Titel: Planänderungen
Autor: Lady Charena (Februar 2014)
Fandom: Hawaii Five-0
Episode: Bezug auf 4x07 Ua Nalohia
Wörter: 1216
Charaktere: Steve McGarrett, Danny Williams
Pairing: Steve/Danny
Rating: A/R, pg, slash

Summe: Danny hat Pläne fürs Wochenende, doch Steves Neuigkeiten ändern diese.

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Danny steckte den Kopf ins Büro. „Hey, ich gehe jetzt nach Hause. Wir sehen uns dann später bei dir.“ Ohne auf die Antwort seines Partners zu warten, trat er den Rückzug an. Er konnte es kaum erwarten, zu duschen und andere Klamotten anzuziehen. Diese verdammte Hitze…

„Bring Essen mit, heute Abend“, rief Steve ihm nach. „Du bist an der Reihe. Glaub nicht, dass ich dich bekoche.“

„Klar. Ich bin ja immer an der Reihe“, murrte Danny, während er sich umdrehte und die Tür wieder öffnete. Es war zu anstrengend, durch die Glaswände zu schreien. Außerdem amüsierten sich die anderen schon genug über sie. Wenn er noch einmal hörte, dass sie sich wie ein altes Ehepaar benahmen, dann besser nur, wenn er unbewaffnet war. Kamekona hatte bereits vorgeschlagen, ein Gericht nach ihnen zu benennen und es als Special für Pärchen auf die Karte der Shrimpstrucks zu nehmen. „Wäre ja mal was Neues. Hat der Herr irgendwelche besonderen Wünsche? Ich bin für ziemlich alles offen. Außer Ananas. Und Spam. Und Shrimps.“

Steve sah von seinem Computerbildschirm auf. „Ich überlasse dir die Wahl. Und bring etwas zu trinken mit, ich hatte keine Zeit zum Einkaufen. Aber kein Bier.“

Na das wurde ja immer besser. Danny verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen den Türrahmen. „Ich dachte, wir sind dieses Wochenende nicht im Dienst? Und zum Spiel gehört Bier.“

„Wir werden das Spiel ein anderes Mal ansehen. Es ist doch eh nur eine Aufzeichnung.“ Steve hob fragend die Augenbrauen.

„Und was, bitte, machen wir dann?“, fragte sein Partner misstrauisch.

Steve lehnte sich zurück und rieb sich den Nacken. „Wir werden Joan babysitten.“

„Was?“ Danny fuhr auf. „Wir werden was?“

„Wir kümmern uns das Wochenende über um Joan. Die Tochter meiner Schwester? Meine Nichte?“ Steve grinste. Okay, eigentlich hatte er Danny vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Wenn er Joan erst einmal im Arm hielt, würde sich Dannys Gemaule über die Planänderung auf ein obligatorisches Mindestmaß beschränken. Hoffte er.

„Ich weiß, wer Joan ist, ich bin nicht senil“, knurrte Danny. „Ich kann mich nur nicht daran erinnern, dass ich mich fürs Babysitten gemeldet hätte. Oder daran, dass wir unser erstes freies Wochenende seit Monaten mit einem Kleinkind verbringen wollten.“

„Du hattest doch ohnehin vor, die ganze Zeit auf der Couch zu sitzen. Joanie sieht sich sicher gerne das Spiel mit dir an. Denk an den erzieherischen Einfluss, den du damit auf sie hast.“ Nur mit Mühe behielt Steve eine ernste Miene bei, als er das sagte. Er liebte Danny - trotz Krawatte und seiner Vorliebe für Regeln, seinen Macken und der Eigenschaft, sein Haus an nur einem Wochenende in eine Müllkippe zu verwandeln, wenn er nicht da war – aber er konnte nur selten widerstehen, ihn aufzuziehen.

„Heißt das, du tust das nicht gerne? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dich schon mal an die Couch gefesselt und dich gezwungen hätte, mit mir fern zu sehen“, fragte Danny gekränkt. Er hatte seinen Standplatz an der Tür aufgegeben und stützte nun die Handflächen auf die Schreibtischkante. „Joan versteht vermutlich auch mehr davon.“

„Ich finde, wir könnten in unserer Freizeit auch mal etwas anderes unternehmen. Zum Beispiel mit Joan in den Zoo gehen. Es war doch ganz hübsch dort. Und dieses Mal nehmen wir Grover und das SWAT nicht mit. Versprochen.“ Steve verschränkte die Arme im Nacken. Er sah amüsiert, wie Danny bei der Erwähnung des SWAT-Captains das Gesicht verzog. „Wir können Erdnüsse kaufen um die Tiere zu füttern und ich spendiere dir ein Eis.“

Grover, der nie widerstehen konnte, ihn mit Horrorstorys über seine Teenager-Tochter zu beglücken. Angeblich nur, damit er sich darauf vorbereiten konnte, wenn Grace dieses Alter erreichte. „Wieso geht ihre Mutter dann nicht mit ihr in den Zoo? Sag nicht, Mary hat es schon satt.“

„Nein, natürlich nicht. Sie hat ein Angebot bekommen, an einem Kurzseminar im Rahmen einer Jobbörse teil zu nehmen. Sie fliegt in zwei Stunden aufs Festland und kommt Montagmorgen zurück. Es ist eine Chance für sie, einen neuen Job zu bekommen.“ Steve hatte seiner Schwester auch das Geld für das Flugticket geliehen, aber das behielt er lieber für sich. Mary unter die Arme zu greifen war seine Pflicht als großer Bruder.

„Am Wochenende?“, fragte Danny skeptisch. „Wer arbeitet denn da?“

„Wir arbeiten schließlich auch oft am Wochenende“, wandte Steve ein.

„Ja, weil Kriminelle es sich offensichtlich nicht leisten können, mal zwei Tage am Stück frei zu nehmen, so wie rechtschaffende Bürger“, erwiderte sein Partner trocken.

„Du weißt, dass sie schon eine Weile auf der Suche nach einem neuen Job ist. Und dass das nicht so einfach mit einem Baby ist. Offenbar denkt sie, dieses Seminar würde ihr weiterhelfen. Welche Art Bruder wäre ich, wenn ich es ablehne, in der Zeit auf meine Nichte aufzupassen, hm? Sie bekommt auch so kurzfristig keinen Babysitter“, erklärte Steve. „Außerdem gehört Joan zur Familie. Sie ist doch besser bei uns aufgehoben, als bei jemand Fremden, oder?“ Er wusste, dass er Danny mit diesem Argument gewonnen hatte.

„Das sollte aber unser Wochenende sein“, murrte Danny – obwohl man ihm anhörte, dass er nur aus lieber Gewohnheit widersprach und nicht, weil er immer noch dagegen war. „Nachdem Cath auf dieser forensischen Fortbildung ist und Kono und Chin an der Reihe sind, den Papierkram für diesen Monat zu erledigen.“

„Wir haben doch trotzdem viel Zeit füreinander. Joan ist noch so klein, sie schläft viel. Und ich dachte, du magst sie.“ Der letzte Satz war so eine Art Geheimwaffe. Danny war ganz verliebt in die Kleine, er wollte es nur nicht zugeben.

Danny seufzte aus tiefstem Herzen. „Okay. Es ist ja wohl ohnehin zu spät, noch was daran zu ändern.“ Er rückte seine Krawatte zurecht und strich sich durch die Haare. „Wie wäre es, wenn ich Pizza für uns – ohne Ananas, mit Peperoni und Wurst – und pürierte Erbsen für Joan mitbringe. Die scheint sie zu mögen und es wird gut aussehen, wenn sie dir die aufs T-Shirt spuckt.“ Er grinste. „Außerdem hast du dann einen Grund, es auszuziehen“, setzte er mit hochgezogenen Augenbrauen hinzu.

Steve lächelt. „Klingt nach einem perfekten Plan, Danno.“ Er hätte seinen Partner küssen können, aber sie hatten eine Abmachung, ihre private Beziehung aus dem Büro heraus zu halten, auch wenn sie für ihre Freunde und Familie schon lange kein Geheimnis mehr war. Also beschränkte er sich auf ein Lächeln und einen dankbaren Blick.

„Schon gut. Ich erwarte, dass du dich dafür revanchierst.“ Danny öffnete die Tür. „Sobald Joan schläft.“

„Verlass dich drauf“, meinte Steve lachend. Er sah seinem Partner auf dem Weg durch den Raum nach, dann schickte er eine Textnachricht, die nur aus dem Wort „OK“ bestand, an seine Schwester. Er hatte noch Zeit, einen Bericht für den Gouverneur fertig zu machen, bevor er Joan abholte und Mary zum Flughafen brachte.

Es versprach definitiv ein gutes Wochenende zu werden. Vielleicht konnte er Danny sogar davon überzeugen, dass sie einen Ausflug an den Strand machten…

Ende