Zeit: nach ST 7
Alter: ab 15
Art: S/male
Hinweis: Das Star Trek Universum gehört mir nicht und ich verdiene damit kein Geld. Ich spiele nur mit den sexy Jungs und den netten Mädels, die dort wohnen.
Beta: T’Sihek
Feedback: erwünscht, auch Kritik, denn Fehler sind zum Lernen da.
Natürlich kannte ich als
Starfleet – Offizier die Gerüchte um Botschafter Spock. Er und Captain James T.
Kirk sollen ihnen nach Geliebte gewesen sein. Aber es handelte sich nur um
Gerüchte und bevor ich Spock kennenlernte, hatten sie für mich auch keine Rolle
gespielt. Über das Privatleben der Vulkanier war nicht viel bekannt, aber jeder
der mit offenen Augen durch die Welt geht, wird überall Vulkanier finden, die
Beziehungen mit Menschen eingegangen sind. Die vulkanischen Männer sind aber
auch zu attraktiv!
Es war so etwa zwei Jahre nach
Captain Kirks Tod auf der Enterprise B als ich Spock begegnete. Ich assistierte
ihm bei den Planungen zu seinen diplomatischen Missionen. Als offizielle
Verbindung zur Sternenflotte trug ich Verantwortung für alles was mit
Raumschiffen und Sicherheit auf diesen diplomatischen Missionen zu tun hatte.
Spock war stets höflich und ruhig
und ich empfand es als sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten. Mit der Zeit wuchs
das Vertrauen zwischen uns und wir wurden zu Freunden.
Ich habe sexuell schon immer
Männer bevorzugt, Frauen konnten mich nie so recht befriedigen. Leider war
unter all meinen Bettgefährten nie der richtige gewesen, nie der eine Mann mit
dem ich mein Leben verbringen wollte.
Dann lernte ich Spock kennen,
einen der berühmtesten Männer der Föderation. Und, wie ich sehr bald bemerkte,
auch einen sehr anziehenden, mit einer auf mich außerordentlich verlockenden
erotischen Wirkung.
Ich verliebte mich in ihn. Mit
Herzklopfen, feuchten Träumen und all dem üblichen Gefühlswirrwarr, wie ich es
so stark noch nie erlebt hatte. Von einem
Moment zum nächsten stand ich meinen Gefühlen und meinem ganzen Leben ratlos
gegenüber. Spock? Selbst wenn die Gerüchte über ihn und Jim Kirk der Wahrheit
entsprachen, bedeutete dies noch lange nicht, dass er meine Gefühle erwiderte.
Es bedeutete nur, dass er sie erwidern könnte. Er mochte mich, das wusste ich.
Aber könnte da jemals mehr sein?
So gut wie es mir möglich war,
verbarg ich meine Gefühle vor ihm. Ich hatte keine Ahnung wie er darauf
reagieren würde. So genoss ich seine Nähe und gab mich mit seiner Freundschaft
zufrieden.
Spock kannte meinen sexuellen
Vorlieben. Wir arbeiteten eng zusammen und so blieb es nicht aus, dass die
Arbeit auf mein Privatleben übergriff und umgekehrt. Er wusste auch, dass ich
keine feste Beziehung hatte. In einer depressiven Phase hatte ich das mal
erwähnt. Er selbst sprach nie über sein Privatleben. Natürlich nicht, denn
>Privatleben< hieß für Vulkanier nun mal >privat< und deshalb
erwähnten sie es für gewöhnlich mit keiner Silbe.
Eines Abends lud er
mich wieder einmal in sein Haus ein, um mit mir etwas zu besprechen. Doch wir
setzten uns nicht wie sonst an den Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer. Dieses
Mal geleitete er mich zu der kleinen Kaminnische im Wohnzimmer, die auch eine
Art Empfangsraum für diplomatische Gäste darstellte, und wir setzten uns in zwei
bequeme Sessel. Die Nische wurde von einigen Kerzen sanft erhellt, aber der
Rest des Raumes lag im Dunkeln. Spock hatte mir einen Becher mit heißem Tee
gereicht. Ich nippte daran und begann, mich nach einer anstrengenden Woche zu
entspannen.
Minutenlang blickten wir nur in
die Flammen des Kamins und sprachen kein Wort. Was auch immer er mit mir
besprechen wollte, er würde den Anfang machen. Also schwieg ich einfach weiter
und wartete auf seine Worte.
„John“,
sagte Spock, „ich bin Vulkanier.“
‚Ich bin Vulkanier’. Mehr sagte
er nicht. Und ich wusste beim besten Willen nicht, was ich Intelligentes erwidern sollte. „Ja, das sind Sie“,
antwortete ich schließlich und schwieg wieder, nahm an, er würde gleich weiter
sprechen. Doch es dauerte wieder eine Weile bis er erneut mit sprechen begann.
„Vulkaniern fällt es schwer, über
privates zu reden, über Gefühle. Aber Sie sind mein Freund....John, Sie haben
im Moment keine feste Beziehung. Ich möchte Sie deshalb etwas sehr privates
fragen...Haben Sie Interesse an einer festen Beziehung oder ist diese
Lebensweise nichts für Sie?“
Mein Herz begann zu rasen und
Hoffnung stieg in mir auf. Es gab nur eine mögliche Deutung für seine Worte.
Nämlich jenes, was ich mir gewünscht hatte ohne Hoffnung es zu bekommen. Spock
wollte mich, kannte meine Gefühle und erwiderte sie. Die Gefühle, die ich seit
Monaten versuchte vor ihm zu verbergen. Ich brachte das Zittern in mir unter
Kontrolle, stellte die fast leere Teetasse vorsichtig ab und blickte zu ihm.
Ich konnte ihn nicht erkennen, denn sein Gesicht lag im Schatten.
„Natürlich würde ich lieber in
einer festen Beziehung leben“, antwortete ich mit belegter Stimme, „das wäre
sehr angenehm...“
Wieder Schweigen. Er wusste von
meinen Gefühlen und jetzt musste er die Initiative ergreifen.
„Eine feste Beziehung würde auch
mich....glücklich machen“, flüsterte er
schließlich.
Er sagte es leise und seine
Stimme klang rauh. Dann erhob er sich langsam und trat zu mir. Schweigend
schaute er mich an und noch immer konnte ich sein Gesicht nicht erkennen. Er
beugte sich nach vorn, griff mit langsamen Bewegungen nach meinen Händen und
zog mich nach oben. Jetzt, wo wir so dicht beieinander standen, konnte ich
seine Augen sehen. Für einem Moment erkannte ich in ihnen Unsicherheit.
Dann zog er mich
an sich, strich mit seiner einen Hand über meine Haare und vergrub seinen Kopf
in ihnen. Seine andere Hand legte sich um meine Taille und drückte mich an
seinen heißen Körper.
Meine Gedanken waren in Aufruhr
und mein Geschlecht reagierte auf seine Nähe. Spock wartete bis ich mich
beruhigt hatte, dann vernahm ich seine rauhe Stimme an meinem Ohr.
„Du bist ein faszinierender Mann,
John. Ich glaube, eine Beziehung zwischen uns beiden ist eine gute Idee.“
„Ja,
Spock...das ist eine gute Idee...“
„Aber es wird nicht leicht.
Vulkanier sind nicht wie Menschen. Es fällt uns schwer, Emotionen zuzulassen,
selbst dann, wenn wir sie brauchen. Selbst dann, wenn wir uns entschlossen
haben, ihnen nachzugeben, sie auszuleben. Es fällt mir schon schwer, überhaupt
über Gefühle zu sprechen. Ich weiß nicht, ob wir unsere gegenseitigen
Erwartungen aneinander erfüllen können.“
Er streichelte mich sanft und ich
erwiderte seine zärtlichen Berührungen.
„Es wäre nicht die erste
Beziehung zwischen einem Vulkanier und einem Menschen und außerdem bin ich
sicher, du hast dir das genau überlegt.“
„Ja, das habe ich.“
„Und es ist auch nicht die erste
Beziehung, die du mit einem Menschen hast.“
„Doch, es wird die erste sein.“
Ich war überrascht. Sagte er die
Wahrheit? Das hieße, zwischen ihm und Captain Kirk sei nie etwas gewesen und
die Gerüchte über eine Liebesbeziehung zwischen den beiden entsprächen nicht
der Wahrheit.
„Jim und ich hatten keine
Beziehung. Zu mehr als einem Kuss und einigen wenigen Berührungen ist es nie
gekommen....Jim hatte kein Interesse an einer gleichgeschlechtlichen Beziehung.
Er konnte sich einen Mann als Partner nicht vorstellen.
Wir haben uns geliebt, aber er
wollte mich nicht. Nicht als Geliebten. Unsere Freundschaft war eng, sehr eng.
Aber er hat mich als Geliebten zurückgewiesen. Schon damals, auf unserer
Fünfjahresmission.
Er spürte, was ich für ihn
empfand, aber er wies mich zurück, als ich ihm näher kommen wollte. Das ist die
Wahrheit. Die Gerüchte über uns beide störten ihn nicht. Genauso wenig, wie
meine Sehnsucht nach ihm unsere Freundschaft zerstören konnte. Ich selbst wurde
zuerst mit meiner Sehnsucht nicht fertig, versuchte mich sogar an der Erlangung
des Zustandes des Kolinahr.“ Seine Stimme klang traurig.
„Das...tut mir leid, Spock. Es
heißt, ihr hättet gut zueinander gepasst“, murmelte ich, noch
immer in seiner Umarmung.
„So
dachte ich auch.“
„Spock...ich sage dir jetzt etwas
und es ist die Wahrheit. Ich liebe dich. Ich begehre dich. Als Freund und als
Geliebten. Wenn du es zulässt, werde ich dir geben, was du dir wünschst. Auch
deshalb, weil ich es auch will. Du wolltest Jim Kirk deine Liebe schenken, dich
ihm hingeben und er wies dich zurück. Ich werde dich nicht zurückweisen.“
„Das....hatte ich....gehofft“,
sagte er leise. Dann löste er sich aus unserer Umarmung, nahm meinen Kopf in
seine Hände und schaute mich forschend an.
Es schien mir, als ob er meine
Gedanken und Gefühle in sich aufsaugen wolle. Ich fragte mich, ob ich dem Mann
seiner unerfüllten Träume ähnelte. Äußerlich ein wenig, ja. Aber innerlich?
Ich war ein eher nüchterner
Mensch, vielleicht sogar zu nüchtern. Bei meiner Arbeit war ich überwiegend mit
Strategie, Verwaltung und Planung beschäftigt, kein richtiger
Schreibtischhengst, aber auch kein wirklicher Sternenfahrer. Ich befand mich
meist nur zeitweilig im All, als Berater und offizieller HQ – Vertreter.
Eigentlich ähnelte ich dem wilden James T. Kirk nicht.
Also warum hatte Spock mich
ausgewählt? Es gab genügend andere Männer, die an einer gleichgeschlechtlichen
Beziehung interessiert waren, die interessanter waren als ich – und Spock hätte
jeden haben können.
Warum also ich? Warum hatte ich
er sich ausgerechnet in mich verliebt? Vielleicht weil er sich gewünscht hätte,
Jim wäre nicht so risikoverliebt gewesen?
Er hat nicht gesagt, er sei in
mich verliebt, fiel mir ein. Er erwähnte Liebe nur in Bezug auf Jim Kirk.
Ich zitterte. Er liebte mich
nicht. Nein. Er wollte mich nicht aus Liebe. Er wollte Nähe und einen Ersatz
für Jim.
Spock zog mich wieder an sich.
„Du irrst dich.“
Hatte er während unserer
Berührungen meine Gedanken gelesen? Möglich, denn Vulkanier waren
Berührungstelepathen.
„Ich will dich nicht
anlügen. Was ich für Jim empfand ist nicht dasselbe wie das, was ich für dich
empfinde. Aber ich suche keinen Ersatz für Jim.
Als wir beide uns
näher kennenlernten, entwickelten sich in mir freundschaftliche Gefühle für
dich. Später...träumte ich...von dir....wünschte mir mehr als deine
Freundschaft. Bis dahin existierte nur Jim in meinen Wünschen.
Bitte vertraue mir,
auch wenn ich in diesem Moment nicht dasselbe für dich empfinden kann wie für
ihn. Aber wie auch immer ich meine Gefühle für dich benennen sollte, glaube mir
eines: Wäre es nur einfache Freundschaft, was ich empfinde, hätte ich eine
Beziehung mit dir nie in Erwägung gezogen....Was ich für dich fühle, mag nicht
so stark sein wie das, was ich für Jim fühlte.
Aber es ist auch
Liebe, auf eine gewisse Weise. Du wirst das noch merken. Ich weiß noch nicht,
wie sich meine Gefühle entwickeln, du wirst, wie gesagt, meine erste wirkliche
Beziehung sein. Warum meine Wahl auf dich fiel, kann ich dir nicht erklären.
Wer kann Gefühle schon so genau analysieren?“
Wieder blickte er
forschend in meine Augen.
„Vertraust du mir?“
fragte Spock leise.
„Ja“, erwiderte ich.
„Das hatte ich
gehofft.“ Ein Lächeln huschte über seine hageren Züge.
„Wie geht es jetzt
weiter, Spock?“
Ein Lächeln zeigte sich auf
Spocks Gesicht. Schnell verschwand es wieder, aber seine Augen erschienen mir
auf einmal größer und leuchtender.
Er ergriff meine Hand, sagte nur
„Komm mit.“ Dann zog er mich die Treppe hoch nach oben.
°°°
Ich stand mit ihm vor
seinem Bett und wir küssten uns. Er streichelte meine Hände, die vulkanische
Art zu Küssen, wie ich wusste. Meine Zweifel schwanden. Wir pressten uns
aneinander und ich konnte seine Erregung spüren. Ungeduldig zerrte ich an
seiner Robe, streifte sie ihm von den Schultern. Er glitt mit seinen heißen
Händen unter mein Hemd und streichelte meine Haut. Es war wundervoll....Ich
hatte es mir gewünscht, so lange schon und jetzt wurde es Wirklichkeit.
„Ich wünsche mir“,
flüsterte Spock, „dass du mir deine Liebe schenkst. Liebe mich, John, liebe
mich...“
Ich streifte ihm den Rest seiner
Kleidung vom Leib, berührte sein erigiertes Geschlecht.
„John....nimm
mich. Ich will es...“
Er ließ sich auf das Bett sinken,
zog mich auf sich. Wieder küssten wir uns und rieben uns aneinander. Ich
merkte, wie sehr er zärtliche Berührungen brauchte, wie sehr er sich danach
sehnte und gab ihm, was er sich wünschte. Ich bedeckte seinen Körper mit
Küssen, streichelte ihn, langsam, sorgfältig, sanft. Zuerst vorsichtig, später
intensiver erwiderte er meine Zärtlichkeiten. Spock öffnete seine Beine,
gewährte mir Zugang....
Ich bin in ihn eingedrungen, knie
zwischen seinen Schenkeln und bringe ihn mit tiefen Bewegungen dem Höhepunkt
näher. Er liebkost meine Hände, die sein Glied streicheln. Fasziniert betrachte
ich die Erregung in seinem Gesicht und zögere meinen Höhepunkt so lange hinaus,
bis Spock seinen zuerst erreicht.....Aus seinem Mund höre ich meinen Namen
hauchen, nicht den von Jim, seiner unerfüllten Liebe. Das macht mich glücklich,
ich hatte doch eine gewisse Befürchtung gehabt.
Ich komme wieder zu mir, als
Spock meine Brustwarzen mit seiner Zunge umspielt. Ich öffne die Augen und sehe
sein Gesicht. Er lächelt mich an und ich sehe in seinen Augen nur Glück und
Dankbarkeit...
°°°
‚John, du bist jetzt mein
Geliebter und ich der deine. Du bist nicht Jim, aber das spielt keine Rolle. Du
bist ein wundervoller Mann und du liebst mich. Ich hoffe, unsere Beziehung hält
lange Zeit und ich wünsche mir, dass ich dich eines Tages so lieben kann, wie
ich Jim geliebt habe.
Wie lange hatte ich mir schon
gewünscht, Jim in mir zu spüren? Dieser Wunsch ist nie in Erfüllung gegangen.
Doch es hat sich wundervoll angefühlt, dich
in mir zu spüren, John, und ich will es immer wieder.
Jim hatte eine Liebesbeziehung
mit mir abgelehnt. Du nicht. Ich weiß nicht wie ich meine Gefühle für dich in
Bezug zu meinen Gefühlen für Jim einordnen soll, wie sie benennen. Doch ich bin
mir sicher, du kannst mich glücklich machen, mir geben was ich mir schon immer
gewünscht habe. Auch ich werde alles tun, um dich und uns glücklich zu machen.
Ich vertraute meiner Intuition, als ich mich entschloss, unser beider Wünschen
nachzugeben. Es war die richtige Entscheidung.
Du bist nicht Jim. Aber das wird
bald keine Rolle mehr spielen. Heute beginnt ein neues Leben für mich. Ohne
Jim. Ohne den Mann, den ich dreißig Jahre lang geliebt habe. Ein Leben mit dir,
John. Ein neues, ein anderes Leben. Mit dir, John, der du mich lieben kannst.’
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Fortsetzung
in: Neue Liebe, neues
Glück