Potentielle Bindungspartner

 

 

 

 

 

 

So, ihr habt es nicht anders gewollt, hier ist also meine Geschichte um Spock und McCoy. Ich hoffe sie gefällt Euch. Seit mit dem  Feedback bitte nicht zimperlich, nur so weiß ich, was ich in Zukunft besser machen kann.

Pairing: S/Mc
Raiting: NC-17
Disclaimer: die Charaktere gehören wie immer Paramount, die Geschichte  hab nur zum Spaß geschrieben und habe nicht vor, sie gewinnbringend zu  veröffentlichen.

So, ich hoffe das reicht als Vorabinformation. Viel Spaß beim Lesen!

Bitterblue melSkubich@yahoo.de
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Dr. Mc Coy saß in der Offiziersmesse und starrte geistesabwesend in seinen obligatorischen Drink. Anderes als gewöhnlich hatte er seinen geliebten sauiranischen Brandy aber noch nicht angerührt. Und das, obwohl er seit etwa einer halben Stunde nicht mehr im Dienst war und eigentlich allen Grund hatte guter Laune zu sein. Immerhin ging es Spock gut, nach diesem ganzen Pon-Farr.

 
Unsinn. Leonard schüttelte ungehalten den Kopf. Er hatte es schon immer gewusst, seit dieses grünblütige Spitzohr die Enterprise betreten hatte, das das ganze Getue der Vulkanier von wegen Logik und der Bezwingung der Gefühle nichts anderes als Heuchelei war. Schön und gut, ein ausdrucksloses Gesicht zu wahren und jeden Scherz mitzuverstehen und tot zu diskutieren, der Logik wegen, natürlich, das würde er mit etwas Übung auch noch schaffen, so wahr er der Arzt dieses durchs All schwebenden Schrotthaufens war! Wo bitteschön war den der Sinn darin, sein Selbst frei von Emotionen zu halten und in etwa so enthaltsam zu leben wie irdische Mönche, nur um sich dann alle sieben Jahre entweder rituell zu prügeln oder einem hemmungslosen Geschlechtstrieb zu verfallen, der manchmal mehrere Tage anhielt? Und obendrein noch höchst unangenehme Folgen haben konnte. Immerhin schienen sich mehr Vulkanier während des Pon-Farr zu verletzen als Besatzungsmitglieder der Enterprise beim Landgang. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, die Spock so schön nebenbei erwähnt hatte, das nämlich das Pon-Farr für einen männlichen Vulkanier durchaus auch tödlich enden konnte, nämlich dann, wenn er keine der beiden Möglichkeiten wahrnehmen konnte.


Entweder Sex oder Tod, so eine Praktik hätte ich ja eher den verdammten Klingonen zugetraut, aber nicht diesen wandelten Computern, schimpfte der Arzt in Gedanken vor sich hin. Wenn das alles nicht hochgradig unlogisch war, dann würde er nie wieder an Spocks Worten zweifeln...

Und doch, er konnte ja nicht umhin zuzugeben, das er erleichtert war, das alles so glimpflich ausgegangen war. Denn die Vorstellung Spocks Leiche in seiner Krankenstation liegen zu haben, behagte ihm ganz und gar nicht. Dafür hatte er ihn wirklich oft genug wieder zusammengeflickt. Das alte Spitzohr sollte es bloß nicht wagen, vor ihm das Zeitliche zu segnen. Aber Vulkanier lebten ja sowieso länger als Menschen, worauf ein bestimmter ihn bestimmt gerne hingewiesen hätte. Wenn er so darüber nachdachte, war Spock nach vulkanischen Maßstäben ja wirklich noch ein junger Spund. Der Docktor grinste; sich diesen Starrkopf als gerade der Pubertät entwachsenen Twen vorzustellen, hatte nun wirklich einiges für sich. McCoy griff nun doch nach seinem Drink und fühlte wie sich die Wärme des Drinks in seinem Magen ausbreitete. Noch ein paar Schlucke und sein Kopf würde sich angenehm benebelt anfühlen, ein bisschen so, als drehe man sich schnell auf einer Stelle im Kreis und schaue dabei in den Himmel. Einen Himmel voller Sterne vielleicht...

Als er hoch sah, bemerkte er Spock, der sich gerade mit einem Teller in der Hand einen Weg durch die Menge der jüngeren Offiziere bahnte. Anscheinend hatte er ihn nicht gesehen, jedenfalls machte er keine Anstallten sich zu dem Doktor zu setzen. „Verdammtes Spitzohr," grummelte Leonard halblaut vor sich hin. Doch dann sah er, das Spock offenbar von jemandem erwartet wurde, denn der Vulkanier steuerte zielstrebig auf einen Tisch am anderen Ende des Raumes zu, an dem bereits eine weitere Vulkanierin saß. McCoy konnte ihr Gesicht nicht erkennen, aber er war sich sicher, das es nicht T'Pring war, wegen der Spock in seinem Wahn fast ihren Captain umgebracht hätte. Was das nun wieder zu bedeuten haben mochte... Veilleicht hatte Sarek ja schon erneute Vorkehrungen für Spocks Heirat getroffen, um die Schmach dieses Fiaskos etwas abzumildern. Immerhin war Sarek ein angesehener Diplomat und auf Vulkan noch dazu so was wie eine lebende Legende. McCoy vermutete, das Spock, hätte er Geschwister, gewiss so eine Art schwarzes Schaf der Familie gewesen wäre, aber da er nun mal der einzige Sohn war, lag an es an ihm allein, die Ehre und den fortbestand seiner alt-ehrwürdigen Familie zu sichern. Eine Aufgabe, die Spock anscheinend nicht sehr
behagte, jedenfalls war er McCoys neugierigen Fragen nach eventuellen Freundinnen oder dergleichen immer geflissentlich ausgewichen.

Sein Drink war leer und McCoy schenkte sich einen zweiten großzügig bemessenen Brandy aus seiner mitgebrachten Flache ein. Er sah zu Spock hinüber, der mit dem Rücken zu ihm saß und anscheinend in eine angeregte Diskussion vertieft war. Verdammt, warum kam er nicht endlich zu ihm herüber? Was war denn an dieser Vulkanierin so ansprechend? Besonders hübsch fand er die weiblichen Vertreter dieser Spezies jedenfalls nicht. Keine von den Frauen, die auf bislang auf Vulkan gesehen hatte, hatten ihm angesprochen und bei Kirk schien es ganz ähnlich zu sein und der alte Haudegen ließ nun bestimmt keine Gelegenheit ungenutzt, um seinen Ruf als Frauenheld zu festigen. Was die Männer anging... Einige von ihnen besaßen durchaus einen gewissen Charme.

Mit ihrer Distanziertheit, ihren guten Manieren, der kultivierten Stärke und ihrem moralisch einwandfreien Benehmen schienen sie auf menschliche Frauen geradezu anziehend zu wirken. Christine Chapel jedenfalls war nach diesem besonderen Exemplar seiner Gattung ganz verrückt, was Spock jedoch entweder nicht bemerkt hatte oder schlichtweg aus Desinteresse ignorierte. McCoy musste erneut grinsen, das Desinteresse konnte er Spock noch nicht mal verübeln, Christine war zwar eine äußerst fähige Assistentin, aber als weibliches Wesen nun ganz bestimmt nicht sein Typ. Dazu war sie, nun, ein wenig zu herb in der Ausstrahlung.

Mittlerweile war auch sein zweites Glas Brandy leer, aber diesmal goss er nicht sofort nach. Er fühlte sich jetzt schon ein wenig betrunken und wenn er sich schon miserabel fühlte, brauchte er am nächsten Morgen nicht auch noch einen Kater. Die Offiziersmesse hatte sich in der Zwischenzeit erheblich gelehrt und auch Spock und seine Begleiterin waren verschwunden. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, der alte Schlawiner holt alles nach, was er gestern vermasselt hat,“ dachte McCoy grimmig. Doch als er sich umdrehte, um zu sehen ob noch jemand da war, mit dem ein Gespräch hätte anfangen können, sah er das Spock doch noch nicht gegangen war. Er stand links von ihm direkt vor dem großen Sichtfenster, vor dem die regenbogen-farbigen Schlieren vorbeizogen, die der Warpantrieb aus dem silbrigen Flackern der Sterne machte. Wieder stand der Vulkanier mit dem Rücken zu McCoy, aber seine ganze Pose schien auszudrücken, das irgendetwas nicht in Ordnung war. „Das Gespräch ist wohl nicht so gut gelaufen, Spitzohr...", stichelte der Arzt in Gedanken, aber seine übliche Schadenfreude blieb aus. Irgendwie tat ihm Spock sogar ein wenig leid. Selbst für einen Vulkanier mussten die Ereignisse des gestrigen Tages ein bisschen viel auf einmal gewesen sein. Das Pon-Farr, eine Beinah-Heirat, ein fast tödlicher Kampf, die Gefahr sein eigenes Leben zu verlieren, wenn er das seines Captains und Freundes verschonte... McCoy wusste, das Spock stundenlang in dieser Position verharren konnte, ohne sich zu rühren oder auch nur eine Miene zu verziehen. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, den Blick starr nach vorn gerichtet. Nichts an Spocks Haltung war entspannt; der Rücken gesteckt, die Schultern gerade, die Bauchmuskeln angespannt. Fast schon militärisch. Wenn es etwas gab, das den Begriff „Selbstbeherrschung“, perfekt illustrierte, dann war es Spock in dieser Position.


Leonard seufzte, er musste ja schon neidlos zugeben, das dieser vulkanische Bastrad ziemlich gut aussah. Groß, schlank und wendig wie eine Katze. Die schwarzen Haare, die dunklen Augen, diese seltsamen Augenbrauen und die Ohren... Manchmal fragte er sich, wie Vulkanier wohl reagieren würden, wenn jemand auf die Idee käme mit einer warmen, feuchten Zunge an diesen faszinierenden Gebilden herumzuspielen oder mit den Zähnen sanft
daran herum zu knabbern. Der Arzt kicherte vergnügt, er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie Spock eine Augenbraue heben und „faszinierend!" sagen würde, sollte ihm jemals jemand diesen Vorschlag unterbreiten. Nur leider würde er ganz bestimmt nicht dieser Jemand sein.


Wirklich zu schade, denn er wüsste wirklich zu gerne wie sich Spocks vulkanische Haut unterhalb seiner Uniform anfühlte. Von seinen zahlreichen Untersuchungen und Operationen wusste er ja, das Spock nahezu unbehaart war, wenn man von der anscheinend fast allen Rassen eigenen Schambehaarung mal absah. Blasse Haut, die einen leichten Grünschimmer aufwies an seinen gesamten Körper, lediglich eine feine Linie von olivfarbenden Haaren, die von Spocks ovalem Bauchnabel weiter hinunter führten. Hinunter zu... „Na, Doktor, sind wir etwa betrunken?", schalt McCoy sich selbst, als er sich mit diversen Fantasien über Spocks intimere Anatomie ertappte.

Spock stand immer noch immer unbeweglich vor dem Sichtfenster und plötzlich fand der Doktor, das der Vulkanier einsam wirkte. Vielleicht sollte er zu ihm rüber gehen und ihn wissen lassen, das er trotz all ihrer Stichelein doch sein Freund war. Doch wie sollte er das anstellen? Einfach so ein Gespräch beginnen? Dann würden sie doch nur wieder bei ihrem üblichen Geplänkel landen. und eigentlich hatte Spock zu viel mitgemacht, als das McCoy ihm hätte ärgern wollen. Auch seine sadistische Ader hatte schließlich ihre Grenzen. Ihm eine Hand auf die Schulter legen? Er wusste, das Vulkanier nicht gern von anderen berührt wurden, anscheinend stellte sich durch jede Art von Körperkontakt ein telepatischer Kontakt her, der, wenn sie ihn nicht bewusst herbei führten, offenbar als störend empfunden wurde. Aber Leonard hatte beobachtet, das Spock es zuließ, das Jim ihn berührte, also vielleicht würde der Vulkanier seine Geste nicht missverstehen. Wenn er so darüber nachdachte, schien ihm eine Massage für das alte Spitzohr genau das richtige. Immer, wenn er Spock so steif da stehen sah, frage er sich, ob ihm nicht seine Schultern oder sein Rücken weh taten. Er wollte sich gerade erheben und seine Idee in die Tat umsetzen, bevor ihn der Mut verließ, da bemerkte er das der Vulkanier nicht mehr am Fenster stand. Enttäuscht wandte er sich wieder seinem Brandy zu und goss sich doch noch ein drittes Glass dieses grünen Giftes ein. Doch gerade als er erneut zum Trinken ansetzte, spürte er eine sanfte Berührung auf seinen eigenen Schultern. Fast wäre er geneigt gewesen, diesen Eindruck auf seine aufgereizte Phantasie zu
schieben, doch dann erklang eine wohl vertraute Stimme direkt hinter ihm. „Keine Angst, Doktor, es ist niemand mehr hier, der uns beobachten könnte. Sie sehen aus, als hätten Sie seit gestern nicht geschlafen. Das ist nicht gut, für ihre menschlich Konstitution. Sie sollten etwas entspannen."


McCoy war völlig sprachlos und auch seine Gedanken wirbelten hoffnungslos durcheinander. Doch bevor er noch irgendetwas hervor bringen konnte, senkten sich Spocks Hände erneut auf den Stoff seiner Uniform hinab. Zuerst war der Druck nur ganz minimal, die Finger des Vulkaniers glitten sanft, fast ein wenig unschlüssig über die Schultern des Doktors. Doch dann griffen Spocks Finger zu und umspannten seine Schultern und begannen langsam seine
Muskeln zu massieren. McCoy biss sich auf die Lippe, um nicht aufzustöhnen. Spocks Hände waren so verdammt warm, so heiß, es war unglaublich. Seine Massage war perfekt, aber was erwartete er auch von dieser wandelnden Rechenmaschine? Wahrscheinlich hatte er im voraus genau berechnet, wie viel Druck er auf welche Muskelpartie McCoys menschlichen Anatomie ausüben konnte ohne ihm weh zu tun. Aber, verdammt, eigentlich war es ihm egal, was der Vulkanier sich dabei gedacht hatte, denn es fühlte sich viel zu gut an, als das er mit ihm diskutiert hätte.


McCoy schloss die Augen und genoss was mit ihm geschah. Spocks Finger waren so schnell, so stark. So viel Zärtlichkeit hätte er diesem verdammten Spitzohr gar nicht zugetraut. Er fühlte, wie sich die Wärme von Spocks Fingern langsam seinen Weg durch seinen Körper bahnte, seine Wirbelsäule hinabwanderte und sich in seinem Unterleib ausbreitete. Leonard begann sich ein wenig unwohl zu fühlen. Er mochte Spocks Berührungen, sehr sogar, vielleicht sogar ein wenig zu sehr. Aber Spock konnte unmöglich diese Absicht gehabt haben, als er zu ihm kam. Spock war schließlich Spock und Spock würde wohl kaum auf die Idee kommen ihn ... Was? Zu verführen? Ihm einen Antrag zu machen? Ihm seine Zuneigung zu gestehen? Leonard schalt sich selbst, weil seine Gedanken in diese Richtung abdrifteten. Er begann ohne es zu merken unruhig auf seinem Stuhl herumzurutschen. Plötzlich waren Spocks Hände nicht mehr auf seinen Schultern und er konnte hören, wie der Vulkanier einen Schritt nach hinten trat. „Es tut mir leid, Doktor. Es lag nicht in meiner Absicht, Ihnen Unbehagen zu verursachen. Gute Nacht."

Mit diesen Worten wandte er sich um und ließ den Doktor allein in der verlassenen Offiziersmesse zurück. McCoy seufzte und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Nun verstand er wirklich gar nichts mehr. Erst benahm sich der Vulkanier so ganz anders als sonst, fast ein wenig menschlich, wie McCoy erstaunt und mit einem kaum sichtbaren Lächeln bemerkte und dann ließ er ihn ohne ein Wort der Erklärung hier zurück. Er erhob sich langsam und ging in Gedanken versunken in seine Kabine zurück.

Selbst als er nach einer heißen Dusche und einem weiteren Drink endlich in seinem Bett lag, konnte McCoy den Vulkanier und ihre seltsame Begegnung von gerade nicht aus seinen Gedanken verbannen. Die Wärme von Spocks Händen brannte noch immer auf seiner Haut und er versuchte sich den Gesichtsausdruck des Vulkaniers vorzustellen, während er hinter ihm stand und den Arzt so gekonnt und „leider“, unabsichtlich erregte. McCoy drehte sich rastlos von einer Seite des Bettes zur anderen, es war doch wirklich lächerlich sich in romantische Fantasien über dieses sture Spitzohr zu versteigen. Aber tat er genau das nicht schon seit einer geraumen Weile? Versteckte er nicht bloß deswegen seine Zuneigung zu diesem grünblütigen Alien hinter einer Maske aus Spott und Ruppigkeit, weil er befürchtete, das Spock bemerken könnte wie sehr ihn der gute Doktor in Wirklichkeit anhimmelte? Na gut, er konnte es sich ja genauso gut endlich eingestehen, er war ja sowieso betrunken, er hatte sich langsam aber sicher gehörig in diesen unnahbaren Arrogantling verliebt. An die sexuelle Komponente dieser Anziehung wollte er lieber gar nicht nachdenken. Aber immer, wenn er die Augen schloss, sah er wie ein paar Hände über seinen Körper glitten und ihre Massage fortführten. Warme Hände, die wie kontrolliertes Feuer überall ein leichtes Kribbeln hinterließen. Zuerst ein wenig zögerlich schoben sich McCoys eigene Hände langsam unter sein Schlafanzugoberteil, glitten dort langsam und sanft auf-und-ab. Er stöhnte leise auf, als sich seine Berührungen mit seiner Fantasie vermischten. Warum brachte es denn keiner von ihnen fertig, den ersten Schritt zu tun und über ihre Gefühle zu sprechen? Stolz, falsche Eitelkeit und Angst vor einer Zurückweisung mochten ja bei ihm Selbst die Gründe sein, aber was hielt Spock davon ab?


Vielleicht betrachteten Vulkanier eine solche Art der Beziehung ja als unlogisch und daher als nicht wünschenswert. Egal, träumen konnte er ja wenigstens. Er stellte sich vor, wie Spocks Hände über seine Brustwarzen strichen, sie dann behutsam zwischen seinen Fingern quetschte, an ihnen zog und schließlich eine nach der anderen in seinen Mund nahm, um daran zu saugen. Seine Lippen waren wahrscheinlich noch heißer als seine Hände, was seine Nerven mit ungeahntem Verlangen quittieren würden. Spocks Lippen würden an seinen Nippel saugen wie ein Baby, seine Zunge würde heiße Kreise um sie herum ziehen, dann seinen Hals hinaufwandern und schließlich würden sich ihre Lippen treffen und sich zu einem Kuss vereinen. Spocks Zunge würde warm und fordernd in seinen Mund gleiten, über seine Zähne, seinen Gaumen, seine eigenen Zunge und ihn dabei mit ihrem fremden Geschmack, dem unbekannten Gefühl vulkanischer Haut atemlos und hilflos erregt zurücklassen. Doch ohne ihren Kuss zu unterbrechen würde Spock ihm mit einigen präzisen Gesten den Schlafanzug vom Lieb ziehen, seine Hände über die Schultern, Arme und Beine des Doktors gleiten lassen.


McCoys Augen waren nun fest geschossen und der konnte jede von Spocks eingebildeten Berührungen spüren, er konnte spüren, wie seine Erregung wuchs. Jetzt war Spock ja nicht da, also würde ihn seine immer unerträglich werdende Erektion auch nicht stören. Die Hände des Arztes glitten unter seine Schalfanzughose und streichelten dort zunächst nur die empfindliche Haut an der Innenseite seiner Schenkel. Er stöhnte erneut, in seiner Vorstellung war es Spocks Zunge die dort seinen Körper erforschte, um dann, wie um ihn in seiner Erregung noch ein wenig zu ärgern, über seine Hoden zu lecken. McCoy zog und zerrte ungeduldig an seiner Hose, sein steifes Glied presste sich fast schon schmerzhaft gegen den dünnen Stoff. Als es ihm endlich gelungen war, sein Glied aus seiner Gefangenschaft zu befreien, umfasste er es mit einer Hand und begann es mit routinierten Bewegungen zu bearbeiten. Wie heiß sich Spocks Mund dort anfühlen würde, wenn sich seine Lippen vorsichtig um seine Eichel schließen würden, seine Zunge seinen Schaft entlang glitt und er das Glied des Doktors schließlich ganz in seinen Mund aufnahm.

McCoys Hüften arbeiten ganz von selbst in einem hektischen Rhythmus, er wollte so tief wie nur irgend möglich im Mund dieses Vulkaniers sein, wollte, das er ihn ganz spürte, das sie auf diese Weise gänzlich miteinander verschmolzen. „Spock ," stöhnte er, als er endlich kam. Nach einigen Sekunden der Euphorie sickerte jedoch die Realität langsam wieder in sein Bewusstsein und er fand sich allein und deprimiert in seinem unordentlichen Bett wieder. Sein Kopf schmerzte vom Brandy und selbst die kalte Klebrigkeit seinen eigen Samens auf seinem Bauch ekelte ihm plötzlich an. Er fühlte sich noch miserabeler als schon den ganzen Tag zuvor. Wenn dieses verdammte Spitzohr bloß wüsste, wie sehr er ihm den Kopf verdreht hatte. Er benahm sich ja schon wie ein Schuljunge. Schwerfällig rollte er sich zur Seite, zog die Decke fest um sich und fiel schon bald in einen unruhigen, traumreichen Schlaf.

Am nächsten Tag tat er sein Bestes um sowohl dem Captain als auch Spock aus dem Weg zu gehen. Seine Laune war am Nullpunkt angelangt und er wusste nicht, wie er auf diesen seltsamen Moment zwischen ihm und Spock reagieren sollte. Kurz vor Dienstschluss saß er allein in seinem Büro auf der Krankenstation und schlug sich mit dem ihm verhassten Papierkram herum. Christine hatte er schon in den Feierabend geschickt, zu tun gab es ohnehin nichts wirklich wichtiges. Keine schweren Verletzungen, nur Routinevorfälle, wie Sportverletzungen oder verdorbene Mägen. Gott sei Dank ein langweiliger Tag. Doch plötzlich glitt die Tür auf und als er hochschaute, sah er Spock vor sich stehen. Wie immer ließ dessen Gesichtsausdruck nicht den kleinsten Rückschluss auf seine Gemütslage zu, falls Vulkanier überhaupt über so etwas verfügten.


Na, Spock, was führt Sie denn in die Höhle des Löwen?“, brummelte McCoy unwirsch. Beschwerden? Anmerkungen zum gestrigen Vorfall? Grüße von Ihrer spitzohrigen Begleiterin?"


Spocks Augenbraue schoss einmal mehr in Richtung seines Haaransatzes und er bedachte den Doktor mit einem Blick, der eine Schlange hätte hypnotisieren können. „Nein, Doktor. Wir sprachen gestern Abend nicht über Sie, aber wenn Sie möchten, kann ich Ihnen T'Lana gern vorstellen, sie wird erst Morgen das Schiff verlassen und mit einem Transporter zurück nach Vulkan fliegen."


McCoy starrte den Vulkanier fassungslos an. Meinte er das jetzt ernst oder wollte er auf den Arm nehmen? Aber wo wäre da die Logik?

 

„Doktor?"


Ja, Spock, nun sagen Sie bitte endlich worum es geht.. Ich bin schließlich Arzt und keine Beratungsstelle für sexuell frustrierte Vulkanier!"


Spocks Augenbrauen gingen diesmal alle beide nach oben, aber seltsamer Weise schien er nicht verärgert zu sein. McCoy hätte sogar schwören können das so etwas wie Belustigung in den dunklen Augen seines Gegenübers aufblitzte. Verdammt, hatte das wirklich zu Spock gesagt? Er war so langsam nicht mehr bei ganz bei Sinnen.


Spock trat einen Schritt näher zu seinem Schreibtisch und betrachtete ihn von oben mit noch immer nach oben gezogener Augenbraue. McCoy begann sich zu fühlen, wie das Kaninchen vor der Schlange. Doch schließlich brach Spock ihr Schweigen und ging während er sprach um den Schreibtisch herum. „Ich wollte Sie gestern nicht in Verlegenheit bringen, Doktor“, begann er zögernd. „Wie mir scheint, habe ich Ihr Verhalten mir gegenüber in den letzten
Tagen und Wochen falsch interpretiert. Wie Sie vielleicht wissen, habe ich nicht viel Erfahrung mit menschlichen Gefühlen. Es schien mir nur logisch anzunehmen, das Sie mein gestriges Verhalten billigen würden."

Was sollte ich billigen, Spock? Das Sie sich mit mir von Ihrem Pon-Farr Fiasko ablenken wollten? War es das? Hat T'Lana Sie abgewiesen? Ich dachte, ihr Spitzohren habt keine Eitelkeit, die man verletzen kann“, giftete McCoy zurück.


Oh, sie sind der Meinung, T'Lana sei der Ersatz für T'Pring. Faszinierend! Nein, Doktor, im Moment hat mein Vater noch keine Vorbereitungen für meine Hochzeit getroffen. Was ich gestern getan habe, ist eine nicht zu entschuldigende Verletzung der vulkanischen Etikette und es wird ihm schwer fallen, eine Familie zu finden, die bereit wäre ihre Tochter für eine eventuelle Bindung mit mir auszuwählen."


McCoys Wut war nun so gut wie verraucht. So offen hatte er Spock noch nie über private Dinge sprechen hören. Er fühlte sich sogar ein wenig geehrt, das Spock zu ihm gekommen war und die ganze Sache nicht mit Jim bei einem ihrer Sachspiele besprach.


Spock, warum setzen Sie sich nicht zu mir? Sie machen mich mit Ihrem Herumgelaufe noch ganz nervös. Bitte." McCoy deutete mit einer ungeduldigen Geste auf den Stuhl auf der anderen Seite des Schreibtisches. Spock schien einen Moment zu zögern, nickte dann aber kaum  wahrnehmbar und nahm den Platz gegenüber des Doktors ein.


Na, nun reden Sie schon, Mann. Schließlich kann ich keine Gedanken lesen und da wäre es hilfreich, wenn Sie mich unterentwickelten Menschen verbal aufklären würden."

Ich dachte, das sei bei Ihnen als Arzt nicht nötig“, bemerkte Spock trocken. McCoy entschied, nichts zu sagen. So langsam begann die ganze Sache ja richtig interessant zu werden. Scherze machende Vulkanier. Wenn das keinen Seltenheitswert hatte... „T'Lana ist keine weitere potentielle Bindungspartnerin, sie ist vielmehr eine Freundin meiner Mutter. Ich nehme an, sie sollte mir... ins Gewissen reden, um es mit einem Ihrer irdischen Ausdrücke zu sagen. Ich habe T'Pring nicht geheiratet, weil dies unlogisch gewesen wäre."


Unlogisch, Spock? Entschuldigen Sie, aber das ganze Ritual erschien mir gestern nicht sehr logisch."


Ich hatte damit gerechnet, das der Captain und Sie als Nicht-Vulkanier diesen Eindruck haben würden. Er ist ein sehr alter Brauch, der aus der Zeit stammt, bevor unser Volk den Gesetzen der Logik folgte."


Ja, ja, schön und gut. Aber warum ist diese Art von Ritual für alle anderen Vulkanier logisch, aber nicht für Sie, Spitzohr?"

Weil ich bereits über einen möglichen Bindungspartner verfüge, Doktor."

Was?" Mehr brachte McCoy nicht heraus. Er fühlte sich, als habe ihm ein Klingone einen kräftigen Schlag in den Magen verpasst.

 

„Einen potentiellen Bindungspartner, Doktor“, fuhr Spock anscheinend ungerührt fort “Nur scheint er die Situation noch nicht erfasst zu haben."


“Er?“
McCoy verstand nichts mehr. Wovon redete der Vulkanier da eigentlich? Es konnte nicht das sein, wonach es sich anhörte. Das Spock sich als potentiellen Bindungspartner einen Mann ausgesucht hatte. Wer um Himmels Willen mochte das sein? Ob er ihn wohl kannte?

Sie haben mich richtig verstanden, Doktor. Es erscheint mir undenkbar, eine Bindung mit einem weiblichen Wesen gleich welcher Spezies einzugehen. Deshalb bezeichnete ich die arrangierte Heirat mit T'Pring als unlogische Situation."


Wer... wer ist den der Glückliche?“, brachte McCoy schließlich heiser heraus. Spock sah ihn schweigend an und der Doktor hatte das Gefühl, als wenn jene schwarzen Augen mitten in ihn hinein sahen und all seine Fantasien und Träume taxierte. Hoffentlich wurde er wenigstens nicht rot...


Spock senkte die Augen und stand mit einer fließenden Bewegung auf. „Das möchte ich Ihnen lieber nicht sagen. Da Sie es noch nicht selbst bemerkt haben, halte ich es für besser. Es... es soll schließlich kein Gerede entstehen. Gute Nacht Doktor."


Spock! Spock, warten Sie! Sie verdammtes Spitzohr! Sie haben mir immer noch nicht erklärt, was das gestern Abend zu bedeuten hatte", rief McCoy dem Vulkanier hinterher, doch der gab vor ihn nicht gehört zu haben und so blieb der Arzt allein in seiner Krankenstation zurück. Er ging zu seinem privaten Medizinschrank, wie Jim seine Minibar zu nennen pflegte und griff nach einer weitern Flaschen saurianischen Brandys. Er goss sich einen Doppelten ein und kippte den aufeinmal hinunter. Vielleicht würde ihm das helfen, zu begreifen, was Spock ihm gerade gesagt hatte. Spock liebte also einen Mann. Schön und gut, McCoy konnte sich gut verstellen, das Sarek über diesen Sachverhalt, sofern davon überhaupt Kenntnis besaß, nicht gerade erfreut sein würde. Aber was hatte das alles mit ihm zu tun? Wenn Spock jemand anderes liebte, warum benahm er sich dann ihm gegenüber so seltsam?


Bones, du alter Trottel, er meint dich!“, schrie ihm eine Stimme direkt in sein vom Alkohol umnebeltes Gehirn. McCoy erstarrte. Es konnte nicht wahr sein, er hatte zu viel zeit damit verbracht, sich eine Beziehung zwischen ihm und Spock vorzustellen, er begann wahrscheinlich schon damit, an seine eigenen Hirngespinste zu glauben. Er schluckte hart, ihm standen Tränen in den Augen und trotzdem presste sich erneut eine verzweifelte Erektion gegen seine Uniformhose. Warum konnte er sich der Attraktivität dieses Vulkaniers einfach nicht entziehen? Müde ließ er sich auf zurück auf seinen Stuhl gleiten und schob ohne wirkliche Begeisterung seine Hand unter seine Unterhose. Ein paar schnelle Bewegungen würden reichen, um ihn von dieser Plage zu befreien. Vielleicht sollte er Sport treiben oder kalt duschen, dachte er grimmig. Einige Minuten saß er so da, fast schon wütend mit sich selbst beschäftigt, als ihn das Geräusch der sich öffnenden Tür aus seinen Gedanken riss.

Verdammt!" Reflexartig war er aufgesprungen und versuchte, vergeblich möglichst unauffällig seine Kleidung wieder in Ordnung zu bringen. Doch der Reisverschluss seiner Hose klemmte und sein Hemd wollte auch nicht wirklich wieder im Bund seiner Hose verschwinden.


Verdammt!", fluchte er erneut als er sah, wer da vor ihm stand. Es war Spock und er starrte den Arzt schweigend mit einer gewölbten Augenbraue an.


Verflucht Spock, was starren Sie mich so an? Ich werde wohl kaum der erste seine, den Sie in einer prekären Situation erwischen."

Spock senkte den Blick antwortete zunächst nicht. Doch dann erwiderte mit noch immer gesenktem Kopf und leiser Stimme: „Doch, Doktor, diese zweifelhafte Ehre wird Ihnen zuteil. Sie sind in der Tat der Erste, den ich in einer solchen Situation überrasche. Bitte glauben Sie mir, das mir mein Erscheinen zu diesem ungünstigen Zeitpunkt außerordentlich bedaure. Mir war nichtklar, das sie unsere Unterhaltung zu solchen... Aktivitäten inspirieren würde. Ich glaube, es ist besser, wenn ich Sie später noch einmal aufsuchen werde. Wäre es Ihnen in einer halben Stunde recht?"


Wie bitte? Nein, jetzt können Sie auch genauso gut da bleiben, Spock“, grinste McCoy trotz aller Scham, die er in seinen Wangen brennen fühlte. „Ich bin im Moment wirklich nicht mehr besonders inspiriert“, fügte er als kleine boshafte Spitze hinzu und sah erfreut, das Spock den Blick erneut senkte. Trotzdem konnte Leonard beobachten, wie sich das Gesicht des Vulkaniers langsam dunkelgrün verfärbte. Das ich das noch erleben darf“, kicherte er innerlich, „Spock wird rot! Na ja, natürlich wird er nicht rot, aber er läuft aufs gleiche hinaus!"


Spock?“, fragte er nach einiger Zeit.


Doktor?“, kam die etwas kleinlaute Antwort.

Was wollten Sie denn nun von mir? Außer mir nachzuspionieren?"

Ich wollte Sie nicht belästigen, Doktor. Ich wollte Ihnen lediglich mitteilen, das... das ich Sie gemeint hatte, als ich von meinem potentiellen Bindungspartner sprach. Bitte entschuldigen Sie, das ich annahm, Sie könnten..."

Nun war es an Leonard Spock sprachlos anzustarren. Hatte er doch alles richtig verstanden. Spock erwiderte seine Zuneigung. Er musste sich räuspern, um nicht gänzlich die Sprache zu verlieren. „Was könnte ich, Spock?", fragte er ungewohnt sanft. „Genauso unlogisch veranlagt sein wie Sie? Dann haben Sie richtig angenommen!" Sein Herz klopfte plötzlich wie wild und er fühlte sich wieder genauso unwohl wie am vorigen Abend, als Spocks Massage ihm mehr als nur entspannt hatte. Spock musterte ihn aufmerksam und McCoy glaubte, so etwas wie ein Lächeln in dem sonst wie gewohnt ausdrucklosen Gesicht des Vulkaniers zu entdecken.


Doktor, haben Sie etwas dagegen, wenn ich Sie Leonard' nenne?", fragte er plötzlich.

McCoy lachte und schüttelte den Kopf. „Nein, habe ich nicht. Ist das nicht unter den nun gegebenen Umständen sogar zwingend notwendig? Rein logisch betrachtet?"

In der Tat", stimmte Spock ihm noch immer leicht verlegen zu. „Leonard, ich ..."


Schon gut, Spitzohr“, schnitt ihm der Doktor das Wort ab. „Sie... du hast für heute genug geredet."


Er erhob sich lächelnd von seinem Stuhl und stellte sich dann neben Spocks Platz. Für einen Moment sahen sich die beiden Männer schweigend an, jeder in seine Gedanken und Gefühle versunken. Doch dann beugte sich McCoy zu Spock herunter und bevor der noch etwas logisches hätte sagen können, verschloss ihm der Arzt mit einem Kuss die in der Tat heißen Lippen.

 

Ende