Titel: His life
Autor: scap3goat oder Asha Vee
Feedback: Das währe wirklich wundervoll
Rating: PG-13 bis R
Kategorie: friendship/mildslash K/S/Mc, torture
Wörter: 817
Disclaimer: Nichts davon gehört mir. Ich habe mir die Jungs nur geborgt. Ich verdiene auch kein Geld damit.


His life



„Ich werde nichts dergleichen tun. Das widerspräche allem, woran ich glaube."

Der Kommentar wurde mit einem Tritt belohnt. McCoy, der sowieso schon gekniet hatte, klappte zusammen und wand sich leicht auf dem staubigen Boden. Sein Blut bildete zusammen mit dem ockerfarbenen Staub kleine dunkle Klümpchen.


Blut tropfte ihm aus Mund, Nase, Ohren; kleine Schnitte und Risse waren mindestens über sein Gesicht, seine Arme und Hände verteilt.


„Ich. Werde. Nichts. Dergleichen…", wimmerte McCoy und hustete. Er rollte auf den Rücken und atmete schwer.

Kirk konnte nur fassungslos zusehen, wie ein schwerer Stiefel immer wieder in die Rippen des Arztes trat. Einmal, zweimal… drei, vier, fünf…


Er konnte es nicht weiter mit ansehen, sein bester Freund und sein Chief Medical Officer, halb bewusstlos, wimmernd…

„HALT!", rief Kirk so laut und gut er konnte. „Halt!"

Der große untersetzte Mann, der in seiner blütenreinen Uniform zugesehen hatte drehte sich süffisant grinsend zu Kirk um – während die Wache bei McCoy immer weiter machte.


„Na, musste Sie nicht auch schon mal etwas harscher werden, wenn er Ihnen nicht gehorcht hat?", fragte der Kommandant. Kirks Lippen wurden zu einem dünnen Strich. „Nein! Ich schlage meine Offiziere nicht!"

Der zu fröhliche Mann wiegte seinen Kopf hin und her. „Vielleicht sollten Sie!"

„Ich erwarte nicht von ihnen, dass sie alles verraten an was sie glauben!" Jim war heiser. Er stand schon ewig in der Sonne. Zu lange schon und er fragte sich, ob er nicht schon längst halluzinierte. Die Wache neben McCoy hielt ein. Der magere Körper des Arztes entspannte sich nach einem Moment und Kirk erkannte, dass sein Freund ohnmächtig geworden war.


„Besser für ihn!", dachte sich Kirk und studierte die leeren Gesichtszüge. Pilles Haut war viel dunkler vor lauter Dreck, Blut und Schweiß. Unter seinen zerfetzten Kleidungsresten konnte man bereits erste Hämatome sehen. „Hoffentlich spürst du im Moment keinen Schmerz, Pille!"

Kirk stemmte sich wieder gegen die Fesseln, die ihn an den Pfahl banden. Kein Erfolg.

„Bringt den Arzt weg!", zischte der Kommandant und drehte sich wieder zu Kirk um. „Werden Sie kooperativer, wenn ich Ihren ersten Offizier foltern lasse?"

Jim knirschte mit den Zähnen. „Nein", keuchte er. „Befehlen Sie ihnen, was Sie wollen. Befehlen Sie meinen Männern alles, was sie nicht erfüllen können und töten Sie sie für ihren Ungehorsam. Aber Sie können uns nicht brechen."

Der Kommandant ließ Spock bringen und diesmal verlangte er keine Unmöglichkeiten, Unmenschlichkeiten. Diesmal begann er die Prozedur gleich mit dem Auspeitschen.

Kirk starrte wütend auf den ekelhaften Mann vor ihm.

„Ich werde nichts dergleichen tun. Das widerspräche allem, woran ich glaube", wiederholte er McCoys Worte und dachte: „Für dich, alter Freund!"

„Glauben Sie mir, Captain", kam die Antwort. „Bevor die Sonne die Erde berührt werden Sie das tun, was ich will."

Und tatsächlich… Kirk merkte es erst, als er Spock in die Augen sah und dort etwas Undefinierbares schimmern sah. Erst da wurde ihm bewusst, dass er wimmerte und flehte. Wenigstens McCoy sollten sie in den Schatten bringen. Er versprach alles zu tun, damit es aufhörte, damit sie endlich aufhören würden, doch er wusste genauso gut wie alle anderen, dass solche Menschen nicht aufhören würden. Sie lachten nur noch lauter.

Dabei hätte er wirklich sein Leben gegeben… So endete das alles erst als die Sonne schon am Horizont verschwunden war und die drei Männer wurden wieder in eine Zelle gebracht. Wieder eine andere als am Abend zuvor. Als ob sie in ihrem Zustand hätten fliehen können!

Es wurde Nacht und Kälte kroch in die Kammer. Sie hatten ein paar dünne Matratzen, löchrige Decken und Kissen, die fast nur noch aus den Bezügen bestanden.

Spock breitete alles so aus, dass es den größtmöglichen Komfort für seine Freunde und ihn selbst bilden konnte. Jim lächelte matt. Reine Angewohnheit.

Pille schlief in seinen Armen und er wusste nicht, was er daraus machen sollte. Sollte Pille überhaupt schlafen? Bedeutete Schlaf vielleicht seinen Tod?

Nach einigen Momenten entschied er, dass er ihm wenigstens nachts Ruhe gönnen sollte. Die Schläge und Tritte am nächsten Morgen würden ihn sowieso wieder wecken. Und selbst wenn diese Ruhe McCoys Tod bedeuten sollte, dann währe es wenigstens annährend schmerzlos. Einfach einschlafen…

Spock streckte seine Arme aus und vorsichtig übergab Jim das fragile Gut in seinen Armen. Das gute Herz, das aller wenigstens sie drei immer zusammen gehalten hatte, seelisch und körperlich. Pille stöhnte leicht und Jim strich eine braune Haarsträhne aus dem dreckigen und geschwollenen Gesicht. Vorsichtig tupfte er mit einem leicht feuchten Fetzen seiner Uniform das getrocknete Blut von McCoys Lippen.

Mit letzter Anstrengung wickelte Jim seine Freunde in die Decken und kuschelte sich dann an sie. „Keine Angst. Scotty, Sulu… Chekov… Uhura… ich denke sie werden uns finden. Sie haben uns immer gefunden." Der Halbvulkanier nickte erschöpft. Stumm betrachtete er das Gesicht des Arztes. Die Berührung gab ihm soviel über den Mann preis. Und er konnte nicht anders. Er… empfand Schmerz. „Sie werden uns immer finden." Keiner wagte zu fragen wann, oder in welchem Zustand?

(Open) END