neu: Social Lubricant (SKK, PWP, Slash, NC-17,ft, Schatz/Taube)
Social Lubricant
Autor: Lady Charena
Fandom: SK Kölsch
Pairung: Schatz/Taube
Rating: PWP, slash, NC-17, ft
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Zu viel Alkohol und eine gewonnene Wette führen plötzlich zu etwas ganz anderem...

Nur ein bisschen Smut ohne wirklichen Plot, von dem ich mich wohl ausdrücklich distanzieren muss ‚g’, gewünscht von meiner Hühnerschwester. Warum ist FT so viel schwerer als ER zu schreiben? Seufz. Mir fallen zu viele Gründe ein, warum es nicht zwischen den beiden passieren sollte, aber kein einziger dafür. PS: Social Lubricant ist ein Synonym für Alkohol, das ich in einer englischen Fanfic aufgeschnappt habe.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



Es begann alles damit, dass sie im Büro über das Ergebnis des stattfindenden Fußballspieles wetteten. Damit Jupp sich nicht hinterher würde herausreden können, musste Achim als Zeuge herhalten. Der erwies sich als wahrer Angehöriger der Gattung Aktenlurch und schrieb beide Tipps sogar eigenhändig auf. Nachdem Klaus und Jupp unterschrieben hatten, steckte Achim das Blatt in einen Umschlag, klebte ihn zu und versteckte ihn in seinem Schreibtisch. Schließlich ging es hier nicht nur um einen nagelneuen Hunderter, sondern vor allem um die Ehre. Und darum, Jupps Überheblichkeit einen Tritt zu verpassen. Aber vor allem war es ein Weg, mal für eine Weile zu vergessen, womit sie es jeden Tag bei der Arbeit zu tun hatten.

Sie verabredeten sich, das Spiel in Jupps Wohnung an zu sehen, doch kurz vor Anpfiff rief Achim an und sagte ab – eins seiner Mädchen hatte eine Ohrentzündung und die anderen beiden schienen aus Sympathie ebenfalls krank zu werden. Also teilten Jupp und Klaus Sofa, Knabberzeug und Bier gerecht zwischen sich auf. Irgendwann hatten sie das Bier gegen Wodka getauscht, obwohl keiner der beiden Männer ein besonderer Freund davon war.

Als das Spiel endete, händigte Klaus als guter Verlierer – wenn auch mit gespielt-resignierender Miene - einen Hunderter an Jupp aus, der das Ergebnis haargenau getippt hatte.

„Das war viel zu einfach.“ Jupp grinste und faltete den Schein mit einiger Mühe zusammen, um ihn dann in der Brusttasche verschwinden zu lassen. Etwas, dass ihm erst nach mehreren Anläufen gelang. „Schwule haben eben doch keine Ahnung von Fußball“, nuschelte er. Irgendwie waren aus einem Glas sieben geworden. Seine Muskeln fühlten sich wie Pudding an. Klaus war in einem ähnlich desolaten Zustand, er hatte sich dazu hinreißen lassen, mit Jupp Glas um Glas mitzuhalten.

Trotz des angenehmen Nebels, den der Alkohol über alles breitete, fiel Jupp auf, dass sie inzwischen ganz schön eng nebeneinander saßen. Irgendwie hatten sie sich am Anfang des Abends noch an den entgegen gesetzten Enden des Sofas befunden; jetzt befanden sich zwischen ihnen Schultern nur noch ein paar Zentimeter Luft, und er spürte überdeutlich die Körperwärme des anderen Mannes an seinem Bein. Was kein Wunder war, wie er entdeckte, als er nach unten sah – Klaus’ Oberschenkel war gegen seinen gepresst.

Eher aus Gewohnheit rutschte er ein wenig hin und her, um mehr Abstand zwischen sie zu bringen, als er eine Hand an seinem Knie spürte. Sogar in diesem desolaten Zustand wusste er, dass es nicht seine eigene war. „K-Klaus?“, fragte er und schluckte. Seine Zunge fühlte sich an wie ein Schwamm. „Warum machst du das?“

„Huh?“ Mit Klaus’ eigenen verbalen Fähigkeiten war es ebenfalls nicht mehr weit her und er starrte noch immer mit glasigen Augen auf den Fernsehschirm. „Was?“

„Deine Hand liegt auf meinem Knie.“ Um genau zu sein, sie „lag“ da nicht nur einfach so rum. Sie hatte begonnen, nach oben zu gleiten. Ein warmes, solides Gewicht, das er durch seine Jeans spürte. Da war noch was anderes... wie ein Zittern. Warum sollte Klaus zittern? Es war nicht kalt hier drin.

Die blaugrauen Augen seines Partners richteten sich auf ihn, dann sah Taube wieder weg. Klaus hob die Hand, und seine Finger streiften... rein zufällig... über Jupps Schritt, bevor sie sein Gesicht berührten.

Jupp spürte einen Schauer durch seinen Körper rinnen. Eigentlich war es nicht so schlimm, von einem anderen Mann berührt zu werden – nicht, solange dieser andere Mann Klaus war. Er rührte sich nicht von der Stelle.

Klaus’ zweite Hand glitt in seinen Nacken, seine Finger glitten durch das kurze Haar. Kleine, runde, warme Punkte auf seiner Kopfhaut. Und dann hob Klaus den Blick, langsam, zögernd. Und was immer er auch in Jupps Augen sah, es schien ihn dazu zu bewegen, einen Schritt weiter zu gehen. Er beugte sich vor und presste seine Lippen gegen die Seite von Jupps Hals, wo unter der dünnen Haut plötzlich rasender Pulsschlag zu spüren war.

Klaus schmeckte Salz auf seiner Zunge, Schweiß, als er seinen Mund nach unten gleiten ließ, bis über Jupps Schlüsselbein, wo der Saum seines T-Shirts ihn an weiteren Erkundigungen hinderte. Langsam kehrte er zurück zu Jupps Gesicht, bis er nur Millimeter von seinen Lippen entfernt war. Jupps Atem flog, da war ein Unterton von Panik darin, der selbst in seinem alkoholgetrübten Zustand nicht zu verkennen war. Er nahm den Kopf ein wenig zurück, um Jupps Gesicht zu studieren – darin war kein Widerstand, aber auch nicht gerade Ermutigung geschrieben.

Die Versuchung war groß – mindestens so groß wie die Chance, dass sich keiner von ihnen morgen früh an das erinnern würde, was er getan hatte – und Klaus beugte sich vor, seine Lippen streiften über Jupps. Er ließ seine Zungenspitze über die volle, weiche Unterlippe gleiten; ein Gefühl das er hatte erkunden wollen, seit Jupp ihn damals unter der Brücke fast geküsst hatte, als er das negative HIV-Ergebnis erhielt.

Jupps Augen waren weit, die Pupillen so groß, dass von der hellen, blauen Iris kaum mehr als ein Rand zu erkennen war. Er blinzelte, einmal, zweimal – und schloss dann abrupt die Augen. Im Gegensatz dazu öffnete sich sein Mund und Klaus spürte die Veränderung mit Verblüffung – und dann mit blankem Erstaunen, als Jupps Arme sich um seine Schultern schlangen und er ihn enger an sich zog. Es war Jupp, der aus der zögerlichen Berührung einen Kuss machte, ihn weiter vertiefte; seine Zunge drang in Klaus’ Mund vor, kühl von dem Alkohol, den er getrunken hatte.

Dann, abrupt, zog er den Kopf weg. Klaus wandte den Blick ab und starrte wieder auf den Bildschirm, ohne wirklich zu erkennen, was da über die Mattscheibe flimmerte. Er musste nicht unbedingt wissen, was sich auf Jupps Gesicht zeigte, der offenbar seine fünf Sinne wieder beieinander hatte und sich daran erinnerte, dass er es nicht mochte, wenn er von einem anderen Mann geküsst wurde.

Er zuckte zusammen, als Jupps Finger sein Kinn umklammerten und seinen Kopf herumdrehten, so dass er ihn ansehen konnte. „Nicht hier.“

„Was?“ Klaus’ Herz raste plötzlich, seine Ohren klingelten und er war überzeugt, er hätte sich verhört. Offenbar trübte zu viel Alkohol nicht nur das Sehvermögen, sondern auch das Gehör litt darunter.

„Nicht. Hier. Nicht hier.“ Jupp stemmte sich langsam von der Couch hoch. „Flo könnte... könnte... Dings… halt.” Seine Beine schienen nicht sicherer als seine Zunge. “Mein Schlafzimmer ist viiiel besser.” Er schwankte und verlor fast den Halt.

Klaus sprang auf – obwohl er genauso betrunken war, schien er noch wesentlich mehr Kontrolle über seine Gliedmaßen zu besitzen – oder war es, dass er sich plötzlich sehr viel nüchterner fühlte, als noch ein paar Minuten zuvor? Nüchtern genug, um zu denken, dass es eine wirklich, wirklich schlechte Idee war, Jupp jetzt nicht ins Bett zu stecken und zu gehen. Nicht nüchtern genug, um es tatsächlich zu tun. Außerdem war da eine verräterische Stimme in ihm, die sagte – ‚greif’ zu, er wird sich vielleicht nie daran erinnern; du wolltest doch immer schon wissen, wie es wäre, wenn nur...’ und sie verschaffte sich zunehmend Gehör. Er schob seine Schulter unter Jupps, der sich an ihm festhielt und bevor sie sich versahen, waren sie in Jupps Schlafzimmer.

Klaus blieb. Und bevor er ganz registrierte, was passierte, lehnte sich Jupp an ihn, - und küsste ihn! Es war ein schlampiger, betrunkener, unbeholfener Kuss, der auf seinem Kinn gelandet wäre, hätte er ihm nicht geistesgegenwärtig das Gesicht entgegengedreht. Aber es war ein Kuss. Jupps Hände zerrten und grabschten – entweder haltsuchend oder... oder suchend? – an seiner Kleidung, glitten von seiner Brust zu seinen Hüften, um sich dort festzuhalten.

Noch immer so gefangen in den abrupten Veränderungen, reagierte Klaus kaum, abgesehen davon dass er seine Hände auf Jupps Unterarme legte – um ihn zu stützen oder aufzuhalten oder zu ermutigen, das wusste er selbst am allerwenigsten. Seine Augen weiteten sich, als Jupps fummelnde Finger seine Hose öffneten, die dann von selbst nach unten rutschte und um seine Knöchel lag. Jupps rechte Hand presste sich auf den Schritt seiner Retropants, die Berührung durch den dünnen Stoff so direkt, als wäre es seine bloße Haut. Klaus war mit einem Schlag fast schmerzhaft erregt. Er hatte das Gefühl, etwas umklammere seine Brust und er bekäme keine Luft. Er hätte nie geglaubt, dass Jupp... aber Jupp wusste überhaupt nicht, was er da tat, richtig? Er sollte der Vernünftige sein und das ganze beenden.

Stattdessen schob er seine Hand über Jupps, und verstärkte für einen Moment den Druck gegen seine Erektion, bevor er mit der anderen Hand den Bund der Shorts anhob und sie sich kurz darauf zu seiner Hose gesellten. Er trat aus dem Kleiderbündel und stand, noch immer atemlos, halbnackt vor Jupp. Er hob die Hand erneut, und begann sein Hemd aufzuknöpfen, dankbar dafür, dass er wenigstens die Krawatte vor Spielbeginn abgenommen und in seinem Jackett verstaut hatte.

Als er alle Knöpfe bezwungen hatte und das Hemd über die Schultern nach unten ziehen wollte, stoppte Jupp ihn. „Lass’ es an“, meinte er mit einem Grinsen, das unter anderen Umständen albern ausgesehen hätte. Er strich mit einer Fingerspitze eine Linie über Klaus’ Brustbein.

Das Lächeln und noch mehr die Berührung ließen ein Hitzegefühl in Klaus aufsteigen und er war sich sicher, dass seine Wangen sich rot verfärbten; nein, sein ganzer Kopf musste aussehen wie eine überreife Tomate. Ermutigt, wenn auch noch immer in dem Gefühl gefangen, dass er ziemlich wahrscheinlich träumte, legte er beide Hände an den Saum des T-Shirts, das Jupp trug – halb und halb erwartend, dass sie weggestoßen werden würden, als er ihn langsam anhob, den weichen Bauchansatz und den muskulösen Oberkörper des anderen Mannes entblößte. Nichts geschah. Nun, nicht ‚nichts’ – Jupp hob die Arme und er konnte ihm das T-Shirt über den Kopf ziehen, zerzauste die ein wenig zu langen Haare weiter.

Klaus fühlte sich fast wieder völlig nüchtern und er übernahm die Kontrolle über die Situation. Schließlich war er der Erfahrene von ihnen beiden. Auch wenn das Flattern in seinem Magen sich so anfühlte, als wäre er wieder ein Teenager und er dabei, sein erstes Mal zu erleben.

Er schob Jupp ein wenig zurück, bis seine Kniekehlen an die Bettkante stießen und Jupp, der Führung folgend, ließ sich aufs Bett fallen und streckte sich auf dem Rücken aus. Er glitt neben ihn, über Jupp, drapierte vorsichtig seinen Körper über Jupps, bis sie sich von Kopf bis Fuß berühren konnten.

Sein Herz raste, und er spürte das gleiche in dem Mann unter sich, sein Mund war trocken, in seinem Kopf schwamm alles, als befände er sich unter Wasser. Ihre Lippen berührten sich, zuerst zögerlich, dann mit wachsender Intensität, wachsender Leidenschaft, als das Verlangen wuchs.

Haut gegen Haut, Hitze an Hitze, Schweiß machte es den suchenden Händen ein wenig leichter, über den Körper des anderen zu gleiten.

Unter anderen Umständen hätte es albern ausgesehen, Klaus trug noch immer sein Hemd, in dessen Front, links und rechts, sich Jupps Finger krallten, ihn festhielten. Jupps Unterkörper steckte in den Jeans, unter denen sich deutlich seine Erektion abzeichnete.

Klaus glitt schließlich ein wenig nach unten, ließ seine Hände an Jupps Beinen entlang streifen, über die Jeans, die sich rau an seiner nackten Haut anfühlte. Ein alles andere als unangenehmes Gefühl, doch er wollte die Haut darunter spüren. Seine Wange streifte die Brust des anderen Mannes und er presste sie einen Moment dagegen. Jupps Hände gruben sich plötzlich in sein Haar, zogen daran, bis er wieder nach oben glitt und sie küssten sich erneut. Jupps Hände glitten über seinen Rücken, seine Finger, Fingernägel, pressten sich in Klaus’ Haut, der erschauderte.

Ohne seinen Mund von Jupps zu lösen, griff er nach seinen Armen und presste sie zur Seite zurück, wo Jupp sie wie in Trance liegen ließ, als wäre er festgebunden. Klaus hob den Kopf, und küsste, leckte, streichelte sich langsam einen Weg nach unten, wo Jupps Jeans noch immer an ihrem Platz war. Er öffnete den Knopf, schob den Reißverschluss nach unten und zog sie dann nach unten und aus dem Weg. Der knappe Slip war kein größeres Hindernis und kaum war es entfernt, beugte Klaus den Kopf und nahm Jupps steifen Penis in seinen Mund.

Jupp zuckte zusammen, als hätte ihn jemand in den Magen geschlagen, doch er hatte das erwartet und seine Hände auf Jupps Oberschenkel hielten ihn still. Er ließ seine Zunge über das zuckende Glied streichen, zuerst rastlos und ungeduldig; dann langsamer, seine eigene, wachsende Erregung auskostend – und die Reaktionen des anderen Mannes.

Jupp machte keine Bewegung zur Abwehr. Sein Unterkörper bog sich Klaus entgegen, sein Kopf war in den Nacken geworfen und er hielt die Augen fest zugekniffen, als würde nichts geschehen, wenn er es nicht sah. Seine Finger krallten sich ins Bettlaken, als er in Klaus’ Mund stieß, so weit ihm das möglich war, denn Klaus drückte ihn immer noch hinunter.

Dann löste er eine Hand von Jupps Oberschenkel, und schloss sie um seinen eigenen Penis, versuchte den Rhythmus seiner Finger an den seines Mundes anzupassen, fand aber bald, dass er die Kontrolle verlor. Er kam ein paar Sekunden vor Jupp über seine Finger und die Oberschenkel des anderen Mannes, bevor Jupp mit einem lauten Aufstöhnen ein letztes Mal in seinen Mund stieß.

Er hob den Kopf, ließ Jupps Penis aus seinem Mund gleiten und presste sich in voller Länge an ihn, sog das Zittern und Beben im Körper des anderen in sich auf und küsste Jupp mit dem Geschmack seines Spermas noch auf den Lippen.

Langsam ebbte das Zittern ab und ihr Atem wurde ruhiger. Klaus glitt neben Jupp, das Gesicht in das Kissen neben seinem Kopf vergraben, so dass er Jupps Haare über seine Wange kitzeln spürte und legte einen Arm um seine Taille.

Klaus roch den lange vertrauten Mix aus Jupps Schweiß, seinem Duschgel und Deo und etwas, das typisch Jupp war und ließ sich davon in den Schlaf lullen, eine Weile nachdem ihm die tiefen, entspannten Atemzüge verraten hatten, dass der andere Mann bereits schlief. Er versuchte nicht daran zu denken, was das Aufwachen bringen würde.


Ende