Mea huna (Geheimnis)

T’Len

2011

 

 

 

Fandom: Hawaii Five-0

Charaktere: Steve/Danny

Kategorie: NC-17

Hinweise:  Episode 1x18 Loa Aloha

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Steve hat von Dannys Bruder ein Geheimnis erfahren

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

„Bier? Wein? Soda?“ Steve hatte bereits die Hand am Griff des Kühlschrankes, als er die Frage stellte, ganz perfekter Gastgeber.


Doch Danny wusste die Geste wenig zu schätzen. Die Arme vor der Brust verschränkt, ungeduldig mit dem rechten Fuß auf den Boden klopfend, stand er in der Nähe der Haustür. „Hast du mich nur hier her gelockt, um mir was zu trinken anzubieten?“, knurrte er. „Ich habe Besseres zu tun: Auf Wiedersehen!“

 

Doch ehe er die Tür öffnen konnte, war Steve an seiner Seite, hatte die Hand auf seinen Arm gelegt und sagte „Ich muss mit dir reden“ in einem Tonfall, der deutlich machte, dass er keinen Widerspruch duldete.


Danny, mit Steves „Kommandoton“ allzu vertraut, seufzte, lehnte sich mit dem Rücken gegen die Tür und sah Steve herausfordernd an. „Ich höre. Aber mach’s kurz!“

 

Steve zögerte einen Moment, während er nach den richtigen Worten suchte und seine Gedanken um einige Tage zurück wanderten, zu  einem Abend im „Hilton“ mit Danny, Rachel, Gracie und Dannys Bruder. Ein Abend, der so erfreulich begann und mit den Enthüllungen der Feds bezüglich ihrer Ermittlungen gegen Matthew so unerfreulich endete. Aber da hatte es noch eine andere Enthüllung gegeben, eine sehr persönliche – und überraschende.

 

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„Warte! Ich komme mit!“ Steve war überrascht gewesen, als Matthew ihn auf dem Weg zur Toilette mit raschen Schritten einholte. „Ich dachte immer, nur Frauen gehen zu zweit aufs Klo“, scherzte er.

 

„Ich wollte dir nur sagen, dass ich mich freue, dass Danny so einen netten Boyfriend wie dich gefunden hat“, erklärte Matthew, als er an Steves Seite trat.

 

„Boyfriend?“ Steve runzelte überrascht die Stirn. Wenn das Wort nicht seine Bedeutung geändert hatte, seit er es das letzte Mal gehört hatte, dann implizierte Matthew tatsächlich, dass er und Danny...

 

„Naja Lover, Partner, wie immer ihr es nennt.“

 

Yup, er implizierte ES tatsächlich. Was Danny wohl darüber denken mochte, dass sein Bruder ihn für schwul und sie für ein Paar hielt?

 

„Hör zu, du hast da etwas missverstanden“, sagte Steve rasch: „Wir sind Partner, ja, aber im Beruf, nicht privat:“

 

„Hey ist schon okay.“ Matthew boxte ihn freundschaftlich in die Seite. „Du brauchst mir nix vormachen. Danny denkt, wir wissen nicht, dass er auf Mädels und Jungs steht, dabei wissen wir das alle, die ganze Familie, haben es wahrscheinlich vor ihm gewusst. Das ist okay für uns alle, wirklich. Ich find’s schön, dass er wieder jemanden gefunden hat nach der Scheidung, glaub mir.“

 

Steve stand noch immer mit offenem Mund und sprachlos da, als Matthew längst wieder zu seinem Platz zurück gegangen war. Hatte er das nur geträumt oder hatte sein eigener Bruder Danny tatsächlich gerade als bisexuell geoutet? Und vor allem: Wie kam er auf die Idee, sie wären ein Paar?

 

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Steves Aufmerksamkeit kehrte ins Hier und Jetzt zurück, als Dannys ungeduldig „Was ist nun?“, fragte.

 

„Ich hatte ein sehr... um… interessantes Gespräch mit deinem Bruder, als wir im Hilton waren“, sagte Steve schließlich. „Er stand offensichtlich unter dem Eindruck, dass wir ein Paar seien, ein Liebespaar.“

Danny wurde erst blass, dann puterrot. „Dieser verdammte Mistkerl“, knurrte er. „Wie kann er es wagen? Du hast ihm doch hoffentlich sofort gesagt, welcher Irrsinn das ist?“

 

„Um ehrlich zu sein, er wollte mein Dementi gar nicht hören“, gestand Steve. „Er versicherte mir, dass deine ganze Familie mit unserer Beziehung einverstanden sei.“

 

„Das..:“ Danny fehlten die Worte. Er drehte sich um und hieb wütend mit der Hand gegen die Tür, fluchte dann vor Schmerz. „Wenn der mir je wieder unterkommt.“ Er drehte sich wieder zu Steve um, sagte nun etwas ruhiger: „Es tut mir Leid, Steve, wirklich. Warum hast du mir nicht gleich was gesagt? Ich hätte es sofort richtig gestellt. Was fällt dem bloß ein?“ Er schüttelte den Kopf.


“Darum geht es mir doch gar nicht, Danny“, versuchte Steve ihn zu beruhigen.

 

„Worum dann?“, fragte Danny. Er hätte gut verstanden, wenn Steve empört darüber gewesen wäre, für schwul gehalten zu werden. Bei den SEALs kam das bestimmt nicht so gut an.

 

„Ich will nur wissen, hat er Recht? Bist du bisexuell?“

 

Danny starrte Steve für einen Augenblick an, als würde er mit sich kämpfen, was er ihm anvertrauen konnte/sollte, was nicht. „Hör zu“, sagte er schließlich. „Du bist mein Boss, mein Partner. Wir haben schon einiges zusammen durchgemacht, wir sind vielleicht sogar so was wie Freunde mittlerweile, aber es gibt Dinge, die dich nichts angehen.“

 

„Bist du bisexuell?“, fragte Steve erneut, seine Stimme diesmal verdächtig nahe an seinem Kommandoton. Ein Dementi, so dachte er, klang definitiv anders.


“Was an ‚das geht dich nichts an’ hast du nicht verstanden?“, erwiderte Danny gereizt, seine Körpersprache wie seine Stimme eine einzige Abwehrhaltung.

 

„Danny, bitte, stehst du auf Männer und Frauen?“ Steves Stimme klang nun fast flehend. „Ich muss es wissen:“

 

„Ja, verdammt noch mal, ja“, rief Danny: „Wenn du es unbedingt wissen musst, ich treib’s auch mit Kerlen! Warum ist das so wichtig für dich? Willst du mich jetzt feuern? Wir sind nicht bei der Army.“

 

„Darum“, erwiderte Steve. Ehe Danny sich versah, hatte er ihn mit seinem ganzen Körper gegen die Tür gepresst, und seine Lippen fanden Dannys.

 

///

 

„Autsch!“ Danny stöhnte, als er sich streckte und versuchte die Uhrzeit auf dem Wecker, der auf dem Nachttisch neben dem Bett stand, zu erkennen. Wie spät war es eigentlich? Er hatte jedes Zeitgefühl verloren, als Steves Lippen an den seinigen waren und nicht nur die.


Er würde die nächsten drei Tage nicht sitzen können, er würde wahrscheinlich nicht einmal laufen können. Sie hatten es noch an der Tür miteinander getrieben, sich ihre Kleidung fast von den Leibern gerissen, während ihre Zungen sich wild duellierten. Er erinnerte sich noch wage an eine scherzhafte Bemerkung seinerseits über immer bereite Pfadfinder, als Steve ein Kondom aus der Hosentasche zog, und dann hatte er sich auch schon mit dem Gesicht gegen die Tür gepresst wiedergefunden, erst Steves Zunge in seinem Hintern, bald darauf sein Schwanz.

 

Anschließend hatten sie es auf dem Küchentisch getrieben, seine Beine hoch in der Luft, Steve in ihn rammend als gäbe es kein Morgen.  Irgendwie hatzen sie es dann ins Schlafzimmer geschafft, wo sie gleich weitermachten, kam dass ihre Körper das Laken berührt hatten. Er konnte sich nicht erinnern, schon einmal so häufig hintereinander gekommen zu sein – und so heftig. Nein definitiv nicht. Steve war gut, verdammt gut.

 

„Du hattest es ganz schön nötig, was?“ sagte er, als jetzt Steve ihn von hinten umarmte, sich an seinen Rücken schmiegte.


“Du aber auch“; erwiderte dieser, küsste ihn zärtlich in den Nacken. „Ich war vom ersten Anblick an scharf auf deinen kleinen Hintern, wenn ich geahnt hätte...“

„Bist du auch bi oder schwul?“, wollte Danny wissen.

“Schwul“, erwiderte Steve. „Aber nicht ganz ohne Erfahrung mit Frauen, wenn du das meinst:“

 

„Und ich dachte immer, du knallst diese Kleine von der Navy, die dir immer die Informationen besorgt.“

„Nun“, Steve räusperte sich: „Eigentlich lautet unserer Abmachung, ich geh mit ihr aus, dass sie mit mir angeben kann.“

 

„Aber...?“ Danny hörte deutlich, dass es da ein aber gab.

 

„Naja, neulich hatten wir beide etwas viel getrunken und da... es hat mir nur umso deutlicher gezeigt, dass das nicht mein Ding ist. Ehrlich gesagt, hab ich die ganze Zeit dabei nur an dich gedacht“, gestand Steve etwas kleinlaut.

 

Danny grinste. „Ich nehm’ das mal als Kompliment. Du hast nie was durchblicken lassen, ich meine wegen mir oder generell dass du auf Männer stehst.“

 

„Alte Gewohnheiten, schätze ich“, erwiderte Steve.

 

“Don’t ask, don’t tell.“

“Genau:” Steves Hand, die bisher Kreise auf Dannys Brust gemalt hatte, wanderte tiefer. „Warum machst du ein Geheimnis draus?“

 

„Ich finde, das geht niemanden was an. Außerdem, die Polizei ist auch nicht gerade ein Hort der Toleranz. Ich hab erlebt, wie die Medien und etliche Kollegen über einen Kollegen hergefallen sind, der sich outete. Hat Kimo damals fast den Job gekostet, jetzt muss er immer als der Vorzeige-Schwule der Polizei herhalten. Diesen Rummel muss ich nicht haben, schon mit Rücksicht auf Rachel und Gracie nicht.“

 

„Weiß Rachel es?“ Die Hand wanderte noch ein Stück tiefer und Danny stöhnte leise. Kaum zu glauben, dass er überhaupt noch zu einer Reaktion fähig war.

„Ja“, antwortete Danny schlicht.

 

„Habt ihr euch deshalb getrennt?“, wollte Steve wissen.


“Nein, das lag an meinem Job. Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit für die Familie, du weißt schon. Ich war ihr immer treu, wenn du das meinst. Um ehrlich zu sein, dass letzte Mal, dass ich mit einem Mann zusammen war, war bevor ich sie kennen lernte.“

 

„Was, du kennst noch nicht mal die tollen Gay-Bars von Honolulu, von den schwulen Strandabschnitten mit heißen Surfern ganz zu schweigen?“, scherzte Steve. „Was  für eine Bildungslücke.“

 

„Nope, da wirst du wohl mal meinen Reiseführer spielen müssen“, erwiderte Danny lachend.

 

„Gern, aber jetzt...“ Steve griff über Danny hinweg zu den Kondomen auf dem Nachttisch. „Jetzt bin ich dafür, erst noch mal die häuslichen Sehenswürdigkeiten zu bewundern.“

 

„Steve, ich weiß wirklich nicht, ob ich noch eine Runde aus...“ Steve stoppte Dannys Protest mit einem Kuss.

 

„Ich dachte eigentlich eher daran, dass du jetzt mal die Arbeit machst.“  Er setzte sich auf und streifte Danny das Kondom über. Steve grinste: „Loch ihn ein, Danny.“

 

Ende