Hallo Leute,

 

hier ist wie versprochen meine Challenge. Viel Spaß beim Lesen! (Wer Lust hat, kann die Idee fortsetzen.)

 

Liliane

 

 

Antwort auf die Challenge: Verwende folgende Worte: Zitroneneis mit Schlagsahne, Schachfigur, Turnschuhe, Eisenbahn, Tricorder

 

Autor: Liliane Romano

Email: liliane_romano@yahoo.de / liliromano@arcor.de

Titel: Lecker und gesund

Zeit: etwa 10 Jahre nach ST6

Beta: T’Sihek

Art: K/S

Alter: alle

Disclaimer:

Das Star Trek Universum gehört mir nicht und ich verdiene damit kein Geld. Ich spiele nur ein wenig mit den sexy Jungs und den netten Mädels die dort wohnen. Ich schreibe nur aus Spaß und will keine Rechte verletzen.

 

Warnung: Die folgende Story ist noch absurder als die mit den Printen...Ich hab mich wohl mit dem Tupperschreckvirus infiziert. Auch wenn meine Geschichte nicht so rosa ist.

Schlagt mich wenn ihr wollt - aber genau das hier fiel mir bei „Zitroneneis mit Schlagsahne“ ein.

 

 

 

Lecker und gesund

 

 

Captain T’Saramel vom Raumschiff Petrini wusste, dass man die Berichte über die faszinierende Entdeckung im Ökosystem von Chocla Pudisi 6 unter Verschluss halten würde. Sie gefährdete zwar nicht gerade die Sicherheit der Föderation, könnte aber doch für Aufruhr sorgen. ‚Speziell auf der Erde...’, war die Vulkanierin sich sicher. Seit langem lebte sie dort mit ihrer Familie, wenn sie nicht im All war, und ihre Tochter T’Nuga war sogar mit einer Frau von der Erde gebunden. Daher kannte sie die Schwächen der Menschen nur zu gut. Ihr unlogisches und undiszipliniertes Verhalten grenzte manchmal an Selbstzerstörung...Sorgfältig verstaute sie den Tricorder und bereitete ihren Bericht an das Hauptquartier vor.

 

°°°°°

 

3 Jahre später

Erde, San Francisco

Im Haus einer wirklich süßen und glücklichen acht-köpfigen Patchworkfamilie,

bestehend aus zwei menschlich – vulkanischen Paaren,

eines weiblich und eines männlich und

deren insgesamt vier – künstlich gezeugten -  (um Eifersuchtsanfällen vorzubeugen) Kindern.

...Am Abend nach einem Kindergeburtstag

 

 

Nach einem kurzen Nickerchen, das konnte man sich mit 74 Jahren durchaus gönnen, erwachte Jim Kirk und seine feine Nase erkannte sofort den Duft von etwas fruchtig - süßem.

„Mmmhhhh....was isst du da, Savanil?“ Fragte er und merkte, wie ihm das Wasser im Mund zusammenlief.

Der seit heute 7jährige Junge stieß mit einem missbilligenden Blick die Turnschuhe beiseite, die Jims Kinder wieder einmal mitten im Wohnzimmer hatten stehenlassen.

„Zitroneneis mit Schlagsahne, hab’s von meinem Vater.“

Jims Geschmacksknospen erwachten endgültig. „Klingt lecker. Ist noch was davon in der Küche?“

Ungerührt schleckte der kleine Vulkanier weiter an seinem Eis.

„Vater hat nur eine Portion gekauft. Es gehört zu meinen Geburtstagsgeschenken.“

Enttäuscht  schloss Jim wieder die Augen.

„Dein Vater gönnt mir zur Zeit überhaupt nichts...Lässt du mich mal schlecken?“

Der Kleine schüttelte den Kopf.

„Mein Vater hat dir verboten zucker- und fetthaltiges zu essen. Es ist nicht gesund für dich, du hast jetzt schon Übergewicht und bist nicht mehr besonders fit. Mein Vater will, dass du lange gesund bleibst. Ohne diese neue Substanz, die den Zucker für Vulkanier verträglich macht, dürfte nicht mal ich es zu mir nehmen.“

Wohlberechnend, wie Jim ärgerlich feststellt, setzte sich der Junge auf die Lehne des großen gemütliches Sessels, in dem er saß und lutschte an seinem Eis herum.

„Mein Vater sagt, du musst beim Essen vernünftig sein und wenn du es nicht bist, dann hilft er nach und sorgt dafür, dass die ungesunden Sachen nicht im Haus sind.“

Jim glaubte seinen Ohren nicht zu trauen.

„Das hat er gesagt? Zu dir???!!!

„Nein, Jim“, erklang die Stimme von T’Nuga von der Tür her, „hat er nicht. Mein Sohn hat nur die logische Schlussfolgerung aus dem gezogen, was er sieht.“

Die Vulkanierin mit den langen welligen Jahren warf ihrem Sohn eine erhobene Augenbraue zu und dieser hüpfte grinsend von der Sessellehne und verließ das Wohnzimmer.

T’Nuga legte Jim die Hand auf die Schulter.

„Spock will, dass du gesund bleibst. Er will dich nicht bevormunden.“

„Ich weiß. Aber warum hält mir der Kleine eine verbotene Leckerei direkt unter die Nase? Wollte er menschliches Verhalten testen?“

„Das nehme ich an.“

Jim seufzte ergeben.

„Damit muss ich bei diesem kleinen neugierigen Vulkanier wohl leben. Wer weiß, auf was für Ideen meine Kinder so kommen...Wo sind Hazel und Cinna eigentlich?“

„Sie spielen mit der Eisenbahn, die Savanil von seiner Schwester zum Geburtstag bekommen hat.“

„Ach....“, Jim war überrascht, „nachdem sie die selbstgeschnitzte Schachfigur, die Savanil von Spock geschenkt bekommen hat, fast kaputt gespielt haben, erlaubt er ihnen mit der Eisenbahn zu spielen, die er von seiner kleinen Schwester T’Mandorla bekommen hat? Eine selbst angefertigte Eisenbahn möchte ich feststellen. Raffiniert zusammengebastelt aus einem Hobbybausatz für Erwachsene – und das mit fünf Jahren!“

„Deine beiden Mädchen haben versprochen, vorsichtig zu sein. Ausserdem ist die Bastlerin mit dabei und wird aufpassen.“

 

 

°°°°°

 

Eine kleine Weile später hatte Jim geduscht, es sich im Wohnzimmer bequem gemacht und wartete auf Spock. Die zierliche Italienerin Marzi, T’Nugas Lebensgefährtin und Mutter seiner beiden Töchter hatte sich in die Küche zurückgezogen und kümmerte sich um die Reste von Savanils Geburtstag. T’Nuga und die vier Kinder hatten sich in den Garten begeben und genossen den milden Herbstabend.

 

Als Spock nach Hause kam, stand Jim auf und warf sich ihm in die Arme. Der Vulkanier drückte ihn fest an sich und ließ sich mit seinem Freund auf den Armen vorsichtig im Sessel nieder. Sie küssten sich endlos wie an jedem anderen Tag in den langen Jahren ihres gemeinsamen Glücks. Irgendwann jedoch musste Jim atmen und unterbrach den Kuss. Nach Luft ringend legte er den Kopf auf Spocks Brust und der Vulkanier wuschelte ihm durch die graubraune Lockenpracht.

„Ich habe ein Geschenk für dich“, sagte Spock und löste sich aus dessen Armen.

„Für mich? Savanil hat heute Geburtstag, ich erst in sechs Monaten. Was ist es denn?“

Spock legte einen Finger auf den Mund seines Geliebten. „Es ist ein Geheimnis. Eigentlich darf ich es dir nicht schenken, aber...du wirst gleich sehen, was es ist.“

 

Der Vulkanier ging kurz ins Nebenzimmer und kam mit einem schwarzen Tuch wieder.

„Ich werde dir erst die Augen verbinden...“, sagte er sanft und legte das Tuch um Jims Augen.

„Jetzt bleib hier sitzen, ich hole es gleich.“

Jim hatte nicht die geringste Ahnung, was Spock ihm schenken würde. Etwas Geheimes? Etwas...Illegales? ‚Na, so illegal wird’s nicht sein, wenn er es mir schenkt.’

Er musste nicht lange auf Spock warten. Wie vorhin Savanil setzte auch er sich auf die Sessellehne.

„Ich habe einen Teller in der Hand, Jim. Darauf liegt eine Frucht und diese wirst du jetzt berühren und an Zitroneneis denken.“

„Ähhh...ich soll sie anfassen und an....“

„Mach es einfach.“

Etwas verwirrt aber neugierig tastete Jim nach der Frucht und dachte an Zitroneneis mit Schlagsahne. Genau darauf hatte er jetzt Appetit. Dank Savanil.

„Und jetzt beiß in die Frucht.“

Jim führte die Frucht an seinen Mund.

„Oh, sie duftet nach Zitroneneis!“

Er biss vorsichtig hinein.

„Sie schmeckt auch so!“

Genießerisch biss er noch einmal hinein.

„Sie fühlt sich auch fast so an im Mund...“

Er war erstaunt. „Eine Frucht, die nach sahnigem Zitroneneis schmeckt. Nicht schlecht. Da muss ich künftig, wenn ich darauf Appetit habe, nicht mehr das ungesunde Original essen...aber was ist daran illegal?“

Spock nahm ihm die Frucht aus der Hand.

„Ich habe noch etwas für dich.“

Er griff nach einem anderen Teller.

„Jetzt berührst du diese Frucht und denkst dabei an ein saftiges Steak...nein, frag nicht. Tu es.“

Inzwischen mehr als neugierig folgte Jim den Anweisungen seines Geliebten. Dann nahm er die Frucht und biss hinein.

„Steak...das ist ein Steak! Seit einem halben Jahr verhinderst du, dass ich Steak esse und jetzt gibst du es mir freiw...moment mal...das ist doch die Frucht!“

Er riss sich die Augenbinde ab und starrte auf die Frucht vor sich.

„Die eine schmeckt nach Steak und die andere nach Eis? Faszinierend...“

„Sie schmeckt, wonach du willst. Du berührst sie und denkst dabei an etwas, das du gern essen würdest. Daraufhin nimmt sie den fast korrekten Duft und Geschmack und ein wenig auch die Konsistenz dieser Speise an. Aber das geht bei jeder Frucht nur einmal. Sie ist voll mit Vitaminen und Mineralstoffen und hat auch genügend Kohlenhydrate. Sie ist eine vollwertige Mahlzeit und die am meisten verbreitetste Pflanze auf dem Planeten Chocla Pudisi 6. Sie ernährt sämtliche Säugetiere des Planeten. Jedes Tier schmeckt den Geschmack, nach dem es sich sehnt. Die Geschmacksveränderung ändert aber nichts an den Inhaltsstoffen der Frucht. Sie ist sehr gesund und je öfter man sie isst, um so gesünder wird man selbst.“

Jim starrte ihn mit offenem Mund an, was bei dem halbzerkauten „Steak“ darin nicht sehr vorteilhaft aussah.

„Kandee S. Lowfood, der Wissenschaftsoffizier der Petrini hat diese Frucht entdeckt. Sie wurde geheimgehalten und du kannst dir sicher vorstellen warum...“

„Die Petrini ist das Schiff von T’Nugas Mutter, stimmt’s?“

„Ja, und als T’Nuga von der Frucht erfuhr, hat sie gleich an dich gedacht...und mir davon erzählt...Und weil ich will, dass du mir sehr lange gesund erhalten bleibst und dabei nicht traurig sein musst wegen der leckeren Sachen, die ich dir verbiete, hat Captain T’Saramel mir die Ableger der Pflanze besorgt.“

Jim verzog das Gesicht zu einem schiefen Grinsen.

„Das ist sehr...charmant von ihr. Wegen mir schwachem Menschen verstösst meine Familie gegen die Geheimhaltung. Ihr seid alle so...nett.“

Jim lachte und zog Spock zu sich auf den Sessel.

„Wo sind die Früchte?“

„In Gewächshaus. Wir können jede Woche zwischen drei und sieben Früchten ernten. Du kannst dir also mehrmals in der Woche deine Lieblingsmahlzeit gönnen. Am besten mit Augenbinde, denn das Aussehen der Frucht ändert sich nicht. Künftig kannst du mittags, wenn ich an der Akademie bin, das essen, was du nicht darfst und morgens und abends isst du die gesunden Mahlzeiten, die Marzi zubereitet.“

Jim strahlte. „Ich weiß gar nicht, wie ich euch danken soll.“

„In dem du lange gesund und fit bleibst. Da die Frucht so vitalisierend wirkt, wirst du sehr bald große Lust auf Bewegung verspüren und wenn du dann Sport treibst, wirst du immer fitter und gesünder.“

 

Jim sprang aus dem Sessel und zog Spock in Richtung ihres Schlafzimmers.

„Ich hole noch eine Frucht und du wartest hier...ich hab nämlich eine Idee...“

 

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Jim hatte die Frucht gemixt und trug sie zum Bett in dem sein Vulkanier schon nackt wartete.

Er kniete sich über ihn und verteilte das Fruchtmus an den faszinierendsten Stellen seines Körpers. Spock stöhnte leise auf als Jim begann, es wieder abzuschlecken...

 

„Was hast du dir vorgestellt?“ Fragte Spock als sie schließlich eng umschlungen und erschöpft dalagen.

„Ein altes Rezept von Pille, mit Whisky...“

„Bohnen mit Bourbon...“

„Genau die und du weißt, dass diese Speise im Original eine recht explosive Mischung ist. Aber in dieser Form zum Glück nicht...“

 

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Schon nach kurzer Zeit fühlte sich Jim 20, ach 30 Jahre jünger. Er streichelte seine Seele in dem er mehrmals wöchentlich eine seiner Lieblingsspeisen verzehrte und wurde dank der Frucht immer gesünder. Er trieb wieder Sport und sein Körper straffte sich. Nicht selten zog er seinen Vulkanier und dessen vorlauten Sohn am frühen Morgen aus dem Bett und joggte mit ihnen durch den Park vor ihrer Haustür. Spock war erleichtert, weil Jims Gesundheitszustand sich stark verbessert hatte und auch deshalb, weil dessen Potenz mit Hilfe der Frucht wieder stieg.

 

Im März des nächsten Jahres, als Jim 75 wurde, traute die Geburtstagsgesellschaft ihren Augen nicht, als sie ihn sah. Jim faselte nur etwas von gesunder Ernährung und viel Sport und witzelte, jetzt sei er fit genug, um wieder ein Raumschiff zu kommandieren. Nicht, dass er sich das wünschte. Er war hier auf der Erde so glücklich mit seinem Vulkanier und ihrer großen Familie. Marzi und T’Nuga waren auch wieder schwanger – mit Jungs - und bald würde die Familie zehn–köpfig sein. Jim genoss sein Glück und wenn er nicht gestor.....ach nein, so schnell wird er nicht sterben. Dafür fühlte er sich viel zu gut.

 

 

Ende