Sei vorsichtig mit dem, was du beginnst

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Die 2

Charaktere: Danny/Brett

Kategorie: m/m-slash, PG-15, Humor

Summe: Brett sollte vorsichtig sein mit dem, was er beginnt. Es könnte nach hinten losgehen.

Feedback: tlen11@freenet.de

Hinweis: Ein alternatives Ende zur Episode „Die Vergangenheit des Grafen.“ Wenn sie schon einmal so schön auf dem Boden liegen. <eg>

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

Da lag er nun auf dem Rücken – wie eine gestrandete Schildkröte. Eines britischen Lords total unwürdig. Brett Sinclair seufzte. Das hatte er davon, aber selber Schuld. Warum ließ er sich auch immer wieder von Danny in irgendwelche Verwicklungen verstricken. Der Mann war ein wandelnder Katastrophenmagnet. Jawohl! Jemanden zufällig anrempeln, eine Statue mit Original-Hitler-Autogramm aufheben, genau in dem Moment fotografiert werden, in der Zeitung erscheinen und dann Mörder auf dem Hals haben – das konnte wirklich nur Daniel Wilde passieren.

 

Und jetzt, wo sie alles glücklich – und Gott sei Dank mit heiler Haut – überstanden hatten – da musste ihm der eifersüchtige Mann einer Ex-Flamme von Danny noch eine Gerade verpassen, so dass er samt Sofa auf seinem blaublütigen verlängerten Rücken landete. Gut, Danny hatte in den letzten Tagen auch schon ein paar Ohrfeigen abbekommen, die eigentlich für ihn bestimmt gewesen waren und lag jetzt neben ihn, weil Frank gleich an zweites Mal ausgeholt hatte. Aber Brett war definitiv nicht in der Stimmung, dies zu Gunsten seines Freundes auszulegen. Im Gegenteil. Und außerdem hatte er die Ohrfeigen auch nur bekommen, weil er seien Verabredung laufend sitzen lassen musste, um Danny aus der Patsche zu helfen und das Leben zu retten. Also war doch alles Dannys Schuld. Basta!

 

Er selbst hatte doch nichts mehr gewollt, als einen netten Abend mit einer alten Freundin zu verbringen und ein bisschen – na ja... man war ja schließlich ein Mann, nicht wahr und hatte so seien Bedürfnisse. Vor lauter Abenteuern kam er ja schon gar nicht mehr zum Vergnügen.

 

„Na, war das nicht wieder ein Heidenspäßchen“, strahlte Danny ihn an. „Ich habe mich köstlich amüsiert. Eure Durchlocht auch?“

 

Amüsiert? Spaß? Brett erlaubte sich, die Dinge etwas anders zu sehen. Halb krank war er gewesen vor Sorge um Danny, bei den dauernden Überfällen auf dessen Leben. Von der Sorge um seine eigene Unversehrtheit ganz zu schweigen. Man hing ja doch irgendwie am Leben mit allem Drum und Dran, nicht wahr?

 

Er blickte zu seinem Freund und wollte bereits protestieren, als sich plötzlich eine Idee in seinem Kopf formte, wie er Danny endlich mal seine blöden Sprüche austreiben könnte – für eine Weile zumindest. Brett lächelte. Ja, das würde ihm bestimmt die große Klappe stopfen. Aber gewaltig. Und ein bisschen Rache für sein verpatztes Rendezvous musste schließlich auch sein.

 

Blitzschnell rollte er sich über Danny und presste den Freund, der sich gerade aufrappeln wollte, mit seinem Gewicht wieder zu Boden.

 

„Was soll das denn werden, wenn’s fertig ist?“, protestierte der Amerikaner. „Trainieren wir jetzt fürs olympische Ringkampffinale?“

 

„Ich bin geil, du hast meine Freundin vergrault, so spät am Abend finde ich keine neue mehr, also erwarte ich jetzt von dir Wiedergutmachung“, erklärte Brett und presste seinen Mund kurz auf Dannys. Dann wappnete er sich innerlich für den Ansturm der Empörung über sein unmögliches Ansinnen, der zweifelsohne jeden Moment über ihn hereinbrechen würde und bereitete sich darauf vor, jeden Moment von Danny zur Seite gestoßen zu werden.

 

Doch nichts der Gleichen geschah.

 

Für einen langen Moment herrschte Schweigen zwischen ihnen. Dann flüsterte Danny, plötzlich, irgendwie seltsam heißer klingend: „Ich dachte schon, du würdest mich nie fragen.“

 

„Was?“, murmelte Brett verwirrt.


Dann fand er Dannys Lippen auf den seinigen wieder.

 

Ende