Autor: Liliane Romano / email: liliromano@arcor.de

Zeit: nach ST 7

Alter: ab 15

Art: S/male

Hinweis: Das Star Trek Universum gehört mir nicht und ich verdiene damit kein Geld. Ich spiele nur mit den sexy Jungs und den netten Mädels, die dort wohnen.

Beta: T’Sihek

Feedback: erwünscht, auch Kritik, denn Fehler sind zum Lernen da.

 

 

 

 

Neue Liebe, neues Leben

 

 

 

Natürlich kannte ich als Starfleet – Offizier die Gerüchte um Botschafter Spock. Er und Captain James T. Kirk sollen ihnen nach Geliebte gewesen sein. Aber es handelte sich nur um Gerüchte und bevor ich Spock kennenlernte, hatten sie für mich auch keine Rolle gespielt. Über das Privatleben der Vulkanier war nicht viel bekannt, aber jeder der mit offenen Augen durch die Welt geht, wird überall Vulkanier finden, die Beziehungen mit Menschen eingegangen sind. Die vulkanischen Männer sind aber auch zu attraktiv!

 

Es war so etwa zwei Jahre nach Captain Kirks Tod auf der Enterprise B als ich Spock begegnete. Ich assistierte ihm bei den Planungen zu seinen diplomatischen Missionen. Als offizielle Verbindung zur Sternenflotte trug ich Verantwortung für alles was mit Raumschiffen und Sicherheit auf diesen diplomatischen Missionen zu tun hatte.

Spock war stets höflich und ruhig und ich empfand es als sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten. Mit der Zeit wuchs das Vertrauen zwischen uns und wir wurden zu Freunden.

 

 

 

Ich habe sexuell schon immer Männer bevorzugt, Frauen konnten mich nie so recht befriedigen. Leider war unter all meinen Bettgefährten nie der richtige gewesen, nie der eine Mann mit dem ich mein Leben verbringen wollte.

 

Dann lernte ich Spock kennen, einen der berühmtesten Männer der Föderation. Und, wie ich sehr bald bemerkte, auch einen sehr anziehenden, mit einer auf mich außerordentlich verlockenden erotischen Wirkung.

 

Ich verliebte mich in ihn. Mit Herzklopfen, feuchten Träumen und all dem üblichen Gefühlswirrwarr, wie ich es so stark noch nie erlebt hatte. Von einem Moment zum nächsten stand ich meinen Gefühlen und meinem ganzen Leben ratlos gegenüber. Spock? Selbst wenn die Gerüchte über ihn und Jim Kirk der Wahrheit entsprachen, bedeutete dies noch lange nicht, dass er meine Gefühle erwiderte. Es bedeutete nur, dass er sie erwidern könnte. Er mochte mich, das wusste ich. Aber könnte da jemals mehr sein?

 

So gut wie es mir möglich war, verbarg ich meine Gefühle vor ihm. Ich hatte keine Ahnung wie er darauf reagieren würde. So genoss ich seine Nähe und gab mich mit seiner Freundschaft zufrieden.

 

Spock kannte meinen sexuellen Vorlieben. Wir arbeiteten eng zusammen und so blieb es nicht aus, dass die Arbeit auf mein Privatleben übergriff und umgekehrt. Er wusste auch, dass ich keine feste Beziehung hatte. In einer depressiven Phase hatte ich das mal erwähnt. Er selbst sprach nie über sein Privatleben. Natürlich nicht, denn >Privatleben< hieß für Vulkanier nun mal >privat< und deshalb erwähnten sie es für gewöhnlich mit keiner Silbe.

 

Eines Abends lud er mich wieder einmal in sein Haus ein, um mit mir etwas zu besprechen. Doch wir setzten uns nicht wie sonst an den Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer. Dieses Mal geleitete er mich zu der kleinen Kaminnische im Wohnzimmer, die auch eine Art Empfangsraum für diplomatische Gäste darstellte, und wir setzten uns in zwei bequeme Sessel. Die Nische wurde von einigen Kerzen sanft erhellt, aber der Rest des Raumes lag im Dunkeln. Spock hatte mir einen Becher mit heißem Tee gereicht. Ich nippte daran und begann, mich nach einer anstrengenden Woche zu entspannen.

Minutenlang blickten wir nur in die Flammen des Kamins und sprachen kein Wort. Was auch immer er mit mir besprechen wollte, er würde den Anfang machen. Also schwieg ich einfach weiter und wartete auf seine Worte.

 

„John“, sagte Spock, „ich bin Vulkanier.“

 

‚Ich bin Vulkanier’. Mehr sagte er nicht. Und ich wusste beim besten Willen nicht, was ich Intelligentes erwidern sollte. „Ja, das sind Sie“, antwortete ich schließlich und schwieg wieder, nahm an, er würde gleich weiter sprechen. Doch es dauerte wieder eine Weile bis er erneut mit sprechen begann.

 

„Vulkaniern fällt es schwer, über privates zu reden, über Gefühle. Aber Sie sind mein Freund....John, Sie haben im Moment keine feste Beziehung. Ich möchte Sie deshalb etwas sehr privates fragen...Haben Sie Interesse an einer festen Beziehung oder ist diese Lebensweise nichts für Sie?“

 

Mein Herz begann zu rasen und Hoffnung stieg in mir auf. Es gab nur eine mögliche Deutung für seine Worte. Nämlich jenes, was ich mir gewünscht hatte ohne Hoffnung es zu bekommen. Spock wollte mich, kannte meine Gefühle und erwiderte sie. Die Gefühle, die ich seit Monaten versuchte vor ihm zu verbergen. Ich brachte das Zittern in mir unter Kontrolle, stellte die fast leere Teetasse vorsichtig ab und blickte zu ihm. Ich konnte ihn nicht erkennen, denn sein Gesicht lag im Schatten.

 

„Natürlich würde ich lieber in einer festen Beziehung leben“, antwortete ich mit belegter Stimme, „das wäre sehr angenehm...“

Wieder Schweigen. Er wusste von meinen Gefühlen und jetzt musste er die Initiative ergreifen.

 

„Eine feste Beziehung würde auch mich....glücklich machen“, flüsterte er schließlich.

 

Er sagte es leise und seine Stimme klang rauh. Dann erhob er sich langsam und trat zu mir. Schweigend schaute er mich an und noch immer konnte ich sein Gesicht nicht erkennen. Er beugte sich nach vorn, griff mit langsamen Bewegungen nach meinen Händen und zog mich nach oben. Jetzt, wo wir so dicht beieinander standen, konnte ich seine Augen sehen. Für einem Moment erkannte ich in ihnen Unsicherheit.

 

Dann zog er mich an sich, strich mit seiner einen Hand über meine Haare und vergrub seinen Kopf in ihnen. Seine andere Hand legte sich um meine Taille und drückte mich an seinen heißen Körper.

 

Meine Gedanken waren in Aufruhr und mein Geschlecht reagierte auf seine Nähe. Spock wartete bis ich mich beruhigt hatte, dann vernahm ich seine rauhe Stimme an meinem Ohr.

„Du bist ein faszinierender Mann, John. Ich glaube, eine Beziehung zwischen uns beiden ist eine gute Idee.“

 

„Ja, Spock...das ist eine gute Idee...“

 

„Aber es wird nicht leicht. Vulkanier sind nicht wie Menschen. Es fällt uns schwer, Emotionen zuzulassen, selbst dann, wenn wir sie brauchen. Selbst dann, wenn wir uns entschlossen haben, ihnen nachzugeben, sie auszuleben. Es fällt mir schon schwer, überhaupt über Gefühle zu sprechen. Ich weiß nicht, ob wir unsere gegenseitigen Erwartungen aneinander erfüllen können.“

 

Er streichelte mich sanft und ich erwiderte seine zärtlichen Berührungen.

„Es wäre nicht die erste Beziehung zwischen einem Vulkanier und einem Menschen und außerdem bin ich sicher, du hast dir das genau überlegt.“

„Ja, das habe ich.“

 

„Und es ist auch nicht die erste Beziehung, die du mit einem Menschen hast.“

 

„Doch, es wird die erste sein.“

 

Ich war überrascht. Sagte er die Wahrheit? Das hieße, zwischen ihm und Captain Kirk sei nie etwas gewesen und die Gerüchte über eine Liebesbeziehung zwischen den beiden entsprächen nicht der Wahrheit.

 

„Jim und ich hatten keine Beziehung. Zu mehr als einem Kuss und einigen wenigen Berührungen ist es nie gekommen....Jim hatte kein Interesse an einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Er konnte sich einen Mann als Partner nicht vorstellen.

 

Wir haben uns geliebt, aber er wollte mich nicht. Nicht als Geliebten. Unsere Freundschaft war eng, sehr eng. Aber er hat mich als Geliebten zurückgewiesen. Schon damals, auf unserer Fünfjahresmission.

Er spürte, was ich für ihn empfand, aber er wies mich zurück, als ich ihm näher kommen wollte. Das ist die Wahrheit. Die Gerüchte über uns beide störten ihn nicht. Genauso wenig, wie meine Sehnsucht nach ihm unsere Freundschaft zerstören konnte. Ich selbst wurde zuerst mit meiner Sehnsucht nicht fertig, versuchte mich sogar an der Erlangung des Zustandes des Kolinahr.“ Seine Stimme klang traurig.

 

„Das...tut mir leid, Spock. Es heißt, ihr hättet gut zueinander gepasst“, murmelte ich, noch immer in seiner Umarmung.

„So dachte ich auch.“

 

„Spock...ich sage dir jetzt etwas und es ist die Wahrheit. Ich liebe dich. Ich begehre dich. Als Freund und als Geliebten. Wenn du es zulässt, werde ich dir geben, was du dir wünschst. Auch deshalb, weil ich es auch will. Du wolltest Jim Kirk deine Liebe schenken, dich ihm hingeben und er wies dich zurück. Ich werde dich nicht zurückweisen.“

 

„Das....hatte ich....gehofft“, sagte er leise. Dann löste er sich aus unserer Umarmung, nahm meinen Kopf in seine Hände und schaute mich forschend an.

 

Es schien mir, als ob er meine Gedanken und Gefühle in sich aufsaugen wolle. Ich fragte mich, ob ich dem Mann seiner unerfüllten Träume ähnelte. Äußerlich ein wenig, ja. Aber innerlich?

 

Ich war ein eher nüchterner Mensch, vielleicht sogar zu nüchtern. Bei meiner Arbeit war ich überwiegend mit Strategie, Verwaltung und Planung beschäftigt, kein richtiger Schreibtischhengst, aber auch kein wirklicher Sternenfahrer. Ich befand mich meist nur zeitweilig im All, als Berater und offizieller HQ – Vertreter. Eigentlich ähnelte ich dem wilden James T. Kirk nicht.

Also warum hatte Spock mich ausgewählt? Es gab genügend andere Männer, die an einer gleichgeschlechtlichen Beziehung interessiert waren, die interessanter waren als ich – und Spock hätte jeden haben können.

 

Warum also ich? Warum hatte ich er sich ausgerechnet in mich verliebt? Vielleicht weil er sich gewünscht hätte, Jim wäre nicht so risikoverliebt gewesen?

 

Er hat nicht gesagt, er sei in mich verliebt, fiel mir ein. Er erwähnte Liebe nur in Bezug auf Jim Kirk.

 

Ich zitterte. Er liebte mich nicht. Nein. Er wollte mich nicht aus Liebe. Er wollte Nähe und einen Ersatz für Jim.

 

Spock zog mich wieder an sich.

„Du irrst dich.“

 

Hatte er während unserer Berührungen meine Gedanken gelesen? Möglich, denn Vulkanier waren Berührungstelepathen.

 

„Ich will dich nicht anlügen. Was ich für Jim empfand ist nicht dasselbe wie das, was ich für dich empfinde. Aber ich suche keinen Ersatz für Jim.

 

Als wir beide uns näher kennenlernten, entwickelten sich in mir freundschaftliche Gefühle für dich. Später...träumte ich...von dir....wünschte mir mehr als deine Freundschaft. Bis dahin existierte nur Jim in meinen Wünschen.

 

Bitte vertraue mir, auch wenn ich in diesem Moment nicht dasselbe für dich empfinden kann wie für ihn. Aber wie auch immer ich meine Gefühle für dich benennen sollte, glaube mir eines: Wäre es nur einfache Freundschaft, was ich empfinde, hätte ich eine Beziehung mit dir nie in Erwägung gezogen....Was ich für dich fühle, mag nicht so stark sein wie das, was ich für Jim fühlte.

Aber es ist auch Liebe, auf eine gewisse Weise. Du wirst das noch merken. Ich weiß noch nicht, wie sich meine Gefühle entwickeln, du wirst, wie gesagt, meine erste wirkliche Beziehung sein. Warum meine Wahl auf dich fiel, kann ich dir nicht erklären. Wer kann Gefühle schon so genau analysieren?“

 

Wieder blickte er forschend in meine Augen.

 

„Vertraust du mir?“ fragte Spock leise.

 

„Ja“, erwiderte ich.

 

„Das hatte ich gehofft.“ Ein Lächeln huschte über seine hageren Züge.

 

„Wie geht es jetzt weiter, Spock?“

 

Ein Lächeln zeigte sich auf Spocks Gesicht. Schnell verschwand es wieder, aber seine Augen erschienen mir auf einmal größer und leuchtender.

Er ergriff meine Hand, sagte nur „Komm mit.“ Dann zog er mich die Treppe hoch nach oben.

 

°°°

 

Ich stand mit ihm vor seinem Bett und wir küssten uns. Er streichelte meine Hände, die vulkanische Art zu Küssen, wie ich wusste. Meine Zweifel schwanden. Wir pressten uns aneinander und ich konnte seine Erregung spüren. Ungeduldig zerrte ich an seiner Robe, streifte sie ihm von den Schultern. Er glitt mit seinen heißen Händen unter mein Hemd und streichelte meine Haut. Es war wundervoll....Ich hatte es mir gewünscht, so lange schon und jetzt wurde es Wirklichkeit.

 

„Ich wünsche mir“, flüsterte Spock, „dass du mir deine Liebe schenkst. Liebe mich, John, liebe mich...“

 

Ich streifte ihm den Rest seiner Kleidung vom Leib, berührte sein erigiertes Geschlecht.

 

„John....nimm mich. Ich will es...“

 

Er ließ sich auf das Bett sinken, zog mich auf sich. Wieder küssten wir uns und rieben uns aneinander. Ich merkte, wie sehr er zärtliche Berührungen brauchte, wie sehr er sich danach sehnte und gab ihm, was er sich wünschte. Ich bedeckte seinen Körper mit Küssen, streichelte ihn, langsam, sorgfältig, sanft. Zuerst vorsichtig, später intensiver erwiderte er meine Zärtlichkeiten. Spock öffnete seine Beine, gewährte mir Zugang....

 

Ich bin in ihn eingedrungen, knie zwischen seinen Schenkeln und bringe ihn mit tiefen Bewegungen dem Höhepunkt näher. Er liebkost meine Hände, die sein Glied streicheln. Fasziniert betrachte ich die Erregung in seinem Gesicht und zögere meinen Höhepunkt so lange hinaus, bis Spock seinen zuerst erreicht.....Aus seinem Mund höre ich meinen Namen hauchen, nicht den von Jim, seiner unerfüllten Liebe. Das macht mich glücklich, ich hatte doch eine gewisse Befürchtung gehabt.

 

Ich komme wieder zu mir, als Spock meine Brustwarzen mit seiner Zunge umspielt. Ich öffne die Augen und sehe sein Gesicht. Er lächelt mich an und ich sehe in seinen Augen nur Glück und Dankbarkeit...

 

°°°

 

‚John, du bist jetzt mein Geliebter und ich der deine. Du bist nicht Jim, aber das spielt keine Rolle. Du bist ein wundervoller Mann und du liebst mich. Ich hoffe, unsere Beziehung hält lange Zeit und ich wünsche mir, dass ich dich eines Tages so lieben kann, wie ich Jim geliebt habe.

 

Wie lange hatte ich mir schon gewünscht, Jim in mir zu spüren? Dieser Wunsch ist nie in Erfüllung gegangen. Doch es hat sich wundervoll angefühlt, dich in mir zu spüren, John, und ich will es immer wieder.

Jim hatte eine Liebesbeziehung mit mir abgelehnt. Du nicht. Ich weiß nicht wie ich meine Gefühle für dich in Bezug zu meinen Gefühlen für Jim einordnen soll, wie sie benennen. Doch ich bin mir sicher, du kannst mich glücklich machen, mir geben was ich mir schon immer gewünscht habe. Auch ich werde alles tun, um dich und uns glücklich zu machen. Ich vertraute meiner Intuition, als ich mich entschloss, unser beider Wünschen nachzugeben. Es war die richtige Entscheidung.

 

 

Du bist nicht Jim. Aber das wird bald keine Rolle mehr spielen. Heute beginnt ein neues Leben für mich. Ohne Jim. Ohne den Mann, den ich dreißig Jahre lang geliebt habe. Ein Leben mit dir, John. Ein neues, ein anderes Leben. Mit dir, John, der du mich lieben kannst.’

 

 

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Fortsetzung in: Neue Liebe, neues Glück