Heiße Schnauze, kalte Füße

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: Die 2

Charaktere: Brett, Danny

Kategorie: Gen, Humor

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Summe: Brett und Danny in der Sauna. Kann das gut gehen?

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Na, dann mal nix wie rein in den Schwitzkasten. Auf dass die Säfte kräftig fließen. Es geht doch nichts über ein warmes Heim an kalten Wintertagen.“ Kraftvoll klopfte Danny Wilde seinem Freund Brett auf die nackten Schultern, als sie die Sauna betraten.

 

Lord Sinclair zuckte zusammen. „Benimm dich bitte, Daniel. Eine Sauna ist ein gesitteter Ort.“

 

„Aber Lordchen, warum denn so verbiestert? Ich benehme mich doch stets vom Feinsten.“

 

Während Brett sein Handtuch ausbreitete und sich darauf nieder setzte, ließ Danny seinen Blick über die Bänke schweifen, bis er gefunden hatte, was er suchte. „Holla, schönes Kind“, sagte er und setzte sich vertraulich nah zu einer schwitzenden, attraktiven Blondinen. „Schwitze bloß nicht zu viel von deinem hübschen Körperchen weg. Es wäre eine Schande wenn auch nur ein klitzekleines Gramm davon verloren ginge. Wie wär’s denn nachher mit uns beiden Hübschen? Ich bin Danny, der Wilde und kenne so einige Tricks, bei denen wir noch mehr ins Schwitzen kommen.“

„Daniel, bitte“, zischte Brett herüber, während die Frau sich indigniert erhob und die Sauna verließ.

 

„Sehen wir uns auf ein Schlückchen Aufguss oder zwei?“, rief Danny ihr hinterher – natürlich ohne eine Antwort zu bekommen.

 

„Daniel“, zischte Brett erneut.


“Aber was hat er denn nur der holde Durchlauchtige“, erwiderte Danny munter und offensichtlich total immun gegen die giftigen Blicke der anderen Saunabesucher. „Sicher finden wir auch ein hübsches Mägdelein für dein blaues Blut. Sind doch genug Schönheiten hier:“ Er gestikulierte einladend um sich – und haute dabei den hinter ihm sitzenden Herrn vors Knie.

 

„Pscht, sei still“, flüsterte Brett.

 

„Was haben euer Hochwohlgeboren in den nicht vorhandenen Bart gemurmelt?“, fragte Danny lautstark zurück. Er erhob sich, wedelte sein Handtuch aus – und dem Mann hinter ihm ins Gesicht, worauf dieser „Unverschämtheit“ murmelnd die Sauna verließ – und setzte sich dann neben Brett, ihm vertraulich den Arm um die Schulter legend. „Du bist viel zu verkrampft, mein Süßer, entspann dich doch endlich. Dafür sind wir schließlich hier. Oder kommt blaues Blut nicht ins Kochen?“

 

„Würdest du bitte endlich deine große Klappe halten“, knurrte Brett seinen Freund an. 

 

„Ach, was ist er heute nur wieder biestig“, entgegnete Danny und erhob sich. „Ich denke, ich hebe noch ein bisschen Schweiß für später auf und kucke mal, ob ich etwas zum Befeuchten der Kiemen finde. Man sieht sich.“

 

„Ehrlich, ich kenne ihn kaum. Eigentlich fast gar nicht. Nur ein ganz entfernter Bekannter. Und ich kann ihn überhaupt nicht leiden“, erklärte Brett, als er hastig die Tür schloss, welche Danny hinter sich sperrangelweit offen gelassen hatte.

 

Für etwa fünf Minuten herrschte herrliche Stille in der Sauna, dann platzte Danny erneut herein, einen Drink in der Hand. Er hielt ihn Brett hin, doch dieser schüttelte nur den Kopf.

 

„Was für ein trauriger Haufen seid ihr hier bloß“, erklärte derweil Danny. „Lasst uns doch ein nettes Liedchen anstimmen auf das endlich Stimmung in den Laden kommt.“

 

In diesem Moment trat ein ernst dreinblickender Herr im Anzug durch die Tür, die Danny erneut offen gelassen hatte. Zwei kräftige Männer begleiteten ihn. „Mr. Wilde?“

 

Daniel drehte sich herum. „Derselbige höchstpersönlich.“

 

„Würden Sie bitte mitkommen?“

 

Als sich die Tür hinter Danny schloss, hörte Brett, wie rundherum alle aufatmen. Er selbst eingeschlossen.

 

///

 

Gut zwei Stunden später.

 

„Sag mal, Durchlocht, wo steckst du denn so lange?“ Ein ungeduldiger Daniel Wilde erwartete Brett Sinclair auf dem Parkplatz vor dem Saunabad.

 

„Aber mein lieber Daniel“, erwiderte Brett sichtlich entspannt und gut gelaunt, während er zu seinem gelben Aston Martin ging. „Weißt du denn nicht, dass zu einem ordentlichen Saunabesuch drei bis vier Gänge a 15 Minuten gehören, mit angemessenen Ruhepausen dazwischen?“

 

„Und ich kann mir hier in der Zwischenzeit sonst was abfrieren“, maulte Danny.


“Warum bist du nicht in die Stadt zurückgefahren?“, fragte Brett und schloss auf. Mit kühnem Schwung landete seine Sporttasche im Wagen.

 

„Weil eure Durchschlauchtigkeit den Autoschlüssel in ihrem königlichen Schrank eingeschlossen hatten und hier weit und breit kein Hörrohr ist, um ein Taxi zu rufen. Du musstest ja unbedingt eine Sauna am Ende der Welt aufsuchen.“

 

„Ich gehe doch in keine, wo mich jemand kennen könnte“, erwiderte Brett. „Dann wärest du doch herein gekommen und hättest ihn geholt“, schlug er mit Unschuldsmiene vor.

 

„Ha, ha, sehr witzig. Als hätten mich diese Affen von Bademeister wieder herein gelassen“, erwiderte Danny säuerlich.

 

„Tja, mein lieber Daniel, selbst du solltest wissen, dass man in einer Sauna besonders die Ruhe schätzt.“ Brett kletterte in sein Auto und startete den Wagen.

 

„Dabei hätte der trübe Laden wahrlich mal ein bisschen Stimmung verdient gehabt. Solche Trauerklöße überall“, murrte Danny.

 

Brett streckte den Kopf zur Autotür heraus. „Warum kommst du denn nun nicht?“, fragte er. „Willst du hier Wurzeln schlagen? Die lassen dich eh nicht wieder rein.“

 

„Ich kann nicht“, erwiderte Danny und deutete nach unten. „Meine Schuhe sind festgefroren.“

 

Ende