und dabei war er noch gut weggekommen. Vermutlich langweilte sich Jack nach drei Tagen „Stubenarrest“, beschränkte sich aber Ianto zuliebe auf den Raum über dem Touristeninformationsbüro. Eigentlich hatte er – genau wie Alex – erwartet, dass zumindest Jack gegen die erzwungene Tatenlosigkeit rebellieren würde, aber er hatte sie beide überrascht, indem er bei dem jungen Waliser blieb, während der sich von seinen Erlebnissen erholte.

Der Arzt setzte sich auf einen der Stühle an dem kleinen Tisch und wischte gedankenverloren ein paar Krümel weg. Über ihnen prasselte gleichmäßig der Regen aufs Dach. Irgendwie ein beruhigendes Geräusch. Und nach den letzten Tagen konnte auch Adam Hill ein paar ruhige Momente gut brauchen.


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Da waren Schatten um ihn herum. Bewegten sich durch einen Raum, dessen Wände er nur erahnen, aber nicht tatsächlich sehen konnte. Es schien wichtig, sie zu erreichen, auch wenn er nicht sagen konnte, wieso. Aber er stand da wie festgewurzelt. Und nie kam einer nahe genug, dass er erkennen konnte, um wen – oder was – es sich bei ihnen handelte. Als er einen von ihnen anzusprechen versuchte, verwandelte sich der Schatten vor seinen Augen in einen Felsblock und versperrte ihm den Blick auf die anderen.

Donner grollte, hallte von den Wänden wider, so laut, dass er sich unwillkürlich duckte und die Hände auf die Ohren presste. Als er die Hände sinken ließ und die Augen wieder öffnete, waren die Schatten und die Wände verschwunden.

Stattdessen stand er auf einem kleinen Fleck nackter Erde. Um ihn herum nichts greifbares, nur seltsam graues Licht.

Bis zu diesem Moment war sich Ianto nicht bewusst gewesen, dass er nicht schwindelfrei war.

Aufgewachsen in einem Außenbezirk Cardiffs hatte er auch nicht gerade viel Gelegenheit gehabt, Berge zu besteigen. Er erinnerte sich, einmal auf einem grünen Hügel gestanden zu haben, bei einem Schulausflug in das Naturschutzgebiet der Brecon Beacons. Wie er einen kleinen Anflug von Schwindel verspürte, bevor er sich wie seine Klassenkameraden nach unten stürzte, unter schrillendem Gelächter durch das dichte hohe Gras rollend wie eine Gruppe übermütig tollender Welpen. Und einmal, bei einem anderen Schulausflug, der Blick nach unten vom Trutzturm einer Burgruine, und für einen irren Moment eine Stimme zu hören, die flüsternd fragte, wie es sich anfühlen würde, dort hinunter zu fallen.

Jetzt starrte er in ein dunkles, bodenloses Loch, das sich um ihn herum ausbreitete, soweit er sehen konnte. Unter seinen nackten Füßen bröckelte eine Kante ab. Aber er stand da wie versteinert, unfähig auch nur einen einzigen Muskel zu bewegen.

Plötzlich wusste er, dass er fallen würde. Der Boden unter seinen Füßen schwankte und er kämpfte verzweifelt um sein Gleichgewicht.

Und dann kippte er hintenüber und fiel ins Nichts.

Ianto schnappte nach Luft und riss die Augen auf. Sein Herz trommelte wie wild in seiner Brust, aber er wusste, dass er nicht mehr länger in einem Albtraum gefangen war. Gleich darauf umfassten ihn zwei Arme, packten ihn Hände und zogen ihn in eine sitzende Haltung. Er sackte zurück, gegen einen anderen Körper. Es war nicht Jack, der neben ihm auf dem Bett saß, aber er erkannte den Geruch des anderen Mannes, bevor er den Kopf n seine Richtung wandte. Nicht, das es besonders schwierig war - Adam Hill roch hauptsächlich nach dem Desinfektionsmittel, das er verwendete und Ianto verbrachte genug Zeit mit ihm, um es zu bemerken.

„Besser?“, fragte der Arzt nach einem Moment. Er rückte ein wenig von Ianto ab und berührte mit dem Handrücken seine Stirn, wie man bei einem Kind überprüfte, ob es Fieber hatte.

„Nur ein schlechter Traum“, meinte Ianto verlegen und wandte sich ab. Sein T-Shirt klebte schweißnass an seinem Rücken und er sehnte sich nach einer Dusche.

Adam musterte ihn. „Wir könnten es wieder mit den Tabletten versuchen, sie haben dir am Anfang gut geholfen“, schlug er vor.

„Nein. Nein, ich bin okay.“ Ianto fuhr sich durch die Haare. „Wo ist Jack? Hat Alex seine Meinung geändert und ihn zurück an die Arbeit geschickt?“

„Alex dachte, Jack könne ihm helfen, ein neues Fundstück zu identifizieren.“ Der Arzt stand auf. „Ich denke, das ist mein Stichwort. Alex ist tatsächlich noch mein Patient und es ist an der Zeit, dass ich ihn daran erinnere.“

„Adam, es ist nicht so, dass ich dir nicht dankbar bin, du warst immer da, wenn...“, begann Ianto.

„Hey, so war das nicht gemeint“, unterbrach ihn Hill. „Ich bin hier als Freund, nicht als Arzt. Wenn ich dir helfen kann, lass es mich wissen. Wenn du jemand zum Reden suchst, weißt du, wo du mich findest. Allerdings will ich dich trotzdem in zwei Tagen sehen, dich und Jack. Es ist Zeit für eure monatliche Routineuntersuchung. Und ich muss überprüfen, ob sich etwas bei euch verändert hat, durch das, was geschehen ist.“

„Du denkst, das ist möglich?“, fragte Ianto mit belegter Stimme.

„Ich fürchte, das kann niemand sagen, Ianto. Noch nicht.“ Adam legte ihm kurz die Hand auf die Schulter, dann wandte er sich zum Gehen. „Gibt es irgendwas, das ihr braucht? Essen?“

Ianto schüttelte den Kopf. „Danke, aber im Moment haben wir alles, was wir brauchen.“

„Gut. Ich sehe dich dann morgen – oder später, heute“, setzte Adam nach einem Blick auf seine Armbanduhr hinzu.

Als sich die Tür hinter dem Arzt geschlossen hatte, stand Ianto auf und warf seine verschwitzte Kleidung in den Wäschekorb in der Ecke. Er nahm ein frisches Handtuch, ein T-Shirt und Boxershorts – die er gelegentlich zum Schlafen trug – aus dem Schrank und ging ein Stockwerk tiefer, um sich zu waschen.

Die Katzenwäsche in der kleinen Hygienezelle im Nebenraum des Touristeninformationsbüros war zwar nur ein magerer Ersatz für eine ausgiebige Dusche, aber ihm war nicht danach, durch den halben Hub zu laufen, um dort zu duschen. Besonders nicht nackt. Nicht, dass Jack nicht begeistert gewesen wäre, wenn er seinem Vorbild folgen würde...

Das kalte Wasser tat gut und als er frische Kleidung übergestreift hatte, begann er sich besser zu fühlen. Die Erinnerung an den Alptraum wich zurück.

Er war gerade dabei, sich die Zähne zu putzen, als Jack durch den Perlenvorhang trat, der die beiden Räume voneinander trennte. „Du bist wach“, meinte er. „Ich hatte gehofft, dich noch im Bett zu erwischen.“

Ianto spülte den Mund aus und reinigte seine Zahnbürste gründlich, bevor er sie in den Becher stellte. „Haben wir da nicht den größten Teil der letzten drei Tage verbracht?“

„Der beste Ort, um Zeit zu verbringen.“ Jack trat hinter ihn und küsste ihn in den Nacken, bevor er Iantos Blick im Spiegel suchte. „Willst du mitkommen und dir ansehen, was Alex und die anderen gefunden haben?“

„Mitten in der Nacht?“, erwiderte Ianto ohne großen Enthusiasmus. „Ist es etwas, das wegläuft?“

Hmmmh.“ Jack stützte das Kinn auf Iantos Schulter und versuchte sich an einem nachdenklichen Gesichtsausdruck. „Erinnerst du dich an diese Dokumentation, die wir vor einer Weile gesehen haben? Über all diese alten Schlösser in Europa? Und die Rüstungen? Das was Alex mir gezeigt hat, sah aus wie Teile einer Rüstung. Wie große Handschuhe aus Metall. Und ein paar lose Metallteile. Sie sind im Hafen gelandet.“

Ianto runzelte die Stirn. „Also praktisch Schrott. Und warum interessiert sich Torchwood dafür? Vielleicht hat sie jemand aus einem Museum oder einem Schloss gestohlen und weggeworfen, als sie sich nicht verkaufen ließen.“

„Die Teile müssen durch den Rift gekommen sein, sie strahlen Riftenergie ab. Aber willst du etwas wissen, dass ich Alex nicht verraten habe?“ Jack senkte die Stimme verschwörerisch.

„Was meinst du?“ Ianto wandte den Kopf, um ihn anzusehen.

„Erinnerst du dich an den Sonic Screwdriver des Doctors? An das seltsame Gefühl, wenn wir ihn angefasst haben?“ Jack löste den Griff um Iantos Taille und wartete, bis sich der junge Waliser ihm ganz zugewandt hatte. „Und erinnerst du dich, dass Rose es nicht spüren konnte? Als ich diese Metallhandschuhe angefasst habe, fühlten sie sich exakt so an wie der Sonic Screwdriver. Keiner der anderen hat etwas gemerkt. Aber ich bin überzeugt, das was sie gefunden haben, hat irgendwas mit dem Doctor zu tun. Oder zumindest mit den Timelords.“

„Du meinst, Torchwood hat Timelord-Technologie gefunden? Sollten wir ihnen das nicht sagen?“ Widerwillig interessierte sich Ianto jetzt für die Neuentdeckung.

„Wieso? Es hilft ihnen nicht weiter. Aber vielleicht uns.“ Jack sah ihn an. „Wenn sie wissen, was es ist, landen die Dinge bestimmt in London oder in irgendeinem Geheimarchiv irgendwo. Das hätten sie schließlich beinahe mit uns auch gemacht, um an mehr Informationen über den Doctor zu kommen. Wenn sie aber hier bleiben...“ Er ließ den Satz ausklingen.

Langsam schüttelte Ianto den Kopf. „Du denkst, er könnte irgendwie erfahren, dass sie hier sind und zurückkommen? Die Chancen dafür müssen mehr als unmöglich sein.“

Jack grinste. „Hey, wir sind unmöglich, Baby.“ Er küsste Ianto. „Und wir sind hier.“

„Ich würde sagen, du bist ein Optimist, aber das trifft es kaum“, erwiderte Ianto trocken.

„Oh, ich bin optimistisch, dass du und ich heute Nacht im gleichen Bett landen.“ Jack zupfte an Iantos T-Shirt und erntete dafür ein Augenrollen.

„Ich bin gerade erst aufgestanden“, wandte der junge Waliser ein.

„Habe ich gesagt, dass wir schlafen müssen?“ Jack zog ihn zu den Stufen, die nach oben führten. „Und außerdem muss ich unbedingt erfahren, wie das Buch endet.“ So übel war das Ganze gar nicht. Sie schliefen und hatten Sex, aßen, hatten Sex... und gelegentlich holte Ianto ein Buch aus der Kiste mit seinen Besitztümern. Auch wenn er behauptete, dass es nur üblich wäre, Kindern vorzulesen, liebte Jack es, ihm zuzuhören. Besonders seinem walisischen Akzent, der stärker hervor trat, wenn Ianto sich in einem Buch verlor.  

Kopfschüttelnd folgte Ianto ihm.



Ende (tbc)