Titel: Nichts als Routine

Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD

Pairung: Wilson/House

Rating: PG-13, slash, Humor

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Das Ende eines langen Tages. (post-Ep: 3.18 Airborn)

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

 

Die Tür wurde geöffnet, bevor er den Schlüssel ins Schloss stecken konnte. House lehnte gegen den Türrahmen und sah ihn an. „Du kommst spät.“

 

„Sorry, ich wurde im Krankenhaus aufgehalten. Nachdem ich den ganzen Tag versucht habe, du zu sein, musste ich wieder ich werden, um meine liegengebliebene Arbeit aufzuholen.“ Wilson rollte mit den Augen, als House über seine Formulierung lachte. „Okay. Bitte. Greg. Ich bin müde – lässt du mich nun rein oder nicht?“ House trat einen Schritt zur Seite, um Platz zu machen und Wilson schob sich an ihm vorbei. „Danke. Und erinnere mich daran, dass ich nie wieder du sein will.“

 

House sah ihm nach, als er den kurzen Flur entlang ging, um seine Jacke und seine Tasche ordentlich zu verstauen. „Du könntest niemals ich sein, dazu fehlt dir das Talent.“

 

Wilson ignorierte die Antwort. „Wie war der Flug? Achtzehn Stunden? Ziemlich langweilig, hm?“, fuhr er fort, als er zurück ins Wohnzimmer trat.

 

House warf die Tür zu und ging zum Sofa. Er setzte sich und legte die Beine auf den Couchtisch, dann schluckte er eine Vicodin. Nein, langweilig war der Rückflug von Singapur ganz bestimmt nicht gewesen. „Routine. Aber Cuddy weiß, wie man einem Mann die Zeit vertreibt“, sagte er ironisch, als Wilson neben ihm Platz nahm und mit einem Seufzen seine Krawatte lockerte. „Sie ist einfach unersättlich. Wie viele Patienten hat mein Team während meiner Abwesenheit umgebracht?“

 

Der ignorierte die Bemerkung. „Sie wird sich das nächste Mal doppelt gut überlegen, dich um die halbe Welt zu schleppen, nur damit du eine Rede hältst. WHO oder nicht. Überhaupt, was ist das für eine Begrüßung?“ Wilson schlang die Arme um seinen Liebhaber, um ihn für einen Kuss näher zu sich zu ziehen. Er murmelte protestierend, als Gregs Bartstoppeln – die wirklich ein erträgliches Maß überschritten hatten – gegen seine Wangen kratzten, doch House erstickte jeden Protest im Keim.

 

Dummerweise musste James gähnen und ihr Kuss endete ziemlich abrupt. Er legte die Stirn gegen House’ Schulter – und verzog die Nase. „Argh. Du stinkst.“ Er richtete sich auf und rückte ostentativ ein Stückchen von House weg.

 

Greg klopfte mit dem Knöchel gegen Wilsons Stirn. „Halllooooo? Ist da jemand drin? Ich habe dir gerade erzählt, dass Cuddy und ich den Rekord des Mile-High-Clubs gebrochen haben. Irgendwo über dem Nordpol, denke ich. Achtzehn Stunden in einer Flugzeugtoilette. Mann, waren die anderen Passagiere vielleicht angepisst.“

 

Wilson schnüffelte und runzelte die Stirn. „Ist ihr dabei übel geworden?“, erwiderte er trocken. „Du riechst, als hätte sich jemand übergeben. Über dich, um genau zu sein.“

 

House gab ein abfälliges Geräusch von sich. „Okay, Mister. Du schläfst heute auf der Couch.”

 

„Yeah, sicher.“ Wilson lehnte sich gegen die Couch zurück und schloss die Augen. „Geh’ duschen.“ Er blinzelte und sah, wie House tatsächlich aufstand und in Richtung Bad verschwand. Müde legte er die Beine auf den Tisch und grinste.

 

Die Badezimmertür ging noch mal auf. „Da war diese coooole Flugbegleiterin und sie hat mir klar zu verstehen gegeben, dass sie gerne mal mit mir... fliegen... würde. Du weißt, wie asiatische Mädchen auf große Männer stehen.“

 

Wilson lachte und fuhr sich durch die Haare. „Und ich habe die Telefonnummer eines echt heißen Callgirls, das mit mir essen gehen möchte.“

 

Einen Moment lang herrschte Schweigen, dann kam es aus Richtung Badezimmer: „Und wirst du?“

 

James raffte sich hoch und drehte sich herum, um Greg anzusehen. „Nope. Ich habe heute schon mal erwähnt, dass ich nicht du sein will.“ Eigentlich war er gar nicht mehr so müde. Mit ihrem vertrauten Gekabbel schien der Stress des Tages von ihm abzufallen. Über die Konferenz und den Flug konnten sie sich morgen noch unterhalten. Immerhin, was konnte schon groß aufregendes passiert sein. Vermutlich hatte Greg sich die ganze Zeit mit Cuddy gestritten, weil ihm langweilig war und die anderen Passagiere terrorisiert. Er stand auf und streckte sich. „Wirst du?“, fragte er betont beiläufig. Blaue Augen musterten ihn langsam, intensiv, von Kopf bis Fuß – und ja, er war definitiv nicht mehr müde.

 

House grinste. „Nope“, machte er ihn nach: „Außer wenn du heute Nacht wirklich vorhast, auf der Couch zu schlafen.“ und verschwand dann endgültig wieder im Bad.

 

Wilson folgte ihm. Eine Dusche konnte ihm sicher auch nicht schaden...

 

 

Ende