NEU:  Der Plan  K/S - NC (noch ungefährlich)

Titel: Der Plan

Autor: Stef*/stelenan
Code: öhm ... h/c, etwas First Time irgendwann, NC-17 auch irgendwann
Teile: sicher mehrere, ich kann mich ja nicht kurz fassen


Disclaimer: Leider, leider gehören die Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine Geschichte ist reine Fanfiction. Ich verdiene damit kein Geld und möchte keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.

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Ich hatte irgendwie so was im Kopf .... ein wenig Krimi und Spionage ... und ... ein Plan, der nicht gelingt ... und für die im Sommer daheimgebliebenen was zum lesen :) *wink*
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Kirk stand vor der fast zwölf Meter hohen Mauer, die den Komplex fast vollständig umfasste und einmal rings um die Gebäude dahinter herum führte, dabei auch ein mehrere Hektar großes Freifeld einschloss. Nur hier und dort gab es Durchlässe für bodennahe Shuttles und Besucher. Das niederfrequente Knistern und Summen eines Energiefeldes, machte deutlich, dass dieser Zaun nicht zwingend notwendig war, wäre nicht auch der gewollte der Sichtschutz. Das Feld würde jede unbefugte Person ohne Zweifel davon abhalten unbefugt hinein oder hinaus zu gelangen. Selbst Beamen war unmöglich. Er und McCoy waren zwar angekündigt, doch mussten ebenfalls von diesem Punkt aus den Komplex zu Fuß betreten.

"Nicht sehr einladend", murrte McCoy neben ihm und sah sich ebenfalls argwöhnisch und mit düsterem Blick um.

"Nein." Kirk schob die Hände in die zivile Jacke, die er trug. Es war empfindlich kühl in dieser Region von Traxas, einem kleinen und unauffälligen Planeten in einem ebenso unauffälligem und weit von den üblichen Routen abgelegenen System. "Das soll es aber vermutlich auch nicht sein, nach allem was wir darüber wissen. Kommst du von hier durch das Feld?"

"Mit dem Tricorder?" McCoy schüttelte den Kopf. "Das muss ich gar nicht erst versuchen. Scotty hatte schon von Bord aus kein Glück, trotz der Modifikationen die Spock an den Scannern vorgenommen hat, bevor er ..." Der Arzt brach ab und seufzte.

"Festgenommen wurde ...", beendete Kirk den Satz. "Bones, du weißt warum. Er hat einen Auftrag. Es ist geplant gewesen. Hör auf mit diesen unterschwelligen Vorwürfen."

"Er hätte etwas sagen können, andeuten können. Ich dachte ich bekomme einen Herzinfarkt, bis du mir erklärtest worum es geht. Und ... Ich kann nicht sagen, dass es mir jetzt besser gefällt. Jeder Plan hat eine Schwachstelle und wenn ich mir das hier ansehe ..." Wieder ließ er den Blick über die hohen Wände schweifen und die deutlich sichtbaren Abwehrmechanismen. "... stehen wir genau davor. Das sieht eher weniger danach aus, dass niemand entkommen soll, als mehr danach, dass niemand hinein soll."

"Um heraus zu finden, was dahinter vorgeht." Kirk nickte düster. "Deswegen sind wir hier ... es war nicht leicht jemanden mit dem nötigen Wissen und der nötigen ... Physis dort hineinzubringen. Aber nach Spock ... haben sie sich quasi die Finger geleckt ..."

"Er passte perfekt in den Plan? In ihren oder .... weißt du, manchmal hasse ich Starfleet." McCoy knurrte unwillig und deutete mit dem Kopf in Richtung Tür. "Was ist? Gehen wir und schauen was unser Spitzohr herausgefunden hat? Je schneller wir ihn dort wieder raus haben umso besser."

"Hm, hm." Kirk nickte und sie schlenderten zum Eingangstor, dem einzigen Durchlass durch die Schutzwälle auf dieser Seite. Sie waren als Besucher angekündigt. "Und achte auf deine Worte. Ab der Tür befinden wir uns in einem abgehörten Hochsicherheitstrakt."

Es war von langer Hand vorbereitet gewesen. Traxas, mehr eine Strafkolonie als ein Gefängnis, war ein weit entfernter Außenposten an der Peripherie des Förderationsraums. Aufgrund der Bodenschätze des kleinen Planeten, wurden hier Minerale und Stoffe abgebaut, die für wichtige Medikamente in der Medizin hoch begehrt waren. Doch ebenso begehrt waren sie zur Gewinnung von Drogen und Waffen.

Traxas war klein, unbedeutend und unauffällig. Nicht mehr als ein feuchter und fast maritimer kühler kleiner Planet in diesem System. Entfernt von den kritischen Grenzen zum Romulanischen oder Klingonischen Raum. Die Bevölkerung verschwiegen und isoliert auf wenigen kontinentalen Insel. Alles ganz im Sinne der Förderation, die diesen Komplex auf einem kleineren Kontinent bereits seit mehreren Jahrzehnten unterhielt und eher beiläufig überwachte.

Mehr durch Zufall als absichtlich, waren jedoch in den letzten Jahren Unregelmäßigkeiten aufgetreten. Zunächst ein Anstieg in bestimmten Regionen an bestimmten Drogen, doch noch nicht in Verbindung gebracht mit diesem Ort. Es traten jedoch irgendwann verstärkte Aktivitäten von Piraten in eben diesem Sektor auf und Starfleet reagierte mit einer ebenso verstärkten Überwachungsaktivität. Alles nicht ungewöhnlich. Doch plötzlich gab es einen toten Admiral. Lewinsky, es schien ein natürlicher Tod gewesen zu sein und eine simple Kleinigkeit wäre fast übersehen worden, hätte es nicht eine neue Methode gegeben um Fremdstoffe im Blut zu finden.

Mord. Lewinsky war vergiftet worden. Es war Mord gewesen. Direkt unter der Nase von Starfleet und Lewinsky war für eben diesen Sektor und diese Kolonie zuständig gewesen. Starfleet hatte nun genauer hingesehen und die Starfleet Intelligences hatten geforscht.

Fast ein Jahr war nichts passiert und kaum jemand hatte davon gewusst, bis vor drei Wochen eine kurze Nachricht an die Enterprise kam, die in Erwartung eines einwöchigen Landurlaubs an Station sieben dockte. Zwei Tage später wurde der vulkanische Erste Offizier abgeführt und in Sicherheitsgewahrsam genommen, wegen angeblicher zerstörerischer Manipulationen an den Computern der Station. Manipulationen, um etwas zu verbergen. Was, hatte man nicht aus ihm herausbekommen.

Die Leitung von Traxas hatte es im üblichen Bulletin der Nachrichtenagenturen gelesen und wie erwartet eine Überführung des Gefangenen in ihre Kolonie vorgeschlagen, sogar in Aussicht gestellt die Informationen von dem Vulkanier zu bekommen, die dieser nicht preisgeben wollte und ihn sicher und angemessen zu verwahren.

Nicht zum ersten Mal, dass Traxas in dieser Form handelte und diese Anfrage stelle. Es war eine von der Förderation autorisierte Kolonie und es gab keinen Widerspruch. Spock wurde überführt und die Enterprise eine Woche nach ihrem Landurlaub auf Patrouille geschickt. In den unmittelbar benachbarten Sektor.

Ein kompetenter und absolut loyaler fähiger Offizier war unauffällig in die Kolonie infiltriert worden und sie, die Enterprise, waren nun hier auf Besuch. Niemand würde von außen etwas anderes vermuten, als das was die SI konstruiert hatte. Ein Captain, der seinen ehemaligen Ersten Offizier besuchte, der in Ungnade gefallen war. Alles war geplant.

Sie betraten den Eingangsbereich und wurden von einem mürrisch aussehenden Traxaner begrüßt. Kirk fühlte sich unwillkürlich an einen Fisch erinnert. Traxaner besaßen eine schuppige leicht silbrig schimmernde Haut, mit vom Hals herabhängenden kurzen Tasthaaren über pulsierenden Kiemen, durch die sie, trotz einer kleinen Nase und einem ebenso kleinen Mund, bevorzugt atmeten. Ein Tribut an das kühle und feuchte Klima ihres Planeten. Sonst waren sie jedoch mehr Menschen ähnlich als andere Rassen.

"Captain Kirk und Dr. McCoy von der Enterprise?", fragte der Mann in einem gutturalen Akzent. Er wirkte gelangweilt.

Kirk nickte und legte den Datenchip auf den Tresen. "Wir sind angemeldet. Unser Schiff ist im Orbit und hat uns vor der Tür abgesetzt. Gebeamt. Wir möchten Com- ... Mr. Spock besuchen."

Der Mann lachte kurz kehlig. "Er ist sicher kein Commander mehr, aber ich weiß ... er war ein guter Freund von Ihnen, nicht wahr
Captain? Die Boulevard Nachrichten dringen sogar bis hierher durch ... tja, selbst die Vulkanier sind nicht von den niederträchtigen Strömungen geschützt. Wer weiß, was er vorhatte ... nur gut, dass er gefasst wurde."

Kirk presste die Lippen zusammen und spürte, wie McCoy sich neben ihm anspannte. Er hatte kein Bedürfnis auf Smalltalk und schon gar nicht auf diesen. "Wir sind angemeldet Mr. ... und würden ihn gern besuchen."

Der Traxaner nickte und drehte sich zu seinen Monitoren. Kirk nutzte die Zeit um sich umzusehen. Ein kleiner unscheinbarer Raum,der zwar nicht danach aussah, doch mit Sicherheit hochgradig überwacht wurde. Der Tresen war mit Monitoren bestückt, auf denen Bilder von innerhalb und außerhalb des Komplexes gesendet wurden. Die Schleuse direkt neben dem Tresen konnte nur von innen geöffnet werden. Alles übliche Sicherheitsvorkehrungen.

"So ..." Der Traxaner nahm Kirks Datenchip aus seinem Gerät und deutete mit einer Hand zur Schleuse. "Ihre Daten sind okay. Treten Sie vor die Tür. Sie werden noch gescannt und ..."

"Wozu?", fragte McCoy. "Wir haben alle Waffen und Phaser an Bord gel- ..."

"Den Tricorder müssen Sie hier lassen", unterbrach der Traxaner und griff nach dem Gerät. McCoy zog es weg, doch Kirk hielt ihn auf, legte Tricorder und Kommunikatoren auf den Tresen.

Der Traxaner grinste und nickte dann wieder zur Schleuse. "Keine technischen Geräte innerhalb der Besucherzone. Es wäre nicht der erste Versuch jemanden hier hinaus zu bekommen oder etwas reinzuschleusen. Nicht, dass ich Ihnen derartiges unterstellen möchte, aber wir haben unsere Vorschriften. Gehen Sie ... die Wachen warten nicht gerne."

Ein wachsamer Kirk und ein wütender Bordarzt traten vor die Scanner der Schleuse."Vorschriften", knurrte McCoy, während ein oter Strahl seinen Körper abtastete.

"Ruhig Bones, dies ist kein Hotel und das weißt du."

"Ich hoffe Spock weiß das auch", erwiderte der Arzt ärgerlich.

"Ich bin sicher, er weiß es ..."

Die Türen vor ihnen glitten auf und sie traten in einen kleinen Raum. Sofort schlossen sich die Türen hinter ihnen und ein sonischer Scanner wiederholte die Prozedur, dieses Mal wurden jedoch die internen Organe gescannt, was ein weiteres ärgerliches Schnaufen von McCoy zur Folge hatte.

Die Türen vor ihnen öffneten sich endlich und sie kamen in einen weiteren Raum. Nicht größer als der Transporterraum der Enterprise. Ohne Fenster oder andere Merkmale welche die fast völlig weißen Wände hätten unterbrechen können. Keine Stühle oder Tische oder andere dekorative Gegenstände. Lediglich eine graue Tür befand sich ihnen direkt gegenüber. Eine metallische Linie zog sich in der Mitte des Raumes über Fußboden, Wände und Decke und teilte den Raum in zwei Hälften. Vermutlich der Besuchsraum.

Kirk hielt McCoy auf, als der forsch auf die graue Tür zugehen wollte. "Nicht, ... das ist ein Sicherheitsschirm und er ist aktiv. Bleib hinter der Linie dort."

"Himmel ... das ist ja schlimmer als im Starfleet Hauptquartier", wetterte der Arzt.

Kirk warf ihm einen warnenden Blick zu doch bevor er antworten konnte, öffnete sich die Tür vor ihnen. Ein Traxaner, schmächtiger und größer als der am Eingang, trat ein und kam auf sie zu. Er blieb direkt vor dem Schirm stehen und musterte sie. "Captain Kirk und Dr. McCoy?"

Kirk nickte und betrachtete die zivile Wachuniform. In jedem Fall kein einfacher Wachmann sondern einer vom leitenden Personal. "Das ist richtig. Wir sind angemeldet und möchten Mr. Spock besuchen. Mit wem haben wir die Ehre? Mr. ..."

"... Konis, 1. Beobachter und Agnin dieser Einrichtung. Ich grüße Sie." Der Traxaner machte eine leichte Verbeugung und wirkte höflich aber bestimmend als er weiter sprach.

"Sie werden einsehen, dass es in einer Strafkolonie nicht gern gesehen wird, wenn Besuche stattfinden. Das ist kontraproduktiv zu der verurteilten Strafe. Wir bitten Sie, keine verfänglichen Informationen auszutauschen, in Ihrem Interesse und dem des Sträflings und weitere Vorhaben solcher Besuche auf ein Minimum zu reduzieren, besser völlig zu unterlassen. Nun sind Sie jedoch hier. Sie haben fünf Minuten."

Der Traxaner drehte sich um und verließ den Raum ohne weitere Worte. Kirk und McCoy tauschten überraschte Blicke.

"Nett", murmelte McCoy. "Klang nicht wie eine Bitte ... wenn du mich fragst."

"Ich frage dich nicht ... nur fünf Minuten?", murmelte Kirk kaum hörbar. Er wirkte abgelenkt und sah sich um, starrte dann wieder auf die graue Tür um den besorgten und fast ärgerlichen Blicken McCoys zu entgehen.

Es war das erste Mal, dass sie Kontakt zu Spock haben würden nachdem er noch auf der Station von der Sicherheitszelle in das wartende Shuttle der Sicherheitsbehörden eskortiert worden war. Das war zwei Wochen und drei Tage her, seitdem war der Vulkanier auf sich allein gestellt gewesen, ohne Möglichkeit von sich aus eine Nachricht zu senden. Plan hin oder her, doch es war gefährlich. Dies war eine Strafkolonie. McCoy hatte Grund besorgt zu sein. Kirk war es ebenso.

"Weißt du, das ist mir egal ob du mich fragst. Ich habe jedenfalls kein gutes Gefühl ..." McCoy kam nicht dazu weiter zu sprechen, in diesem Moment öffneten sich die Türen und selbst wenn er gewollt hätte, hätte er keine passenden Worte gefunden außer das entsetzte Stöhnen, was ihm entkam als er den Vulkanier sah.

(...)

Fortsetzung folgt ...
auf http://www.stefstern.de könnt ihr schon einen kleinen Tic! weiterlesen ... :)

 

 

Teil 2