Weiterbildung

T’Len

2010

 

 

Fandom: SOKO Stutthart

Charaktere: Martina Seiffert/Anna Badosi, Jo Stoll, Rico Sander

Kategorie: PG-15

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Summe: Eine Weiterbildung bringt Interessantes zu Tage

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

 

"Und Jo", Martina drehte sich noch einmal zu ihrem Kollegen um, die Klinke zu ihrem Zimmer schon in der Hand. "Ich will mich nicht schon wieder für deine nächtliche Ruhestörung entschuldigen müssen. Also, was immer ihr tut, tut es leise."

 

"Was sollte das denn eben?", wunderte sich Rico als sie ihr Hotelzimmer betreten hatten.

 

"Och, das letzte Mal, dass ich mit Martina auf einem Lehrgang war, wurde es etwas laut und Nachbarn beschwerten sich darüber", meinte Jo leichthin.

 

"Wieso laut? Habt ihr eine Party gefeiert?"

 

"Quatsch!" Jo warf seine Reisetasche aufs Bett. "Ein bequenes Doppelbett, zwei ungebundene, nicht prüde Menschen, die der Zufall für den Lehrgang zu Zimmergenossen gemacht hat, du verstehst?" Er zwinkerte vielsagend.

 

Rico starrte ihn mit großen Augen an. "Du hast das Zimmer mit einer Kollegin geteilt?"

 

Jo lachte auf. "Natürlich nicht. Ein Kollege aus Köln. Falk und ich, nun wir hatten glücklicherweise die gleichen Interessen und sehr viel Spaß miteinander."

 

"Schockiert?", fragte er Rico, der ihn noch immer anstarrte.

 

Rico schüttelte den Kopf. "Ich wusste nur nicht, dass du schw..."

 

"Bi", unterbrach Jo ihn.

 

Rico legte vorsichtig seine Tasche auf die andere Seite des Bettes. "Aber ich bin nicht...", begann er zögerlich.

 

"Keine Bange, ich falle nicht aus Prinzip über meine Bettnachbarn her. Hier passiert nichts, was du nicht willst", versicherte ihm Jo rasch.

 

///

 

"Hat dir deine Mutter nicht beigebracht, dass sich Lauschen an der Wand nicht gehört."

 

Anna, da nur mit einem Handtuch bekleidet aus dem Bad gekommen war, grinste Martina an. Diese wandte sich von der Wand ab und setzte sich aufs Bett. "Ich wollte nur mal hören, was Jo und Rico so treiben", verteidigte sie sich.

 

"Du meinst, ob sie ES treiben", erwiderte Anna. "Wenn ich deine Bemerkung vorhin richtig verstanden habe."

 

"Ja." Martina ließ sich zurück fallen während sie Anna dabei beobachtete, wie sie in ihr knappes Nachthemd schlüpfte. „Manchmal beneide ich Jo richtig, einfach zu tun, was man will, mit wem man will. Ich meine, ohne all diese Schubladen, in die wir uns immer stecken lassen und selber stecken.“

 

„Hast du’s schon mal mit einer Frau gemacht?“, wollte Anna wissen.

 

„Nein. Du?“

 

„Yep.“ Anna setzte sich aufs Bett. „Ich war ein Semester in Paris und meine Wohnungsgenossin war diesbezüglich sehr experimentierfreudig.“

 

„Und wie war’s?“ Martina blickte sie neugierig an.

 

„Definitiv interessant. Ich habe zwar rasch festgestellt, dass mir Männer lieber sind, aber sie hatte ein paar Sachen drauf... ehrlich, Kerle haben mich selten so zum Orgasmus gebracht, wie sie.“

 

Martina seufzte. „ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal so richtig gekommen bin. Mein Mann ist lieb und gibt sich Mühe und ich leibe ihn auch über alles, aber..“

 

„...im Bett ist nur noch das übliche rein, fertig, raus.“

 

„Genau.“

 

Anna lächelte. „Wenn du willst, ich kann dir ein paar Dinge zeigen.“

///

„Ah.... ahhhhhh..... ahhhh!“

 

Jo hob den Blick von seiner Motorzeitschrift und lauschte. „Mann, da  kriegt es aber jemand richtig besorgt.“

Auch Rico blickte von seinem Laptop auf. „Das kommt aus dem Zimmer der Frauen“, sagte er nach einem Moment des Lauschens.

 

Die beiden Männer blickten sich vielsagend an.

 

///

 

„Na, gut geschlafen?“ Jo stand lässig ans Treppengeländer gelehnt und begrüßte die zwei Frauen lächelnd. Rico Wand nach einem gemurmelten „Guten Morgen“ hastig den Blick ab.

 

Anna erwiderte den Gruß freundlich, während Martina nur ein „Dito?“ hervorbrachte.

 

„Ach übrigens“, sagte Jo grinsend, während sie die Treppe zum Frühstücksraum hinunter gingen. „Wo kann ich mich über nächtliche Ruhestörung beschweren?“