Titel: Schnee
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Pairung: Gregory House, Blythe + John
Rating: vor-serie, PG, gen
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Er hatte sich geschworen, keinen Laut von sich zu geben. (extrakurz)

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Er hatte sich geschworen, keinen Laut von sich zu geben. Aber als sein Knöchel gegen den gemauerten Türrahmen schlug, konnte er einen Schmerzenslaut nicht unterdrücken. Sein Vater packte ihn am Nacken wie einen Welpen, der auf den Teppich gemacht hatte und zerrte ihn aus dem Haus. Er stolperte rückwärts und landete hart auf dem groben Kies.

„Du bleibst hier, bis du dir darüber klar geworden bist, wie du dich zu benehmen hast“, sagte sein Vater kalt. Er wandte sich ab und trat zurück ins Haus.

Bevor die Tür zufiel, sah er für einen Moment seine Mutter, halb verborgen hinter den breiten Schultern seines Vaters, den hilflosen Ausdruck in ihrem Gesicht. Dann war er allein.

Von seinem Knöchel strahlte ein dumpfes Pochen aus, die nackten Rückseiten seiner Beine und sein Gesäß wurden kalt und feucht, denn der Kies war mit einer feinen Schneeschicht bedeckt. Einen Fluch murmelnd, für den er sich eine weitere Ohrfeige einhandeln würde, wenn sein Vater ihn je hören sollte, stemmte er sich hoch und kam auf die Füße. Was genau dieses Mal der Auslöser gewesen war... er wusste es gar nicht so genau. Sein Vater hatte etwas gesagt und er hatte etwas gesagt, hatte den Mund geöffnet ohne nach zu denken und plötzlich war es laut geworden. Seine Mutter versuchte beschwichtigend einzugreifen, doch ein Blick seines Vaters ließ sie verstummen und betreten auf ihren Teller sehen. Und das nächste war, dass sein Vater ihn am Nacken packte und nach draußen zerrte.

Eine Windböe strich um seine nackten Beine, die nur in Shorts steckten; zerrte an dem dünnen T-Shirt, das er trug; ließ seine Haare am Hinterkopf hoch stehen. Er schlang die Arme um seinen Oberkörper und stampfte auf – um zusammen zu zucken, als scharfer Schmerz durch sein Bein schoss. Gegen die Kälte eines japanischen Winterabends hatte auch der Ärger, der wie Kohlen in seinem Magen glühte, keine Chance. Zitternd starrte er auf die Fenster, durch die warmes, gelbes Licht nach draußen fiel.