neu: Morning After (House md, PG, slash - Staffel 4)
Titel: Morning After
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Pairung: House/Wilson
Rating: PG, slash
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Du wachst auf und sie steht an deinem Bett. Oneshot. Spoiler: Staffel 4 Finale

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



Es ist noch nicht Morgen. Du musst erst in Stunden aufstehen. Aber dein Bein kümmert sich nicht darum. Ohne die Augen zu öffnen, rollst du dich auf die andere Seite, deine Hand findet das Vicodin auf dem Schränkchen neben dem Bett und du schluckst zwei der Pillen.

Du drehst dich zurück auf den Rücken und versuchst dich zu entspannen, darauf zu warten, dass das Vicodin den Schmerz zurückdrängt.

Nach einer Weile öffnest du die Augen. SIE steht am Fußende deines Bettes.

Nur, dass du weißt, sie kann es nicht sein. Sie ist seit sechs Monaten tot.

Ihre blauen Augen mustern dich; mustern den Mann, der neben dir schläft. Sie verschränkt die Arme vor der Brust, ein ironisches Lächeln spielt um blasse Lippen.

Sie ist nicht hier. Du weißt, dass es eine Halluzination ist, ein Traum, ein Flashback – egal, wie man es nennt. Ein Übrigbleibsel deiner Kopfverletzung. Es ist nicht das erste Mal, dass du sie siehst – aber es ist tatsächlich das erste Mal, dass sie hier in deinem Schlafzimmer auftaucht.

Dann sieht sie dich wieder an und du hast das Gefühl, dass etwas in deinen Adern zu Eis gefriert. „Was willst du noch von mir?“ Du hörst deine eigene, müde Stimme und dir wird klar, dass du diese Worte nicht nur gedacht hast.

Sie stützt die Unterarme auf das Bettende und beugt sich vor. „Wer ist jetzt der Ersatz, House?“, fragt sie. „Du weißt, warum er hier ist. Nicht, weil er dir vergibt. Nicht einmal, weil er dich liebt. Er ist hier, weil er mehr Angst davor hat, alleine zu sein, als davor, von dir verletzt zu werden. Ich hatte nicht genug Zeit, ihn davon zu heilen. Er ist hier, weil du ihn brauchst. Weil die Gewissheit, dass du alles tun würdest, um ihn nicht zu verlieren, selbst wenn es dein eigenes Leben kostet, jetzt seine Welt ist. Ist es das, was du von ihm wolltest?“

Du schreckst hoch und siehst dich um. Sie ist nicht mehr hier. Sie war niemals hier. Du lässt dich zurückfallen und reibst mit der Handfläche über das Gesicht. Vielleicht ist es Zufall. Vielleicht hat er gespürt, wie du dich unruhig neben ihm bewegt hast... Er rollt sich näher an dich, sein Körper an deine Seite gepresst, ein Arm legt sich wie ein umstürzender Baum, der einen ahnungslosen Wanderer unter sich begräbt, über deine Brust. Du kannst kaum atmen.

Es tut weh. Ihn jetzt, hier, so nahe bei dir zu spüren, ihre Worte noch in deinem Ohr. Es tut weh. Aber du hast gelernt, mit dem Schmerz und den Zweifeln zu leben.

Ende