Rettungsringe sind sexy

T’Len

2005

 

 

 

Fandom: Adelheid und ihre Mörder

Paarung: Schilling/Eugen  impl.

Altersangabe: PG

Hinweise: Fortsetzung zur Folge „Mord auf Rezept“

Warnungen: Humor

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Plötzlich scheint jeder Eugen sexy zu finden.

 

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Adelheid?“ Hoffnungsvoll schob Eugen Möbius den Kopf zur Tür ins Vorzimmer der Mord Zwo. Doch von seiner Exfrau war keine Spur zusehen. Enttäuscht trat er ganz ein. Dabei hatte er so gehofft, sie heute zum Essen einladen zu können. Wo sie doch neulich in der Uni, als sie im Fall der ermordeten Studentin ermittelten und dieser komische Typ ihn angemacht hatte, gesagt hatte, er sähe noch immer gut aus. „Adelheid?“

 

„Ihre Frau ist noch immer im Urlaub“, ertönte Kommissar Schillings Stimme aus dem angrenzenden Büro. „Wissen Sie das nicht?“

 

Eugen schlug sich gegen die Stirn. Natürlich. Wie hatte er das nur vergessen können? Direktor Dünnwald hatte Adelheid ja in Urlaub geschickt, damit sie mit ihrem Können nicht den Zweikampf zwischen Mord Eins und Zwo beeinflusste. Was sie natürlich nicht davon abhielt, trotzdem heimlich zu ermitteln und Kommissar Strobel zur Hilfe zu eilen.

 

Na, wenn er schon einmal da war, dann konnte er gleich noch etwas anderes fragen, was er schon seit längerem vorgehabt hatte. Er trat in Schillings Büro.

 

Der Kommissar saß mit gesenktem Kopf an seinem Schreibtisch und starrte trübsinnig vor sich hin. „Sind Sie in Ordnung?“, fragte Eugen vorsichtig.

 

„Ja, ja“, kam die wenig überzeugende Antwort.

 

„Ist Herr Pohl nicht da?“, wollte Eugen wissen.

 

Schilling schüttelte den Kopf. Genau das war ja sein Problem. Seitdem Strobel angeordnet hatte, dass Pohl sich mit der Schaller von der Eins traf, um sie wegen Informationen auszuhorchen, bekam er seinen Kollegen überhaupt nicht mehr zu Gesicht. Dienstlich wie privat. Dabei fühlte er sich so einsam. Niemand mochte ihn. Und Strobel verdächtigte ihn schon wieder der Spionage für Mord Eins. Okay, er hatte ja nicht ganz unrecht, aber man musste sich doch mit Brinkmann gut stellen. Wie groß waren schon die Chancen, dass Strobel die neue Abteilung übernahm? Er wollte doch nur seine Zukunft absichern.


“Aus mit Frau Schaller“, erklärte er und seufzte.

 

„Aha“, sagte Eugen, der nicht recht wusste, wie er mit dem offensichtlich etwas depressivem Schilling umgehen sollte.

 

„Was wollten Sie denn von ihm? Vielleicht kann ich helfen“, fragte Schilling mit einem Hauch von Hoffnung. Vielleicht konnte er Eugen überreden, ihm ein bisschen Gesellschaft zu leisten.

 

„Ihn nach der Adresse und den Kosten seines Fitnessstudios fragen. Ich will mal sehen, ob ich nicht doch was gegen meinen Rettungsring tun kann“, erklärte Eugen.

„Ich finde Rettungsringe sexy“, murmelte der korpulente Schilling in automatischer Selbstverteidigung. „Diese dünnen Modepüppchen...“

 

Doch Eugen hörte gar nicht mehr hin. Panisch rannte er aus dem Zimmer. Das durfte doch nicht wahr sein. Erst der Kerl an der Uni und jetzt machte ihn auch noch Schilling an. Dabei wollte er doch nur seine Adelheid. Warum konnte die ihn nicht auch sexy finden?

 

Ende