Die Massage

T’Len

2003

 

 

 

Fandom: M*A*S*H

Charaktere: Hawkeye/Trapper

Kategorie: m/m-slash, NC-17

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Summe: Hawkeye bekommt eine besondere Massage

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 


„Hm, tut das gut.“ Benjamin Franklin Pierce, kurz genannt Hawkeye, genoss sichtlich die Massage, die ihm gerade zu teil wurde. Es ging doch nichts über ein paar Tage Tokio, mit all seinen Annehmlichkeiten. Und Korea war in seinen Gedanken so weit weg, wie der Mond von der Erde. Mindestens. Ein paar Stunden Ärztekongress, dann zur Entspannung in eines dieser Häuser – Bad, Massage, Hände, die in wenigen Minuten all die Anspannung wegmassierten, die sich in den letzten Monaten auf seinen Schultern abgeladen hatte, im übertragenen wie wörtlichem Sinne. Kurz gesagt, er fühlte sich fast wie im Paradies.

 

Angenehm entspannt und erregt zugleich drifteten seine Gedanken mal hierhin, mal dorthin, dämmerten in leichten Schlummer hinüber, um gleich darauf wieder erweckt zu werden, als die Hände auf seinem Rücken kräftiger zupackten, seine Schultern kneteten, über seine Wirbelsäule strichen und schließlich das Handtuch von seinen Po-Backen schoben, um auch dort ihr massierendes Werk zu tun. Nicht ganz ohne Folgen für einen gewissen anderen Körperteil, wie Hawkeye rasch feststellte.

 

 „Du bist ja auf einmal so kräftig, Mariko“, seufzte er behaglich.

 

Ein helles Lachen – ihm nur allzu vertraut – antwortete ihm. „Vielleicht liegt das daran, dass ich nicht Mariko bin.“

 

„Trap!“ Hawk wollte sich überrascht herumdrehen. Doch zum einen hielten ihn kräftige Hände auf dem weichen Futon fest, zum anderen fiel ihm gerade noch rechtzeitig ein, dass dies im Moment wohl keine so gute Idee gewesen wäre. Wie gesagt, ein gewisser Körperteil hatte eh schon auf die Massage reagiert und die Tatsache, dass Trapper ihn nun an Stelle der schmächtigen Japanerin massierte, tat ihr Übriges dazu.

 

Er bemühte sich, so normal wie möglich zu klingen, als er scherzte: „Willst du den Beruf wechseln, Trap?“

 

„Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja ganz neue Talente an mir“, kam die Antwort, während die emsigen Hände tiefer wanderten, Hawks Oberschenkel entlang, deren sensible Innenseite zärtlich streiften.

 

Hawk holte tief Luft, biss dann die Zähne zusammen. ‚Gott Trap, was tust du mir an?’, dachte er fast verzweifelt. Er glaubte förmlich zu spüren, wie sein Penis noch einen Tick härter wurde, wenn das überhaupt noch möglich war. Es kostete ihn alle Willenskraft, sich nicht stöhnend hin- und her zu wälzen.

 

Wann war er das letzte Mal so erregt gewesen? In so kurzer Zeit? War er überhaupt je so erregt gewesen? Es war für ihn ja nichts Neues, dass er Trapper in mehr als einer Hinsicht attraktiv fand. Und allein die Vorstellung, von den Händen seines Freundes, die über seinen nackten Körper glitten, war sehr dazu angetan, ihn in den Wahnsinn zu treiben. Irgendwie wünschte er sich plötzlich einen Spiegel, um sehen zu können, was auf seiner Rückseite vor ging.

 

Trappers Hände massierten weiter seine Schenkel. Zärtlich. Fast liebkosend. Wusste Trapper eigentlich, was er ihm damit antat? Unmöglich! Er war immer sehr darauf bedacht gewesen, seine Gefühle für den Freund verborgen zu halten. Immerhin war Trap ein glücklicher Vater, wenn auch ein nicht ganz so glücklicher Ehemann. Wie war er bloß auf die Idee gekommen, ihn zu massieren. Und wo war Mariko? Verdammt, was taten sie hier eigentlich?

 

Ein Finger streifte wie zufällig seine Hoden und Hawkeye biss sich die Unterlippe blutig. Er wollte, dass Trap aufhörte und er wollte es um keinen Preis. ‚Ich werde wirklich verrückt’, dachte er und versuchte sich auszumalen, was der Freund wohl denken würde, wenn er bemerkte, wie erregt er war. Wie konnte er hoffen, dass Trapper es nicht bemerkte? Immerhin lag er nackt vor ihm, auch wenn er sich bemühte, stil zu liegen, so ruhig wie möglich zu atmen – was schwer genug fiel, angesichts von Fingern, die immer wieder seine Hoden streiften und wie zufällig seinen Anus umspielten.

 

Hawk presste sich fester gegen die Matratze und die Lippen fest zusammen. Sonst, so fürchtete er, würde er Trapper bitten – nein anflehen – dem grausamen Spiel endlich ein Ende zu bereiten und es mit ihm zu tun. Hier, hetzt, auf der Stelle.. Im Geiste sah er Bilder von Trapper der hinter ihm kniete, ihn nahm.

 

Plötzlich schob sich eine Hand unter ihn, umschloss sein steifes Glied. Hawk stöhnte, unfähig sich weiter zu beherrschen. Flüchtig fragte er sich, ob Trapper genauso erregt war wie er? Oder fand er es abstoßend, dass er so auf ihn reagierte? Doch warum hörte er dann nicht auf damit ihn zu berühren?

 

Als die Hand heftiger über ihn rieb, während sich ein Finger der anderen in seinen Körper bahnte, konnte Hawk sich nicht mehr beherrschen. Wild stöhnend versuchte er sich gleichzeitig sowohl dem Finger in sich wie auch der  Hand unter sich entgegenzuwölben – und kam.

 

„Gott, Trap, das war... warum bloß“, fragte er noch immer atemlos einige Zeit später.

 

„Was, Hawkeye-San?“ Marikos Stimme schreckte ihn aus seinen angenehmen Gedanken. Verblüfft drehte er sich um und sah die zierliche Gestalt der jungen Japanerin neben sich. Wo war Trapper?

 

„Warst du die ganze Zeit hier?“, fragte er.

 

„Natürlich, Hawkeye-San.“

 

Unmöglich! Er konnte sich das alles doch nicht nur eingebildet haben. Ein Traum? Aber alles hatte sich so real angefühlt. Zumindest waren das die eindeutigen Flecken auf der Matratze auch. Er lächelte Mariko schuldbewusst an, doch diese meinte nur freundlich: „Sie sollten ein Bad nehmen, Hawkeye-San.“

 

Er nickte und trat ins Nebenzimmer. Dort sah er, dass sich Trapper bereits gemütlich in dem riesigen Zuber räkelte, der als Badebottich diente. Hawkeye hoffte, sein Freund würde ihm seine Verwirrung nicht ansehen. Noch immer glaubte er nicht, dass das tatsächlich nur ein Traum gewesen sein sollte. Anderseits, was hätte Trapper zu so einer Massage bewegen sollen? Und warum sollte Mariko ihn anlügen?

 

„Willst du nicht herein kommen? Du siehst aus, als hättest du es nötig“, sagte Trapper.

 

Hawk kletterte zögernd in den Zuber. „Warst du die ganze Zeit hier?“, fragte er. Er musste es einfach wissen. Aber er konnte Trap doch nicht einfach fragen, ob er ihm gerade...

 

Trapper antwortete ihm mit einem vielsagenden Grinsen und einer Gegenfrage. „Hast du deine Massage denn genossen, Hawk?“

 

Ende-