Nacht 2

T’Len

2010

 

 

Fandom: Kung Fu - TLC

Charaktere: Peter Caine/Kermit Griffin,

Kategorie: NC-17

Hinweise: Fortsetzung zu Tag

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Peter lässt seiner  Wut freien Lauf

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

 

"Autsch." Kermit konnte ein schmerzvolles Stöhnen nicht ganz unterdrücken, als Peter sich aus ihm zurück zog. Vorsichtig streckte er seine Beine aus und dehnte seinen Rücken. Für gewisse Stellungen wurde er langsam wirklich zu alt. Vor allem würde er die nächsten Tage garantiert Probleme auf der Toilette haben.

 

Zwischen ihm und Peter hatte sich ein gewisses Muster beim Sex etabliert. Normalerweise war Peter ein zärtlicher, anschmiegsamer Liebhaber, der keine Probleme mit der Rolle als Bottom hatte. Doch immer, wenn Peter auf ihn wütend war, brachen sich die Angst und der Frust, die zu viele Verluste in seinem Leben hinterlassen hatten, Bahn. Dann übernahm er die aktive Rolle und dies mit einer Vehemenz, der selbst Kermit kaum etwas entgegensetzen konnte. Nicht, dass er es normalerweise gewollt hätte. Er konnte nicht leugnen, dass es ihm gefiel, sich dem anderen ganz auszuliefern, so sehr gefiel, dass er sich womöglich Sorgen darüber machen sollte.

 

„Er ist dein Sohn, nicht wahr?“ Peters Stimme unterbrach seine Gedanken. Er war nicht wirklich überrascht, diese Frage zu hören, nur über den Zeitpunkt. Caine hatte sie ihn vor Stunden auch gestellt. Egal wie unterschiedlich ihr beider Leben auf den ersten Blick erscheinen mochte, Peter war in vielerlei Hinsicht unverkennbar der Sohn seines Vaters. Dass er die selbe Schlussfolgerung zog, war da wahrlich kein Wunder zu nennen. Caine hatte er einfach stehen lassen, mit Peter blieb ihm dieser Ausweg verwehrt.

 

Also beschloss er, sich dumm zu stellen. „Von wem redest du?“, fragte er so beiläufig wie es seine vom Stöhnen heißere Stimme erlaubte.

 

Peter warf das gebrauchte Kondom auf den Boden. „Verkauf mich nicht für dumm“, knurrte er, halb über Kermit kniend.

 

Kermit schloss die Augen und seufzte, sagte aber nichts.

 

„Warum hast du es ihm nicht gesagt? Er hat ein Recht darauf, es zu wissen. Du hast doch keine Ahnung, was es heißt, ohne Vater aufzuwachsen.“

 

Er wusste nicht, wie oft er diese und ähnliche Sätze schon gehört hatte. Damals, während ihrer ersten Affäre, als er so dumm gewesen war, Peter von Scott zu erzählen, und jetzt, in den letzten Monaten ihres erneuten Beisammenseins. Er war es so Leid.

 

Zumindest etwas von seiner alten Stärke – mental wie körperlich – wiederfindend, richtete er sich auf, Peter dabei auf den Rücken werfend. Er drückte die Arme des Jüngeren nach unten und kniete sich nun seinerseits über ihn. „Hör zu und merk dir das ein für alle mal. Das ist meine Sache. Sie geht dich nichts an. Ich habe meine Entscheidung vor Jahren getroffen, ob sie dir passt oder nicht.“

 

Er seufzte erneut und ließ von Peter ab. „Es tut mir Leid“, sagte er, als er sich neben ihn legte.

 

Peter rieb sich die Stellen an seinen Oberarmen, an denen er morgen wohl blaue Flecke haben würde. „Ich will dir doch nur helfen“, sagte er und nun schwang wieder etwas von dem verletzten jungen Burschen mit, dessen Bann sich Kermit schon vor über einem Jahrzehnt nicht entziehen konnte. Er drehte sich auf die Seite, wandte Peter den Rücken zu.

 

Dieser zog die Decke über sie beide, kuschelte sich dann an Kermit. „Ich will doch nur helfen“, sagte er leise. Seine Hand malte Kreise auf Kermits Brust. Er fing sie ein und hielt sie fest.

 

„Warum hast du mir nichts gesagt? Vater und ich, wir hätten dir doch geholfen.“

„Genau deshalb“, erwiderte Kermit. „Ich wollte euch nicht in meine Angelegenheiten hineinziehen „

 

„Versprich mir, dass du das nie wieder tust. Einfach so aus meinem Leben verschwinden.“ Er konnte das leichte Zittern in Peters Stimme hören. Er wusste genau, der  Junge – er würde wirklich nie aufhören, so von ihm zu denken – war einmal zu oft in seinem Leben ohne ein Wort der Erklärung verlassen worden. Von seinem Vater, von ihm.


“Bitte.“ Das Flehen war nicht zu überhören. Es wäre so einfach gewesen, ihm das versprechen zu geben. Doch mehr als ein Nicken brachte er nicht zustande. Mit einem zufriedenen Seufzen lehnte Peter den Kopf an seien Schulter. „Danke.“

 

Wenn die Informationen, die er heute über Davids Mörder erhalten hatte, stimmten, würde er bald aufbrehcen müssen.


Warum fühlte er sich auf einmal so mies?