Titel: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Autor: Lady Charena
Fandom: Die Zwei

Paarung: Danny, Brett
Rating: gen, Humor
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe/Hintergrund: Adventsstimmung im Hause Sinclair. Und Danny hat wie immer nichts als Unfug im Kopf.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

„Züchtest du jetzt dein eigenes Gemüse?“ Danny Wilde fegte wie ein Wirbelwind ins lordschaftliche Wohnzimmer und warf seine Jacke übers Sofa. Er rieb sich unternehmungslustig die Hände, als er zu seinem Freund trat. „Entzückend, Durchleucht. Wer ist gestorben?“

 

„Wie kommst du denn darauf, dass jemand gestorben ist, Daniel?“, fragte Lord Sinclair überrascht.

 

„Nu, warum hätt’ste denn sonst nen Kranz bestellt?“, wunderte sich Danny, während er die Richtung änderte und die Hausbar ansteuerte. „Ist das vielleicht ein Wetterlein heute, da friert einem ja das Dingelingchen ein.“ Er goss eine großzügige Portion Whiskey in ein Glas.

 

„Ein guter Schluck zur rechten Zeit...“, begann Brett.

 

„...erhebt des Knaben Männlichkeit“, ergänzte Danny, als er zu ihm zurücktrat. „Und was ist nun mit dem Kraut, dem suppigen?“

 

„Das ist ein Adventskranz, mein lieber Daniel“, erklärte Brett und zog ein Streichholzbriefchen aus der Tasche. „Meine Groß-Reine-Mach-Frau hat ihn mir verehrt. Jetzt muss ich ihr natürlich eine Weihnachtsgratifikation bezahlen.“ Er strich ein Streichholz an und zündete die erste Kerze an. „Also wenn du dich schon an meiner Bar schadlos hältst, könntest du mir wenigstens auch einen Drink eingießen, Daniel.“

 

„Selbst ist die Blaubeere.“ Danny lehnte sich gegen die Kommode, auf der der Kranz lag. „Das Gemüse hat auch schon bessere Tage gesehen, findest du nicht?“, bemerkte er und zupfte an den nadelnden Tannenzweigen.

 

Brett hob die Schultern, während er Eiswürfel in ein Glas gab. „Ich hege den Verdacht, dass es sich bei dieser großzügigen Geste um ein Übrigbleibsel des letzten Weihnachtsfestes handelt.“

 

„Apropos Übrigbleibsel.“ Danny drehte sich zu Brett um. „Meinereiner hat heut’ Nacht noch ein Rendezvous mit einem entzückenden Weihnachtsengelchen. Wie sieht’s mit Euro Lordschaft aus? Auch verabredet zum Techtelmechtel?“

 

„Das wiederum geht dich gar nichts an, mein lieber Daniel.“ Brett hob sein Glas und lächelte süffisant.

 

Danny gestikulierte mit seinem Drink. „Carla ist schwer hinter mir her.“

 

„Oh bitte, ich ertrage deine Reimerei nicht auf nüchternen Magen.“

 

Wilde grinste. „Sie hat Fieber nach meinem Biber.“

 

Brett fächelte sich gelangweilt Luft zu und deutete ein Gähnen an.

 

„Sie ist auf der Pirsch nach meinem Hirsch.“ Dannys Gestikulieren brachte ihn gefährlich nahe an die brennenden Kerzen.

 

„Daniel, du solltest besser ein wenig Obacht geben“, warnte Brett.

 

„Nun bekomm’ mal nicht die Flatter, du sprichst mit einem Meister...“ Aber da war’s auch schon zu spät – Dannys Ellbogen hatte eine der Kerzen umgestoßen und sofort stand das ganze, staubtrockene Gebilde in Flammen. Wildes Ärmel kokelte ebenfalls an. Danny wirbelte herum und goss den Rest seines Drinks darüber. Natürlich völlig effektlos.

 

Brett eilte zur Rettung seiner Kommode mit einem Soda-Siphon und löschte. Wobei er zur Sicherheit auch gleich Dannys Arm ausreichend bedachte. „Vielen Dank das du dich so rührend um meine Möbel kümmerst, Daniel“, meinte er ironisch.

 

„Stets zu Diensten“, flachste Danny und betrachtete die Löcher in seinem tropfenden Pulli. „Habe ich dir schon erzählt, dass ich Feuerwehrmann werden wollte?“

 

„Ach ja? Was hat dich aufgehalten?“ Brett stellte den Siphon beiseite. „Darf’s noch ein Drink sein?“

 

„Danke. Ich habe noch, ich winde mal ins Glas.“ Danny zerdrückte seinen Ärmel. „Aber zurück zum Thema: Es ist zwar kaum zu fassen, aber mein Schlauch war zu kurz. Also der zum Löschen und da hat der Hauptmann gesagt...“ Munter vor sich hinplaudernd ließ sich Danny aufs Sofa plumpsen.

 

Brett rieb sich seufzend die Stirn.

 

 

Ende