Titel: Let me wake in a dream
Autor: Lady Charena
Fandom: Forever Knight
Episode: 3x16 The Human Factor
Prompt: #016. Peace (100 Situations)
Charaktere: Janette du Charme, Nicholas Knight
Pairing: Janette/Nicholas
Rating: pg, gen, AR
Beta: T'Len
Archiv: ja



Summe: Angesiedelt am Ende der Folge, AR-Szenario anstelle der etwas seltsamen Traumsequenz mit Natalie, direkt vor dem Anruf, der Nick weckt. ("Missing Scene")
Anmerkung: Der fließende Wechsel zwischen englischer und französischer Sprache ist ziemlich typisch für Nicholas und Janette, also habe ich das trotz meiner mangelnden Französischkenntnisse auch in die FF zu übernehmen versucht.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.


I survive through the blaze of another day,
lower down and hide.
Let me wake in a dream... (Sweet Relief by Haunted)




Federleichte Berührungen, fast ein Kitzeln, doch nicht unangenehm. An seiner Stirn, an den Schläfen.

"Réveillez-vous, Nicholas", flüsterte sie, ihr Mund an seinem Ohr, ihr Atem warm auf seiner Haut. "Wach auf."


"Non... pas encore."
Er griff nach ihrer Hand, presste ihren Handrücken gegen die Lippen, ohne die Augen zu öffnen. "Noch nicht, Janette. Lass' mich schlafen. Encoure un peu, oui?"

"Mon petit frère", begleitet von einem Kuss auf seine Stirn. "Mon amour."

Warme Lippen auf seinen, nur für einen Moment. "Ich kann nicht bleiben, Nicholas. Ich muss gehen. Robert wartet auf mich."

"Janette, ich weiß nicht..." Er schlug die Augen auf, als mit dem Namen "Robert" die Erinnerungen zurückkehrten. Nick rappelte sich auf. Zutiefst erschöpft von den Ereignissen der Nacht hatte er sich einfach auf das Sofa fallen lassen, nur um ein paar Minuten auszuruhen... und darüber musste er eingeschlafen sein.

Seine Kleidung, seine Haut... an allem hing ein Geruch nach kaltem Rauch und Asche. Und Tod. Janettes Tod. "Janette."

"Ich bin hier, Nicholas."

Er hob den Blick, zögernd, fast ängstlich; wandte den Kopf. Janette saß neben ihm, auf der Armlehne des Sofas.

Sie lächelte und streckte die Hand nach ihm aus. "Nicholas. Ich musste dich noch ein Mal sehen."

Nick umschloss ihre Finger und ihre Berührung brannte wie das Feuer, das ihren Körper verzehrt hatte. Er hatte sie nicht mitnehmen können; all die Fragen... ihre Identität... ihre Vergangenheit... hatte das Feuer aufgezehrt. "Ich... ich weiß nicht..."

"Sccchhh." Sie legte zwei Finger auf seine Lippen. "Es ist so wenig Zeit, aber ich muss dich um etwas bitten."

Er konnte nur nicken.

"Bitte, wenn Patrick erwachsen ist... suche ihn und erzähle ihm von mir. Er wird alles über seinen Vater von seiner Tante erfahren; sie wird die Erinnerung an ihn wach halten. Ich... durfte nur für eine so kurze Zeit seine Mutter sein, aber ich habe ihn wirklich geliebt." Janette legte beide Hände um sein Gesicht. "Ich werde dich vermissen, Nicholas."

"Janette." Er hatte so viele verloren. Hatte so oft selbst dem Tod gegenüber gestanden. Doch er hatte nie daran gedacht, sie zu verlieren. Selbst wenn sie einander fern waren, wenn Kontinente sie trennten, blieb doch eine Verbindung zwischen ihnen - ein Bewusstsein füreinander. Nicht so stark wie die Verbindung zu LaCroix, doch genauso real.


"Je sais. Ich weiß." Sie beugte sich vor und küsste ihn. "Und nun... schlaf. Calme-toi, Nicholas. Dors maintenant." Ihre Hände glitten auf seine Schultern, drückten ihn sanft zurück.

"Janette..." Er sah zu ihr auf und ihre Umrisse schienen sich... aufzulösen... Es war als würde sie an den Rändern durchsichtig. "Je t'aime. Toujours."

"Toujours, Nicholas."

Sie stand auf und er konnte durch sie hindurch die Wand sehen. "Tu me manques, Janette."

"Moi aussi, mon Nicholas. Trouver la paix.
Finde den Frieden, den du suchst."

Janette war verschwunden. Er war allein; einsamer als je zuvor.

Das Schrillen des Telefons und die Stimme seines Captains ließen ihn aus dem Schlaf hochschrecken. Nick setzte sich auf und sah sich um. Janette... hatte er nur geträumt, dass sie hier gewesen war? Es musste ein Traum gewesen sein. Sie war tot.

Er legte für einen Moment das Gesicht in die Hände. Janettes Geruch hing an seiner Haut.

Ende