Schatzsuche

T’Len

2004

 

 

 

 

 

Serie: TOS

Altersangabe: NC-17

Codes: K/S

Feedback: tlen11@freenet.de

Beta: Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

Summe: Urlaub und eine ganz spezielle Schatzsuche

 

Das ist eine kleine Leseprobe aus dem Zine Nevasa – Liebe inmitten der Sterne 4 der TOSSisters. Für mehr Informationen hier.

 

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels, die in dieser Story verwendet wurden, nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.

 

 

 

Die Szene hätte nicht idyllischer sein können. Palmen wiegten sich langsam im Wind. Die Sonne wärmte blaues Wasser und goldenen Sand. Ein exotischer Vogel sang irgendwo in den Wipfeln sein Lied. Zwei fast nackte Gestalten lagen auf Handtüchern am Strand, in ihre Lektüre vertieft. Die Sonne hatte ihre Haut schon gebräunt.

 

Jim Kirk seufzte schließlich und klappte sein Buch zu. Seine Finger glitten dabei zärtlich über den Titel, der in goldenen Lettern ins Leder des Umschlags geprägt war. Diese antike Ausgabe von Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“ war Spocks Geburtstaggeschenk für ihn gewesen.

 

Den Seufzer des Menschen natürlich bemerkend legte Spock sein Datenpad beiseite und blickte seinen Gefährten fragend an. Als Jim Spocks fragend gewölbte Augenbraue sah, zuckte er mit den Schultern und versuchte sein Verhalten zu erklären. „Ich war nur neidisch auf die alten Zeiten. Manchmal wünsche ich mir, dass ich damals gelebt hätte.“

 

Eine zweite Braue stieg in die Höhe. „Warum sollte man sich dies wünschen? Diese Zeiten waren wenig angenehm. Probleme mit der Sauberkeit, daraus resultierende schwere Krankheiten und Seuchen, Hunger und Unterernährung in breiten Bevölkerungsschichten, keine hohe Lebenserwartung und so weiter.“

 

„Schon, aber es gab auch herrliche Abenteuer. Ein Mann konnte die Grenzen der bekannten Welt weiter hinaus schieben, unbekannte Inseln entdecken oder den Wilden Westen des nördlichen Amerikas erkunden.“ Jim stieß einen weiteren neidischen Seufzer aus.

 

„Jim, ich würde sagen, dass ein Großteil unseres bisherigen Lebens auch reich an Abenteuern und Entdeckungen war.“

 

„Aber das ist Vergangenheit, Spock. Sieh doch nur, was wir jetzt sind: Ein Admiral an seinem Schreibtisch und ein Lehrer an der Akademie. Ich vermisse unser altes Leben, Spock. Ich vermisse das Schiff und unsere Freunde und all die Abenteuer. Ich vermisse sogar unsere alten Urlaube. Damals hatten wir richtig Spaß auf Wrigley’s oder Argelius. Jetzt liegen wir hier faul und sicher am sandigem Strand von Kauai.“

 

Jim fügte schnell hinzu, als er den leichten aber unmissverständlichen Anflug von Enttäuschung auf Spocks Gesicht sah: „Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich liebe es, hier mit dir zu sein. Aber mir ist von all dem Ruhen im Sand und dem Lesen schon ganz langweilig. Und wir sind erst seit drei Tagen hier. Ich brauche einfach irgendeine Abwechslung.“

 

Spock erhob sich von seinem Handtuch und streckte Jim seine rechte Hand entgegen. „Möchtest du, dass ich dich für eine Weile ablenke?“

 

Ein verdächtiger Glanz in den dunklen vulkanischen Augen ließ Jim sofort erraten, welche Art Ablenkung Spock im Sinn hatte und er sprang rasch auch auf.

 

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„Ach Gott, Spock, du bist die beste Medizin gegen Langeweile“, seufzte Jim, als heiße vulkanische Lippen und Hände über seinen Körper glitten und ihn quasi unter Feuer setzten.

 

Eifrig schob er Spocks Kopf weiter hinunter bis dessen grüne Zunge um die Spitze seines mittlerweile steifen Gliedes leckte. „Mehr Spock, bitte“, bat Jim ungeduldig.

 

Er musste nicht zweimal darum bitten. Spocks Lippen schlossen sich über seinem Penis und, sein Organ wurde vollständig in den heißen Mund gesaugt. Jim stöhnte zufrieden. „Ja, das ist es... so  fantastisch.“

 

Er verschränkte seine Hände in Spocks dunklem Haar und stieß sein Glied tiefer in die herrliche Wärme des saugenden Mundes. Er konnte nie genug von Spock und ihrem Liebesspiel bekommen, nicht von dieser Art und nicht von jeder anderen. Aber bald konnte er es nicht mehr aushalten und schoss seinen Samen in den eifrig trinkenden Mund.

 

Spock ließ den schlaffen Penis aus seinem Mund gleiten und schob sich auf Jim, dessen Mund mit einem heißen Kuss in Beschlag nehmend. Begierig testete Jim seinen eigenen Samen in Spocks Mund. Als er Spocks steifes Glied gegen seine Schenkel pressen spürte,  spreizte er seine Beine automatisch weiter. Und er spürte, wie er selbst bereits wieder hart wurde, trotz des gerade erst erlebten Orgasmus.

 

Als sie ihren Kuss beenden mussten, um Luft zu holen, flüsterte Jim in ein spitzes Ohr: „Ich will dich in mir spüren, Spock. Nimm mich jetzt, bitte.“

 

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Befriedigt kuschelte sich Jim nach ihrem Liebesspiel auf dem großen Doppelbett an Spock. Sein Blick wanderte durch das Schlafzimmer ihres gemieteten Strandhauses und blieb schließlich an der alten Truhe hängen, die in einer Ecke als Standplatz für einige exotischen Pflanzen diente. „Ich habe mich schon bei unserer Ankunft gefragt, ob man da nicht hineinschauen könnte. Es sieht aus wie eine alte Piratenschatztruhe“, sagte er. 

 

Neugierig stand Jim auf und untersuchte das Möbelstück naher. Als er sah, dass das Schloss offen war, stellte er die Pflanzen beiseite und stieß den Deckel auf, um hinein zuschauen.

 

„Spock!“ Jim verbarg seine Überraschung nicht, als er ein Blatt Papier ins Licht zog. „Das sieht wie eine alte Schatzkarte aus. Denkst du, dass es hier irgendeinen noch einen alten Piratenschatz gibt? Er könnte schon seit Jahrhundertenversteckt sein. Stell’ dir das nur vor, Spock, Gold und Silber, vielleicht sogar Edelsteine!“

 

Seine Langeweile war vergessen. Jetzt wurde Jim Kirk nicht nur wieder zum draufgängerischen Starfleet-Captain sondern auch zum neugierigen Kind. Es galt ein Geheimnis zu lösen und er war genau der richtige Mann für die Aufgabe. „Komm’, Spock, hilf mit. Lass uns die Karte untersuchen, ob wir sie entschlüsseln können.“

 

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Eine halbe Stunde später waren sie tatsächlich auf der Schatzsuche, mit einem Spaten und der Karte bewaffnet. Zur Jims Freude hatten sie  nicht lange gebraucht, die Symbole zu entschlüsseln und die richtige Richtung für ihre Suche zu finden. Glücklicherweise hatte sich auch herausgestellt, dass die Karte sich tatsächlich auf ihre nähere Umgebung bezog und nicht auf  irgendeine unbekannte Insel.  Darüber, warum sie noch niemand vor ihm entdeckt hatte, wunderte sich Jim nicht.

 

Bald war er sicher gewesen, dass eine Stelle unter dem alten Banyan Baum hinter der nächsten Bucht, der auf der Karte mit einem X bezeichnete Ort war.

 

Eifrig machte er sich ans Ausgraben, jedwedes Hilfsangebot von Spock ablehnend. Jim war so in sein kleines Abenteuer vertieft, dass er sich gar nicht wunderte, warum die Erde unter dem Baum so locker war oder sich die Schatztruhe so nah an der Oberfläche befand und doch nie zuvor entdeckt worden war.

 

Bald hatte er die Truhe ausgegraben und betrachtete sie von allen Seiten Leider war dieses Schloss nun verschlossen, wie Jim frustriert feststellen musste. „Mist“, brummelte er. „Wir hätten einen Phaser mitnehmen sollen oder etwas anderes, um das Schloss zu öffnen.“

 

„Ich schlage vor, dass du es damit versuchst.“ Mit unbewegtem Gesicht zog Spock einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und reichte ihn Jim.

 

Jim blickte den Schlüssel an, dann Spock. „Was soll...?“, murmelte er, brach dann ab Was hatte sein Vulkanier nur vor? Wieso besaß er den Schlüssel? Hatte Spock das alles inszeniert, um ihn von seiner Langeweile abzulenken? Aber wie hätte er das so kurzfristig bewerkstelligen können? Immerhin waren sie die ganze Zeit, nachdem er geklagt hatte, zusammen im Bett gewesen. Plötzlich kam ihm das ganze doch rätselhaft vor.

 

„Nun wir werden es herausfinden, wenn der Schlüssel passt“, sagte er schließlich mit einem Grinsen. Tatsächlich passte der Schlüssel perfekt ins Schloss, aber als der Deckel aufsprang kam statt eines alten Schatzes ein kleiner, samtener Kasten zum Vorschein.

 

Jim nahm ihn in seine Hand und öffnete ihn. Als er den Inhalt sah, war er sprachlos. Ein kleiner, Platinring, ein vulkanisches Armband und eine handgeschriebene Karte, auf der er sofort Spocks charakteristische Handschrift erkannte, lagen dort drin. Jim blickte den Vulkanier, der ihn mit seinen dunklen, unergründlichen Augen intensiv beobachtete, an.

 

„Bitte lies“, bat Spock leise.

 

Jim las laut vor, was auf der Karte stand. „Jim, ich liebe dich. Würdest du mir die Ehre erweisen, mich in der Tradition deiner Welt zu heiraten, und mit mir in der Tradition meiner Welt die Bindung einzugehen, um unsere Liebe für immer und vor aller Welt zu besiegeln?“

 

Jims Augen strahlten, als er seinen Partner, mit dem er so viele gemeinsame Jahre zunächst der Freundschaft und schließlich der Liebe verbracht hatte, ansah. „Spock“, stotterte er. „Wann hast du das alles gemacht? Ich meine... wie? Ich bin sprachlos. Das hätte ich nie erwartet. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“

 

Die vulkanischen Gesichtszüge blieben unbewegt, als Spock antwortete: „Gestern Abend, als du eingeschlafen  warst habe ich alles arrangiert. Ich hatte geplant, dir einen Antrag in einer Art und Weise zu manchen, die Menschen als romantisch ansehen würden. Deshalb hatte ich auch diesen Urlaub hier vorgeschlagen, da mir ein einsames Strandhaus an einem tropischen Ort für diesen Zweck besonders geeignet erschien. Soviel ich weiß, ist die Tradition des Heiratsantrages noch weit verbreitet. Ich hatte keinen konkreten Plan, als wir hier ankamen, aber als ich diese alte Truhe in unserem Schlafzimmer sah, wusste ich dass du früher oder später neugierig genug wärest, hineinzuschauen Und ich wusste auch, dass du ein kleines Abenteuers lieben würdest, deshalb inszenierte ich diese Schatzsuche.“

 

Er zögerte kurz. „Was deine Antwort anbelangt, Jim, sehe ich nur zwei Möglichkeiten: Ja oder Nein.“

 

„Ja, ja, selbstverständlich ja!“, rief Jim. „Denk nicht einmal an ein Nein.“ Er schlang seine Arme um Spocks Hals und küsste ihn leidenschaftlich. Dann trat er ein Stück zurück, um Spock in die Augen schauen zu können.

 

„Ich liebe dich, Spock. Du bist mein wahrer und einziger Schatz.“

 

-Ende-