Nachmittag

T'Len

2008

 

 

Fandom: Kung Fu - TLC

Charaktere: Kermit/Peter.

Kategorie: PG-15, m/m-slash

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Hinweis: Fortsetzung zu "Nacht" und "Abend"

Summe: Kermit sieht Peter wieder.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

"Dein Va... Paul bringt mich um, wenn er erfährt, dass ich dir erlaube zu rauchen", sagte Kermit, als Peter über ihn hinweg griff und das Zigarettenpäckchen vom Nachttisch angelte.

 

"Er würde dich umbringen, wenn er wüsste, dass du mich seit zwei Jahren vögelst, behauptest du zumindest immer", erwiderte Peter grinsend und zündete sich eine Zigarette an.

 

"Was denkt er eigentlich, wo du steckst?", fragte Kermit und schüttelte den Kopf, als Peter ihm das Päckchen hinhielt. Es war Thanksgiving und die Polizeiakademie für ein verlängertes Wochenende geschlossen. Die meisten Studenten verbrachten die Tage sicher bei ihren Familien - etwas, dass zweifelsohne auch die Blaisdells von ihrem Ziehsohn erwartet hatten. Stattdessen hatte er sich mit Kermit in einem kleinen Motel außerhalb der Stadt getroffen. So wie sie es immer hielten, seit Kermit vor zwei Jahren in der Akademie aufgetaucht war und sie fortsetzten, was Monate zuvor im Haus der Blaisdells begann. Das heißt, immer dann, wenn Kermit in der Nähe sein konnte.

 

"Die Großeltern eines Kumpels von der Akademie haben eine Fischerhütte oben bei den Seen. Ein paar von der Truppe sind hingefahren, um dort zu angeln. Ich habe Mom und Paul gesagt, dass ich gern das Wochenende mit meinen Freunden verbringen möchte, sie haben es schweren Herzens akzeptiert", erklärte Peter.

 

"Und wenn er einen deiner Studienkollegen darauf anspricht?" Kermit gefiel die Vorstellung gar nicht, dass Paul von ihrem Verhältnis erfuhr. Er wollte sich lieber nicht ausmalen, wie er darauf reagierte. Dass Problem wäre wahrscheinlich nicht einmal die Tatsache, dass Peter mit einem Mann schlief, der zehn Jahre älter als er war oder dass er überhaupt mit einem Mann Sex hatte, sondern dass dieser Mann ausgerechnet Kermit Griffin war. Paul Blaisdell wusste wie kaum ein anderer Mensch um Kermits Vergangenheit und Gegenwart und würde ihn niemals als den richtigen Partner für seinen Ziehsohn ansehen. Da Paul gelegentlich Kurse an der Akademie gab, lag es durchaus im Bereich des Möglichen, dass er einen der Studenten auf Peter ansprach.

 

"Keine Bange, sie decken mich", versicherte Peter. "Sie denken, ich verbringe ein heißes Wochenende mit einer scharfen Braut, die den Blaisdells nicht passt. Ich werde ihnen hinterher schon die richtigen Storys auftischen." Er drückte den Zigarettenstummel im Aschenbecher auf dem Nachttisch aus, dann wandte er sich zu Kermit. "Dabei ist mir ein heißes Wochenende mit meinem scharfen Liebhaber natürlich viel lieber."

 

"Ich kann nicht das ganze Wochenende bleiben", sagte Kermit hastig. Eine Lüge, zu der er sich spontan entschlossen hatte. Doch wie immer, wenn er mit Peter zusammen war, überkam ihm der unbändige Drang, zu gehen, so lange er noch gehen konnte. Und das schien ihm jedes Mal schwerer zu fallen.

 

"Wie lange kannst du bleiben?", fragte Peter ruhig.

 

"Bis morgen früh", entschied Kermit spontan. Obwohl alles in ihm drängte, sofort die Flucht zu ergreifen.

 

"Was ist das für ein dämlicher Job?", wollte Peter wissen. "Paul spricht genauso wenig wie du darüber. Ich weiß nur, dass ihr zusammen gearbeitet habt."

 

"Glaube mir, es ist besser, wenn du nichts darüber weißt", erwiderte Kermit.

 

Peter zog einen Schmollmund und sah ihn mit diesen treuen Rehaugen an, bei denen Kermit sich jedes Mal fragte, ob der Junge sich ihrer Wirkung eigentlich bewusst war.

 

"Hast du eigentlich schon mal was mit einer Frau gehabt?", wechselte Kermit das Thema. Über seinen Job konnte und wollte er nicht reden.

 

Peter schüttelte den Kopf. "Will ich nicht", antwortete er knapp.

 

"Es kann nie schaden, seinen Horizont zu erweitern", sagte Kermit.

 

Peter zögerte, dann sagte er: "Letzte Woche hab ich ´nen Typen aus der Akademie gefickt. Einen von den Frischlingen aus dem ersten Jahr. Unter der Dusche, nach dem Sport. Wir waren allein. Er hat mich die ganze Zeit angeschaut, während er sich den Körper eingeseift hat, ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter. Richtig geil sah das aus. Dann hat er sich seinen Schwanz gewichst, bis er ganz hart war. Mit der anderen Hand hat er sein Loch eingeseift und sich dabei so gestellt, dass ich alles sehen konnte. Ich bin immer härter und härter geworden. Das konnte ihm natürlich nicht entgehen. Als mein Schwanz ganz steif war, geht er plötzlich vor mir auf die Knie und bläst mir einen, dass mir Hören und Sehen vergeht. Kurz bevor´s mir kommt, hört er auf. Er stellt sich vor mich hin, die Hände an die Wand gestützt, und reckt mir seinen Arsch entgegen, sein Loch feucht und bereit. Ich hab ihm meinen Schwanz auf der Stelle von hinten reingeschoben, ganz bis zum Anschlag rein und dann hab’ ich ihn gefickt. Fast in die Wand hab’ ich ihn gevögelt, so wild haben wir´s getrieben. Er wollte immer mehr, wollt´s richtig hart und schnell, hat mich wie verrückt angefeuert, es ihm zu besorgen. Mein Schwanz in seinem Arsch hat ihn ganz wild gemacht. Das Wasser lief immer noch über unsere Körper. Es war ein so unglaublich geiles Gefühl. Ich hörte gar nicht mehr auf abzuspritzen, als ich kam. Und er auch nicht. Wir haben´s gleich noch mal gemacht. In der Umkleide. Er hat sich auf eine Bank gelegt und die Beine für mich in die Höhe geworfen und ich hab´s ihm von vorn noch mal so richtig besorgt, bis er gequiekt hat wie ein Ferkel."

 

Er blickte Kermit fest an. "Er hat gesagt, er würd´s jederzeit wieder mit mir treiben. Er steht darauf von großen, harten Schwänzen ordentlich durchgefickt zu werden und meiner hat ihm gefallen."

 

Kermit bezweifelte, dass an der ganzen Geschichte auch nur ein Wort wahr war. Zum einen klang es zu sehr nach der Handlung eines billigen Pornos; zum anderen würde kein Akademiestudent, der ein bisschen Grips im Kopf hatte, riskieren bei so einer Nummer erwischt zu werden und von der Schule zu fliegen. Peter hatte mehr als ein bisschen Grips, um zu wissen, dass so etwas nicht einmal Paul Blaisdell würde kaschieren können. Außer Peter würde seinen Rauswurf provozieren wollen, was Kermit unwahrscheinlich schien, denn er wusste, dass der Junge die Ausbildung liebte, wohl weil sie soweit wie nur möglich von seinem alten Leben und den Erinnerungen daran entfernt war oder um Paul, den er mehr schätzte, als er je zugeben würde zu gefallen oder mit einer Mischung aus beiden.

 

Warum also die Story? Wollte Peter darauf hinaus, dass er selbst einmal der Top sein wollte? Als jemand, für den Kontrolle in jeder Hinsicht ein unabdingbarer Bestandteil seines Lebens war, war es für Kermit unvorstellbar, sich einem anderen Mann hinzugeben. Verlust der Kontrolle bedeutete den Verlust seiner Persönlichkeit. Beides würde er nie zulassen. Sie hatten nie darüber gesprochen, doch es schien immer selbstverständlich zu sein, dass der ältere und erfahrenere Mann der dominante in ihrer Beziehung war. Kermit war sich zudem sicher, dass Peter nicht zögern würde - hätte er andere Wünsche - diese zu äußern.

 

Nein, offensichtlich wollte er ihn eifersüchtig machen. Aber den Gefallen würde Kermit ihm nicht erweisen. Seine Augen waren hinter der obligatorischen Sonnenbrille verborgen, die er kurz nach dem er tief in Peter steckend gekommen war, wieder aufgesetzt hatte. Sie verrieten nichts. Und die Decke, die über seinem Schoß lag, verhinderte, dass Peter die körperlichen Folgen seiner recht grafischen Schilderung und der Vorstellungen, die sie in Kermits Kopf auslösten, bemerkte.

 

Seine Stimme klang absolut unbeteiligt, als er sagte: "Du solltest dir jemanden in deinem Alter suchen, egal ob Freund oder Freundin. Jemanden, den du deiner Familie vorstellen, mit dem du zusammen leben kannst."

 

"Ich möchte mit dir zusammen leben", sagte Peter trotzig.

 

"Ach ja?", fragte Kermit bissig zurück. "In einem kleinen Häuschen in der Vorstadt mit großem Garten, zwei Hunden und drei Katzen?"

 

"Warum nicht?", erwiderte Peter. "Das wäre doch hübsch." Kermit schnaubte nur abfällig.

 

"Paul will dafür sorgen, dass ich auf seinem Revier anfangen kann. Er würde auch dir einen Job dort besorgen. Ich weiß, dass er dir das schon angeboten hat. Wir könnten zusammen arbeiten, als Partner im Beruf und privat. Er würde es akzeptieren, bestimmt. Und wenn nicht, ich bin volljährig, also was geht´s ihn an."

 

Kermit schüttelte den Kopf. Manchmal war Peter einfach zu naiv. "Kind, werd endlich erwachsen. Kein Polizeichef ist sonderlich erfreut über private Beziehungen seiner Leute, nicht einmal zwischen Männern und Frauen. Früher oder später gibt es immer Beziehungsstress, der sich negativ auf die Arbeit auswirkt."

 

"Dann geh ich eben auf ein anderes Revier", sagte Peter entschlossen. "Wir finden schon eine Möglichkeit, wenn wir nur wollen."

 

"Nur, dass ich nicht will", sagte Kermit harsch und wandte hastig den Blick von Peters nun traurig blickenden Rehaugen ab. "Das Leben ist kein Wunschkonzert, gewöhn dich dran."

 

Peter schwang sich aus dem Bett. "Ich brauche eine Dusche", sagte er steif. An der Tür drehte er sich noch einmal um. Seine Augen blickten verletzt, als er fragte: "Ist es zu viel verlangt, wenn ich mit dem Mann zusammen sein möchte, den ich liebe und von dem ich dachte, dass er mich auch liebt?"

 

Kermit schluckte schwer, sagte aber nichts. Kaum hatte sich die Tür hinter Peter geschlossen, sprang er aus dem Bett und griff nach seinen Sachen, die auf dem Fußboden verstreut lagen, so eilig hatten sie es bei ihrer Ankunft gehabt, sich ihrer zu entledigen.

 

Es dauerte keine Minute, da war Kermit Griffin aus dem Motelzimmer und Peter Caines Leben verschwunden.

 

Ende

 

 

Fortsetzung: Tag