Nach dem Weihnachtschaos

T’Len

2006

 

 

 

Fandom: SK Kölsch

Charaktere: Jupp, Falk, Gino, Achim

Kategorie: PG, Humor

Hinweise: Fortsetzung zu Das ganz normale Weihnachtschaos

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Jupp wird mit den Folgen der vertauschten Päckchen konfrontiert

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

24. Dezember:

 

"Äh, da muss ein Missverständnis vorliegen", stotterte Jupp. "Ich wollte dir eigentlich einen Rührstab..."

 

Er wollte seiner Mutter den Vibrator abnehmen. "Ich tausch das gleich am 27. um."

 

Falk würde er etwas erzählen. Das perverse Ding gehörte doch garantiert ihm oder einem seiner Freunde. Pervers, jawohl, das waren die. Wozu brauchten die so was überhaupt? Waren die nicht Manns genug oder was?

 

"Rührstab, also wirklich Bärchen", erwiderte Bertha und machte keine Anstalten, ihr Geschenk wieder heraus zu rücken. "Ich dachte, ich hätte dich etwas besser aufgeklärt, Jung."

 

"Mama, bitte", sagte Jupp. Er war noch immer puterrot – wie hatte Falk ihn bloß in diese peinliche Situation bringen können? Seine eigene Schuld am Päckchentausch übersah er geflissentlich - und schielte heimlich zu Flo. Doch der Junge war in sein neustes Konsolenspiel vertieft - Gott sei Dank ein Geschenk, das den richtigen Empfänger gefunden hatte. Nicht auszudenken, wenn der Junge auch irgendsoein „Spielzeug“ ausgepackt hätte. "Das gehört bestimmt Falk. Er hat die Geschenke eingepackt und dabei etwas vertauscht", sagte Jupp.

 

"Bärchen, das muss dir wirklich nicht peinlich sein." Bertha klopfte ihrem Sohn auf die Schulter. "Das Geschenk ist genau richtig. Ich wollte schon lange so etwas haben, aber ich kann ja schlecht in so einem Laden gehen und mir einen kaufen, nicht wahr? Ich freu mich wirklich."

 

"Mama!" Jupp starrte seine Mutter entsetzt an. Die wollte so ein Ding!?!

 

Bertrah drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Danke Bärchen.“

 

In dem Moment drehte Flo sich zu ihnen um. "Papa, was hast du denn der Oma geschenkt?"

 

Jupp trat hastig ins Blickfeld seines Sohnes. "Nichts, Schatz, gar nichts."

 

///

 

27. Dezember

 

"Ich glaube, dass gehört dir." Falk drückte Jupp, als sie sich am Morgen des 27. auf dem Flur des Präsidiums begegneten, den Rührstab in die Hand.

 

"Äh ja, der war für Mama", erwiderte Jupp.

 

"Und?" Falk blieb stehen und sah ihn auffordernd an. "Wo ist mein Geschenk für Sven?"

 

"Du meinst diesen... diesen." Jupp machte eine hilflose Geste.

 

"Genau den Vibrator. Ich nehme doch an, der ist bei euch gelandet."

 

"Äh schon." Jupp setzte sich wieder in Bewegung und Falk folgte ihm. "Den hat jetzt Mama.“

 

"Und ich hätte ihn gern zurück“, erwiderte Falk. „Unbenutzt, versteht sich:“

 

„Ähem“, Jupp räusperte sich. „Ich fürchte, sie wird ihn nicht wieder rausrücken:“ Er drückte die Tür zu ihrem Büro auf. „Sie ist ganz begeistert von dem Ding.“


“Was?“ Falk starrte ihn an.

 

Jupp zuckte hilflos mit den Schultern. „Ist das zu glauben. Meine Mutter und so ein... so ein Ding.“

 

In dem Moment kamen Achim und Gino ins Büro.

 

„Würdest du mir bitte sagen, wo die Baby-Born für meine jüngste Tochter ist.“ Er warf eine Plastikhülle auf Falks Schreibtisch. „Stattdessen hatte sie diesen Schrott im Päckchen:“

 

Falk hob sie auf. „Best off Adriano Celentano“, las er vor.


“Hey, da ist ja die CD für meine Großtante Adele“, sagte Gino. „Sie hat sich übrigens riesig über das Püppchen gefreut, dass du ihr stattdessen eingepackt hattest. Sie sagte, so eines wollte sie schon immer haben. Sie tickt nicht mehr ganz richtig, wisst ihr“

 

„Das gehört mir“, protestierte Achim. „Gib es sofort zurück.“

 

„Meine Tante ist heute schon wieder mit Onkel Giovanni nach Neapel abgedampft“, sagte Gino. Er nahm die CD an sich. Aber Schrott ist Adriano nicht, dass du es nur weißt. Er ist einer der größten italienischen Sänger.“

 

„Wenn’s wenigstens Ramazotti gewesen wäre“, erwiderte Achim und zu Falk gewandt:“ Ich will jedenfalls eine neue Puppe für meine Kleine.“


“Beschwer dich bei Jupp“, antwortete von Schermbeck. „Er hat hier alles durcheinander gebracht.“

 

„Jupp?“ Achim sah Schatz fragend an.

 

Der zuckte mit den Schultern. „Schon gut, schreib mir auf, wie das Ding heißt und ich kauf in der Mittagspause eine neue.“

 

„Und ich kriege einen neuen Mr. Big von dir“, sagte Falk.


“Mr. Big?“, fragten Achim und Gino.


”Raus!”, befahl Jupp. „Macht euch gefälligst an die Arbeit.“

 

Als die beiden die Tür hinter sich geschlossen hatten,  reichte Falk ihm einen Zettel.

 

„Was ist das?“, wunderte sich Jupp.

 

„Das Modell und der Laden, in dem ich es gekauft habe“, antwortete Falk.

 

Jupp starrte auf den Zettel. „69 Euro?“, fragte er entsetzt. „War das Ding aus Gold oder was?“

 

„Nein, aber aus Silikon. Verschiedenste Stufen. Beste Qualität und die hat eben ihren Preis.“

 

„Ihr spinnt echt“, sagte Jupp. „Wozu braucht ihr überhaupt so einen Schweinkram. Ihr habt doch selber...“ Er deutete auf Falks Schritt.

 

Der schüttelte lächelnd den Kopf. „Jupp, wenn du so wenig sexuelle Fantasie hast, wundert mich nicht, dass keine Frau es länger als eine Nacht bei dir aushält.“

 

Ende