Lauscher an der Wand

T’Len

2008

 

 

 

Fandom: SK Kölsch

Charaktere: Jupp Schatz, Falk von Schermbeck, Achim Pohl, Gino Bruni, Heinrich Haupt

Kategorie: PG, Humor

Hinweise: Prompt 17 Braun

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Hat Achim niemand gesagt, dass man nicht lauscht?

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

„Vorsichtig beim Reinstecken, Jupp.“

 

„Ich mach ja schon vorsichtig. Jammer doch nicht dauernd rum wie ein Mädchen.“

 

„Aua, Jupp, pass doch auf!“

 

„Himmel bist du wehleidig.“

 

Achim Pohl, die Hand schon auf der Türklinke zum Büro seiner Kollegen Jupp Schatz und Falk von Schermbeck, blieb stehen. Was trieben die beiden denn da drin? Das hörte sich ja fast an wie...

 

„Jupp, das ist das falsche Loch. Da muss er rein.“

 

„Tschuldigung, ich mach so was zum ersten Mal.“

 

„Das merk ich.“

 

Das hörte sich definitiv so als, als würden sie... Und warum wären sonst alle Jalousien vor den Fenstern zum Flur und an der Tür herunter gezogen, wenn sie nicht etwas zu verbergen hätten? Die trauten sich was, mitten im Büro und während der Dienstzeit! Wenn Haupt sie nun erwischte.

 

„Du siehst ja aus, als wärest du gerade einem Gespenst begegnet“  Gino Bruni trat an Achims Seite.

 

„Pscht“, machte Achim. „Ich glaube Jupp und Falk tun es.“

 

„Tun was?“, wollte Gino wissen.

 

„Na ES. S-E-X.“

 

Gino riss die Augen auf. „Du meinst?, fragte er atemlos. Die beiden? Miteinander?“

 

„Na hör doch zu“, forderte Achim ihm auf.

 

„Jupp, so geht das nicht.“

 

„Meiner ist viel zu groß dafür. Probier du es mal, Falk.“

 

„Okay, lass uns tauschen. Aber du musst still halten, sonst wird das nie was.“

 

„Mach hinne.!

 

„Das gibt’s nicht“; sagte Gino: „Hat Falk Jupp tatsächlich rumgekriegt.“

 

„Naja, all die Jahre erst mit Klaus, mit dem er ja quasi unzertrennlich war, auch privat, und jetzt Falk, das hat wohl doch seine Spuren hinterlassen. Mit einer Frau habe ich ihn jedenfalls schon lange nicht mehr zusammen gesehen.“ Achim grinste vielsagend.

 

„Meinst du, so was ist ansteckend?“, fragte Gino, plötzlich besorgt klingend.

 

„Quatsch“, erwiderte Achim. „Dann wären wir ja alle schon lange schwul.“

 

„Also ich bin’s garantiert nicht“, sagte Gino hastig und abwehrend.


„Was sind Sie nicht, Herr Bruni?“ Ohne, dass sie es bemerkt hatten, war ihr Vorgesetzter zu ihnen getreten. Heinrich Haupt musterte seine zwei Untergeben streng. „Haben Sie nichts besseres zu tun, als hier rumzustehen?“, fragte er. „Sind die Herren Schatz und von Schermbeck da?“

 

„Äh, ja“, machte Achim.

 

„Gut.“

„Ich glaube nicht, dass Sie da rein gehen sollten“, sagte Gino hastig.


„Wieso, störe ich beim Büroschlaf?“, erwiderte Haupt sarkastisch.


„Ähem... gewissermaßen“, stotterte Achim.

 

Aus dem Büro drang gerade ein „Ich glaube, so passt es besser“, von Falk, gefolgt vom einem „Endlich“ und einem zufriedenen Seufzer Jupps.

 

Bevor Achim und Gino noch etwas sagen konnten, hatte Haupt die Tür geöffnet und war eingetreten. Die beiden folgten ihm hastig und aufs Schlimmste gefasst. Dann rissen sie überrascht die Augen auf.

„Was ist das denn für ein Chaos?“, fragte Haupt entsetzt.

 

Überall auf dem Fußboden waren zerrissene Pappverpackungen, Schrauben und andere Metallteile verstreut. Falk hielt gerade einen braunen Sitz in der Hand, an dem Jupp etwas anschraubte.

 

„Hallo Chef“, begrüßte Jupp nun Haupt. „Unsere neuen Bürostühle sind gekommen. Leider nur in Einzelteilen, da haben wir angefangen, sie zusammen zu basteln.“

 

Achim und Gino sahen einander mit verblüfftem Gesichtsausdruck an.

 

„Wir sind hier bei der Kripo nicht im Baumarkt“, beschied Haupt Jupp. „Rufen Sie den Hausmeister und lassen Sie ihn das machen. Dafür wird er schließlich bezahlt, nicht Sie. Und Sie alle will ich in zwei Minuten in meinem Büro sehen. Wir haben Arbeit.“

 

Achim und Gino konnten sich ein Lachen nicht verkneifen, als Haupt gegangen war.

 

„Was grinst ihr so?“, fragte Jupp barsch.

 

„Och nichts weiter“, erwiderte Achim und trat mit Gino den Rückzug an. „Ihr solltet nur mal eure Wortwahl überdenken. Wenn man euch so hört, könnte man glatt meinen, ihr zwei tut es.“

 

„Zusammen“, fügte er noch grinsend hinzu.

 

„Tun was?“, wollte Jupp wissen.“

 

„Ich glaube, er meint, wir tun es miteinander“, sagte Falk. „Sex“, ergänzte er, als Jupp ihn noch immer verständnislos-fragend ansah.

 

Achim schaffte es gerade, die Tür zu schließen, bevor der Schraubendreher dagegen krachte.

 

Ende