Der Kuss

T’Len

2008

 

 

 

Fandom: Mit Herz und Handschellen

Charaktere: Leo/Bernd, Wacker

Kategorie: PG, Humor

Hinweis: Inspiriert durch eine Szene in „OP ruft Dr. Bruckner“

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Wacker lernt es nie.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

„Igitt!“ Erasmus Wacker rümpfte empört seine Nase, als er aus seinem Büro trat und die zwei jungen Männer sah, welche sich im Gang des Polizeipräsidiums hingebungsvoll küssten. Seit sie nach der Bombenexplosion in ein Provisorium hatten umziehen müssen, während ihre Räume wieder hergerichtet wurden, und damit weitaus enger mit anderen Abteilungen auf einen Raum saßen als früher, trieb sich aber auch wirklich nur noch Gesindel vor den Büros der Mordkommission rum.

 

„Perverse“, murmelte er vor sich hin.

 

„Haben Sie ein Problem, Wacker?“ Die Stimme ließ ihn zusammen zucken und herum fahren. Er fand sich Brust an Brust mit seinem Vorgesetzten Leo Kraft wieder, der in der Tür zum Büro stand und ihn, ganz im Gegensatz zur barsch vorgetragenen Frage, liebenswürdig anlächelte.

 

„Ähem.“ Wacker räusperte sich. „Ich meinte, nur, die Herren wollen sicher zu Ihnen.“ Er konnte nicht verhindern, dass sich ein Hauch von der Abscheu, die er beim Anblick der küssenden Männer empfunden hatte, in seine Stimme schlich.

 

Leo spähte über Wackers Schulter und sah, wie die beiden Männer durch die Tür zum Büro der Kollegen vom Raubdezernat traten. „Und?“, hakte er nach.

 

Wacker überlegte, wie er sich am Besten aus der Situation retten könnte. Leider machte Leo so gar keine Anstalten, die Tür frei zu geben. Sich umdrehen und fliehen, diese Blöße wollte er sich nun auch nicht geben.

 

Er räusperte sich erneut. „Ähem... ich meinte ja nur... in aller Öffentlichkeit... man weiß doch nie, welche Krankheiten sie verbreiten. Haben Sie sich eigentlich te...“

 

Wacker blieb der Satz im Halse stecken, als Leo ihn sich plötzlich schnappte, an sich zog und küsste – mitten auf den Mund.

 

Wacker schnappte nach Luft, als Leo von ihm abließ „Sie... Sie haben mich... das ist...“ Ihm fehlten die Worte angesichts so einer Schandtat.

 

Da tippte ihn jemand von hinten auf die Schulter. Wacker drehte sich um und sah sich Bernd Fabrius gegenüber. Leos Partner, der gekommen war, um ihn abzuholen, hatte den Großteil der Szene mitangesehen. Nun schnappte er sich Wacker am Hemdkragen, drückte ihn gegen die Wand und sagte mit drohender Stimme: „Hände weg von meinen Mann.“

 

„Aber ich...“, stotterte Wacker. „Er hat... angefangen. Ehrlich... ich... würde nie..:“

 

„Gut“, sagte Bernd. „Sonst würde ich Sie zu einer Flugstunde einladen. Ohne Fallschirm.“

 

Wacker strich sich den Kragen glatt, als Bernd von ihm abließ und machte sich hastig vom Acker.

 

„Hast du ihm eigentlich von unserer ansteckenden Krankheit erzählt?“, fragte Bernd Leo so laut, dass Wacker es hören musste.

 

Dieser zog es vor, sich nicht umzudrehen, sondern hastig weiter durch den Gang zu stürmen. Dabei stieß er mit einer Kollegin von der Sitte zusammen, die ihm den Rosenstrauß vor die Füße warf, die er ihr samt Einladung zum Abendessen auf den Schreibtisch gestellt hatte.

 

Leo und Bernd tauschten einen belustigten Blick. Dann küssten sie sich.

 

Ende