Titel: Nie wieder!
Autor: Storm
Serie: TOS
Paarung K/S
Rating: G
Zusammenfassung: Spocks Gedanken und Gefühle nach dem er erfährt, was während des Jungfernfluges der Enterprise geschehen 
Disclaimer: Star Trek und seine Charaktere gehören Paramount-Viacom. Ich hab sie mir nur ausgeliehen.

Das ist mein erster Versuch einer Star Trek Fanfiction, daher habt etwas Nachsicht mit mir!
Ganz besonders möchte ich mich bei Caelicola bedanken die sich als Beatleserin zur Verfügung gestellt hat.



Nie wieder!

ER IST TOT!; Langsam sickerten die Worte in sein Bewusstsein, ohne  dass er sie wirklich verstand. Die beiden Männer redeten weiter auf  ihn ein oder sprachen sie miteinander? Er konnte es in diesem Moment  nicht sagen, er hörte zwar ihre Stimmen, aber ihre Worte ergaben  keinen Sinn für ihn. Vielleicht wollte er sie auch nicht verstehen?  So lange er nicht antwortete, konnte er sich noch der irrationalen  Hoffnung hingeben dies nur zu träumen. Blicklos starrten seinen Augen  auf das riesige Loch in der Schiffswand, ebenso wenig bereit das  Gesehene zu begreifen noch das Gehörte zu verstehen.

ER IST TOT!; Das Hier und Jetzt drehte sich nur um diesen Satz, um drei einfache Worte, die seine Welt zerstören würden, wenn er erst wieder klar denken konnte. Noch befand sich sein Geist in dem betäubenden Zustand des Schocks, der ihn lähmte und am Begreifen hinderte. Nur sehr langsam sickerte der Schmerz in sein Bewusstsein und mit ihm griff eine verzweifelte Leere nach seinem Herzen. Sein Innerstes rief den geliebten Namen, laut und immer lauter, aber außer dem Echo seiner eigenen Schreie erhielt er keine Antwort. Und noch immer weigerte er sich zu glauben, wollte nicht wahrhaben, was er im Grunde längst wusste, bereits vor den anderen gewusst hatte.

ER IST TOT!; Dieser einfache Satz schien ihn zu verhöhnen, zu umzingeln und ließ ihm keine Fluchtmöglichkeit. Als er begann wirklich zu verstehen, stieg ein Schluchzer in seiner Kehle hoch, den er gerade noch unterdrücken konnte. Ebenso ignorierte er das immer stärker werdende Brennen seiner Augen. Er durfte sich dem Schmerz noch nicht hingeben, er musste stark sein. Allmählich
nahm er auch seine Umgebung und die Männer neben sich wieder war.


"Haben sie mich verstanden, Spock?" Er blinzelte kurz, anscheinend warteten seine Begleiter schon eine Weile auf eine Antwort von ihm.

"Ja, Mr. Scott, Captain Kirk ist in Ausübung seiner Pflicht, bei dem Versuch die Enterprise und das Leben Unschuldiger zu retten ums Leben gekommen!" Da, er hatte es ausgesprochen und nun gab es kein zurück mehr.

" Mr. Scott, Mr. Checov sie entschuldigen mich." Ohne eine Antwort abzuwarten, ließ er die beiden stehen. Er musste allein sein, konnte die Maske, die er stets trug, nicht länger aufrecht erhalten. Als er endlich stoppte, stellte er fest, dass er sich auf dem
Beobachtungsdeck der Enterprise befand. Wie oft hatten sie gemeinsam an einem solchen Ort gestanden? Schweigend und doch im Einklang miteinander, genau wissend, dass den Anderen die gleichen Gedanken bewegten. Seufzend lehnte er seine Stirn gegen das kalte Glas und ließ seinen Gedanken freien Lauf.

Jim und er hatten geplant nach dem Jungfernflug der neuen Enterprise seinen Abschied zu nehmen. Sie wollten endlich Zeit füreinander haben, sich nicht mehr verstecken, sondern einfach nur zusammen sein. Denn so aufgeschlossen die Sternenflotte auch sein mochte, gleichgeschlechtliche Liebe unter Offizieren duldete sie noch immer nicht. Aus diesem Grund hatten sie ihre Liebe stets geheim gehalten, verschwiegen, dass sie seid über zehn Jahre ein Paar waren - aneinander gebunden durch ein Band der Brüderschaft, welches nur der Tod zu trennen vermochte. Sie hatten in einigen Wochen die Erde verlassen wollen, um auf Vulkan zu leben, ihre Zukunft endlich selbst bestimmen zu können und ihre Liebe nicht mehr verstecken zu müssen.

Doch nichts davon würde nun in Erfüllung gehen. Er war allein, Jim hatte ihn für immer verlassen.

War es Jim auch so ergangen, hatte er die gleiche Leere und Verzweiflung gespürt, als er im Reaktorraum starb? Eine einzelne Träne lief seine Wange herab und bewies, dass auch Vulkanier Gefühle besaßen und diese nicht immer kontrollieren konnten. Abrupt richtete Spock sich auf, noch durfte er sich dem Schmerz nicht hingeben, nicht hier und nicht jetzt! Er würde nach Vulkan zurückkehren! Nach der Trauerfeier für James T. Kirk würde er der Erde und der Sternenflotte den Rücken kehren. Dann endlich konnte er sich dem Schmerz über den Verlust seines Bondmates ergeben.

Nach außen hin vollkommen unberührt, bewegte Captain Spock sich durch die Gänge der Enterprise. Niemandem, der ihm begegnete, wäre es in den Sinn gekommen zu vermuten, dass ein Teil von ihm gestorben war, in dem Augenblick, als sein Gefährte aus dieser Welt gegangen war.

Er würde weiterleben, doch lieben würde er nie wieder!



Ich hoffe es hat euch gefallen!

Storm