Titel: Sie oder Ich!

Autor: Lady Charena

Fandom: House, MD

Charaktere: House, Wilson

Thema: # 085. Sie

Word Count:

Rating: G, Humor

Anmerkung des Autoren: Vielen Dank an T’Len für’s betalesen.

Summe: Ist House etwa eifersüchtig?

 

I saw her today, I saw her face
She's worse to him than me
Let her go ahead, take his love instead               (The Searchers)

 

„Hey. Alles in Ordnung?“ Wilson trat in House’ Büro und setzte sich auf seinen üblichen Platz. Dann beugte er sich vor, schnappte sich House roten Kaffeebecher. Er nahm einen Schluck und verzog das Gesicht. „Uh, kalt.“

 

„Ist in der Onkologie der Kaffee ausgegangen?“

 

Wilson sah ihn mit milder Überraschung an. House ruppiger Tonfall ließ nichts gutes vermuten. „Ein schwieriger Fall?“, fragte er.

 

„Wie kommst du darauf?“

 

„Hast du vor, jede meiner Fragen mit einer Gegenfrage zu beantworten?“ Wilson stellte die Tasse ab und lehnte sich in seinen Stuhl zurück, um sich den Nacken zu reiben. „Du bist schon vor mir zur Arbeit gefahren. Ich dachte, nur ein Notfall könnte dich so früh ins Krankenhaus treiben.“

 

House gab ein Knurren von sich. Dann beugte er sich vor und stützte die Arme auf den Schreibtisch. „Ich will, dass du dich entscheidest. Sie oder Ich.“

 

Das war es also. Wilson musterte seinen Freund. „House, du hast gesagt, es wäre kein Problem, wenn sie bei uns wohnt. Und ich habe es schließlich meinen Eltern versprochen.“

 

„Deine Eltern sind dein Problem“, entgegnete House knapp.

 

„Sie bleibt die ganze Zeit in meinem Zimmer, da stört sie doch überhaupt nicht.“

 

„Dein Zimmer ist mein Gästezimmer“, verdeutlichte House.

 

„Greg. Was ist das Problem?“, fragte Wilson direkt.

 

„Sie mag mich nicht.“ House lehnte sich zurück und legte statt dessen die Füße auf den Schreibtisch.

 

Wilson sah ihn einen Augenblick lang verwundert an, dann begann er zu lachen. „Das ist nicht dein Ernst?“, erwiderte er, als er sich wieder fasste. „Du bist doch nicht etwa... du bist es!“

 

„Ich weiß nicht, von was du redest“, entgegnete House indigniert.

 

„Du bist eifersüchtig auf sie, Greg“, spottete der jüngere Mann und hielt House’ verärgertem Blick stand. „Keine Sorge, du wirst trotzdem mein bester Freund bleiben.“

 

„Sehr witzig, Dr. Wilson.“ House nahm seinen Ball und warf ihn nach James, der ihn grinsend auffing und zurückwarf. „Es ist keine Rede von Eifersucht. Als ich heute morgen in meine Küche kam, hatte sie sich da schon breit gemacht. Auf dem Küchentisch. Und sie hat sich an meinem Stock vergriffen!“ Zur Verdeutlichung nahm er den Stock, der seitlich am Schreibtisch lehnte und warf ihn auf die Schreibfläche. Tatsächlich, im unteren Teil zeigten sich Kratzer im Holz.

 

Wilson schüttelte den Kopf und grinste erneut. „Nun komm schon, sie ist halt noch jung und ein wenig verspielt. Außerdem glaube ich dir nicht. Deine Argumente hätten sehr viel mehr Überzeugungskraft, wenn ich euch beide nicht am Samstagmorgen kuscheln gesehen hätte. In deinem Bett.“

 

House zog es wohlweislich vor, dazu zu schweigen.

 

„Außerdem ist es ohnehin nur noch für ein paar Tage. Dann sind meine Eltern aus dem Urlaub zurück und holen sie ab.“

 

„Okay, aber wirklich nur ein paar Tage“, lenkte House ein. „Und du sorgst dafür, dass ich keine Katzenhaare mehr auf meiner Pizza finde.“

 

„Ich werde darauf achten“, versprach Wilson. Er stand auf und streckte sich. „Also, wer hätte gedacht, dass eine Katze nicht das perfekte ‚Housetier’ ist.“ Er grinste, als House bei dem Wortspiel das Gesicht verzog. „Einzelgängerisch, launisch, kratzbürstig, wählerisch und immer den eigenen Willen durchsetzend.“ Er ging zur Tür und drückte sie auf. Dann sah er noch mal über die Schulter zurück. „Und du warst doch eifersüchtig.“ Wilson eilte lachend aus dem Büro. Hinter ihm klatschte der grünpinke Ball gegen die Glasscheibe.

 

 

Ende