Serie: TOS

Paarung: m/m

Code: NC-17

Summe: Süße Träume Teil 2

Fortsetzung zu Teil 1

 

Erstveröffentlichung in der Amok Times Nr. 21, der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)

 

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir hier borgte.

Die Story ist mein, „Fanfiction“ – ich beabsichtige weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen.

Wer unter 18 ist, bzw. sich am Inhalt dieser Story stören könnte, sieht sich bitte anderswo nach passenderer Unterhaltung um.

 

 

 


         Summerdreams at

             midnight.../2

Lady Charena

The Firedancer (Der Feuertänzer)

 

Mit fast jungenhafter Freude und Aufgeregtheit streunte er über das Gelände. Es war... hmmh, er musste sieben gewesen sein, als er zum letzten Mal auf einem Jahrmarkt gewesen war. Und doch erkannte er den Geruch nach Zuckerwatte und verbrannten Mandeln - und darunter den strengeren der Tiere - sofort wieder. Ein richtiger Jahrmarkt, mit Wagen und Buden, wie er schon vor Jahrhunderten hier gestanden haben mochte. Und Zelten, in denen besondere Attraktionen zu bestaunen waren.

Er war mit Absicht so spät gekommen, erinnerte sich, dass die Dunkelheit ein Lichtermeer hervorbrachte, welches ihn schon als Junge in seinen Bann zu ziehen vermochte. Und so schlenderte er mit Anbruch der Dämmerung über das Gelände - hier sein Glück an einer Wurfbude versuchend, dort etwas Süßes naschend. Er warf einen bedauernden Blick auf das bunte Karussell - doch dafür war er eindeutig zu alt, erwägte kurz, in das Zelt einer Wahrsagerin zu blinzeln und ließ es dann doch.

Ganz am Ende der Reihen stand etwas abgeschieden ein weiteres Zelt, durch die zurückgeschlagene Plane des Eingangs fiel schwacher Feuerschein in die Dunkelheit. Neugierig kam er näher - und trat ein. Das Innere des Zeltes war nur matt erleuchtet, bestand nur aus einigen Zuschauerreihen und der Bühne. Außer ihm befand sich niemand hier, was ihn einigermaßen verwunderte. Aber vielleicht fand hier heute keine Vorstellung statt und er wandte sich zum Gehen.

„Kein Interesse an meiner Darbietung?“, fragte hinter ihm eine samtene Stimme und er wandte sich um. Auf der Bühne stand ein Mann, nur in eine engsitzende schwarze Hose gekleidet, die mit grünen Pailletten bestickt war. Sein schulterlanges, mitternachtsfarbenes Haar war zu einem Zopf geflochten und fiel über eine Schulter nach vor. Der zuckende Schein der Fackel, die er in der Hand hielt, ließ es bläulich schimmern. Doch das wirklich außergewöhnliche an ihm waren die spitzen Ohren, eines davon verziert mit einem tiefgrünen Stein.

Er riss seinen Blick los, als eine der schmalen Brauen fast bis an den Haaransatz hinaufkletterte und ihm klar wurde, dass der andere auf eine Antwort wartete. „Doch, ja. Aber ich scheine der einzige zu sein...“ Der Vulkanier zuckte mit den Schultern. „Die Vorstellung beginnt in zehn Minuten.“ Er schob eine Schale in die Mitte der Bühne und entzündete sie mit der Fackel. „Wenn mir meine Gäste gefallen, dann gebe ich auch Privatvorstellungen.“ Damit verschwand er hinter einem schwarzen Samtvorhang.

Er ließ sich auf einer der Holzbänke nieder, gleich in der ersten Reihe und starrte auf den Vorhang, hinter dem der andere verschwunden war. Ein Vulkanier? Auf einem Jahrmarkt? Doch der Gedanke schien nicht so wichtig und er schob ihn beiseite. Statt dessen starrte er auf die lodernde Flammen-schale. Sah in ihr die flüssige Bewegung von Muskeln unter schwarzem Stoff... Leise, sinnliche Musik drang aus versteckten Lautsprechern, füllte das Zelt wie der Herzschlag einer lebenden Entität mit schwachem Pulsieren. Und er war noch immer allein hier. Der Vulkanier trat auf die Bühne, sein Blick flog kurz durch die leeren Zuschauerreihen und er deutete eine ironische Verbeugung in seine Richtung an. Das Licht der Flammenschale badete seine schlanke Gestalt in rotem Schein, ließ seine Haut fast bronzefarben schimmern. Die Pailletten seiner Hose und der Ohrring fingen das Flackern auf, hüllten jede Bewegung in grünes Blitzen. Der Vulkanier nahm eine Fackel vom Boden auf, entzündete sie an beiden Enden an der Schale. Kaum hatte sie Feuer gefangen, als die matte Beleuchtung auch schon völlig erlosch. Die Musik nahm zu, wurde rhythmischer, drängender. Doch er nahm sie kaum wahr. Sein Blick war einzig und allein auf die Fackel gerichtet, die zwischen den Händen ihres Besitzers zu tanzen begann. Sie flog hoch in die Luft, drehte sich dort funkensprühend und fiel - und landete wohlbehalten in den Händen ihres Meisters.

Als sie abrupt stillhielt, holte er tief Atem, bemerkte erst jetzt, dass er die ganze Zeit über die Luft angehalten hatte...

Der Vulkanier verbeugte sich und brach sie mit einer eleganten Bewegung in zwei Hälften. Beide Stücke in eine Hand nehmend, streckte er den Arm aus, die empfindliche Haut des Unterarms nach oben und ließ die Flamme langsam über seine Haut lecken. Sein Blick ließ den des Menschen nicht los.

Er war aufgesprungen, ohne es überhaupt zu bemerken. Seine Kehle fühlte sich trocken und rau an, als sich samtschwarze Augen in seine bohrten, als würden sie nach etwas suchen. Er leckte über seine Lippen und sah den anderen lächeln. Es war kein offenes Lächeln, eher ein Schatten, der in Mundwinkeln nistete und von den Augen reflektiert wurde. Und doch wurde dem Menschen heiß... Und plötzlich - ungebeten - drängte sich ihm die Vorstellung auf, er stände hinter dem Vulkanier auf der Bühne und statt der Flamme berührten seine Hände die Bronzehaut. Die Fackel verharrte an der Schulter des Vulkaniers, dann wechselte er sie in die andere Hand und wiederholte es am andere Arm. Er warf den Kopf in den Nacken, ließ die Flamme sein Fleisch liebkosen. Weißer Rauch stieg auf, doch die Haut blieb unversehrt. Abrupt richtete sich sein Blick wieder auf den Menschen und er ließ eine der Fackeln in die Schale fallen, die hell aufloderte. Er legte den Kopf zurück und löschte die andere in seinem Mund. Dann stand er da und wartete ruhig, als der Mensch zu ihm kam.

Der andere trat auf die Bühne, seine Fingerspitzen berührten das heiße Fleisch, an dem die Flammen geleckt hatten. Dann sein Mund. Der Vulkanier stöhnte leise auf, griff nach seinem Handgelenk - und zog ihn durch den Samtvorhang hinter die Bühne. Ein paar Kissen lagen verstreut auf dem Boden, auf die sie engumschlungen sanken.

Im Mund des Vulkaniers fand er Spuren von Rauch, gemischt mit einem süßeren, fremden Geschmack. Eine Mischung - berauschend wie eine Droge - füllte ihn mit einem Anflug von Schwindel. Der rasch verflog, als ihn der Vulkanier auf sich zog, seine Hände ihn aus seiner Kleidung schälten. Ebenso flink verschwand die Hose des anderen - und ihre bloße Haut berührte sich. Die fiebrig-heiße Berührung des Vulkaniers erregte ihn mehr, als er für möglich gehalten hätte und er wölbte sich ihm entgegen, hilflos, haltlos... Der Vulkanier presste sich an ihn - und Härte traf auf antwortende Härte. Etwas Kühles wurde in seine Hand gedrückt und er schloss automatisch die Finger darum. Eine Phiole, gefüllt mit einer schimmernden, öligen Flüssigkeit. Er sah in die Augen des Vulkaniers, eine Flamme loderte in den dunklen Pupillen, drohte auf ihn überzuspringen.

Er benetzte seine Hand mit dem Öl, ließ sie zwischen die Beine des anderen gleiten und begann, die Öffnung zu seinem Körper damit zu bedecken. Ein Finger durchbrach den engen Muskelring, dann ein zweiter, kreisend, öffnend. Der Vulkanier stöhnte auf, presste sich ihm entgegen. Hastig benetzte er seine Erektion mit dem Öl und ließ die Phiole dann achtlos fallen. Er richtete sich auf die Knie auf, hob die Hüften des anderen auf seine Oberschenkel - und drang in einer einzigen, geschmeidigen Bewegung vollständig in ihn ein. Einen Moment verharrten sie reglos, dann richtete der Vulkanier sich auf die Knie auf, seine Finger gruben sich tief in seine Schultern. Ihre Lippen fanden sich, als er sich abstützte und der Mensch begann, sich ihm entgegen zu wölben.

Die Flammen, die mit jeder Berührung an ihnen leckten, schlugen schließlich über ihnen zusammen und verbrannten sie zu Asche...

Der Geschmack von Rauch und fremder Süße füllte seinen Mund, als er die Augen öffnete. Jim Kirk lächelte. Er warf einen Blick auf die Uhr. Drei Uhr morgens Bordzeit. Pünktlich wie immer... Als wäre dieser Gedanke ein Zeichen gewesen, begann an seinem Terminal ein Licht zu blinken, das eine ankommende Nachricht signalisierte.

 

Ende Teil 2 / to be continued.

 

 

 

 

 

Zeichnung von Myra zu dieser Story

 

Schwarz/weiß

 

Farbe