Titel: Assisted Suicide
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Charaktere: House, Wilson
Thema: # 019 weiß
Word Count: 1068
Rating: gen
Anmerkung des Autoren: Vielen Dank an T’Len für’s betalesen.

Summe/Hintergrund: House und die Pillen... und Wilson

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.





Es gibt Tage, die sind besonders schlimm. Tage, an denen ihn die Schmerzen in seinem Bein fast umbringen. Tage, an denen er zu viel Vicodin im Blut hat, doch ihn das nicht davon abhalten kann, noch mehr der weißen Pillen zu schlucken.

Heute ist einer dieser Tage, und dummerweise ist sein Vorrat zu Ende. Also geht er zu Wilson, um sich von ihm ein Rezept dafür zu holen.

Wilson zögert und hadert, aber am Ende stellt er ihm immer wieder ein Rezept aus.

Und wenn House sich in einer seiner besonders selbstzerstörerischen Phasen befindet, reibt er ihm das auch unter die Nase. Der Tag war zu voll von Schmerzen, zu voll von nervenden Patienten in der Klinik und ohne jede Herausforderung, jede Ablenkung für ihn. Er hält sich zurück und schweigt, bis er die neue Packung mit den weißen Pillen in der Hand hält.

Demonstrativ schluckt er zwei davon direkt vor Wilsons Augen, beobachtet den sorgenvollen Ausdruck, der sich um Jimmys Mund legt; die Sorge in den braunen Augen. „Großartig. Unterstützter Selbstmord“, sagt er in einem beiläufigen Ton. „Ich bin ja so froh, dass ich mir einen Onkologen ausgesucht habe.“ Er weiß, dass seine Worte unnötig grausam sind, aber das hält ihn nicht davon ab, sie auszusprechen. Er weiß, dass Wilson erst ein paar Tage zuvor einen Langzeitpatienten verloren hatte, der zu lange unter zu großen Schmerzen gelitten hatte. Und er weiß, dass sein Freund so etwas selbst nach all den Jahren noch immer nicht leicht wegsteckt. Er weiß, woran Wilson denken wird. An die Wette, an die Woche des Entzugs. Aber all dieses Wissen hält ihn nicht davon ab.

Wilson zögert. Dann reibt er seinen Nacken. „Ich stehe immer noch als Haupterbe in deinem Testament, oder?”, meint er schließlich, seine Stimme bemüht unbeeindruckt.

Aber House weiß, dass er ihn getroffen hat. Er wendet sich ab, seine Pillen fest in der Hand. Er fragt sich, warum es so sein muss, warum er immer dem einzig wichtigen Menschen in seinem Leben weh tun muss; ihn von sich wegstößt, obwohl er der einzige ist, der wirklich zählt...

Ende